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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Bildung</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Wenn das keine Schulbuchschelte ist, was ist Schulbuchschelte dann?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 08:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonathan Kriener</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Urteil ist gefällt: Auf einer Pressekonferenz des Auswärtigen Amtes stellt das Georg-Eckert-Institut, welches in Sachen Schulbuchforschung internationale Anerkennung genießt, eine Studie vor, die feststellt, dass viele europäische Schulbücher den Islam als vormoderne Religion darstellen, während Europa als modern erscheint (s.a. WAZ v. 16. 9. 2011). Was aber spricht gegen diese Darstellung, so sie denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Urteil ist gefällt: Auf einer <a href="http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/modernes-europa-versus-antiquierter-islam-die-darstellung-von-islam-und-muslimen-in-1.html" target="_blank">Pressekonferenz</a> des Auswärtigen Amtes stellt das Georg-Eckert-Institut, welches in Sachen Schulbuchforschung internationale Anerkennung genießt, eine Studie vor, die feststellt, dass viele europäische Schulbücher den Islam als vormoderne Religion darstellen, während Europa als modern erscheint (<a href="http://www.gei.de/aktuelles/mitteilungen/mitteilung-details/article/modernes-europa-versus-antiquierter-islam-die-darstellung-von-islam-und-muslimen-in-1.html"></a>s.a. WAZ v. 16. 9. 2011). Was aber spricht gegen diese Darstellung, so sie denn tatsächlich für europäische Schulbücher typisch ist? Inhaltliche Gründe eher nicht.</p>
<p>In Europa, so vielfältig die hiesigen Gesellschaften in vieler Hinsicht sind, ist in allen Staaten ein zentrales Kriterium von Modernität erfüllt: dass nämlich die Religion ihrer politischen, legislativen und judikativen Macht enthoben wurde und der Schutz und die Freiheit individueller Lebensgestaltung das höchste Rechtsgut darstellt. Die meisten Kirchen, jedenfalls die protestantischen und die katholische, haben sich entweder stillschweigend damit abgefunden oder dies sogar implizit in ihre Dogmatik aufgenommen haben,  z. B. die katholische Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil. Eskapaden christlicher Abreibungsgegner oder Kreationisten sind hier immer noch ein Randerscheinung, wenn ihr Einfluss auch gefährlich wachsen mag.</p>
<p>Ebenso richtig ist, dass die überwältigende Mehrzahl der islamischen und alle arabischen Staaten, von Pakistan bis Marokko, der Religion bislang eine zentrale Rolle bei Gesetzgebung, Rechtsprechung und Bildung einräumen, mindestens was Personenstandsfragen angeht, in den meisten von ihnen aber weit darüber hinaus. Bei aller Vielfalt islamischer Konfessionen und Rechtsschulen ist mir doch keine bekannt, die diesen Sachverhalt in Frage stellt. So ist es in islamischen Gesellschaften selbstverständlich, dass der Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion als ahndungswürdiges Verbrechen gilt, ebenso die Ehe oder romantisch-sexuelle Beziehung einer Muslimin mit einem Nichtmuslim. Wo die Staaten diese selbst nicht, wie im Iran oder in Saudi-Arabien, ahnden, dulden sie doch, dass selbsternannte Sittenwächter aus dem familiären oder sonstigen sozialen Umfeld dies tun.  Weder die prominenten islamischen Reformer, von Jamal ad-Din al-Afghani bis <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5495/vordenker-oder-rueckwartslenker/" target="_blank">Tariq Ramadan</a>, noch die hiesigen Islamverbände haben an dieser Auffassung je gerüttelt.</p>
<p><a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9273/hamas-saekularismuskrise/" target="_blank">Säkularisierung</a> ist im etablierten muslimischen Diskurs kein Thema. Übrigens auch nicht in den derzeitigen politischen Umwälzungen in Tunesien, Ägypten und Libyen. Wer sie dennoch, und sei es nur implizit, in Betracht zieht, muss mit Verfolgung rechnen, wie der Ägypter Nasr Abu Zayd in den 1990er Jahren. Zwar bekennen sich viele Muslime und islamische Rechtsgelehrte zu Religionsfreiheit. Was sie damit aber meinen, ist selten die individuelle Freiheit sich zu jedem Zeitpunkt für jede beliebige Religion oder für die Nichtzugehörigkeit zu jeglicher Religion zu entscheiden, wie sie in Europa Standard ist. Sondern Muslime meinen mit Religionsfreiheit i. d. R. die Freiheit der religiösen Gemeinschaften, die ihre jeweiligen Konfession oder Rechtsschule als Buchreligionen anerkennt, ihre jeweiligen religiösen Riten und ihr Personenstandsrecht zu praktizieren.</p>
<p>Dieses fundamentale Missverständnis über den Begriff der Religionsfreiheit wird meiner Erfahrung nach in den Foren und Institutionen des Kulturdialogs kaum je benannt, sondern eher gepflegt. Und dass allzu viele Muslime in Europa diese vormoderne Auffassung vom Verhältnis zwischen Religion und Recht teilen und unter- und gegeneinander in Form von Nötigung und Manipulation zu arrangierten Ehen, sog. Ehrenmorden u. ä. auch praktizieren, während die hiesigen Rechtssysteme dem vielfach machtlos gegenüberstehen – klar ist das kein Stoff für einen Schulunterricht, in dem sich Lehrer, muslimische und nicht-muslimische Schüler miteinander wohl fühlen. Dass diese Sachverhalte ein gravierendes Integrationshindernis darstellen, welches andere Migrantengruppen in Europa nicht (mehr) haben, während es bei den Muslimen eher wächst, und an welchem die ethnischen Mehrheiten keinen ursächlichen Anteil haben, wäre ja für Heranwachsende wichtig zu wissen. Für Lehrer ist es aber sicher eine schwere Aufgabe, sich diesen Themen im Unterricht zu stellen. Sie haben mit Ressentiments von muslimischen Eltern, evtl. sogar von führenden Islamverbänden zu rechnen. Durch die Presseerklärung des GEI und des AA werden die Lehrer, die sich dieser Verantwortung dennoch stellen, nun auch noch von „wissenschaftlicher“ Seite ausgebremst.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="font-size: small;">Die Pressemitteilung des GEI und des AA hat denn auch keine Fehler im Faktengehalt der Schulbücher zu vermelden, sondern angeblich „suggerieren“ und „vereinfachen“ diese in einer Weise, die nicht geeignet ist „einen islamophoben politischen Populismus zu entkräften.“ Es wird vor allem atmosphärisch argumentiert: Cornelia Pieper vom Auswärtigen Amt bereitet Unbehagen, dass eine solche Darstellung „… einem glaubwürdigen interkulturellen Dialog mit der muslimisch geprägten Welt im Weg.“ steht. Und Susanne Kröhnert-Othman vom GEI ist der Meinung es sollte vermieden werden „…Muslime als Sondergruppe außereuropäischer Zuwanderer zu präsentieren, deren mitgebrachte Traditionen per se eine Integration in europäische Einwanderungsgesellschaften verhindern“, obwohl sie eben unter einem sehr bedeutenden Aspekt tatsächlich genau eine solche Sondergruppe bilden. Diejenigen unter ihnen, die sich den religiösen Zwängen ihrer Gemeinschaften nicht unterordnen, zahlen dafür oft einen hohen Preis. Davon geben die hohen Selbstmordraten unter jungen Musliminnen in Deutschland beredtes Zeugnis. Eine Lehrerin aus NRW kommentiert das Pauschalurteil der GEI-Studie ausschließlich unter emotionalen Aspekten: „Wenn in Schulbüchern Religion diskriminierend behandelt wird, führt das dazu, dass Vorurteile gestärkt werden und dass muslimische Schüler sich nicht respektiert fühlen. Es behindert den Austausch und das sich auf gleicher Augenhöhe Begegnen“ (WAZ).</span></p>
<p>Gewiss, die Arbeit des GEI ist nicht ausschließlich eine wissenschaftliche. Seit den Tagen des Gründers Georg Eckert arbeitet es an gegenseitiger Aufklärung und Völkerverständigung im Sinne der Förderung gewaltfreier internationaler Beziehungen. Was aber, wenn bei einem aufrichtig geführten <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1547/dialog-und-ruckgrat/" target="_blank">Dialog</a> mit der Erkenntnis auch das Erschrecken der Gesprächspartner übereinander wächst und fundamentale Unterschiede zutage treten? Muss beim Kulturdialog dann Schluss sein mit dem aufklärenden Teil, damit man weiter „auf Augenhöhe kommunizieren“ kann? Ist es dann nachrangig, ob die Inhalte dieser Kommunikation der Realität entsprechen. Im Zusammenhang mit der Islamischen Welt ging man am Georg-Eckert-Institut vor Jahren soweit, dass in einer vom Institut geförderten, vom AA finanzierten und 2003 erschienenen Studie israelische Geschichtsschulbücher von einer israelischen Historikerin und palästinensische von einem palästinensischen Erziehungswissenschaftler analysiert wurden.</p>
<p>Aufgrund der scheinbar besonders schwierigen Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern wurde auf das zuvor gängige Verfahren der gekreuzten Analyse, wonach ein Israeli die palästinensischen und ein Palästinenser die israelischen Schulbücher hätte analysieren müssen, verzichtet. Das Ergebnis war ein Verriss der israelischen Geschichtsbücher und eine Apologie der palästinensischen, obwohl aus meiner Sicht die meisten <a href="http://www.gei.de/fileadmin/bilder/pdf/Projekte/israel01.pdf" target="_blank">israelischen Schulbücher</a> differenzierter und mit mehr Empathie über den Konflikt der beiden Völker informierten als die palästinensischen. Aber während sich für den Märtyrer- und Dschihadkult in den palästinensischen Schulbüchern Rechtfertigungen und Relativierungen fanden, wurden in der Analyse der israelischen Schulbücher schon bestimmte Abbildungen von zionistischen Pionieren und Milizionären als hyper-nationalistisch problematisiert. Das AA aber hatte sein damaliges Ziel, eine offiziöse Entkräftung der internationalen Kritik an den palästinensischen Schulbüchern, erreicht, die mit europäischen und deutschen Geldern finanziert wurden.</p>
<p>Auf der Website <em>1001-idee.eu</em> des GEI erscheint der Antisemit Yussuf al-Qaradawi, Vorsitzender des Europäischen Rats für Fatwa und Forschung und Betreiber des Internetportals <em>Islamonline.net</em>, als Vertreter des Islams, der &#8220;vor allem in den USA und Israel&#8221; wegen seiner pro-palästinensischen Haltung (vgl. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=HStliOnVl6Q">hier</a>) „umstritten“ ist. Tatsächlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_al-Qaradawi" target="_blank"> befürwortet</a> dieser u. a. die Todesstrafe für die Abkehr vom Islam und dass Männer ihre Ehefrauen züchtigen. Würden christliche, jüdische oder hinduistische Religionsvertreter mit ähnlich reaktionären Ansichten den Wissenschaftlern des Instituts auch als „umstritten“ gelten?</p>
<p>Steht also das Georg-Eckert-Institut vielleicht hier und da in der Gefahr Wissenschaftlichkeit auf dem Altar der Völkerharmonie und des Religionsfriedens zu opfern? Von Schulbuchautoren und Lehrern erhoffe ich mir jedenfalls, dass sie unerfreuliche Tatsachen, gleich ob über den Islam oder andere Themen, nicht zugunsten einer scheinbaren Harmonie oder dem Wunschdenken nach Gleichheit zwischen Kollektiven in der Schulklasse oder in der Gesellschaft unter den Teppich kehren oder verschleiern. Darin sollten sie sich auch nicht von pauschalen Verlautbarungen wissenschaftlicher oder diplomatischer Autoritäten beirren lassen.</p>
<p><em>Der Autor war als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GEI von 2002 bis 2006 für Projekte mit den arabischen Ländern und Israel zuständig. Seine Dissertation über säkulare und religiöse Staats- und Gesellschaftskonzepte in libanesischen Schulbüchern erscheint dieses Jahr beim Ergon-Verlag.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schulbuchskandal1/" target="_blank">Schulbuchskandal</a></p>
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		<title>Die TAZ entdeckt die schwarze Pädagogik</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neues aus der Serie &#8220;Unerträglicher als Sarrazin sind nur seine Gegner&#8220;.
Am Wochenende las man in der TAZ:
Zu dieser &#8220;kulturell bedingten&#8221; Mentalität gehöre, dass muslimische Jungen am liebsten unter sich blieben, Frauen jeden Respekt verweigerten und ihre Lehrer gern als &#8220;Hurensöhne&#8221; titulierten.
Als Beweis zitiert Sarrazin den arabischstämmigen Berlin-Neuköllner Sozialarbeiter Fadi Saad: &#8220;Mit Kuschelpädagogik kommt man bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues aus der Serie &#8220;<a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8799/nazivorwurf-sarrazin/">Unerträglicher als Sarrazin sind nur seine Gegner</a>&#8220;.</p>
<p>Am Wochenende <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-gene-sind-schuld/">las man</a> in der TAZ:</p>
<blockquote><p>Zu dieser &#8220;kulturell bedingten&#8221; Mentalität gehöre, dass muslimische Jungen am liebsten unter sich blieben, Frauen jeden Respekt verweigerten und ihre Lehrer gern als &#8220;Hurensöhne&#8221; titulierten.</p>
<p>Als Beweis zitiert Sarrazin den arabischstämmigen Berlin-Neuköllner Sozialarbeiter Fadi Saad: &#8220;Mit Kuschelpädagogik kommt man bei diesen abgebrühten Jungs nicht weiter&#8221;, sagt Saad, selbst ehemaliges Gang-Mitglied. Gleichzeitig berichtet dieser noch, dass es in Schulen im Libanon üblich sei, saubere Fingernägel vorzuzeigen &#8211; und völlig undenkbar, den Lehrer als &#8220;Hurensohn&#8221; zu begrüßen.</p>
<p>Offenbar gibt es doch keine Mentalität, die aus der Herkunftskultur importiert wird &#8211; sonst wäre das Verhalten der muslimischen Jugendlichen in Berlin und im Libanon ja nicht so unterschiedlich.</p></blockquote>
<p>Einmal abgesehen davon, dass die Darstellung Sarrazins nicht eben widerlegt, ist bemerkenswert, dass die Generation Kinderladen autoritäre Erziehungsmethoden wie zu Kaisers Zeiten bewundert, wenn es darum geht, die Existenz probematischer Sozialisationsmuster zu verdrängen. </p>
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		<title>Schwuler Professor in den Tod getrieben</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 16:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Shrinivas Ramachandra Siras]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche hat sich im indischen Aligarh der Professor Shrinivas Ramachandra Siras umgebracht. Er hatte an der Aligarh Muslim University[1], moderne indische Sprachen, insbesondere Marathi gelehrt. Er war im Februar entlassen worden, nachdem Studenten ihm in seiner Dienstwohnung beim Sex mit einem Rikschafahrer überrascht hatten. Brisant an dem Vorfall ist, dass gar nicht feststeht, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hat sich im indischen Aligarh der Professor Shrinivas Ramachandra Siras <a href="http://ibnlive.in.com/news/aligarh-univ-gay-professor-commits-suicide/112856-3.html?from=tn">umgebracht</a>. Er hatte an der Aligarh Muslim University[<a href="#footnote-1-9332" id="footnote-link-1-9332" title="See the footnote.">1</a>], moderne indische Sprachen, insbesondere Marathi gelehrt. Er war im Februar entlassen worden, nachdem Studenten ihm in seiner Dienstwohnung beim Sex mit einem Rikschafahrer <a href="http://timesofindia.indiatimes.com/india/Aligarh-Muslim-University-professor-suspended-for-being-gay/articleshow/5585787.cms">überrascht hatten</a>. Brisant an dem Vorfall ist, dass gar nicht feststeht, ob Homosexualität in Indien überhaupt noch einen Straftatbestand darstellt.</p>
<p>Der Delhi High Court hatte letztes Jahr entschieden, dass der Paragraph 377 des Indian Penal Code, der homosexuelle Handlungen verbietet, für ungültig erklärt. Zwar liegt Aligarh im Zuständigkeitsbereich des gleichrangigen Allahabad High Court, doch hat der Supreme Court mittlerweile den Antrag, den Beschluss des Delhi High Court für ungültig erklären zu lassen, zurückgewiesen. Somit liegt nahe, dass der Paragraph <a href="http://beta.thehindu.com/news/states/other-states/article113334.ece">letztinstanzlich für ungültig erklärt werden wird</a>. Nichtsdestotrotz  war die Forderung, Siras zu entlassen, an der Universität wohl sehr populär:</p>
<blockquote><p>Jasim Mohammed, who is pursuing his Ph.D., has started a “signature campaign” to sack Dr. Siras. Claiming that over 750 people had signed his memorandum, he said: “Dr. Siras’ services should be terminated for bringing disrepute to the university. This is a matter of Muslim culture and tradition. These are unnatural deeds.”</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert ist nicht zuletzt, dass unmittelbar nachdem Siras gefilmt worde war, <a href="http://www.indianexpress.com/news/gay-profs-death-fir-against-four-amu-officials-3-reporters/602745/">drei Kollegen in seiner Wohnung erschienen</a>. Gegen sie wird mittlerweile ermittelt:</p>
<blockquote><p>They have been booked for wrongful confinement, assault and use of criminal force, trespass, criminal intimidation, and conspiracy.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-9332"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aligarh_Muslim_University">Diese Universität</a> ging 1920 aus dem 1875 von dem Reformer und pro-britischen Politiker Sayyid Ahmad Khan gegründeten Anglo-Muhammadan College hervor.  <a href="#footnote-link-1-9332">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Was geschah am &#8220;9. April&#8221;?</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 16:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Hälfte der Dänen kann mit diesem Datum nichts anfangen. Von den 18-25jährigen wissen nur 17%, dass Dänemark an diesem Tag im Jahr 1940 von deutschen Truppen besetzt wurde, ergab eine Umfrage der &#8220;Jyllands Posten&#8221;. Dieser Befund alarmierte Historiker und Politiker, die nun offenkundig merken, wie problematisch es ist, dass die Besatzungszeit nur in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hälfte der Dänen kann mit diesem Datum nichts anfangen. Von den 18-25jährigen wissen nur 17%, dass Dänemark an diesem Tag im Jahr 1940 von deutschen Truppen besetzt wurde, ergab eine <a href="http://jp.dk/indland/article2033173.ece">Umfrage</a> der &#8220;Jyllands Posten&#8221;. Dieser Befund alarmierte Historiker und Politiker, die nun <a href="http://politiken.dk/indland/article942746.ece">offenkundig merken</a>, wie problematisch es ist, dass die Besatzungszeit nur in der Mittelschule und nicht auch in der Oberstufe behandelt wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Hazara starten durch</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 18:34:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hazara]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>
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		<description><![CDATA[KABUL, Afghanistan — For much of this country’s history, the Hazara were typically servants, cleaners, porters and little else, a largely Shiite minority sidelined for generations, and in some instances massacred, by Pashtun rulers.
But increasingly they are people like Mustafa, a teenager who has traveled a rough road but whose future now looks as bright [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>KABUL, Afghanistan — For much of this country’s history, the Hazara were typically servants, cleaners, porters and little else, a largely Shiite minority sidelined for generations, and in some instances massacred, by Pashtun rulers.</p>
<p>But increasingly they are people like Mustafa, a teenager who has traveled a rough road but whose future now looks as bright as any in this war-ravaged country. His course reflects the collective effort of the Hazara, who make up 10 to 15 percent of the population, to remake their circumstances so swiftly that by some measures they are beginning to overtake other groups.</p>
<p>Like many Hazaras of his generation, Mustafa, now 16, fled Afghanistan with his family in the mid-1990s. They settled in Quetta, Pakistan, living with other Hazara refugees outside the Taliban’s reach and getting a taste of opportunities long out of their grasp.</p>
<p>After the 2001 American invasion, his family returned, not to their home in impoverished Daykondi Province, but to Kabul, where his uneducated parents thought Mustafa and his siblings would get better schooling. “There was no opportunity for studying in Daykondi,” he said.<br />
&#8230;.<br />
Continued Hazara gains, of course, depend on the Taliban never returning to official power. Aziz Royesh, director of the Marefat school, says he worries how groups that have long held power in Afghanistan will adapt as Hazaras fill more places within the government, military and other influential professions.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.nytimes.com/2010/01/04/world/asia/04hazaras.html">Leseempfehlung</a> für <a href="http://weblog-sicherheitspolitik.info/2010/01/04/kasmann-ich-bin-nicht-naiv/">Frau Käßmann</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Widerstand&#8230;</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8245/der-widerstand/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 15:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; der indischen Maoisten gegen die internationalen Konzerne geht weiter.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; der indischen Maoisten <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8149/intellektuelle-redlichkeit/">gegen die internationalen Konzerne</a> geht <a href="http://beta.thehindu.com/news/national/article46081.ece">weiter</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Don&#8217;t mess with Darwin!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 06:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Nachträgliche Grüße von der Konferenz &#8220;Darwin and Evolution in the Muslim World&#8220;, Hampshire College, Amherst, MA.
______________
Nachtrag 03.11.2009
Heute hat die NYT einen Bericht über die Tagung veröffentlicht.
Photo Courtesy of Hampshire College
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/conference5-small.jpg" alt="Darwin and Evolution in the Muslim World, Amherst, MA" /></p>
<p>Nachträgliche Grüße von der Konferenz &#8220;<a href="http://evolutionandislam.hampshire.edu/">Darwin and Evolution in the Muslim World</a>&#8220;, Hampshire College, Amherst, MA.</p>
<p>______________<br />
Nachtrag 03.11.2009</p>
<p>Heute hat die NYT einen <a href="http://www.nytimes.com/2009/11/03/science/03islam.html?hpw=&amp;pagewanted=all">Bericht über die Tagung</a> veröffentlicht.</p>
<p><span style="color: #888888;"><em>Photo Courtesy of Hampshire College</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Zeichen der Entwestlichung?</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 17:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Hochschulkommission der Türkei (Yükseköğretim Kurulu) hat diese Woche verfügt, dass Römisches Recht, Rechtsvergleichung, EU-Recht und See- und Umweltrecht nicht mehr zu den Pflichtfächern im Juragrundstudium gehören. An den stark juristischen Fakultäten stößt dies auf Kritik, da die Beschäftigung mit dem Römischen Recht als Symbol für die Annahme eines westlichen Rechtssystems gilt. Arzu Oğuz, Professorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hochschulkommission der Türkei (Yükseköğretim Kurulu) hat diese Woche <a href="http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalHaberDetay&#038;ArticleID=961499&#038;Date=28.10.2009&#038;CategoryID=97">verfügt</a>, dass Römisches Recht, Rechtsvergleichung, EU-Recht und See- und Umweltrecht nicht mehr zu den Pflichtfächern im Juragrundstudium gehören. An den stark juristischen Fakultäten stößt dies auf Kritik, da die Beschäftigung mit dem Römischen Recht als Symbol für die Annahme eines westlichen Rechtssystems gilt. Arzu Oğuz, Professorin für Rechtsvergleichung in Ankara, meint:</p>
<blockquote><p>Die Türkei braucht Juristen die nicht nur das nationales sondern auch internationales Recht kennen. Dieser Beschluss wirft die Türkei, die ohnehin hinter Europa zurückliegt, weiter hinter Europa zurück.</p></blockquote>
<p>Ähnlich sieht dies die Studentin Gamze Sarıyel:</p>
<blockquote><p>
Wegen dieses Beschlusses können Römisches Recht, Rechtsvergleichung und EU-Recht, welche die Grundlage von Freiheit und Demokratie bilden, nicht mehr in vollem Umfang gelehert werden. Sattdessen erhalten wir jetzt Unterricht mit Schwerpunkt türkisches Recht, Es gibt aber keine &#8220;Schule des Türkischen Rechts&#8221; sondern nur Gesetze.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Al-Jazeera weiß es besser</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 17:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor 15 Jahren fanden Paläanthropologen in Äthiopien das teilweise erhaltene Skelett eines weiblichen Ardipithecus ramidus. Kürzlich wurde die Rekonstruktion abgeschlossen, &#8220;Science&#8221; feiert dies mit einer Sondernummer,  denn mit diesem Fund sind die Paläanthropologen dem gemeinsamen Vorfahr von Mensch und Schimpanse ein großes Stück näher gekommen.
Bei al-Jazeera wird allerdings behauptet (ar./ Übersetzung), dass &#8220;Ardi&#8221; Darwin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 15 Jahren fanden Paläanthropologen in Äthiopien das teilweise erhaltene <a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/326/5949/64/F3">Skelett</a> eines weiblichen <em>Ardipithecus ramidus</em>. Kürzlich wurde die Rekonstruktion abgeschlossen, &#8220;Science&#8221; feiert dies mit einer <a href="http://www.sciencemag.org/ardipithecus/">Sondernummer</a>,  denn mit diesem Fund sind die Paläanthropologen dem gemeinsamen Vorfahr von Mensch und Schimpanse ein großes Stück näher gekommen.</p>
<p>Bei al-Jazeera wird allerdings <a href="http://www.aljazeera.net/NR/exeres/54C0A6AA-246F-45DE-A79D-2042487364BB.htm">behauptet</a> (ar./ <a href="http://www.linamalkawi.com/2009/10/ideologically-driven-aljazeera-says.html">Übersetzung</a>), dass &#8220;Ardi&#8221; Darwin widerlege. Als Kronzeuge wird der ägyptische Geologe und Kreationist <a rel="”nofollow”" href="http://www.elnaggarzr.com/en/index.php" rel="nofollow">Zaghloul el-Naggar</a> präsentiert, der behaupet, dass sie Westler nun auf den rechten Weg gelangten, und die Entstehung des Menschen nicht mehr entsprechend der materialistischen Logik und in Verleugnung der Religionen erklären. Dass el-Naggar mit den Forschungen nichts zu tun hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.</p>
<p>Als zweiter Kronzeuge dient der falsch zitierte Hauptbearbeiter des Skeletts Owen S. Lovejoy. Er habe gesagt, dass es nicht richtig sei, dass der Mensch vom Schimpanse abstamme. Das eben behauptet allerdings kein Paläanthropologe. Was Lovejoy tatsächlich sagt, ist dass diesem Fund zufolge der letzte gemeinsame Vorfahrt weit weniger schimpansenähnlich war als bisher angenommen. Vielmehr sei zu vermuten, dass Eigentümlichkeiten der Schimpansen, wie die langen Arme spätere Anpassungen an die kletternde Lebensweise seien.[<a href="#footnote-1-7877" id="footnote-link-1-7877" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p>Interessant ist auch der Kommentarbereich. Usama aus Amman fragt, warum denn weitergeforscht werde, wenn die Wissenschaftler von der Richtigkeit der Evolutionstheorie überzeugt seien. Nur ad-Din aus Jordanien meint:</p>
<blockquote><p>15 Jahre haben sie an der Evolutionstheorie herumgeforscht, um zu entdecken, dass der Mensch nicht vom Affen abstammt. Hätten sie im Islam nachgeschaut, dann hätten sie ihrem Geist Ruhe gönnen und ihre Zeit sparen können, denn schon vor 1430 Jahren hat der Islam gelehrt, dass der Mensch ein Mensch ist, und nie ein Affe oder sonst ein Wesen war!</p></blockquote>
<p>&#8220;Der Vernünftige, der seine Vernunft gebraucht&#8221;[<a href="#footnote-2-7877" id="footnote-link-2-7877" title="See the footnote.">2</a>] betreibt hingegen Ursachenforschung:</p>
<blockquote><p>Es ist allgemein bekannt dass Darwin Jude ist, und wie die anderen zionistischen Juden möchte er alle nichtjüdischen Religionen zerstören; und zwar vollständig, wie es in den protokollen der Weisen von Zion niedergelegt ist. Die Frage nach dem warum ist leicht zu beantworten: Damit die Juden über die anderen Völker herrschen können. Deshalb haben sie die Evolutionstheorie erfunden, um den Menschen in wissenschaftlichen Stile einzureden, dass sie aus der Linie der Affen abstammen&#8230;.</p></blockquote>
<p>Ein Tamim meint, das Hauptproblem der Evolutionstheorie sei, dass sie behauote, dass Lebewesen von primitiven Vorläufern abstammen, wenn aber der Affe nicht der Vater, sondern der Bruder des Menschen sei, dann müsse der Vorfahr ja noch primitiver sein (als der Affe). Kacimi aus Algerein meint, dass Gott den Menschen geschaffen habe, und zwar 45m groß, er bezieht sich damit auf eine Prophetenüberlieferung, nach der Adam 60 Ellen gemessen haben soll.</p>
<p>Ayub Abu Diya aus Jordanien meint hingegen:</p>
<blockquote><p>Leute! Es gibt ein Video der Zeitschrift. Ihr tatsächlicher Standpunkt ist, dass widerlegt worden sei, dass wir vom Schimpansen abstammen, nicht jedoch dass wir von einem gemeinsamen Vorfahr abstammen. Es ist eine Schande, wissenschaftliche Untersuchungen um religiöser Propagandaerfolge willen derartig zu entstellen. Seht die Berichterstattung der BBC, sie ist näher an dem, was wirklich in der Zeitschrift steht.</p></blockquote>
<p>Gefunden bei <a href=" http://sciencereligionnews.blogspot.com/2009/10/making-sense-of-al-jazeeras-strange.html">Salman Hameed</a>.<br />
____________<br />
Update 18.10.2009</p>
<p>Der &#8220;Economist&#8221; nimmt diesen Bericht als Aufhänger für einen <a href="http://www.economist.com/world/middleeast-africa/displaystory.cfm?story_id=14660446">Artikel</a> über den niedrigen Standard der Bildungseinrichtungen in der Arabischen Welt:</p>
<blockquote><p>The most rigorous comparative study of education systems, a survey called Trends in International Mathematics and Science Study (TIMSS) that comes out every four years, revealed in its latest report, in 2007, that out of 48 countries tested, all 12 participating Arab countries fell below the average. More disturbingly, less than 1% of students aged 12-13 in ten Arab countries reached an advanced benchmark in science, compared with 32% in Singapore and 10% in the United States. Only one Arab country, Jordan, scored above the international average, with 5% of its 13-year-olds reaching the advanced category.</p>
<p>Other comparative measures are equally alarming. A listing of the world’s top 500 universities, compiled annually by Shanghai Jiao Tong University, includes three South African and six Israeli universities, but not a single Arab one. The Swiss-based World Economic Forum ranks Egypt a modest 70th out of 133 countries in competitiveness, but in terms of the quality of its primary education system and its mathematics-and-science teaching, it slumps to 124th. Libya, despite an income of $16,000 a head, ranks an even more dismal 128th in the quality of its higher education, lower than dirt-poor Burkina Faso, with an average income of $577.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-7877">&#8221;Reexamining Human Origins in Light of <em>Ardipithecus ramidus</em>&#8221; <em>Science</em> 2 October 2009 Vol. 326. no. 5949, pp. 74, 74e1-74e8 <a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/326/5949/74">DOI: 10.1126/science.1175834</a>  <a href="#footnote-link-1-7877">⇧</a></li><li id="footnote-2-7877">Der aber mit der Grammatik auf Kriegsfuß steht: العاقل يستخدم عقله.  <a href="#footnote-link-2-7877">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Wes Brot ich ess, des Lied ich sing?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 12:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Think Tank &#8220;Centre for Social Cohesion&#8221; hat Robin Simcox&#8217;s Studie mit dem unübersetzbaren Titel &#8220;A Degree of Influence&#8221; publiziert. In ihr gehen die Autoren dem zunehmenden Einfluss ausländischer Geldgeber  auf britische Universitäten nach. Zwei Fachbereichen widmen sie besondere Aufmerksamkeit: Den Nahost- und den Ostasienwissenschaften.
Besonders die Regierungen der Golfstaaten und Einzelpersonen aus diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Think Tank &#8220;Centre for Social Cohesion&#8221; hat Robin Simcox&#8217;s Studie mit dem unübersetzbaren Titel &#8220;<a href="http://www.socialcohesion.co.uk/files/1238334646_1.pdf">A Degree of Influence</a>&#8221; publiziert. In ihr gehen die Autoren dem zunehmenden Einfluss ausländischer Geldgeber  auf britische Universitäten nach. Zwei Fachbereichen widmen sie besondere Aufmerksamkeit: Den Nahost- und den Ostasienwissenschaften.</p>
<p>Besonders die Regierungen der Golfstaaten und Einzelpersonen aus diesen Ländern tun sich mit großzügigen Stiftungen an den Eliteuniversitäten hervor. Problematisch ist daran bereits, dass viele der Vereinbarungen, mit denen dies geschieht, nicht publik gemacht werden. Bei mit Stiftungsgeldern gegründeten Instituten und Zentren sitzen Vertreter der Stifter in den Aufsichtsräten. Hieraus resultiert die Gefahr, dass über Berufungen und auf anderem Wege Einfluss auf die Inhalte von Forschung und Lehre genommen wird.</p>
<p>Auf ein besonders fragwürdiges Beispiel, das von der Herrscherfamilie Dubais finanzierte &#8220;al-Maktoum Institute for Arabic and Islamic Studies&#8221; in Dundee, habe ich bereits vor drei Jahren <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/497/gekaufte-wissenschaft-2/">hingewiesen</a>. Dort kann man einen Master in Islamicjerusalem (sic) Studies erwerben[<a href="#footnote-1-7703" id="footnote-link-1-7703" title="See the footnote.">1</a>]. Problematisch ist weiterhin, dass auf diesem Wege an einigen Universitäten Qualitätsstandards aufgeweicht wurden, da ein moralischer Zwang besteht, Studenten, die im Rahmen von Stipendienprogrammen an die jeweiligen Universitäten gekommen waren, trotz unzureichender Leistungen durchkommen zu lassen. Kritisch ist allerdings anzumerken, dass Simcox sich beim Nachweis extremistischer Verstrickungen keine besondere Mühe gegeben hat. Als Belege dienen meist Berichte aus der Tagespresse.</p>
<p>China preist den Universitäten Konfuzius-Institute an, die vorgeblich der Sprachausbildung dienen sollen. Diese wird aber weitgehend der Kontrolle durch die Universität entzogen. Dieses Vorgehen zieht des Weiteren die Gefahr nach sich, dass eine kritische Auseinandersetzung mit chinesischer Politik nicht mehr ratsam erscheint.</p>
<p>Dafür, dass solche Stiftungen auch Positives bewirken können, findet sich bei Simcox ebenfalls ein Beispiel (S. 114):</p>
<blockquote><p>In 2003, the university received £1 million from two donors, one of which was<br />
anonymous. It is known that the second donor was the MBI Al Jaber Foundation. The money is intended to fund a scholarship programme that aims to ‘bring together Israeli and Palestinian students in a course of study’. Mohamed bin Issa Al Jaber, chairman of the MBI International group, called the scholarship an ‘important programme…in line with our consistent and longstanding commitment to democracy and the regional peace process’.<br />
The programme began in 2003 and, according to the MBI website, aims to ‘bring together some 20 Palestinian and Israeli students taking degrees in business, finance, law and other studies at the University’ as well as ‘a broad programme of cultural and social activities aimed to encourage dialogue and understanding’. The scholarship is also advertised as available to those taking journalism within the School of Arts department.</p></blockquote>
<p>_____________</p>
<p>Nachtrag 15.10.2009</p>
<p>Zu den &#8220;Konfuzius Instituten&#8221; findet sich heute ein <a href="http://www.taz.de/1/leben/buchmessetazde/artikel/1/konfuzius-im-copyshop/">kritischer Artikel</a> in der TAZ.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-7703">http://www.almi.abdn.ac.uk/cmsimages/media/pdfs/IJS%20web%20link.pdf  <a href="#footnote-link-1-7703">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Stolz und Vorurteil</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 18:24:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues aus der Stereotypenforschung. Eine türkische Forschergruppe unter Yücel Kabapınar hat sich ein hübsches Experiment ausgedacht: Man nehme eine Anzahl nationalistischer Selbstbeschreibungen aus türkischen Schulbüchern, ersetze &#8216;Türkei&#8217; durch &#8216;Grossbritannien&#8217; und &#8216;türkisch&#8217; durch &#8216;britisch&#8217; und frage Lehramtsstudenten, was sie davon halten.
Das Ergebnis: 60% der Befragten waren der Ansicht, dass die Art und Weise, in der die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues aus der Stereotypenforschung. Eine türkische Forschergruppe unter Yücel Kabapınar hat sich ein hübsches <a href="http://www.hurriyetdailynews.com/n.php?n=it-is-biased-when-comes-to-the-british-2009-09-28" target="_blank">Experiment</a> ausgedacht: Man nehme eine Anzahl nationalistischer Selbstbeschreibungen aus türkischen Schulbüchern, ersetze &#8216;Türkei&#8217; durch &#8216;Grossbritannien&#8217; und &#8216;türkisch&#8217; durch &#8216;britisch&#8217; und frage Lehramtsstudenten, was sie davon halten.</p>
<p>Das Ergebnis: 60% der Befragten waren der Ansicht, dass die Art und Weise, in der die Briten dargestellt werden, ganz und gar unakzeptabel sei – nämlich überheblich, nationalistisch, von Vorurteilen geprägt und die eigene Kultur überschätzend. Auch, dass diese Art der Selbstdarstellung beleidigend für Muslime sei, wurde geäussert. Lediglich 14 von 140 Befragten äusserten, dass sie mit den Texten nicht einverstanden seien, weil sie sie zu sehr an die Beschreibungen in türkischen Schulbüchern erinnerten…</p>
<p>Besonders originell war die Antwort einiger, als man den Befragten mitteilte, dass die entfremdeten Sätze aus türkischen Schulbüchern stammten: Sie gaben zur Auskunft, dass die Darstellung für Briten nicht gerechtfertigt sei, für Türken aber sehr wohl zutreffend.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Flämischer Kopftuchstreit</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 18:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Benelux]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Regierung der Flämischsprachigen Gemeinschaft hat das Tragen von Kopftüchern in den ihr unterstehenden öffentlichen Schulen gesetzlich verboten. Viele Schulen hatten bereits in Eigenregie entsprechende Verbote angeordnet. Nachdem eine Schülerin dagegen geklagt hatte, erklärte der Staatsrat soche Regelungen auf der Ebene der einzelnen Schulen jedoch für unzulässig erklärt, weil sie gegen das Gebot zur Gleichbehandlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Regierung der Flämischsprachigen Gemeinschaft hat das Tragen von Kopftüchern in den ihr unterstehenden öffentlichen Schulen gesetzlich <a href="http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.deutsch/nachrichten/090911_Kopftuchverbot%2BGemeinschaft">verboten</a>. Viele Schulen hatten bereits in Eigenregie entsprechende Verbote angeordnet. Nachdem eine Schülerin dagegen geklagt hatte, erklärte der Staatsrat soche Regelungen auf der Ebene der einzelnen Schulen jedoch für <a href="http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.deutsch/nachrichten/090909_Kopftuch">unzulässig erklärt</a>, weil sie gegen das Gebot zur Gleichbehandlung verstoßen. Allerdings ist das Gesetz umstritten, da es in § 24 der Verfassung heißt, dass jeder das Recht auf Bildung habe, unter Anerkennung der Grundrechte und Freiheiten. Die Frage sei, ob das Tragen des Kopftuchs ein Grundrecht sei, <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=T02F48FE">meint</a> der Jurist Jan De Groof. Dies sei zwar nach internationaler Rechtsauffassung der Fall, was aber nicht heißen müsse, dass belgische Richter dies ebenso sehen. Dieser Einwand aus dem Juristen verwundert etwas, da der Europäische Gerichtshof offenkundig <a href="http://www.echr.coe.int/eng/press/2005/Nov/GrandChamberJudgmentLeylaSahinvTurkey101105.htm">anderer Auffassung</a> ist. Die Regelung gilt nicht für das in Belgien starke katholische Schulwesen. Der flämische katholische Schulverband <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=DMF20090911_110">möchte</a> die Entscheidung weiterhin den Schulen überlasssen. An der Mehrheit der katholischen Schulen gilt allerdings ein Kopftuchverbot.</p>
<p>An der letzten Schule in Antwerpen, die ein Kopftuchverbot erlassen hatte, war es letzte Woche zu <a href="http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.deutsch/nachrichten/090907_hoboken%2Bprotest">Vandalismus</a> gekommen. Die Schulleitung sah sich nach eigenen Angaben genötigt, dass Verbot zu erlassen, weil Mädchen ohne Kopftuch und Lehrerinnen drangsaliert worden seien. Zur Eskalation hat offenbar der marokkanische Imam Taouil beigetragen. Er <a href="http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws/binnenland/1.595757">fordert nun</a> wie auch die <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=DMF11092009_069">Arabisch Europäische Liga</a> in Antwerpen, die Einrichtung muslimischer Schulen. Der Streit hat allerdings auch zu Streit unter den Muslimen geführt. Selahattin Koçak, eine Gemeinderat türkischer Herkunft <a href="http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws/verkiezingen09/2.5323/090912_smet_islamschool">wirft</a> Taouil vor, durch seine Provokationen das Verbot erst herbeigeführt zu haben. Obwohl er nur Vorbeter sei, spiele er sich als Sprecher der Muslime auf.<br />
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Nachträge 17.09.2009</p>
<p>Der sozialistische Bildungsminister Smet hat sich in dieser Frage lange zurückgehalten, weil auch er verfassungsrechtliche Prrobleme <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=DMF20090914_057&#038;word=hoofddoek">sieht</a>. Von den bürgerlichen Partein wurde er hierfür <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=9C2F630L&#038;word=hoofddoek">scharf kritisiert</a>. Die Auffassung, das Kopftuchverbot sei verfassungswidrig, <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=4U2F84U6&#038;word=hoofddoek">bestreiten</a> zwei der führenden belgischen Verfassungsjuristen.</p>
<p>Naima Chakraoui vom flämischen Minderheitenforum, <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=VQ2F7VR5&#038;word=hoofddoek">unterstellt</a> den Medien eine Mitschuld an der Eskalation, da sie Taouil übermäßiges Interesse geschenkt hätten. Dadurch sei in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, er sei der Wortführer der Muslime, als der er sich selbst gern sieht.</p>
<p>Der Verband marokkanischer Vereine hat derweil <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=212F6FTF&#038;word=hoofddoek">beschlossen</a>, seine Pläne zur Gründung eigener Schulen zu forcieren. Türkische Eltern und Unternehmer haben bereits private Schulen <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=9C2F63BE&#038;word=hoofddoek">gegründet</a>, an denen das Kopftuch zugelassen ist. An der Schule, von der der verlinkte Artikel berichtet, trägt es allerdings nur ein Viertel der Schülerinnen. Diese Schulen sind gezielt nicht als konfessionelle Schulen gegründet worden, obwohl auf diesem Wege leichter Subventionen hätten erlangt werden können. In der Schule Türkisch zu sprechen ist verboten. Veli Yüksel, christdemokratischer Abgeordneter im flämischen Parlament, <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=JF2F2PP1&#038;word=hoofddoek">spricht</a> sich gegen das Kopftuchverbot aus, weil es die Tendenz zur Abschottung der Muslime durch die Gründung eigener Schulen fördert, eine Entwicklung, die alle Parteien <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=DMF20090913_007&#038;word=hoofddoek">ablehnen</a>.<br />
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Nachträge 18.09.2009</p>
<p>Die von mir gestrigen Nachtrag erwähnten freien türkischen Schulen (Lucernacolleges) <a href="http://www.klasse.be/leraren/archief.php?id=13513">gehören</a> zum Netzwerk des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/tag/fethullah-gulen/">Fethullah Gülen</a>.</p>
<p><a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=4U2F84U8&#038;word=hoofddoek">Nordine Taouil</a>, der aus Marokko stammende Imam der die Proteste in Antwerpen <a href="http://www.demorgen.be/dm/nl/989/Binnenland/article/detail/903807/2009/06/24/Hevige-discussies-tijdens-overleg-over-Antwerps-hoofddoekenverbod.dhtml">anführt</a>, gibt sich als gemäßigter Muslim und wurde von Politik und Medien auch lange als solcher wahrgenommen. Dem belgischen Inlandsgeheimdienst zufolge salafitischen und wahhabitischen Kreisen nahe. Viuele Muslime halten ihn anscheinend für einen nicht ernstzunehmenden Wichtigtuer, der überall zu finden ist, wo die Medien zugegen sind. Dass diese Vorwürfe bekannt wurden, verhinderte allerdings, dass er in den <a href="http://www.embnet.be/ORCMB/tabid/493/Default.aspx">Exekutivrat</a> der belgischen Muslime gewählt wurde[<a href="#footnote-1-7569" id="footnote-link-1-7569" title="See the footnote.">1</a>] und seiner Frau wurde die Zulassung als Pflegemutter <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=HU2F6MI0&#038;word=hoofddoek">entzogen</a>. Allerdings ist mit Blick auf diese Vorwürfe Vorsicht angebracht, da der belgische Geheimdienst für Fehlinformationen <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=IA2FA77I&#038;word=hoofddoek">berüchtigt</a> ist. Daran, dass Taouil Kreationist ist, besteht jedoch kein Zweifel (<a href="http://skepp.be/userfiles/fck/creationisme%20pt1.pdf">1</a>, <a href="http://skepp.be/userfiles/fck/creationisme%20pt2.pdf">2</a>).<br />
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Nachtrag 26.9.2009</p>
<p>Der Mouvement Reformateur, die wallonische liberale Partei, <a href="http://www.mr.be/news/2009/09/interculturalisme-ou-multiculturalisme-quel-modele-de-societe-pour-demain-">fordert</a> nun ebenfalls, dass Beamten und Schülern an öffentlichen Schulen das Tragen von Zeichen der Religionszugehörigkeit untersagt werden soll. Sie wenden sich damit gegen den &#8220;angelsächsichen Multikulturalismus&#8221;, weil er aus ihrer Sicht der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft Vorrang vor der Individualität einräumt.</p>
<p>In Flandern wiederum haben Akademiker, (Ex-)Politiker und Aktivisten von Einwandererorganisationen sich in einem <a href="http://www.standaard.be/Artikel/Detail.aspx?artikelId=5F2FFBI6">offenen Brief</a> gegen das Kopftuchverbot gewandt, weil es zur Radikalisierung beitrage und der flämischen Tradition widerspreche, eine gedeihliche Zusammenarbeit von Staat und Religionsgemeinschaften zu fördern.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-7569">Neben Österreich ist Belgien das einzige Land in Westeuropa, in dem die islamische Gemeinschaft den Status einer Körperschaft genießt. Anders als <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1517/modell-oesterreich/">in Österreich</a> sind in diesem Exekutivrat jedoch die muslimischen Verbände vertreten, denen die meisten organisierten Muslime angehören.  <a href="#footnote-link-1-7569">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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