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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Geschichte</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Weltuntergang</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 09:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost-Kolumne, 22. Januar 2012
Wussten sie es schon? Der Weltuntergang steht uns bevor. Zumindest, wenn man den Berechnungen der Maya glaubt. Nicht etwa am 30. Mai, wie so oft besungen. Geht es nach ihnen, dann ist der 21. Dezember 2012 der Tag, an dem alles Leben auf der Erde endet.
Ich wusste es nicht. Gut, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost-Kolumne, 22. Januar 2012</em></p>
<p>Wussten sie es schon? Der Weltuntergang steht uns bevor. Zumindest, wenn man den Berechnungen der Maya glaubt. Nicht etwa am 30. Mai, wie so oft besungen. Geht es nach ihnen, dann ist der 21. Dezember 2012 der Tag, an dem alles Leben auf der Erde endet.</p>
<p>Ich wusste es nicht. Gut, dass ich es noch rechtzeitig erfahren habe und nicht erst am 29.12. 2012. Denn dann wäre die dadurch im Internet und in den Medien entflammte Diskussion nicht mehr so spannend. Natürlich kann man es aus astronomischer Sicht diskutieren.</p>
<p>Denn es kann in der Tat etwas Außergewöhnliches beobachtet werden. Eine sehr ungewöhnliche und seltene Planetenkonstellation sorgt dafür, dass die Sonne an diesem Tag das Zentrum der Milchstraße einnimmt. Dies geschieht nur gut alle 26.000 Jahre und wird durch die schräge Erdachse ausgelöst, die sich einmal kreisförmig dreht. Respekt vor dem astronomischen Wissen der alten Mayas, dass sie geschickt und natürlicherweise mit ihrem Gottesglauben und ihrer Interpretation von Leben verbunden haben.</p>
<p>Übrigens: Wenn sie den Anfang aller Zeitläufe willkürlich festgelegt haben, warum sollten sie dann nicht auch das Ende willkürlich festlegen. Wir denken doch heute auch noch immer in geschlossenen Systemen. Außerdem waren sie nicht die einzigen, die den Untergang der Welt prophezeiten. Selbst ein Papst befand sich unter diesen unzähligen Untergangs- Propheten.</p>
<p>Überliefert ist, dass der damals amtierende Papst Sylvester II verkündete, dass um Mitternacht des 31. Dezember 999 die Welt untergehen würde. Überliefert, aber nicht bewiesen, ist auch, dass daraufhin hin in der christlichen Welt eine Massenhysterie ausbrach und Horden von Räubern das Land plünderten .Aber als die Welt sich am ersten Januar des Jahres 1000 noch immer drehte, beruhigte sich das Volk wieder. Papst Sylvester zog sich aus der Affäre, indem er behauptete, nur seine Gebete hätten den drohenden Weltuntergang verhindert. Clever der Mann!</p>
<p>Aber es zeigt, der Glaube an das Ende hat Konsequenzen. Da die Weltuntergänge nie eintrafen haben wir natürlich immer wieder Zeit uns darauf vorzubereiten, wobei die Diskussion darüber uns im Laufe der Zeit alle überleben werden.</p>
<p>Eines muss auch für alle Skeptiker klar sein, selbst wenn die Welt nicht untergeht, geht jeder einzelne von uns aus dieser Welt -ohne sein persönliches Datum zu kennen. Da müssen wir nicht gleich in Weltuntergangsstimmung verfallen , aber dann bekommt die Diskussion über den Weltuntergang doch eine völlig andere Brisanz.</p>
<p>Nur – was hat dieses Wissen für Konsequenzen? Nicht mehr sagen zu können, was unbedingt noch gesagt werden muss. Nicht mehr in Ordnung bringen oder vollenden können, was wir uns vorgenommen haben…und…und…und.</p>
<p>Dann bleibt doch wirklich nur noch die eine Konsequenz:  Es bald und gleich zu tun, gleich ob die Welt untergeht oder nicht.</p>
<p>Oder?</p>
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		<title>Vom Olymp zum Führerkult?</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 16:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Ausgabe der FAZ wiederentdeckt den österreichischen Philosophen Otto Neurath, der 1940 nach England geflohen war, wo er eine Theorie entwickelte, die die Ursachen des Nationalsozialismus erklären sollte. Ähnlich Helmuth Plessner[1]) (und später Hans Mayer[2]) sah er die geistigen Wurzeln des Nationalsozialismus tief in die deutsche Kultur und Geschichte hineinragen. Den entsprechenden Traditionskomplex bezeichnete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Die heutige <a href="http://www.faz.net/p/Rub4E5454BAC697473C8DF1922532BDBB12/Dx1~EA93922F1257F381CE4DAAC55397417AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Ausgabe der FAZ</a> wiederentdeckt den österreichischen Philosophen Otto Neurath, der 1940 nach England geflohen war, wo er eine Theorie entwickelte, die die Ursachen des Nationalsozialismus erklären sollte. Ähnlich Helmuth Plessner[<a href="#footnote-1-11214" id="footnote-link-1-11214" title="See the footnote.">1</a>])<span> (und später Hans Mayer[<a href="#footnote-2-11214" id="footnote-link-2-11214" title="See the footnote.">2</a>]<span>) sah er die geistigen Wurzeln des Nationalsozialismus tief in die deutsche Kultur und Geschichte hineinragen. Den entsprechenden Traditionskomplex bezeichnete er als  &#8220;deutsches Klima&#8221;:</span></p>
<blockquote><p><span>[...] </span><span>Die Nationalsozialisten, so argumentierte  er, missbrauchten nicht die kulturelle deutsche Tradition, sie konnten  im Gegenteil auf ihr aufbauen. Daher waren auch nicht nur die bekannten  Antisemiten und rassistischen Mystiker wie Julius Langbehn, Paul de  Lagarde oder Hans Grimm, sondern gleichsam auch die Spitze des  Bildungskanons betroffen, vor allem Johann Wolfgang von Goethe und  Immanuel Kant.</span></p>
<p><span>&#8220;Das Genie und der kategorische  Imperativ&#8221;, war der Titel eines fiktiven Gesprächs dreier Personen, das  er für das Emigrantenperiodikum &#8220;Die Zeitung &#8211; Londoner deutsches  Wochenblatt&#8221; verfasst hatte. Mit diesen beiden Schlüsselbegriffen war  seiner Ansicht nach das deutsche Dilemma umrissen. Während ein von und  mit Goethe gepflegter Geniekult den Ausnahmemenschen mit Sonderrechten  ausstattete und eine unantastbare Elite generierte, für die auch Gewalt  und Verbrechen sanktionslos blieben, förderte Kants Sittenlehre die  unbedingte Erfüllung einer Pflicht, die stets über den persönlichen  Gefühlen und dem individuellen Gewissen stand. &#8220;Der Olympier befiehlt  die Greuel, und der gemeine Sterbliche führt sie aus &#8211; wie befohlen, er  weiss, was Pflicht bedeutet&#8221;, lässt er in diesem fiktiven Gespräch sein  Alter Ego Karl sagen.</span></p></blockquote>
<p>Eine steile These, aber nicht ganz unplausibel. Den moralischen Maximalismus finden wir wohl noch ausgeprägter bei Hegel, von dem Adorno einmal sagte, dieser werde &#8220;davon getrieben, dass Erkenntnis, wenn es das irgend gibt, der eigenen Idee nach die ganze sei.&#8221;[<a href="#footnote-3-11214" id="footnote-link-3-11214" title="See the footnote.">3</a>]</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Doch genausogut liessen sich die von Goethe und Kant vertretenen Haltungen als Symptom einer vorherrschenden Tradition deuten, die weitaus älter sein könnte. So hatte Roland Freisler einmal gegenüber Helmuth Graf Moltke klargemacht: &#8220;(&#8230;) Eines haben das Christentum und wir Nationalsozialisten gemeinsam, und nur dies eine: wir verlangen den ganzen Menschen.&#8221;[<a href="#footnote-4-11214" id="footnote-link-4-11214" title="See the footnote.">4</a>]</p>
<p>Überhaupt die Religion! Thomas Kaufmann schreibt in seiner &#8220;Geschichte der Reformation&#8221;: „Ulrich von Hutten schuf mit der Gestalt des edlen Cheruskerfürsten  Arminius eine Identifikationsfigur, die das nicht zuletzt aus  Minderwertigkeitsgefühlen gegenüber Italien und Frankreich gespeiste  Nationalgefühl der Deutschen ansprach.“ Spätere reformatorische Autoren  wie Andreas Althamer, Philipp Melanchthon und Sebastian Münster  führten  die Pathetisierung der deutschen Nation mit ihrer Orientierung an den  &#8216;alten Teutschen&#8217; der <em>Germania</em><span style="font-style: normal;"> weiter. Die Erfindung einer  deutschen Nationalkirche setzt dann mit Luther ein.[<a href="#footnote-5-11214" id="footnote-link-5-11214" title="See the footnote.">5</a>]<br />
</span></p>
<p>Der FAZ-Artikel weist darauf hin, dass Neurath im englischen Exil mit seinem unelitären <em>common sense</em> das Gegenteil des &#8220;deutschen Klimas&#8221; gefunden zu haben glaubte. Ich weiss nicht, wie sehr Neurath mit den Gedanken Anthony Ashley Coopers, dem Dritten Earl of Shaftesbury, vertraut war, aber eine Äusserung von ihm hätte ihm bestimmt gefallen. Cooper schreibt in seinem &#8220;Characteristics of Men, Manners, Opinions, Times&#8221; (London 1714, III, 143n) über den Begriff der Nation:</p>
<blockquote><p>Absolute Power annuls the publick; and where there is no publick, or constitution, there is in reality no mother-country or Nation.[<a href="#footnote-6-11214" id="footnote-link-6-11214" title="See the footnote.">6</a>]</p></blockquote>
<p>Absolute Macht und Nation schliessen einander aus – das ist englischer <em>common sense</em> pur!</p>
<p>(Anm.: Dieser Text wurde am 26.03. gegen 20:45 überarbeitet)</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-11214"></span>Helmuth Plessner: <em>Die Verspätete Nation: Über die politische Verführbarkeit Bürgerlichen Geistes</em>, Stuttgart 1959. Plessner vertritt die These, dass sich auf &#8220;lutherischem Boden&#8221; eine &#8220;Aufklärungskultur jedenfalls nicht [hat] entwickeln können. Ihr Produkt, der innerweltlich-rationale Staat demokratisch-parlamentarischer Form, ist Deutschland innerlich fremd geblieben&#8221; (S. 52.  <a href="#footnote-link-1-11214">⇧</a></li><li id="footnote-2-11214"></span>Hans Mayer: <em>Georg Büchner und seine Zeit</em>, Verlag, Frankfurt a.M. 1972. Mayer bezieht sich vor allem auf die Ereignisse um das Wartburgfest 1817. In <em>Deutsche Geschichte und deutsche Aufklärung</em> (1999) findet sich ein Resümee seiner Forschungsergebnisse: &#8220;Beides kam zusammen, das lutherische Christentum und der Sieg über die Franzosen. Wie wurde die Freiheitsbewegung auf der Wartburg gefeiert? Durch eine Bücherverbrennung&#8221; (ebd., 23). &#8220;Alles, was damals aus dem Kreise um Maßmann [den eigentlichen Urheber des Wartburgfestes – MK] und die Studenten, die ja auch die schwarze Uniform der SS schon getragen haben, stammte, alle Dokumente, wurden von der Waffen-SS wörtlich abgeschrieben&#8221; (24).   <a href="#footnote-link-2-11214">⇧</a></li><li id="footnote-3-11214">Theodor. W. Adorno: <em>Drei Studien zu Hegel</em>, Frankfurt a.M. 1963, 17.  <a href="#footnote-link-3-11214">⇧</a></li><li id="footnote-4-11214">Helmuth James von Moltke: <em>Briefe an Freya 1939-1945</em>, München 1988, S. 608, zit. nach Hans Maier: &#8220;Kritik der politischen Theologie&#8221; in: (ders.): <em>Politische Religionen. Gesammelte Schriften</em>, Band II, München 2007, 15-73, hier S. 118.  <a href="#footnote-link-4-11214">⇧</a></li><li id="footnote-5-11214">Thomas Kaufmann: <em>Geschichte der Reformation</em>, Frankfurt a.M. 2010, 111.  <a href="#footnote-link-5-11214">⇧</a></li><li id="footnote-6-11214">Adrian Hastings: <em>The Construction of Nationhood: Ethnicity, Religion and Nationalism</em>, Cambridge 1997, hier S. 210 Fn. 4.  <a href="#footnote-link-6-11214">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Unvorstellbar</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 20:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mark LeVine]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Postkolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald Reagan]]></category>
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		<description><![CDATA[Can we imagine that President Reagan, for whom Obama has declared his admiration, refusing to take sides as young people began dismantling the Iron Curtain? Indeed, even when freedom seemed a distant dream, Reagan went to Berlin and challenged Gorbachev to &#8220;tear down this wall!&#8221;
Dass sich ein böser Neocon so äu&#223;ert könnte man sich ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Can we imagine that President Reagan, for whom Obama has declared his admiration, refusing to take sides as young people began dismantling the Iron Curtain? Indeed, even when freedom seemed a distant dream, Reagan went to Berlin and challenged Gorbachev to &#8220;tear down this wall!&#8221;</p></blockquote>
<p>Dass sich ein böser Neocon so äu&szlig;ert könnte man sich ja vorstellen, aber dass ein Vertreter des linksakademischen Mainstream wie Mark LeVine[<a href="#footnote-1-10900" id="footnote-link-1-10900" title="See the footnote.">1</a>]  mit <a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/01/20111167156465567.html">solchen Worten</a> seiner Enttäuschung über die Politik des Heilands in Sachen Tunesien Ausdruck verleiht, überrascht positiv.</p>
<p>Liest man den Artikel zuende, muss man allerdings feststellen, dass LeVine sich von anderen Klischees nicht trennen will.</p>
<blockquote><p>
Indeed, the problem with most post-colonial nationalisms &#8211; whether that of the first generation of independence leaders or of the leaders who replaced (often by overthrowing) them &#8211; is precisely that they have always remained infected with the virus of greed, corruption and violence so entrenched by decades of European colonial rule. Tunisia&#8217;s nascent revolution will only succeed if it can finally repair the damage caused by French rule and the post-independence regime that in so many ways continued to serve European and American &#8211; rather than Tunisian &#8211; interests.</p></blockquote>
<p>Vom Altruismus im heilen, vormodernen Tunesien zeugt, wie dort im frühen 19. Jahrhundert in Tunesien Steuern eingetrieben wurden[<a href="#footnote-2-10900" id="footnote-link-2-10900" title="See the footnote.">2</a>]:</p>
<blockquote><p>Die Hauptfunktion der Truppen bestand darin, zweimal im Jahr Steuerexpeditionen in den Süden zu unternehmen. Ihr Befehlshaber war im allgemeinen der Kronprinz, und die Truppen bewegten sich mit mehr Pomp als Effizienz durch die Stammesterritorien, deren Qāʾids die Steuern präsentieren mu&szlig;ten. Vornweg marschierten die Marabuts, und die türkische Musikkapelle, gefolgt von der Infanterie, der Kavallerie und den verbündeten Stammestruppen. Im Tro&szlig; waren neben unzähligen Hofbeamten auch Jagdhunde und -falken, Handwerker sowie Lasttiere mit Koranen, Sänften, Ehrengewändern, Geschenken, Zelten und Vergügungsgütern. Wo immer die mehreren tausend Teilnehmer der Kavalkade (<em>maḥalla</em>) ihre Zelte aufschlugen, mu&szlig;ten die steuerzahlenden Gastgeber ein Festgelage geben &#8211; eine von den Stämmen gefürchtete Zusatzsteuer. Von der persönlichen Bereicherung der Teilnehmer abgesehen kam bei diesen Kampagnen nicht viel heraus. Ein guter Teil der Steuern wurde auf der Tournee verbraucht, und am Ende langten nur etwa ein Drittel der Einnahmen in Tunis an.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10900">Seine Projekt über Hevy Metal in der islamischen Welt ist hochinteressant: http://www.meaning.org/hmi_book.html  <a href="#footnote-link-1-10900">⇧</a></li><li id="footnote-2-10900">Peter von Sivers: &#8220;Nordafrika in der Neuzeit&#8221; in: Ulrich Haarmann (Hg.): <em>Geschichte der arabischen Welt</em>, München 1991, S. 502-590, dort S. 542f.  <a href="#footnote-link-2-10900">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Grundsatzpapier zum Jerusalem-Status</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10712/grundsatzpapier-zum-jerusalem-status/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 16:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>

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		<description><![CDATA[von Ulrich Sahm
aus Anlass des Besuchs von Bundespräsident Christian Wulff in Israel, Jerusalem und in den Autonomiegebieten 
1. Der letzte „völkerrechtlich bindende“ Status Jerusalem wurde in der UNO-Resolution 181 vom 29. November 1947 beschlossen. (Obgleich von der Generalversammlung und nicht  UNO-Sicherheitsrats verabschiedet). Darin wurde die Errichtung eines „jüdischen“ Staates (das Wort Israel gab es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ulrich Sahm</p>
<p>aus Anlass des Besuchs von Bundespräsident Christian Wulff in Israel, Jerusalem und in den Autonomiegebieten </p>
<p>1. Der letzte „völkerrechtlich bindende“ Status Jerusalem wurde in der UNO-Resolution 181 vom 29. November 1947 beschlossen. (Obgleich von der Generalversammlung und nicht  UNO-Sicherheitsrats verabschiedet). Darin wurde die Errichtung eines „jüdischen“ Staates (das Wort Israel gab es erst ab 1948) und eines „arabischen“ Staates (das Wort „Palästinenser“ gibt erst ab der PLO Charta von 1968) beschlossen. Jerusalem sollte ein „corpus separatum“ werden. Neben Jerusalem wurden christliche Ortschaften wie Bethlehem einbezogen und dem UNO-Sicherheitsrat (christliche Mehrheit) unterstellt. An diese Resolution halten sich bis heute alle Staaten, die mit Israel diplomatische Beziehungen pflegen, indem sie ihre Botschaften in Tel Aviv einrichteten und West-Jerusalem nur de facto als Teil Israels anerkannten, nicht de jure.  </p>
<p>2. Die Annexion Ost-Jerusalems durch Jordanien infolge des Krieges von 1948 (dem einzigen Krieg – der arabischen Staaten – gegen eine UNO-Resolution) anerkannte nur Pakistan. Nur Großbritannien hatte Jordaniens Annexion des Westjordanlandes, nicht aber Jerusalems anerkannt.</p>
<p>3. Der Waffenstillstandsvertrag 1949 zwischen Israel und Jordanien, auf Rhodos unterzeichnet, besagt, dass die Waffenstillstandslinie kein Vorgriff auf diplomatische Verhandlungen, also keine international anerkannte Grenze sei. (Da es sich nur um eine Waffenstillstandslinie handelte, und nicht um eine “Grenze”, vermieden die arabischen Länder eine Anerkennung der Existenz Israels).</p>
<p>4. Im Rahmen dieses Vertrags gab es eine israelische Enklave auf dem Skopusberg in Jerusalem, Hebräische Universität. Auguste Victoria direkt daneben lag schon im jordanischen Ostjerusalem. </p>
<p>5. 1967 eroberte Israel neben dem jordanisch besetzten und annektierten Westjordanland, dem ägyptisch besetzten Gazastreifen auch das jordanisch (völkerrechtswidrig) annektierte Ostjerusalem. Entgegen dem Völkerrecht erweiterte Israel die Stadtgrenzen Jerusalems und annektierte Ostjerusalem. Wobei sich fragt, ob eine Erweiterung von Munizipalgrenzen oder gar die Ausrufung einer Hauptstadt überhaupt vom Völkerrecht abgedeckt werden.</p>
<p>6. 1993, im Rahmen der international anerkannten Osloer Verträge, wurden Teile des Jerusalemer „corpus separatum“ völkerrechtlich anerkannt den Palästinensern als „autonome Selbstverwaltung“ übergeben: Bethlehem. </p>
<p>7. Etwas diffus haben sich die Bundesregierung, die EU und andere auf die angeblich alternativlose „Zwei-Staaten-Lösung“ eingeschossen, oft mit dem Zusatz der Palästinenser „mit Ostjerusalem als Hauptstadt“. Vor Ort, wenn man mit den Leuten redet, stellt sich heraus, dass eigentlich nur Israel an einer solchen Lösung interessiert ist (um elegant die Palästinenser los zu werden), während die Palästinenser davon träumen, dass ganz Palästina durch Demografie zu einem arabischen Staat mit jüdischer Minderheit werde, oder dass das Westjordanland Jordanien zugeschlagen werde. Sämtliche Araber in Ostjerusalem wollen bei Israel bleiben (Sozialversicherung, Arbeit usw)</p>
<p>8. Absurd ist es, den Palästinensern Ostjerusalem zuzusprechen (trotz „corpus separatum“), den Israelis aber nicht einmal Westjerusalem. </p>
<p>9. Absurd ist, wenn der Bundespräsident gemütlich durch das „illegal besetzte Ostjerusalem“ zum Skopusberg (Hebrew University) fährt, aber nicht einmal, 500 Meter entfernt, ein Symposium über deutsche Vergangenheit in dem von Kaiser Wilhelm II errichteten Auguste Victoria Komplex beehren kann, zumal das Symposium vom Berliner Außenamt mitfinanziert worden ist. Spielt es da wirklich eine Rolle, ob das Geld über die der Tel Aviver Botschaft als Unterabteilung angeschlossene Vertretung in Ramallah geflossen ist? Darf der Bundespräsident einmal einen Ort nicht besuchen, wo das Berliner Außenministerium aktiv sein darf? Diverse Minister, darunter Joschka Fischer und Wiezsorek-Zeul sind  in Ostjerusalem auch offiziell aufgetreten. Botschafter Kindermann und seine Vorgänger waren bei Amtsakten in deutschen Einrichtungen in Ostjerusalem aktiv dabei. </p>
<p>10. Wann, wie und wo wurde beschlossen, dass das deutsche Vertretungsbüro in Ramallah (früher die deutsche Botschaft in Amman) für Ostjerusalem zuständig ist, als sei dieses Gebiet schon Teil der Autonomiebehörde, oder gar eines künftigen palästinensischen Staates? Wenn in Ostjerusalem die UNO-Resolution zum „umstrittenen Status“ von Jerusalem offenbar nicht mehr gilt, warum wird diese Resolution 181 allein auf Israel und Westjerusalem angewandt?</p>
<p>11. Amerikanische und andere Präsidenten besuchen Ostjerusalem im Rahmen eines „privaten“ Besuchs. Warum wurde Wulff ein nächtlicher privater Spaziergang in der Altstadt „verboten“, weil das einer Anerkennung der israelischen Besatzung gleichgekommen wäre (hierzu habe ich zwei Quellen, eine davon offiziell).</p>
<p>Ich erwarte vom Bundespräsidenten keine Entscheidung, wem Jerusalem zu gehören hat oder eine Klärung des Status. Aber ich erwarte von ihm, von der Regierung eine durchsichtige Politik zu fordern:  </p>
<p>Falls ganz Jerusalem (inkl. Bethlehem) ein Corpus Separatum sind, dann sollte er weder Jerusalem noch Bethlehem besuchen, oder beide als neutrales Territorium. Falls Westjerusalem nicht zu Israel gehört, sollte Ostjerusalem (und Bethlehem) nicht den Palästinensern zugeschlagen werden. Es geht nicht an, dass Völkerrecht, Resolutionen oder Statusfragen unterschiedlich angewandt werden, je nach Partei oder Seite.</p>
<p>Zum Skopusberg durch Ostjerusalem zu fahren, dann aber nicht zu Auguste Victoria, ist absurd und politisch in keiner Richtung korrekt. Ostjerusalem als palästinensisch zu akzeptieren, nicht aber Westjerusalem als israelisch, ist ebenfalls ein Widerspruch. Wenn Westjerusalem illegal israelisch besetzt ist, dann ist Ostjerusalem wohl doppelt illegal besetzt. Falls der Bundespräsident durch seinen Besuch Westjerusalem offiziell als Teil Israels anerkannt hat, ist nicht einzusehen, weshalb die deutsche Botschaft dann nicht von Tel Aviv in Israels Hauptstadt umzieht. </p>
<p>An welche Resolutionen und Abkommen hält sich eigentlich die Bundesregierung: 1947, das Waffenstillstandsabkommen von 1949, Kriegsausgang 1967, Osloer Verträge oder propagandistische Forderungen der Israelis oder der Palästinenser? Warum sollten wir Deutsche dem israelischen Anspruch einer „ewigen Hauptstadt Israels“ mehr oder weniger Vorzug geben als dem palästinensischen Anspruch „Jerusalem als Hauptstadt Palästinas“?</p>
<p>(C) Ulrich W. Sahm</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Dänemark, ein deutsches Bundesland?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10271/danemark-ein-deutsches-bundesland/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 18:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kopenhagen, eine deutsche Stadt? Dänisch, eine Sprache, die nur von ein paar Hinterwäldlern gesprochen wird? Das mag heute absurd klingen, es stand 1864 für das dänische Königshaus aber offensichtlich zur Diskussion.
Für sein dieser Tage erscheindes Buch über die Folgen der Niederlage auf den Düppeler Schanzen konnte der Autor Tom Buk-Swienty bisher unzugängliches Material aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kopenhagen, eine deutsche Stadt? Dänisch, eine Sprache, die nur von ein paar Hinterwäldlern gesprochen wird? Das mag heute absurd klingen, es stand 1864 für das dänische Königshaus aber offensichtlich zur Diskussion.</p>
<p>Für sein dieser Tage erscheindes Buch über die Folgen der Niederlage auf den Düppeler Schanzen konnte der Autor Tom Buk-Swienty <a href="http://politiken.dk/kultur/article1038865.ece">bisher unzugängliches Material</a> aus dem königlichen Archiv auswerten. Dabei fand er heraus, dass König Christian IX. bereit war, ganz Dänemark in den Deutschen Bund einzubringen, umso seine Herrschaft über Schleswig und Holstein zu retten. Bismarck soll ernsthaft über diesen Vorschlag nachgedacht haben, sei dann aber von ihm abgerückt, da er fürchtete, im Fall von Spannungen zwischen Deutschen und Dänen in Schleswig für die dänischen Monarchen eintreten zu müssen, was wiederum negative Reaktionen unter der gesamten deutschen Bevölkerung hätte hervorrufen können.</p>
<p>So absurd, wie der Vorschlag heute erscheinen mag, mag er damals nicht unbedingt gewirkt haben, legt <a href="http://politiken.dk/kultur/article1039206.ece">ein anderer Bericht</a> in &#8220;Politiken&#8221; zu diesem Thema nahe. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts sprach ein Drittel der Bevölkerung von Kopenhagen Deutsch, die Elite war ohnehin sehr stark nach Deutschland hin orientiert.<br />
Das Scheitern dieses Vorschlages änderte Dänemark radikal. Es wurde für ein Jahrhundert zu dem, was rechte Dänen heute für besonders bewundernswert halten: Die kulturell homogenste Gesellschaft Europas. Der Einfluss der deutschen Sprache ging zurück, auch wirtschaftlich erfolgte eine Neuorientierung. Da Deutschland als Hauptmarkt wegfiel, richtete sich Dänemaek nun primär nach Gro&szlig;britannien hin aus.<br />
_______________________________<br />
Update 20.08.2010</p>
<p>Etwas <a href="http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/20422.asp?artid=24704">ausführlicher hierzu</a> in &#8220;Der Nordschleswiger&#8221;.</p>
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		<title>Amrum-Algier und zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 19:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Zweite Fernsehprogramm von Danmarks Radio eine Dokumentation &#8220;Wei&#223;e Sklaven&#8221; über europäische Seeleute, die im 18. Jahrhundert im Mittelmeer und im Atlantik von nordafrikanischen Piraten gefangen genommen und versklavt wurden. Für Marokko und die lose zum Osmanischen Reich gehörenden Staaten Algier, Tunis und Tripolis waren diese Gefangenen ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Ein gro&#223;er Teil von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Zweite Fernsehprogramm von Danmarks Radio eine Dokumentation &#8220;<a href="http://www.dr.dk/Templates/CommonMediaArticle.aspx?NRMODE=Published&#038;NRNODEGUID={21727CB7-70E3-4AEB-B4F9-7AD65FFC7A36}&#038;NRORIGINALURL=%2FDR2%2FH%2FHvide_slaver%2F20100809095926%3F&#038;NRCACHEHINT=Guest">Wei&szlig;e Sklaven</a>&#8221; über europäische Seeleute, die im 18. Jahrhundert im Mittelmeer und im Atlantik von nordafrikanischen Piraten gefangen genommen und versklavt wurden. Für Marokko und die lose zum Osmanischen Reich gehörenden Staaten Algier, Tunis und Tripolis waren diese Gefangenen ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Ein gro&szlig;er Teil von ihnen wurde nämlich von den europäischen Staaten mit Geld aus eigens eingerichteten Sklavenkassen freigekauft. Die meisten der Gefangenen waren naturgemä&szlig; Südeuropäer, wobei hinzuzufügen ist, dass zumindest Spanien und Portugal in geringerem Umfang dasselbe Geschäft betrieben. Unter den Versklavten waren allerdings auch dänisch-norwegische Untertanen.</p>
<p>Einer davon war Hark Olufs (1708-1754) von der nordfriesischen Insel Amrum, der mit 12 zur See fuhr und vor Cornwall (!) in Gefangenschaft geriet. Aus der dänischen Sklavenkasse wurde er jedoch nicht freigekauft, da das Schiff, mit dem er fuhr, unter Hamburger Fahne segelte. Er entging schwerer Zwangsarbeit, und wurde stattdessen Hausdiener des Gouverneurs von Constantine. Er stieg schlie&szlig;lich; zum Chef der Leibgarde des Gouverneurs auf. Âhnlich wie die Antike, aber anders als die transatlantische Sklaverei war ihm Rahmen der islamischen sozialer Aufstieg durchaus möglich. Hark Olufs wurde zumindest pro forma Muslim und begleitete den Gouverneur bei der Pilgerfahrt.  1735 wurde er nach erfolgreichen Feldzügen freigelassen, und er kehrte nach Amrum zurück, wo er sich dann konfirmieren lie&szlig; und sein Leben niederschrieb. Das dänische Original und die historische deutsche Übersetzung finden sich auf der <a href="http://web.sdu.dk/mrh/background.htm">Website</a> des Historikers Martin Rheinheimer von der Syddansk Universitet.</p>
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		<title>Missglückte Entschärfung</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 10:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Bombenentschärfung]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern abend sind hier in Göttingen drei Mitglieder des Kampfmittelräumdienstes beim Versuch eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen getötet worden. Ich verneige mich vor dem Mut dieser Männer und drücke den Hinterbliebenen meine Anteilnahme aus.
Sie detonierte noch bevor das Kommando begonnen hatte an ihr selbst zu arbeiten. Es sollte eine neue Methode angewandt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend sind hier in Göttingen drei Mitglieder des Kampfmittelräumdienstes beim Versuch eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen <a href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Dossiers/Alles-ueber-die-Bombe/Drei-Tote-Bombe-auf-Schuetzenplatz-explodiert">getötet worden</a>. Ich verneige mich vor dem Mut dieser Männer und drücke den Hinterbliebenen meine Anteilnahme aus.</p>
<p>Sie detonierte noch bevor das Kommando begonnen hatte an ihr selbst zu arbeiten. Es sollte eine neue Methode angewandt werden, bei der ein Roboter den Zünder herausschneidet. Auf diese Weise wurde am letzten Donnerstag erfolgreich eine Bombe <a href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Dossiers/Alles-ueber-die-Bombe/Erste-Bombe-erledigt-zweite-noch-im-Boden">unschädlich gemacht</a>.</p>
<p>Göttingen blieb im Krieg von größeren Zerstörungen verschont, nur der Bereich des Bahnhofes war mehrfach das <a href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Dossiers/Alles-ueber-die-Bombe/Stadt-kaum-zerstoert-obwohl-mit-vielen-Bomben-belegt">Ziel von Angriffen</a>. Unfälle mit Blindgängern gab es <a href="http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/goettingen/gefahr-lauert-noch-immer-789544.html">bereits zuvor</a>.</p>
<p>Die Vorgehensweise der Entschärfer <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Es-ist-beim-ersten-Mal-genauso-gefaehrlich-wie-beim-tausendsten/story/12801524">erklärt</a> Volker Scherff, Geschäftsführer des «Bund Deutscher Feuerwerker und Wehrtechniker».<br />
___________________</p>
<p><a href="http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Bombe-Trauer-und-Suche-nach-der-Ursache">Nachtrag</a>:</p>
<blockquote><p>Und noch etwas muss geklärt werden: ob weitere gefährliche Bomben unter dem Schützenplatz verborgen liegen. Stadtrat Hans-Peter Suermann: „Es gibt weitere Verdachtsflächen“. Wie viele? „Im zweistelligen Bereich“, so Suermann. Die Auswertung von Luftbildern sowie Ergebnisse von Probebohrungen und Sondierungen sollen Klarheit bringen. Bislang, so Suermann, seien die Verdachtsflächen nur „grob skizziert“. Bevor der Kampfmittelräumdienst den Schützenplatz nicht für „unbedenklich“ erklärt habe, werde der Bereich nicht freigegeben.</p></blockquote>
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		<title>Die Haltung der Araber in der Shoa (2)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 19:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Das gab es eben auch: Arabische Zivilcourage, die Juden vor dem Holocaust rettete. Die Dokumentation “Among the Righteous: Lost Stories from the Holocaust in Arab lands” zeigt diese wenig bekannte Seite der Geschichte:
It retells largely forgotten stories from World  War II in North Africa of Arabs who saved their Jewish neighbors from  the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gab es eben auch: Arabische Zivilcourage, die Juden vor dem Holocaust rettete. Die Dokumentation “Among the Righteous: Lost Stories from the Holocaust in Arab lands” <a href="http://mideast.foreignpolicy.com/posts/2010/04/12/satloff" target="_blank">zeigt</a> diese wenig bekannte Seite der Geschichte:</p>
<blockquote><p>It retells largely forgotten stories from World  War II in North Africa of Arabs who saved their Jewish neighbors from  the Holocaust &#8212; a story which Holocaust historiography has largely left  untouched. The documentary digs into history to uncover not only cases  of Jewish persecution in North Africa similar to the Jewish experience  in Europe, but also stories of the &#8220;righteous&#8221; Arabs that protected  Jews.</p></blockquote>
<p><script src="http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/js/pap/embed.js?news01n3dadqe61" type="text/javascript"></script></p>
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		<title>Die Haltung der Araber in der Shoa</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 18:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Shlomo Avineri
Eine der zentralen Behauptungen der Palästinenser besagt, dass eine fundamentale Ungerechtigkeit darin besteht, dass sie diejenigen sind, die dem Anschein nach den Preis für die Verbrechen der Europäer in der Shoa zu zahlen haben. Selbstverständlich stimmt es, dass Nazideutschland und seine Verbündeten schuld an der Shoa sind und nicht die Palästinenser. Dennoch sieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Shlomo Avineri</p>
<p>Eine der zentralen Behauptungen der Palästinenser besagt, dass eine fundamentale Ungerechtigkeit darin besteht, dass sie diejenigen sind, die dem Anschein nach den Preis für die Verbrechen der Europäer in der Shoa zu zahlen haben. Selbstverständlich stimmt es, dass Nazideutschland und seine Verbündeten schuld an der Shoa sind und nicht die Palästinenser. Dennoch sieht jede Behauptung, die die Gründung des Staates Israel ausschließlich an die Shoa koppelt, von der Tatsache ab, dass der moderne Zionismus der Shoa voranging, wenngleich es klar ist, dass die Shoa die Forderung nach jüdischer Souveränität bestärkt hat.</p>
<p>Aber auch die arabische Behauptung, die alle Verantwortung Europa zuweist, ist nicht völlig korrekt. Das Programm des arabischen Aufstands, der 1936 gegen die britische Herrschaft ausbrach, war es, die britische Haltung zu ändern, die seit der Balfour-Erklärung das Recht der Juden auf Einwanderung ins Land Israel unterstützte. Der Aufstand zielte auch darauf ab, die jüdische Gemeinschaft zu schädigen und Juden davor abzuschrecken, ins Land einzuwandern. Die Briten schlugen den Aufstand nach bester kolonialer Tradition mit großer Brutalität  nieder, und die jüdische Gemeinschaft half ihnen und erfuhr von ihnen Hilfe.</p>
<p>Im Winter 1938/39 vollzog sich jedoch eine Wende innerhalb der britischen Politik, die von der Erkenntnis der Regierung Chamberlain herrührte, dass die Appeasement-Politik gegenüber Hitler gescheitert war. Großbritannien begann sich auf einen Krieg gegen die Nazis vorzubereiten und änderte in diesem Rahmen seine Nahostpolitik. Vor dem Hintergrund seines Willens, die entscheidende imperiale Verbindung nach Indien über den Suez-Kanal aufrechtzuerhalten, befürchtete Großbritannien, eine Fortsetzung der gewaltsamen Unterdrückung des arabischen Aufstands würde die Araber in der Region insgesamt dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien näher bringen. Die Folgerung daraus war, dass man die Araber an sich ziehen und sich von den Juden und dem Zionismus distanzieren müsse. Wie Kolonialminister Malcom MacDonald der zionistischen Führung erklärte, rührte die Wende nicht daher, dass die Briten von der Richtigkeit der arabischen Behauptungen überzeugt waren, sondern beruhte auf realpolitischen Erwägungen: es gebe mehr Araber als Juden; die Juden würden sowieso die gegen die Nazis kämpfenden Briten unterstützen; die Araber hingegen könnten sich mit den Nazis verbünden.</p>
<p>Das brutale Paradox bestand darin, dass just als man sich zum Abrücken von der Appeasement-Politik gegenüber Hitler entschied, das Appeasement gegenüber den Arabern begann.  Das war der Grund für die Politik des „Weißbuchs“ von 1939 – die drastische Einschränkung des Rechts der Juden, im Großteil des Landes Israels Boden zu erwerben, und die endgültige Festlegung einer Obergrenze für die jüdische Einwanderung (75 000).</p>
<p>Diese Politik erreichte ihr Ziel nicht völlig: Der Mufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, fand seinen Weg nach Berlin; im Irak brach ein antibritischer und pronazistischer Aufstand unter der Führung von Rashid Ali al-Kaylani aus. Dennoch setzten die Briten die Weißbuch-Politik weiter beharrlich um: Die Zugänge ins Land wurden geschlossen, die britische Marine kämpfte gegen die illegale Einwanderung, und Schiffe, die Juden vor der Nazi-Besetzung retten wollten (wie die Struma u. a.), wurden an ihren Herkunftsort zurückgeführt; ihre Passagiere fanden den Tod, die einen am Meeresgrund, die anderen in den Krematorien.</p>
<p>Die Schuldigen an der Shoa sind Nazideutschland und seine Verbündeten. Aber der Grund dafür, dass eine unbekannte Zahl von Juden, vielleicht Hunderttausende – und unter ihnen auch mein Großvater und meine Großmutter aus Makow Podhalanski in Polen – nicht gerettet wurden und das Land Israel nicht erreichten, hängt mit der Haltung der Araber zusammen, denen es gelang, in der schwersten Stunde des jüdischen Volkes die Tore zum Land zu versperren. Wer die Aussöhnung zwischen uns und den Palästinensern fördern will, muss darauf bestehen, dass beide Seiten aufmerksam gegenüber dem Leiden des anderen sind, und das gilt für die Palästinenser genauso wie für uns.</p>
<p><em>Shlomo Avineri ist Emeritus für politische Wissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem.</em></p>
<p>(Haaretz, 11.04.10. Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</p>
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		<title>Was geschah am &#8220;9. April&#8221;?</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 16:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Hälfte der Dänen kann mit diesem Datum nichts anfangen. Von den 18-25jährigen wissen nur 17%, dass Dänemark an diesem Tag im Jahr 1940 von deutschen Truppen besetzt wurde, ergab eine Umfrage der &#8220;Jyllands Posten&#8221;. Dieser Befund alarmierte Historiker und Politiker, die nun offenkundig merken, wie problematisch es ist, dass die Besatzungszeit nur in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hälfte der Dänen kann mit diesem Datum nichts anfangen. Von den 18-25jährigen wissen nur 17%, dass Dänemark an diesem Tag im Jahr 1940 von deutschen Truppen besetzt wurde, ergab eine <a href="http://jp.dk/indland/article2033173.ece">Umfrage</a> der &#8220;Jyllands Posten&#8221;. Dieser Befund alarmierte Historiker und Politiker, die nun <a href="http://politiken.dk/indland/article942746.ece">offenkundig merken</a>, wie problematisch es ist, dass die Besatzungszeit nur in der Mittelschule und nicht auch in der Oberstufe behandelt wird.</p>
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		<title>Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 12:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Morgenpost-Kolumne 14.  Februar 2010
Vor einem Jahr hatte ich vorauschauend diesen Bericht für Dresden zum 13.2.2010 geschrieben:
„Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Wie es der Dresdner Tradition entspricht, legten die Dresdner am 13. Februar auf dem Heide-Friedhof Kränze nieder, um der Toten des Dresdner Bombenangriffs vom Februar 1945 und zugleich aller Opfer der von Nazi-Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost-Kolumne 14.  Februar 2010</em></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9127" title="handke_dresden" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2010/02/handke_dresden-201x300.jpg" alt="handke_dresden" width="201" height="300" />Vor einem Jahr hatte ich vorauschauend <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5180/bericht-aus-dresden/" target="_self">diesen Bericht</a> für Dresden zum 13.2.2010 geschrieben:</p>
<p><em>„Der 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Wie es der Dresdner Tradition entspricht, legten die Dresdner am 13. Februar auf dem Heide-Friedhof Kränze nieder, um der Toten des Dresdner Bombenangriffs vom Februar 1945 und zugleich aller Opfer der von Nazi-Deutschland ausgegangenen Verbrechen in Stille zu gedenken. Parteipolitische Querelen und politische Profilierungssüchte, die noch 2009 vor und nach dem Gedenktag die Diskussion bestimmten, blieben aus. Da Streit unter Demokraten immer Siegesfeiern unter Nazis nach sich zieht, mussten auch diese ausfallen.</em></p>
<p><em>Nachdenkliche Stille und würdevolle Trauer bestimmten den Tag und berührten die Welt. Für beide Tage hatten die Dresdner ihre englischen, amerikanischen und russischen Freunde zu sich eingeladen. Es sollte ein Fest der Besinnung und der Begegnung werden – ohne  parteipolitische Vereinnahmungen. Jugendliche aller Nationen feierten und diskutierten miteinander. Sie waren sich einig, sich nie von Demagogen so instrumentalisieren zu lassen um sich dann gegenseitig das anzutun, was ihre Großväter einander angetan hatten.</em></p>
<p><em>Da die unbelehrbaren Nazis wieder eine Großdemonstration angekündigt hatten, waren sich die Dresdner darüber einig, dass dieser Aufmarsch nicht durch die Innenstadt führen dürfe. Deshalb hatten Vereine, Verbände und die Kirchen rechtzeitig und fantasievoll an allen Knotenpunkten der Innenstadt Veranstaltungen angemeldet, die von der Stadt genehmigt worden waren. Da für die Bürger nicht die Gefahr bestand, zwischen gewaltbereiter Antifa und den rechten Schlägertrupps verletzt zu werden, waren sie auch überall zahlreich anzutreffen.</em></p>
<p><em>Die Polizei hielt sich sichtbar und schützend im Hintergrund. Sie musste sich nicht wie im letzten Jahr für ihren Einsatz von den Linken beschimpfen lassen, Kumpane und Dienstleister der Rechten zu sein. Die aus der ganzen Republik anrollenden Busse der Nazis wurden auf den Autobahnen lange und intensiv kontrolliert, so dass mancher zu spät zu der geplanten Demonstration kam. Der von den Nazis geplante Demonstrationszug wurde von der Stadtverwaltung über ein menschenleeres Gewerbegebiet geleitet, gerichtlicher Einspruch der Nazis zurückgewiesen, da die zahlreichen Innenstadtveranstaltungen nicht gefährdet werden durften.</em></p>
<p><em>So kam es dann. Keine Gegendemonstration, keine Kameras, keine Presse – Nichtbeachtung schlug sichtbar in <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/1097/frown-power/" target="_self">Verachtung</a> um. Die Nazis waren nur eine Randnotiz am Rande des Dresdner Geschehens. Mehr sollten wir ihnen auch nicht zubilligen.“</em></p>
<p>Gott sei Dank ist in diesem Jahr <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677692,00.html" target="_blank">vieles so gekommen</a>. Alles andere machen wir 2011 besser. Oder?</p>
<address>Bild © Rolf Handke / <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">PIXELIO</a></address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Armenier um Verzeihung bitten ist erlaubt</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/8997/armenier-verzeihung-kampagne-erlaubt/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 08:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Armenier]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Strafgerichtshof in Ankara hat eine Klage gegen die vor etwas einem Jahr von Baskın Oran gestartete Internetunterschriftenkampagne &#8220;Ich bitte die Armener um Verzeihung&#8221; abgewiesen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Strafgerichtshof in Ankara hat eine Klage gegen die vor etwas einem Jahr von Baskın Oran gestartete <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/3603/entschuldigung-armenier/">Internetunterschriftenkampagne</a> &#8220;Ich bitte die Armener um Verzeihung&#8221; <a href="http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalDetay&#038;ArticleID=975238&#038;Date=18.01.2010&#038;CategoryID=77">abgewiesen</a>.</p>
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