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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Frauen</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Die TAZ entdeckt die schwarze Pädagogik</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neues aus der Serie &#8220;Unerträglicher als Sarrazin sind nur seine Gegner&#8220;.
Am Wochenende las man in der TAZ:
Zu dieser &#8220;kulturell bedingten&#8221; Mentalität gehöre, dass muslimische Jungen am liebsten unter sich blieben, Frauen jeden Respekt verweigerten und ihre Lehrer gern als &#8220;Hurensöhne&#8221; titulierten.
Als Beweis zitiert Sarrazin den arabischstämmigen Berlin-Neuköllner Sozialarbeiter Fadi Saad: &#8220;Mit Kuschelpädagogik kommt man bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues aus der Serie &#8220;<a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8799/nazivorwurf-sarrazin/">Unerträglicher als Sarrazin sind nur seine Gegner</a>&#8220;.</p>
<p>Am Wochenende <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-gene-sind-schuld/">las man</a> in der TAZ:</p>
<blockquote><p>Zu dieser &#8220;kulturell bedingten&#8221; Mentalität gehöre, dass muslimische Jungen am liebsten unter sich blieben, Frauen jeden Respekt verweigerten und ihre Lehrer gern als &#8220;Hurensöhne&#8221; titulierten.</p>
<p>Als Beweis zitiert Sarrazin den arabischstämmigen Berlin-Neuköllner Sozialarbeiter Fadi Saad: &#8220;Mit Kuschelpädagogik kommt man bei diesen abgebrühten Jungs nicht weiter&#8221;, sagt Saad, selbst ehemaliges Gang-Mitglied. Gleichzeitig berichtet dieser noch, dass es in Schulen im Libanon üblich sei, saubere Fingernägel vorzuzeigen &#8211; und völlig undenkbar, den Lehrer als &#8220;Hurensohn&#8221; zu begrüßen.</p>
<p>Offenbar gibt es doch keine Mentalität, die aus der Herkunftskultur importiert wird &#8211; sonst wäre das Verhalten der muslimischen Jugendlichen in Berlin und im Libanon ja nicht so unterschiedlich.</p></blockquote>
<p>Einmal abgesehen davon, dass die Darstellung Sarrazins nicht eben widerlegt, ist bemerkenswert, dass die Generation Kinderladen autoritäre Erziehungsmethoden wie zu Kaisers Zeiten bewundert, wenn es darum geht, die Existenz probematischer Sozialisationsmuster zu verdrängen. </p>
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		<title>Die Ausländer sterben aus!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 14:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Können Brawer, Heinsohn, Laqueur &#038; Co. ihre Bücher über die Islamisierung Europas zum Altpapier geben? Das sollten sie zumindest dann, wenn das, was das Dänische Statistikamt herausgefunden hat, Vorbote eines breiteren Trends ist. In Dänemark bekommen heute Einwanderinnen weniger Kinder als ethnische Däninnen, nämlich 1,6 im Vergleich zu 1,9.
Garbi Schmidt von Nationalen Wohlfahrtsforschungzentrum macht hierfür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Können Brawer, Heinsohn, Laqueur &#038; Co. ihre Bücher über die Islamisierung Europas zum Altpapier geben? Das sollten sie zumindest dann, wenn das, was das Dänische Statistikamt herausgefunden hat, Vorbote eines breiteren Trends ist. In Dänemark <a href="http://www.kristeligt-dagblad.dk/artikel/374898:Danmark--Indvandrerkvinder-foeder-nu-faerre-boern-end-danske-kvinder">bekommen heute Einwanderinnen weniger Kinder</a> als ethnische Däninnen, nämlich 1,6 im Vergleich zu 1,9.</p>
<p><a href="http://www.sfi.dk/Default.aspx?ID=1264">Garbi Schmidt</a> von Nationalen Wohlfahrtsforschungzentrum macht hierfür verschiedene Gründe verantwortlich. Zunächst sei die Ausbildungsneigung von Einwanderinnen stark angestiegen. Es sei aber außerdem zu beoobachten, dass sie Einwandererfamilien zunehmend der &#8220;dänischen Lebensweise&#8221; annähern und Werte und Normen mit Bezug zu Ehe, Familie und Ausbildung übernehmen. Schon deshalb warten die Frauen länger, bis sie eine Familie gründen. Die Untersuchung unterscheidet offensichtlich nicht zwischen muslimischen und anderen Zuwanderern, doch ist sie unverkennbar vor dem Hintergrund der dänischen Islamdebatte zu betrachten. Dass die Muslime in Dänemark sich an westliche Wertvorstellungen auffllig stark angenähert haben, wurde aber auch schon in anderen Zusammenhängen festgestellt (TF <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5532/es-ist-nichts-faul-im-staate-danemark/">hat berichtet</a>).</p>
<p>Schmidt weist allerdings auch der umstrittenen strengen Ausländerpolitik eine Rolle zu, besonders, der Regel, dass der Partner bei der Familienzusammenführung <a href="http://www.nyidanmark.dk/en-us/coming_to_dk/familyreunification/spouses/spouses.htm">mindestens 24 Jahre alt</a> sein muss (die rechtspopulistische/ nationalsozialdemokratische Dänische Volkspartei <a href="http://www.information.dk/telegram/239958">fordert</a> die Erhöhung auf 28 Jahre).</p>
<p>____________________</p>
<p>In Deutschland lässt sich nun Ähnliches beobachten, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8924001/Migranten-bekommen-nicht-mehr-Kinder-als-Deutsche.html">berichtet</a> die &#8220;Welt&#8221;.</p>
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		<title>Unzufrieden mit der Demokratie&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 18:53:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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		<category><![CDATA[Kurden]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; äußerten sich laut einer Umfrage für das &#8220;International Social Survey Program-ISSP&#8221; 2009 deutlich mehr Türken als 2007. Der Anteil der Zufriedenen sank von 52 auf 28%, während jener der Unzufriedenen von 29 auf 50% stieg.
Der Anteil jener, die sich als &#8220;links&#8221; definieren, sank zwischen 1990 und 2009 von 21.8 auf 13.2% während der Anteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; äußerten sich laut einer <a href="http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalDetay&#038;ArticleID=998922&#038;Date=26.05.2010&#038;CategoryID=78">Umfrage</a> für das &#8220;International Social Survey Program-ISSP&#8221; 2009 deutlich mehr Türken als 2007. Der Anteil der Zufriedenen sank von 52 auf 28%, während jener der Unzufriedenen von 29 auf 50% stieg.</p>
<p>Der Anteil jener, die sich als &#8220;links&#8221; definieren, sank zwischen 1990 und 2009 von 21.8 auf 13.2% während der Anteil der &#8220;Rechten&#8221; von 22.7 auf 34.2% stieg.</p>
<p>Nur 46% würden für einen EU-Beitritt stimmen, 41% dagegen.</p>
<p>92% erachten die Einkommensunterschiede für zu hoch, und 90% betrachten es als Aufgabe der Regierung, den Unterschied zu verringern.</p>
<p>Die Mütter von 88,7% der Befragten sind nie einer Berufstätigkeit nachgegangen, in der jeweils nachfolgenden Generation sind <b>nicht</b> 67,2 % berufstätig.</p>
<p>Die befragten Kurden und Aleviten werden nach eigener Ansicht als Individuen kaum diskriminiert. Befragt, ob Angehörige ethnischer oder religiöser Minderheiten Druck ausgesetzt sind, antworteten die meisten jedoch mit Ja.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Freie Bahn</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 18:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
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		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
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		<category><![CDATA[Islam]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar weiss der Koran nicht allzuviel zu dem Thema zu sagen, aber Frauen dürfen in Saudi-Arabien dennoch kein Auto fahren. Bislang jedenfalls. Denn das könnte sich bald ändern, möglicherweise bereits innerhalb der nächsten zwei Monate. So berichten es nicht näher genannte Quellen, auf die sich die saudische Website &#8220;Elaph&#8221; beruft.
Auch wenn die Religionsgelehrten sich gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar weiss der Koran nicht allzuviel zu dem Thema zu sagen, aber Frauen dürfen in Saudi-Arabien dennoch <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/40/saudische-frauenbewegung/" target="_blank">kein Auto</a> <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2118/saudische-frauen/" target="_blank">fahren</a>. Bislang jedenfalls. Denn das könnte sich bald ändern, möglicherweise bereits innerhalb der nächsten zwei Monate. So <a href="http://www.elaph.com/Web/news/2010/4/554227.html" target="_blank">berichten</a> es nicht näher genannte Quellen, auf die sich die saudische Website &#8220;Elaph&#8221; beruft.</p>
<p>Auch wenn die Religionsgelehrten sich gegen eine Änderung der geltenden Gesetze sträuben, sieht die Politik keine religiösen Gründe, die für ein Fahrverbot für Frauen sprechen. Interessant: Eine saudische Studie von 2004 hat herausgefunden, dass satte 47% der Saudierinnen ein eigenes Auto besitzen. Vielleicht schon bald werden sie es selbst steuern dürfen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kein Schutz hinter dem Schleier</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9251/aegypten-studie-belaestigung/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[Islamisten und ihre westlichen Apologeten behaupten gern, dass die muslimische Frau unter ihrem Schleier geschützt sei, allerdings haben mich persönliche Erfahrungsberichte von Frauen schon längst vom Gegenteil überzeugt. Auf Qantara.de gibt es einen interessanten Bericht über sexuelle Gewalt und darüber, wie sich die Problematik in Ägypten darstellt. So
(…) wurde das Problem von den meisten offiziellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Islamisten und ihre westlichen Apologeten behaupten gern, dass die muslimische Frau unter ihrem Schleier geschützt sei, allerdings haben mich persönliche Erfahrungsberichte von Frauen schon längst vom Gegenteil überzeugt. Auf Qantara.de gibt es einen interessanten <a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=469&amp;wc_id=1163" target="_blank">Bericht</a> über sexuelle Gewalt und darüber, wie sich die Problematik in Ägypten darstellt. So</p>
<blockquote><p>(…) wurde das Problem von den meisten offiziellen Stellen und den einflussreichen sozialen Gruppen zumindest solange ignoriert, bis es 2006 zu einem dramatischen Vorfall kam. Während in der Innenstadt das Fest Eid al-Fitr, also das Ramadanfest zum Ende der Fastenzeit, gefeiert wurde, stürzten sich Hunderte sexuell aufgeladene Männer auf Dutzende von Frauen, umringten sie in den Straßen, grapschten nach ihnen und versuchten gar sie zu entkleiden. Die Polizei stand abseits und beobachtete das Geschehen unentschlossen; niemand, weder Mütter noch verschleierte Frauen waren sicher vor dem Mob.</p></blockquote>
<blockquote><p>(…) Während die Behörden versuchten, der Situation Herr zu werden, indem sie dort, wo alles geschehen war, also in der Innenstadt, Überwachungskameras installierten, wurde dadurch nicht verhindert, dass es an anderen, nicht überwachten Orten, zu ähnlichen Vorfällen kam. Im Gegenteil: Die Übergriffe nahmen zu, so etwa in der Al Haram Straße und im Viertel Al Mohandesseen, wo viele Mädchen im letzten Jahr, wiederum beim Ramadanfest, Belästigungen ausgesetzt waren. Dieses Mal aber griff die Polizei entschlossen ein und nahm viele der Angreifer in Gewahrsam.</p></blockquote>
<p>Die Frage, ob islamische Gesellschaften eine höhere Neigung zur Gewalt haben als westliche Länder, ist natürlich heikel und sie zu diskutieren bekommt schnell ein Gschmäckle, wenn sie von europäischen Nichtmuslimen thematisiert wird. Mir liegt es auch fern, ein Land wie Ägypten an den Pranger zu stellen, aber faszinierend ist ganz allgemein die Erkenntnis, dass offenbar gerade die Geschlechtertrennung – und sei sie nur visuell – Übergriffe eher fördert als unterbindet. So verweisen NGOs und Frauengruppen darauf,</p>
<blockquote><p>(…) in welcher Weise eine vor allem männlich geprägte, chauvinistische Kultur zu einer immer stärkeren sexuellen Repression geführt hat, wie auch zu einer Aufweichung familiärer Werte und Moralvorstellungen.</p></blockquote>
<p>&#8220;Sexuelle Repression&#8221; ist hier das Schlüsselwort. So erklärt sich, dass nach einer Studie 83% aller einheimischen Frauen in Ägypten bereits mindestens einmal Opfer sexueller Übergriffe geworden sind. Das fügt sich in ein Bild, das andere Studien zeichnen (<a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1631/gewalt-gegen-frauen/" target="_self">hier</a>, <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/377/bahrein-studie/" target="_self">hier</a> und <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1330/ehrenmorde-syrien-kampagne/" target="_self">hier</a>) und das auch die Entstehung islamistischer Gewalt <a href="http://97.74.65.51/readArticle.aspx?ARTID=25196" target="_blank">erklären</a> hilft. Wer diesen Zustand ändern will, muss in den <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1584/eltahawy-frauen-familie/" target="_self">Familien</a> ansetzen.</p>
<p>Bemerkenswert ist allerdings mindestens ebensosehr, wie zivilgesellschaftiches Engagement auch die Arabische Welt erfasst und verändert (weitere Beispiele <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2118/saudische-frauen/" target="_self">hier</a>, <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1584/eltahawy-frauen-familie/" target="_self">hier</a> oder <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2145/minbar-alhiwar/" target="_self">hier</a>).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gefangen in fremdverschuldeter Unmündigkeit</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9081/nazia-quaz/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 20:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Golfstaaten]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Aufklärungs-&#8221; oder &#8220;Menschenrechtsfundamentalismus&#8221; sind zwei Begriffe die in der Feuilletondebatte über vermeintlich verwerfliche Islamkritik die Runde machten. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich ein Blick auf den Fall von Nazia Quazi, einer jungen Frau aus einer indisch kanadischen Familie, die seit zwei Jahren gegen ihren Willen Saudi-Arabien nicht verlassen kann:

In most countries, a woman in her [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aufklärungs-&#8221; oder &#8220;Menschenrechtsfundamentalismus&#8221; sind zwei Begriffe die in der Feuilletondebatte über vermeintlich verwerfliche Islamkritik die Runde machten. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich ein Blick auf den <a href="http://www.thenation.com/doc/20100208/pollitt">Fall von Nazia Quazi</a>, einer jungen Frau aus einer indisch kanadischen Familie, die seit zwei Jahren gegen ihren Willen Saudi-Arabien nicht verlassen kann:</p>
<blockquote><p>
In most countries, a woman in her mid-20s is legally an adult. And in most countries, foreigners are free to leave when they like. In its flagrant rejection of these two principles, Saudi Arabia is unique, and that is a big problem for 24-year-old Nazia Quazi.<br />
For more than two years Nazia, an IT specialist who graduated from the University of Ottawa and holds dual Canadian-Indian citizenship, has been trying to leave Riyadh and go home to Canada. Her troubles began on November 23, 2007, when she entered Saudi Arabia with her parents on a visitor&#8217;s visa. In Saudi Arabia, foreign visitors must have a sponsor, a local man who handles their paperwork. Nazia&#8217;s sponsor is her father, Quazi Malik Abdul Gaffar, an Indian citizen who has worked in Saudi Arabia for many years. At some point Nazia&#8217;s father clandestinely switched her visitor&#8217;s visa to a more permanent visa&#8211;one that requires that he, as her sponsor, approve her exit visa. This he refuses to do. No exit visa, no departure. Worse, Nazia says he has confiscated both her Indian and Canadian passports and all her identity documents&#8211;driver&#8217;s license, health card, credit cards and so on&#8211;and refuses to return them. She is trapped.</p></blockquote>
<p>An ihrer Situation ist jedoch nicht allein ihre Familie und das saudische Rechtssystem schuld:</p>
<blockquote><p>
Nazia&#8217;s case offers the Canadian government a chance to redeem itself after its shocking refusal this past October to help Nathalie Morin, a Canadian living in Saudi Arabia whose husband refuses to let her and her children out of the country. Nazia&#8217;s case is easier, in a way, because she is single and no children are involved. But more than one person I&#8217;ve talked with has suggested that the fact that the Quazis are Muslim is relevant: the embassy in Riyadh doesn&#8217;t want to get involved in what it apparently views as a Muslim family dispute.<br />
&#8230;<br />
But that&#8217;s a problem for the Quazis. It&#8217;s not a reason for Canada to allow Nazia to be deprived of her rights. How far have women come if a democratic, secular country like Canada permits a father to imprison his adult daughter in the cage of Saudi laws?</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Graben zwischen der AKP und ihren Wählern?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9016/graben-zwischen-der-akp-und-ihren-wahlern/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Milliyet&#8221; hat am 17.01. die Ergebnisse einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden:

Urbane Traditionalisten
Vertreter des ländlichen Staus Quo
Urban-Moderne
Ungebundene Landbevölkerung
Nicht eindeutig Zuzuordnende

Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten politischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Milliyet&#8221; hat am 17.01. die <a href="http://www.milliyet.com.tr/-kentli-modern-kurtceye-ve-turbana-uzak/ekonomi/haberdetayarsiv/26.01.2010/1186992/default.htm?ver=98">Ergebnisse</a> einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden:</p>
<ol>
<li>Urbane Traditionalisten</li>
<li>Vertreter des ländlichen Staus Quo</li>
<li>Urban-Moderne</li>
<li>Ungebundene Landbevölkerung</li>
<li>Nicht eindeutig Zuzuordnende</li>
</ol>
<p>Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten politischen Parteien betreiben oder propagieren. Die &#8220;urbanen Traditionalisten&#8221;, die als Hauptanhänger der AKP gelten, halten zu 80% die Armee für die vertrauenswürdigste Institution der Türkei (Durchschnitt: 73%). Dass Erdoğan Unterstützung für seinen Konfrontationskurs findne könnte, erscheint also fraglich. Ebenso stößt bei ihnen die Öffnung gegenüber den Kurden auf wenig Gegenliebe. Nur 15% (Durchschnitt: 21 %) befürworten Kurdischunterricht. In dieser Hinsicht werden sie nur von den &#8220;Urban-Modernen&#8221;, dem Hauptwählerreservoir der kemalistischen CHP (10%). Die Zuneigung zur Armee ist dort etwa gleich groß (79%). Ebenso bewegt sich der Anteil derer, die meinen man dürfe einer Frau auch mal eine runterhauen, etwa gleich niedrig (7% &#8220;Urban-Moderne&#8221;, 5% &#8220;urbane Traditionalisten&#8221;). Bei den ebenfalls als AKP nah bewerteten &#8220;Vertretern des ländlichen Status Quo&#8221; sind hingegen 24% dieser Auffassung. Unter ihnen halten sogar 85% die Armee für am vertrauenswürdigsten. Deutlich mehr (28%) befürworten hingegen Kurdischuntericht. Diese Schicht ist am wenigsten &#8220;politkverdrossen&#8221; immerhin 52% vertrauen Staat und Politikern.</p>
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		<title>&#8220;Ehrenmord&#8221; und Mauer</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 18:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Necla Kelek]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zahl aller hierzulande bekannten Ehrenmörder mit (noch so diffusem) islamischem Hintergrund macht weniger als 0,01 Prozent der hier lebenden Namensmuslime aus. Dies systematisch zu verschweigen, heißt verleumden.
meint Till R. Stoldt in der &#8220;Welt&#8221;. H.M. Broder entgegnet hierauf:
Und jetzt machen Sie mal eine Rechnung auf: In den 70er Jahren lebten in der Bundesrepublik rund 60 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Zahl aller hierzulande bekannten Ehrenmörder mit (noch so diffusem) islamischem Hintergrund macht weniger als 0,01 Prozent der hier lebenden Namensmuslime aus. Dies systematisch zu verschweigen, heißt verleumden.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5906693/Islamkritik-als-Schlachtgesang-der-Gehaessigen.html">meint</a> Till R. Stoldt in der &#8220;Welt&#8221;. H.M. Broder <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/weg_mit_dem_tunnelblick/">entgegnet</a> hierauf:</p>
<blockquote><p>Und jetzt machen Sie mal eine Rechnung auf: In den 70er Jahren lebten in der Bundesrepublik rund 60 Millionen Menschen. Etwa 60 von Ihnen gehörten der RAF an. Das waren genau 0.0001% der Bevölkerung. Das Verhältnis der RAF-Angehörigen zu den Ehrenmördern mit islamischem Hintergrund liegt also bei 1 zu 100. Das heisst, relativ betrachtet gab es viel weniger RAF-Täter als Ehrenmörder mit islamischem Hintergrund. Und die meisten sind inzwischen voll resozialisiert, wie z.B. Christian Klar &#8211; neun vollendete Morde, elf Mordversuche. Worüber regen wir uns also auf? Über 0.01 Ehrenmörder mit diffusem Hintergrund, die ab und zu eine Verwandte umlegen? Dies systematisch zu verschweigen, heisst Wasser auf die Mühlen der Islamophobie treiben.</p></blockquote>
<p>Dieser Einwand geht m.E. an der eigentlichen Problematik vorbei, ein <a href="http://www.berlinermaueronline.de/geschichte/mauertote.htm">anderer</a> drängt sich stattdessen auf:</p>
<blockquote><p>An der innerdeutschen Grenze und an der Seegrenze (Ostsee) wurden nach dem 13. August 1961 mindestens 50 Personen gewaltsam durch Schusswaffen oder andere Gewaltakte der Grenztruppen getötet, 33 Personen kamen durch Erd- oder Splitterminen ums Leben (2).</p></blockquote>
<p>Man könnte sagen, 50 Tote, das ist nicht so wahnsinnig viel, im Vergleich zu, sagen wir, Ruanda. Wichtig ist jedoch vor allem, dass jeder wusste, welche Gefahr der Grenzübertritt mit sich brachte, und dass dieses Wissen das Handeln und die Lebensentwürfe bestimmte. Nicht grundlegend anders verhält es sich mit dem Ehrenmord. Wer in einem Umfeld aufwächst, in dem die Familie und kulturelativistische Richter diese Sanktion für legitim halten, der zieht, wenn er nicht todesmutig ist, bestimmte Verhaltensweisen eben gar nicht erst in Betracht.</p>
<p>Aber wie Regina Mönch heute in der FAZ <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E02D56D692E4C48EFBD72D33B3932019A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">bemerkt</a> (und wie Necla Kelek schon vor Jahren <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/371/historische-kontinuitat/">sagte</a>) hat die Unfähigkeit, dies nachzuvollziehen, ihren Grund darin, dass unsere Linksintellektuellen von jeher Probleme mit dem Begriff der individuellen Freiheit haben:</p>
<blockquote><p>Es erinnert zuweilen an die Ost-West-Debatten, die Dissidenten im Osten ihrer Konflikte enteignete, weil man sich gestört fühlte und weiter entspannen wollte, koste es, was es wolle. Wer nach dem Mauerfall autoritäre, sozialistisch geprägte Kollektivstrukturen geißelte, wurde oft angegriffen, weil „wir im Osten“ so nicht seien. So gereizt wie auf diese Selbstbehauptung reagiert man nun auf Muslime, die darauf bestehen, dass die europäischen Freiheiten für alle gelten, auch für sie.</p></blockquote>
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		<title>Die Hazara starten durch</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8770/die-hazara-starten-durch/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 18:34:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Hazara]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

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		<description><![CDATA[KABUL, Afghanistan — For much of this country’s history, the Hazara were typically servants, cleaners, porters and little else, a largely Shiite minority sidelined for generations, and in some instances massacred, by Pashtun rulers.
But increasingly they are people like Mustafa, a teenager who has traveled a rough road but whose future now looks as bright [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>KABUL, Afghanistan — For much of this country’s history, the Hazara were typically servants, cleaners, porters and little else, a largely Shiite minority sidelined for generations, and in some instances massacred, by Pashtun rulers.</p>
<p>But increasingly they are people like Mustafa, a teenager who has traveled a rough road but whose future now looks as bright as any in this war-ravaged country. His course reflects the collective effort of the Hazara, who make up 10 to 15 percent of the population, to remake their circumstances so swiftly that by some measures they are beginning to overtake other groups.</p>
<p>Like many Hazaras of his generation, Mustafa, now 16, fled Afghanistan with his family in the mid-1990s. They settled in Quetta, Pakistan, living with other Hazara refugees outside the Taliban’s reach and getting a taste of opportunities long out of their grasp.</p>
<p>After the 2001 American invasion, his family returned, not to their home in impoverished Daykondi Province, but to Kabul, where his uneducated parents thought Mustafa and his siblings would get better schooling. “There was no opportunity for studying in Daykondi,” he said.<br />
&#8230;.<br />
Continued Hazara gains, of course, depend on the Taliban never returning to official power. Aziz Royesh, director of the Marefat school, says he worries how groups that have long held power in Afghanistan will adapt as Hazaras fill more places within the government, military and other influential professions.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.nytimes.com/2010/01/04/world/asia/04hazaras.html">Leseempfehlung</a> für <a href="http://weblog-sicherheitspolitik.info/2010/01/04/kasmann-ich-bin-nicht-naiv/">Frau Käßmann</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kino wiedereröffnet</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7648/kino-wiedereroffnet/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 17:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Südasien]]></category>
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		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Paschtunen]]></category>
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		<description><![CDATA[In Mingora, Hauptstadt der Region Swat in der pakistanischen North-West Frontier Province hat zum Ende des Ramadan das erste Kino wiedereröffnet, nachdem die zeitweilige Herrschaft der Taliban beendet wurde. &#8220;Dawn&#8221; berichtet:

On the first day of Eid a new Pashto film was released in two cinema halls which ran three daily shows.
Authorities did not allow the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Mingora, Hauptstadt der Region Swat in der pakistanischen North-West Frontier Province hat zum Ende des Ramadan das erste Kino wiedereröffnet, nachdem die zeitweilige Herrschaft der Taliban beendet wurde. &#8220;Dawn&#8221; <a href="http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/entertainment/12-pashto+film+released+in+swat+on+eid+day--bi-07">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>
On the first day of Eid a new Pashto film was released in two cinema halls which ran three daily shows.</p>
<p>Authorities did not allow the late-night show because of curfew. Another cinema house is likely to reopen in a few days.</p>
<p>People queuing up to buy tickets for ‘Gul Soorey Soorey Kram’ had to undergo a thorough body search.</p></blockquote>
<p>Aber <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/60_islam_ist_nicht_islamismus">von unseren Intellen</a> wissen wir ja, dass die Taliban die authentische Kultur der Paschtungen repräsentieren. Nun jedoch sehen sich die Frauen in Swat wieder dem Konsumterror ausgesetzt:</p>
<blockquote><p>Shops dealing in garments and cosmetics for women are doing a roaring business.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Die verbotene Umfrage</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6986/die-verbotene-umfrage/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 08:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
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		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
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		<description><![CDATA[Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage über den marokkanischen König, wegen derer die Magazine &#8220;Telquel&#8221; und &#8220;Nichane&#8221; letzte Woche beschlagnahmt und eingestampft[1] worden sind, veröffentlicht heute &#8220;Le Monde&#8221;. Das Urteil fällt überwiegend positiv aus. Dies gilt gerade auch für Aspekte, die von den beiden Magazinen sehr kritisch betrachtet werden. Die enorme wirtschaftliche Macht des König rechnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage über den marokkanischen König, wegen derer die Magazine &#8220;Telquel&#8221; und &#8220;Nichane&#8221; letzte Woche <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6961/zehn-jahre-mohammed-vi/">beschlagnahmt</a> und eingestampft[<a href="#footnote-1-6986" id="footnote-link-1-6986" title="See the footnote.">1</a>] worden sind, <a href="http://www.lemonde.fr/afrique/article/2009/08/03/maroc-le-sondage-interdit_1225217_3212.html#ens_id=1225305">veröffentlicht</a> heute &#8220;Le Monde&#8221;. Das Urteil fällt überwiegend positiv aus. Dies gilt gerade auch für Aspekte, die von den beiden Magazinen sehr kritisch betrachtet werden. Die enorme wirtschaftliche Macht des König rechnen ihm nur 17% der Bevölkerung negativ an. Man hält ihm vielmehr zugute, dass er damit die marokkanische Wirtschaft nach oben ziehe. Dass der König weiterhin höchste juristische und politische Instanz ist, wird ebenfalls positiv bewertet, da die meisten Marokkanern den Politikern misstrauen.</p>
<p>Zu einer Frage fällt das Urteil jedoch negativ aus. Die Maßnahme, für die die Mohammed VI. gerade im Westen viel Beifall bekommt, wird von den meisten Marokkanern abgelehnt: Die Hälfte verwirft die Moudaouana, das neue Familienrecht, das Frauen die Scheidung erleichtert, die Heirat ohne Vormund erlaubt und das die Polygynie praktisch unmöglich macht. Überraschenderweise sollen dabei die Unterschiede nach Herkunftsregion, Bildungsstand und sozioökonomischem Status gering sein.</p>
<p>_______________</p>
<p>Nachtrag 06.09.2009</p>
<p><a href="http://90plan.ovh.net/~helpyass/">Hier</a> kann die zensierte Umfrage heruntergeladen werden (gefunden bei <a href="http://maghrebinenglish.wordpress.com/2009/09/05/maghreb-link-dump/">Maghreb Politics Review</a>).<br />
_______________</p>
<p>Nachtrag 07.09.2009</p>
<p>In dem Artikel von &#8220;Le Monde&#8221;, den ich meinem Beitrag zunächst zugrundegelegt habe, heißt es mit Blick auf die Einstellung zum neuen Familienrecht (der <i>Moudaouana</i>):</p>
<blockquote><p>
Le principe de l&#8217;égalité des sexes est encore fort peu intégré au Maroc, et cela aussi bien par les femmes que par les hommes. Pour l&#8217;heure, le trait dominant des Marocains semble être&#8230; le machisme, et celui des Marocaines, la soumission au machisme, et ce quels que soient l&#8217;âge, la région et la catégorie socio-économique.</p>
<p>Das Prinzip der Gleichheit der Geschlechter wird in Marokko kaum akzepptiert, und zwar von Männern und Frauen gleichermaßen. Momentan scheint der dominate Charakterzug der Marokkaner der Machismus zu sein, und jener der Marokkanerinnen die Unterwerfung unter den Machismus, unabhängig von Alter, Region und sozio-ökonomischem Status</p></blockquote>
<p>Sieht man sich die Auswertung der Umfrage (S. 72) an, lässt sich diese Behauptung nicht aufrechterhalten. Abgesehen davon, dass sich ein deutlicher Gender-Gap feststellen lässt, bestehen beträchtliche Unterschiede, wenn man den Bildungshintergrund in Betracht zieht. Bei den Männern findet die Auffassung, die <i>Moudaouana</i> habe den Frauen zu viele Rechte gebracht, bei jenen mit Hoschulbildung am wenigsten Zustimmung (49%), die höchste jedoch nicht bei dejenigen ohne oder mit nur geringer Schulbildung, sondern bei jenen, die über eine abgeschlossene Schulausbildung verfügen (72%). Bei den weiblichen Befragten aus dem entsprechenden Segment erhält gerade diese Antwort den geringsten Zuspruch (27%), während die gegenteilige Antwort, dass die Rechte der Frauen weiter gestärkt werden müssten, in diesem Segment den größten Anklang findet (33%). Das Kleinbürgertum scheint also das Hauptschlachtfeld im marokkanischen Geschlechterkampf zu sein.</p>
<p>51 % der Befragten wünschen sich eine stärkere Rolle der Religion in der Politik (S. 81). Die Zustimmung fällt in den beiden urbanisierten Regionen Norden und Atlantik deutlich höher aus als im ländlichen Süden und dem Zentrum mit den vermeintlich konservativen Königsstädten Fes, Marrakesch und Meknès. Besonders hohe Zustimmung findet sie bei Analphabeten und Hochschulabsolventen. Aber entgegen der verbreiteten Youth-Bulge-Theorie zur Erklärung des Islamismus stimmen deutlich weniger Befragte unter vierzig als ältere dieser Forderung zu.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-6986">Dagegen, dass alle Exemplare ohne Gerichtsentscheidung vernichtet wurden, will Ahmed Benchemsi, der Herausgeber, nun <a href="http://www.lemonde.fr/afrique/article/2009/08/03/presse-et-pouvoir-dans-le-royaume-le-grand-malentendu_1225237_3212.html#ens_id=1225305">seinerseits juristisch vorgehen</a>.  <a href="#footnote-link-1-6986">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Orient, da ist man misogyn</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7412/im-orient-da-ist-man-misogyn/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 19:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Freimaurer]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein hier geht es nicht um den Islam, sondern um diejenigen, die sich gegen ihn verschworen haben    Die Freimaurer des &#8220;Grand Orient de France&#8221; haben sich erneut dagegen ausgesprochen, Frauen zu ihrem Mummenschanz zuzulassen.
Foto © Paul-Georg Meister / PIXELIO
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7447" title="Freimaurergrab" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2009/09/freimaurergrab-300x198.jpg" alt="Freimaurergrab" width="180" height="119" />Nein hier geht es nicht um den Islam, sondern um diejenigen, die sich gegen ihn verschworen haben <img src='http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   Die Freimaurer des &#8220;Grand Orient de France&#8221; haben sich erneut <a href="http://www.liberation.fr/societe/0101588850-le-grand-orient-de-france-toujours-misogyne">dagegen ausgesprochen</a>, Frauen zu ihrem Mummenschanz zuzulassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;">Foto © Paul-Georg Meister / </span><a href="http://www.pixelio.de" target="_blank"><span style="color: #888888;">PIXELIO</span></a></p>
]]></content:encoded>
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