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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Dresden</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 12:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
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		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost-Kolumne 14.  Februar 2010
Vor einem Jahr hatte ich vorauschauend diesen Bericht für Dresden zum 13.2.2010 geschrieben:
„Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Wie es der Dresdner Tradition entspricht, legten die Dresdner am 13. Februar auf dem Heide-Friedhof Kränze nieder, um der Toten des Dresdner Bombenangriffs vom Februar 1945 und zugleich aller Opfer der von Nazi-Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost-Kolumne 14.  Februar 2010</em></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9127" title="handke_dresden" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/02/handke_dresden-201x300.jpg" alt="handke_dresden" width="201" height="300" />Vor einem Jahr hatte ich vorauschauend <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5180/bericht-aus-dresden/" target="_self">diesen Bericht</a> für Dresden zum 13.2.2010 geschrieben:</p>
<p><em>„Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Wie es der Dresdner Tradition entspricht, legten die Dresdner am 13. Februar auf dem Heide-Friedhof Kränze nieder, um der Toten des Dresdner Bombenangriffs vom Februar 1945 und zugleich aller Opfer der von Nazi-Deutschland ausgegangenen Verbrechen in Stille zu gedenken. Parteipolitische Querelen und politische Profilierungssüchte, die noch 2009 vor und nach dem Gedenktag die Diskussion bestimmten, blieben aus. Da Streit unter Demokraten immer Siegesfeiern unter Nazis nach sich zieht, mussten auch diese ausfallen.</em></p>
<p><em>Nachdenkliche Stille und würdevolle Trauer bestimmten den Tag und berührten die Welt. Für beide Tage hatten die Dresdner ihre englischen, amerikanischen und russischen Freunde zu sich eingeladen. Es sollte ein Fest der Besinnung und der Begegnung werden – ohne  parteipolitische Vereinnahmungen. Jugendliche aller Nationen feierten und diskutierten miteinander. Sie waren sich einig, sich nie von Demagogen so instrumentalisieren zu lassen um sich dann gegenseitig das anzutun, was ihre Großväter einander angetan hatten.</em></p>
<p><em>Da die unbelehrbaren Nazis wieder eine Großdemonstration angekündigt hatten, waren sich die Dresdner darüber einig, dass dieser Aufmarsch nicht durch die Innenstadt führen dürfe. Deshalb hatten Vereine, Verbände und die Kirchen rechtzeitig und fantasievoll an allen Knotenpunkten der Innenstadt Veranstaltungen angemeldet, die von der Stadt genehmigt worden waren. Da für die Bürger nicht die Gefahr bestand, zwischen gewaltbereiter Antifa und den rechten Schlägertrupps verletzt zu werden, waren sie auch überall zahlreich anzutreffen.</em></p>
<p><em>Die Polizei hielt sich sichtbar und schützend im Hintergrund. Sie musste sich nicht wie im letzten Jahr für ihren Einsatz von den Linken beschimpfen lassen, Kumpane und Dienstleister der Rechten zu sein. Die aus der ganzen Republik anrollenden Busse der Nazis wurden auf den Autobahnen lange und intensiv kontrolliert, so dass mancher zu spät zu der geplanten Demonstration kam. Der von den Nazis geplante Demonstrationszug wurde von der Stadtverwaltung über ein menschenleeres Gewerbegebiet geleitet, gerichtlicher Einspruch der Nazis zurückgewiesen, da die zahlreichen Innenstadtveranstaltungen nicht gefährdet werden durften.</em></p>
<p><em>So kam es dann. Keine Gegendemonstration, keine Kameras, keine Presse – Nichtbeachtung schlug sichtbar in <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/1097/frown-power/" target="_self">Verachtung</a> um. Die Nazis waren nur eine Randnotiz am Rande des Dresdner Geschehens. Mehr sollten wir ihnen auch nicht zubilligen.“</em></p>
<p>Gott sei Dank ist in diesem Jahr <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677692,00.html" target="_blank">vieles so gekommen</a>. Alles andere machen wir 2011 besser. Oder?</p>
<address>Bild © Rolf Handke / <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">PIXELIO</a></address>
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		<title>Weihnachtsmarkttreiben</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 13:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpostkolumne 6.12.2009
Nicht immer richtet sich das Wetter nach dem Kalender. Bei herbstlichem  Wetter wird der  Dresdner Weihnachtsmarkt eröffnet. Er ist wie eine kleine Weihnachtsstadt, die sich romantisch durch die  Dresdner Innenstadt zieht. An vielen Glühweinständen und Fressbuden  vorbei, können die Besucher von der Hauptstraße, vorbei an den historischen Weihnachtsmärkten im Stallhof und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpostkolumne 6.12.2009</em></p>
<p>Nicht immer richtet sich das Wetter nach dem Kalender. Bei herbstlichem  Wetter wird der  Dresdner Weihnachtsmarkt eröffnet. Er ist wie eine kleine Weihnachtsstadt, die sich romantisch durch die  Dresdner Innenstadt zieht. An vielen Glühweinständen und Fressbuden  vorbei, können die Besucher von der Hauptstraße, vorbei an den historischen Weihnachtsmärkten im Stallhof und an der Frauenkirche bis zum Altmarkt schlendern.</p>
<p>Schön, wenn das übliche Weihnachtsmarktangebot mit Kunsthandwerk kombiniert wird. In historischen Kostümen wird getöpfert, geschmiedet, gebacken, gemalt und gesungen. So wie die zwei mittelalterlich gekleideten Sänger vor der Frauenkirche, die alte Weihnachtslieder zur Laute singen. Geradezu entspannend schön, wenn die dudelnden Weihnachtsliedkonserven aus den Lautsprechern die Ohren nicht im Übermaß beleidigen.</p>
<p>Beim Glühwein erzählt mir eine ältere Dame ganz begeistert, dass sie von Stuttgart aus wieder in ihre alte Heimatstadt Dresden gezogen ist. Die Kindheitserinnerungen, die Schönheit der Stadt, das ungeheure Kulturangebot und die vielen freundlichen Menschen haben sie wieder zurückgezogen. Um uns herum mischen sich viele Sprachen im Weihnachtsgewirr. Japanisch, Tschechisch, Russisch, Polnisch, Englisch wird nur noch lautstark durch den sächsischen Dialekt überlagert.</p>
<p>So geben in freundlicher Atmosphäre die einen Geld aus und die anderen nehmen es ein. Weihnachtsgeschäft! Daran versuchen sich natürlich auch andere zu beteiligen. Organisiertes Betteln wird inzwischen sehr einfallsreich und nicht nur durch vorgebliche Armut betrieben. Vormittags sieht man nicht gerade warm gekleidete junge tschechische Zigeuner in Gold und Silberkostüme schlüpfen, um dann in unbeweglicher Beweglichkeit die Touristen zum Fotografieren und Geldspenden zu animieren. Körperlich anstrengend der Job.</p>
<p>Am Abend werden sie dann durch einen gut gekleideten Zuhältertypen wieder abkassiert, der sofort sein Deutsch vergisst, wenn man ihn darauf anspricht. Kriminalität im Graubereich.</p>
<p>Das mobile Polizeirevier auf dem Weihnachtsmarkt mit seinenherum streifenden “zivilen” Polizisten macht trotzdem, wie schon in den letzten Jahren, den Weihnachtsmarkt sicherer. Dass die Straftaten zurückgegangen sind, ist auch ihrer engagierten Arbeit  zu verdanken. Selbst warten sie natürlich nicht auf den Weihnachtsmann, sondern darauf, dass mal ein hoher Polizeiführer oder vielleicht sogar der Innenminister auf einen Kaffee vorbeikommt.</p>
<p>Denn Anerkennung und Motivation sind Geschenke, die selbst auf dem Weihnachtsmarkt für Geld nicht zu kaufen sind. Aber noch ist ja Zeit dazu. Oder?</p>
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		<title>Die letzte Sitzung</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6687/die-letzte-sitzung/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 10:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Eggert]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenpostkolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es war die letzte Sitzung des Landtages vor der Sommerpause. Es war die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode. Es war für mich die allerletzte  Landtagssitzung, weil ich mich im September für immer aus der Politik verabschiede.
Also ein besonderer Tag.
Allerdings mit weniger Wehmut behaftet, als manche vermuteten. Immerhin hatte  ich meine Entscheidung schon vor fünf Jahren getroffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-6690   alignleft" title="dresden" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/dresden-300x225.jpg" alt="dresden" width="185" height="139" /></p>
<p>Es war die letzte Sitzung des Landtages vor der Sommerpause. Es war die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode. Es war für mich die allerletzte  Landtagssitzung, weil ich mich im September für immer aus der Politik verabschiede.</p>
<p>Also ein besonderer Tag.</p>
<p>Allerdings mit weniger Wehmut behaftet, als manche vermuteten. Immerhin hatte  ich meine Entscheidung schon vor fünf Jahren getroffen und mich von niemandem umstimmen lassen. Auch das Argument, ich wäre eigentlich wichtig und unverzichtbar, hat mich nicht überzeugt. Denn als Theologe weiß ich, dass die Friedhöfe voll sind von Wichtigen und  Unverzichtbaren.</p>
<p>Der Verlauf des Tages machte mir  dann allerdings den Abschied  auch sehr leicht. Es war wie immer. Viele Reden, die an  Rhetorik und Wortgewandtheit vorbeischrammten, aber dafür mit Standpunkten behaftet waren, die sich seit Jahren  kaum  verändert hatten. Trotzdem sind mir etliche der Redner im Laufe der Jahre durch ihre Art und durch ihre Arbeit sehr sympathisch geworden.</p>
<p>Es gibt nämlich mehr Bemühen und Ehrlichkeit in der Politik, als öffentlich vermutet wird. Aber die Landtagstribüne ist  immer eine Schautribüne, die dann auch so genutzt wird. Teilweise mit scharfen polemischen Worten, die in der ruhigen,  sachlichen Arbeit hinter den Kulissen nie fallen würden.  Um aufzufallen muss einfach zugespitzt werden, ohne dass man gleich in [wikipop language="de" search="Karl Nolle"]Nolles[/wikipop] <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2587/vorverurteilungen/" target="_blank">Pöbeleien</a> verfallen muss.</p>
<p>Ich habe den vielen Jahren oft gedacht, dass die Wahrheit dann wahrscheinlich  den Landtag verlässt und an der Elbe spazieren geht um sich zu entspannen.</p>
<p>Abends war um 18:00 Uhr der Sommerempfang des Landtagspräsidenten. Familien und Mitarbeiter der Abgeordneten waren, nach teilweise langer Fahrt, nach Dresden gekommen   und standen jetzt im Getränkezelt, um schon  um  17:30 Uhr etwas zu trinken. Aber es gab nichts,  außer der Anweisung des Präsidenten, dass  erst nach seinem Erscheinen  ausgeschenkt werden dürfe. Ich rief die Protokollabteilung an, um sie auf diese bei Empfängen unübliche Anweisung aufmerksam zu machen. Einige der Gäste  drohten auch  in ihrer Verärgerung, wieder zu gehen.</p>
<p>Wenige Minuten später rief ein Mitarbeiter der  Protokollabteilung den  Gastronom an, um ihm mitzuteilen, dass es bei der Anweisung des Präsidenten bleibe. Auch seinen letzten Satz wiederholte der Gastronom laut für alle Umstehenden gut hörbar: Wenn Herr Eggert mit dem Trinken nicht warten könne, dann könne er ja gehen. Nachdem ich mich mit einem Lächeln von den Umstehenden verabschiedet hatte, tat ich das auch.</p>
<p>Ich  ging in die  Dresdner Neustadt, kaufte mir mein Bier selber und unterhielt  mich mit  ausgesprochen sympathischen Menschen. Zugegebenermaßen, kein würdiger Abschluss für einen solchen Tag. Aber ein ehrlicher!</p>
<p>-Heinz Eggert</p>
<p><em><span style="color: #888888;">Foto © ulrichwelten / </span></em><a style="color: #2255aa; text-decoration: none;" href="http://www.pixelio.de/" target="_blank"><em><span style="color: #888888;">PIXELIO</span></em></a></p>
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		<title>Bericht aus Dresden, Februar 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 14:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost Kolumne 22. Februar 2009
Heinz Eggert
Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Wie es der Dresdner Tradition entspricht, legten die Dresdner am 13. Februar auf dem Heide-Friedhof Kränze nieder, um der Toten des Dresdner Bombenangriffs vom Februar 1945 und zugleich aller Opfer der von Nazi-Deutschland ausgegangenen Verbrechen in Stille zu gedenken. Parteipolitische Querelen und politische Profilierungssüchte, die noch 2009 vor und nach dem Gedenktag die Diskussion bestimmten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost Kolumne 22. Februar 2009</em><br />
Heinz Eggert</p>
<p>Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Wie es der Dresdner Tradition entspricht, legten die Dresdner am 13. Februar auf dem Heide-Friedhof Kränze nieder, um der Toten des Dresdner Bombenangriffs vom Februar 1945 und zugleich aller Opfer der von Nazi-Deutschland ausgegangenen Verbrechen in Stille zu gedenken. Parteipolitische Querelen und politische Profilierungssüchte, die noch 2009 vor und nach dem Gedenktag die Diskussion bestimmten, blieben aus. Da Streit unter Demokraten immer Siegesfeiern unter Nazis nach sich zieht, mussten auch diese ausfallen.</p>
<p>Nachdenkliche Stille und würdevolle Trauer bestimmten den Tag und berührten die Welt. Für beide Tage hatten die Dresdner sich ihre englischen, amerikanischen und russischen Freunde eingeladen. Es sollte ein Fest der Besinnung und der Begegnung werden – ohne parteipolitische Vereinnahmungen. Jugendliche aller Nationen feierten und diskutierten miteinander. Sie waren sich einig, sich nie von Demagogen so instrumentalisieren zu lassen um sich dann gegenseitig das anzutun, was ihre Großväter einander angetan hatten. Da die unbelehrbaren Nazis wieder eine Großdemonstration angekündigt hatten, waren sich die Dresdner darüber einig, dass dieser Aufmarsch nicht durch die Innenstadt führen dürfe.</p>
<p>Deshalb hatten Vereine, Verbände und die Kirchen rechtzeitig  und fantasievoll an allen Knotenpunkten der Innenstadt Veranstaltungen angemeldet, die von der Stadt genehmigt worden waren. Da für die Bürger nicht die Gefahr bestand zwischen gewaltbereiter Antifa und den rechten Schlägertrupps verletzt zu werden, waren sie auch überall zahlreich anzutreffen. Die Polizei hielt sich sichtbar und schützend im Hintergrund. Sie musste sich nicht wie im letzten Jahr für ihren Einsatz von den Linken beschimpfen lassen, sie wären Kumpane und Dienstleister der Rechten.</p>
<p>Die aus der ganzen Republik anrollenden Busse der Nazis wurden auf den Autobahnen lange und intensiv kontrolliert, so dass mancher zu spät zu der geplanten Demonstration kam. Der von den Nazis geplante Demonstrationszug musste von der Stadtverwaltung über ein menschenleeres Gewerbegebiet geleitet werden. Gerichtlicher Einspruch der Nazis musste zurückgewiesen werden, da die zahlreiche Innenstadtveranstaltungen nicht gefährdet werden durften.</p>
<p>So kam es dann. Keine Gegendemonstration, keine Kameras, keine Presse – Nichtbeachtung schlug sichtbar in <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/1097/frown-power/" target="_self">Verachtung</a> um. Die Nazis war nur eine Randnotiz am Rande des Dresdner Geschehens. Mehr sollten wir ihnen auch nicht zubilligen.</p>
<p>Es wäre doch toll, wenn 2010 dieser Bericht so geschrieben werden könnte. Oder?</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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