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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; DTP</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Türk spricht Kurdisch&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 10:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;in der Nationalversammlung. gestern war der &#8220;Internationale Tag der Muttersprache&#8221;. Ahmet Türk, Chef der kurdischen DTP im türkischen Parlament nahm dies zum Anlass, ein in den Jahren der Unterdrückung des Kurdischen gegebenes Versprechen einzulösen, indem er vor dem Plenum einige Sätze in seiner Muttersprache sprach. Der Parlamentskanal unterbrach daraufhin sofort die Übertragung, weil Türks Vorgehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;in der Nationalversammlung. gestern war der &#8220;Internationale Tag der Muttersprache&#8221;. Ahmet Türk, Chef der kurdischen DTP im türkischen Parlament nahm dies zum Anlass, ein in den Jahren der Unterdrückung des Kurdischen gegebenes <a href="http://www.taraf.com.tr/haber/28518.htm">Versprechen einzulösen</a>, indem er vor dem Plenum einige Sätze in seiner Muttersprache sprach. Der Parlamentskanal unterbrach daraufhin sofort die Übertragung, weil Türks Vorgehen Verfassung und Geschäftsordnung der Nationalversammlung widerspreche. Abgeordnete anderer Parteien, auch der nationalistischen CHP und MHP, äußerten zwar Kritik an Türk, zeigten jedoch kein Interesse daran, den Vorfall zum Skandal auzubauschen.</p>
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		<title>Noch eine Entschuldigung in der Türkei</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 17:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Chef der pro-kurdischen Demokratischen Gesellschaftspartei, dessen Vorfahren den Nachnamen Türk verpasst bekamen, als selbige 1935 eingeführt wurden, hat sich bei den syrischen Christen entschuldigt. Mit Blick darauf, dass 1915 nicht nur Armenier sondern auch syrische Christen verfolgt wurden, sagte er:
An der Ermordung dieses Reichtums (an Kulturen ?) hatten auch wir, die Kurden unsere Finger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chef der pro-kurdischen Demokratischen Gesellschaftspartei, dessen Vorfahren den Nachnamen Türk verpasst bekamen, als selbige 1935 eingeführt wurden, hat sich bei den syrischen Christen <a href="http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalDetay&#038;ArticleID=914943&#038;Date=30.12.2008&#038;CategoryID=78">entschuldigt</a>. Mit Blick darauf, dass 1915 nicht nur Armenier sondern auch syrische Christen verfolgt wurden, sagte er:</p>
<blockquote><p>An der Ermordung dieses Reichtums (an Kulturen ?) hatten auch wir, die Kurden unsere Finger mit im Spiel. Wenn wir heute einen Armenier oder Süryani sehen, die wir heute als Brüder betrachten, empfinden wir Scham. </p></blockquote>
<p>An sich zu begrüßen, langfristig wäre es aber sinnvoll, wenn eine nicht gerade PKK-ferne Partei die jüngere Vergangenheit ebenfalls aufarbeiten würde (<a href="http://www.suryoyo.uni-goettingen.de/aram/ta-eindrucke.html">1</a>, <a href="http://www.bethnahrin.de/IGFMChristenTuerkei01.htm">2</a>)</p>
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		<title>Ein Institut für kurdische Sprache und Literatur &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 09:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; an einer Universität fordert der Abgeordnete Osman Özçelik von der kurdisch-nationalistischen &#8220;Demokratischen Gesellschaftspartei&#8221; (DTP). Interessanter als dieser Sachverhalt ist, dass er von Kürşat Bumin, einem Kolumnist von &#8220;Yeni Şafak&#8221; unterstützt wird. Er argumentiert, dass mit der Forderung nach einer Zulassung von Kurdischuntericht der zweite Schritt vor dem ersten gemacht wird. Bisher fehle es nämlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; an einer Universität <a href="http://yenisafak.com.tr/Yazarlar/?t=26.11.2008&amp;y=KursatBumin">fordert</a> der Abgeordnete Osman Özçelik von der kurdisch-nationalistischen &#8220;Demokratischen Gesellschaftspartei&#8221; (DTP). Interessanter als dieser Sachverhalt ist, dass er von Kürşat Bumin, einem Kolumnist von &#8220;Yeni Şafak&#8221; unterstützt wird. Er argumentiert, dass mit der Forderung nach einer Zulassung von Kurdischuntericht der zweite Schritt vor dem ersten gemacht wird. Bisher fehle es nämlich an geeigneten Lehrern. Zudem sei kurios, dass in einem Land, ian dessen Universitäten Chinesisch und Ungarisch gelehrt werden, im Lande verbreitete Sprachen wie Kurdisch und Tscherkessisch akademisch nicht existieren. Solche Töne in einer regierungsnahen Zeitung deuten vielleicht darauf hin, dass mit Blick auf die Minderheitenpolitik doch noch nicht aller Tage Abend ist.</p>
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		<title>Posthume Majestätsbeleidigung</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 08:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Aleviten]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Erklärung der Bürgermeisterin der ostanatolischen Stadt Tunceli, Songül Erol Abdil, sorgt in der Türkei für einen Skandal.  Zusammen mit anderen Mandatsträgern der kurdischen DTP hielt sie im Europaparlament zu Brüssel eine Prssekonferenz zum Gedenken an den Aufstand von Dersim im Sommer 1938 ab.  Sie zog das Fazit: &#8220;Würde Atatürk heute leben, würde er angeklagt&#8220;:
Zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Erklärung der Bürgermeisterin der ostanatolischen Stadt Tunceli, Songül Erol Abdil, sorgt in der Türkei für einen Skandal.  Zusammen mit anderen Mandatsträgern der kurdischen DTP hielt sie im Europaparlament zu Brüssel eine Prssekonferenz zum Gedenken an den Aufstand von Dersim im Sommer 1938 ab.  Sie zog das Fazit: &#8220;<a href="http://www.zaman.com.tr/haber.do?haberno=760113&amp;title=tunceli-belediye-baskanindan-skandal-sozler">Würde Atatürk heute leben, würde er angeklagt</a>&#8220;:</p>
<p>Zum Hintergrund:</p>
<p>Im August 1938 wurde in Dersim der letzte Kurdenaufstand gegen die Kemalisten niedergeschlagen. Armeeeinheiten von 40 000 Mann hatten in den vorausgegangenen Wochen die dünn besiedelte ostanatolische Provinz auf der Suche nach Aufständischen durchkämmt. Unterstützt wurden sie von 40 Kampfflugzeugen, eines davon steuerte Sabiha Gökçen, eine der Adoptivtöchter Atatürks, nach der heute einer der Flughäfen İstanbuls benannt ist. Bei den Militäraktionen wurden die meisten Ortschaften, darunter die Provinzhauptstadt zerstört. Wieviel Tote die Kämpfe kosteten, ist nicht bekannt. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung wurde in andere Teile des Landes umgesiedelt und durfte erst 1946 zurückkehren.</p>
<p>Kurdenaufstände gegen die kemalistische Herrschaft hatte es mehrere gegeben. Der wichtigste, der Şeyh Sait Aufstad von 1925, wurde von einem sunnitischen Religionsgelehrten angeführt. Diese Erhebung<span> </span>richtete sich zu gleichen Maßen gegen den türkischen Nationalismus, die religionsfeindliche Politik und die staatliche Machtausweitung auf Kosten der Stammesführer. Das besondere am Aufstand von Dersim ist jedoch, dass sich dort alevitische Kurden erhoben hatten. In jüngerer Zeit galten gerade die Aleviten als überzeugte Unterstützer der säkularen Republik. Das Beispiel Dersim zeigt jedoch, dass die Verhältnisse weit komplizierter waren.</p>
<p>Die Unruhen hatten 1934 begonnen. Anlass war das Gesetz Nr. 2510, das zum Zwecke der Zwangsassimilation die Umsiedlung „nichttürkischer“ Bevölkerungsgruppen in türkischsprachige Regionen vorsah. Das Gesetz wurde zwar nicht konsequent angewandt, Dersim war jedoch ausersehen worden, um ein Exempel zu statuieren, weil die Bevölkerung der Provinz schon seit osmanischer Zeit als besonders renitent galt. Um jegliche Erinnerung an die kurdische Prägung der Provinz auszulöschen wurde sie in Tunceli umbenannt. Die türkischsprachigen Aleviten hatten zwar keine vergleichbaren Verfolgungen zu erdulden, ihre religiösen Rituale wurden jedoch durch das Verbot der Orden ebenso untersagt wie jene der Sufis sunnitischer Ausrichtung.</p>
<p>Eingedenk solcher Erfahrungen betrachteten viele Aleviten die kemalistische Herrschaft als Fortsetzung der spätosmanischen Politik zu Ausweitung der staatlichen Kontrolle. Daher reihten sie sich nach der Einführung des Mehrparteiensystems überwiegend in die Opposition gegen die kemalistische Elite ein und unterstützten bei den Wahlen von 1950 die Demokratische Partei von Adnan Menderes und Celal Bayar. Doch diese Allianz hielt nicht lange. Zu stark war dort der Einfluss konservativer Sunniten, die Menderes eng verbunden waren, weil er die Einschränkungen religiöser Aktivitäten zurückgenommen hatte. In Predigten und religiösen Zeitschriften wurde nun offen gegen die Aleviten gehetzt.</p>
<p>Jene richten sich daher politisch neu und zwar nach links aus. Einige Aktivisten gründeten die Einheitspartei, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Ein anderer Teil schloss sich der zwischen Linkskemalismus und Marxismus stehenden Türkischen Arbeiterpartei an, die allerdings sonst nur Intellektuelle und junge Offizieren unterstützten. Die Mehrheit wandte sich der Republikanische Volkspartei (CHP) zu. Unter Bülent Ecevit hatte sich die einstige kemalistische Staatspartei in eine linke Volkspartei gewandelt, die bewusst antielitär auftrat.</p>
<p>Den Aleviten bot sie sich als Schutzmacht gegen die erstarkenden Islamisten und Rechtsnationalisten an. Ihre auf die Förderung der ländlichen Infrastruktur ausgerichtete Politik kam der alevitischen Dorfbevölkerung entgegen. Umgekehrt griffen die türkischen Linken nun verstärkt auf alevitische Musik und Dichtung zurück, um für sich ein eigene kulturelle Identität jenseits der Orientierung an europäischen oder osmanisch-sunnitischen Mustern zu begründen. So wurde die unter der Einparteienherrschaft der Republikanischen Volkspartei verheerte Provinz Tunceli in den 1970er Jahren zu deren Hochburg.</p>
<p>__________</p>
<p>Nachtrag 16.11.</p>
<p>All jene die Türkisch können finden heute in der Zeitung Taraf drei interessante Beiträge zum Thema:</p>
<p>Erdem Gül: &#8220;<a href="http://www.taraf.com.tr/haber/21552.htm">Alevi açılımı dendi müdürlükle kesildi</a>&#8221;<br />
Ayşe Hür:&#8221;<a href="http://www.taraf.com.tr/makale/2694.htm">1937-1938’de Dersim’de neler oldu?</a>&#8221;<br />
Rasim Ozan Kütahyalı: &#8220;<a href="http://www.taraf.com.tr/makale/2689.htm">Aleviler silahlanınca mı farkedilecek?</a>&#8220;</p>
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