Tag Archive
Druck auf Nobelpreiskomitee?
Nach der Vergabe des Firiedensnobelpreises an den chinesischen Dissidenten Lu Xiaobo hat Norwegens sozialdemokratischer Außenminister Støre pflichtgemäß gratuliert. Wie ehrlich dies gemeint war, ist nun umstritten. Laut einem Bericht der norwegischen Zeitung Aftenposten soll Støre den Vorsitzenden des Nobelkomitees Jagland bei der Eröffnung der UN-Vollversammlung vor der versammelten norwegischen Delegation beiseite genommen haben, um... »
Die Zukunft des irakischen Öls
Wie war das noch: Die Amerikaner haben Saddam gestürzt, um das Öl an sich zu reissen? Kein grosser Aufmacher in den meisten westlichen Medien war jedenfalls die Ausschreibung der irakischen Regierung für die Vergabe von Förderaufträgen. Da hätte mancher gestaunt. Die grossen Gewinner sind zwei alte Gegner der amerikanischen Invasion in Saddam-Land: Russland und China.... »
Afrika ernst nehmen
Noch nie zuvor gab es einen solchen Transfer von Hilfsgeldern. Die Länder Schwarzafrikas erhalten Entwicklungshilfe in einer Grösse von durchschnittlich 13 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts – und werden dennoch immer ärmer. Ghanas Pro-Kopf-Einkommen – zur Zeit seiner Unabhängigkeit das höchste des Kontintents – fiel von 440 USD 1992 in nur zehn Jahren auf 270. Heute... »
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing?
Der britische Think Tank “Centre for Social Cohesion” hat Robin Simcox’s Studie mit dem unübersetzbaren Titel “A Degree of Influence” publiziert. In ihr gehen die Autoren dem zunehmenden Einfluss ausländischer Geldgeber auf britische Universitäten nach. Zwei Fachbereichen widmen sie besondere Aufmerksamkeit: Den Nahost- und den Ostasienwissenschaften. Besonders die Regierungen der Golfstaaten und Einzelpersonen aus... »
Randale in Chinatown
In Algerien ist China nicht allein Rohstoffinteressent. Ganze Infrastrukturpojekte sind an chinesische Firmen vergeben worden. Diese greifen jedoch nicht auf algerische Arbeitskräfte zurück, sondern bringen ihre Belegschaft gleich mit, weswegen in manchen algerischen Städten “Chinatowns” mit chinesischen Läden entstanden sind. In letzter Zeit scheinen sich Konflikte zwischen Algeriern und Chinesen zu häufen, berichtet Maghreb Politics... »
Peking warnt Chinesen in Algerien
Wegen der Niederschlagung des uigurischen Aufstandes hat “al-Qaida im islamischen Westen (Maghreb)” der chinesischen Regierung mit Vergeltung gedroht. Als mögliche Zielscheibe gelten die 50 000 Chinesen in Algerien. Die Zahl hat mich überrascht, sie macht deutlich wie sehr China seine wirtschaftlichen Aktivitäten in Afrika forciert. (Bericht fr, ar) »
Chinesischer Ingenieur entführt…
… Helfer von Taliban ermordet, meldet “The Nation”. In Quetta wurden drei schiitische Polizisten ermordet, liest man in “Dawn”. »
Mumienstreit
Wurde das Tarimbecken im heutigen Sinkiang-Uigur von Westen aus besiedelt, wie uigurische Nationalisten behaupten, wie es aber auch die anthropologischen Befunde von Wissenschaftlern aus dem Ausland nahelegen. Oder von Osten aus, wie es die offizielle Lehrmeinung in China ist. Mit dieser Auffassung soll natürlich der Herrschaftsanspruch über die Region legitimiert werden, mit fatalen Folgen... »
Leo Strauss und der chinesische Sozialismus
Die politische Gefahr des Fanatismus zu erkennen und mit den Instrumentarien der Philosophie zu entschärfen, war ein wesentliches Anliegen des amerikanischen Philosophen Leo Strauss, der in der Weimarer Republik den heraufdämmernden Nationalsozialismus miterlebt hatte. Strauss, der kein Liberaler war, empfahl den Intellektuellen, die gesellschaftlichen Verhältnisse dadurch zu verbessern, dass sie die Meinungen der Elite... »
Morgen jährt sich…
… eine der schlimmsten Naturkatastrophen zum dreißigsten Mal. Vom Erdbeben von Tangshan mit seinen 240.000 Toten erfuhr man in den Medien jedoch nichts als es sich ereignete, und auch heute wird selten daran erinnert. Eine lobenswerte Ausnahme ist dieser Artikel von Johnny Erling aus der gestrigen WELT. Ein Lehrbeispiel für den Umgang eines “starken... »

