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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Globalisierung</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Vorwärts in die Nachhaltigkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 08:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum stellt kaum jemand die Verbindung her zwischen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, dem nuklearen Desaster in Japan, den Überschwemmungen in Pakistan und den überglücklich verkündeten Wachstumsprognosen der Wirtschaftsforscher? (&#8230;)
Gesellschaften, ja ganze politische Systeme, explodieren nicht in einem großen Knall, sondern ihre Funktionen erodieren unter wachsendem Ressourcenstress immer schneller, so dass sie am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum stellt kaum jemand die Verbindung her zwischen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, dem nuklearen Desaster in Japan, den Überschwemmungen in Pakistan und den überglücklich verkündeten Wachstumsprognosen der Wirtschaftsforscher? (&#8230;)</p>
<p>Gesellschaften, ja ganze politische Systeme, explodieren nicht in einem großen Knall, sondern ihre Funktionen erodieren unter wachsendem Ressourcenstress immer schneller, so dass sie am Ende einfach ganz unspektakulär implodieren.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.freitag.de/politik/1120-das-gute-leben-vorbei" target="_blank">meint</a> der Nachhaltigkeitsphilosoph Welzer, der in der &#8220;globalisierten Wachstumswirtschaft&#8221; die Zerstörerin des &#8220;guten Lebens&#8221; erblickt. Demnach müsste unser Planet so verwüstet sein, wie noch nie zuvor in seiner Geschichte.</p>
<p>Alles schon dagewesen: &#8220;Man will in der Bereicherung des äußeren Lebens ein Hindernis für die Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit erblicken, und man will die Gesellschaftsordnung stürzen, um den Weg für ein Neues freizulegen, von dem man nur unklare und unzureichende Vorstellungen hat. Man spürt ein UNbehagen, das man durch Zertrümmerung der materiellen Kultur beheben will. Man verkennt dabei, daß dieses Sehnen nach Höherem und Besserem nur auftreten konnte, weil der Wohlstand die Muße gewährt, die es dem Geist gestattet, sich ihm hinzugeben.&#8221;</p>
<p>Das schrieb der Ökonom Ludwig von Mises bereits vor mehr als sechzig Jahren.[<a href="#footnote-1-11507" id="footnote-link-1-11507" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-11507">Nationalökonomie, Genf 1940, 742.  <a href="#footnote-link-1-11507">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Keine Zeile veröffentlicht&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 10:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; hat über die Hälfte der marokkanischen Professoren während ihres gesamten Berufslebens, ergab eine Studie für das Bildungsministerium. Besonders bedenklich erscheint, dass zwischen 2002 und 2006 die Zahl der Veröffentlichungen um ein Drittel zurückging. Einen heilsamen Schock scheint der Arab Human Development Report 2003 also zumindest in Marokko nicht ausgelöst zu haben. Bemerkenswert ist weiterhin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; hat über die Hälfte der marokkanischen Professoren während ihres gesamten Berufslebens, ergab <a href="http://www.attajdid.info/affdetail.asp?codelangue=6&#038;info=50694">eine Studie</a> für das Bildungsministerium. Besonders bedenklich erscheint, dass zwischen 2002 und 2006 die Zahl der Veröffentlichungen um ein Drittel zurückging. Einen heilsamen Schock scheint der <a href="http://hdr.undp.org/en/reports/regionalreports/arabstates/name,3204,en.html">Arab Human Development Report 2003</a> also zumindest in Marokko nicht ausgelöst zu haben. Bemerkenswert ist weiterhin, dass die Publikationstätigkeit aus Arabisch zunimmt, während Französisch an Bedeutung verliert, und mehr noch, dass Englisch gar nicht erst erwähnt wird.</p>
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		<title>Furcht um ein Erfolgsmodell</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 18:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zentralanatolischen Städte Konya und vor allem Kayseri sind die herausragenden Beispiele für die sozioökonomischen Veränderung der Türkei seit den 1980er Jahren. Aus Schusterwerkstätten wurden Schuhfabriken, aus Tischlereien Möbelfabriken, die ihre Waren weltweit absetzen. Eine Studie der Industrie und Handelskammer von İstanbul ergab 2007, dass von den 500 mit Blick auf Diversifizzierung, Markenbewusstsein und Exportorientierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zentralanatolischen Städte Konya und vor allem Kayseri sind die herausragenden Beispiele für die sozioökonomischen Veränderung der Türkei seit den 1980er Jahren. Aus Schusterwerkstätten wurden Schuhfabriken, aus Tischlereien Möbelfabriken, die ihre Waren weltweit absetzen. Eine Studie der Industrie und Handelskammer von İstanbul ergab 2007, dass von den 500 mit Blick auf Diversifizzierung, Markenbewusstsein und Exportorientierung erfolgreichsten türkischen Firmen, 16 aus Kayseri stammen. Diese global aktiven Unternehmer sind aber nicht etwa kosmopolitisch, sondern islamisch konservativ. In der <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/324/frommes-kapital/">soziologischen Literatur</a> aber auch in der Wahrnehmung der türkischen Öffentlichkeit, gelten sie als Gegenstücke zum den Calvinisten bei Max Weber. Politisch sind sie von Bedeutung, weil viele von ihnen zunächst den Islamismus von Erbakan unterstützten. Sie brachen mit ihm jedoch Ende der 1990er Jahre, nicht zuletzt weil er sich gerne von Unternehmern finanzieren ließ, aber zugleich etatistische Konzepte vertrat. Gegenwärtig stehen sie hinter der AKP.</p>
<p>Nervös <a href="http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalDetay&#038;ArticleID=927563&#038;Date=23.03.2009&#038;CategoryID=80">reagiert</a> man jedoch in Konya und Kayseri auf die Wirtschaftskrise, weil sie die beiden exportorientierten Städte besonders hart trifft. Mustafa Boydak, der Präsident der Handelskammer, kritisiert deswegen die Regierung heftig. Er wirft ihr nicht allein vor, zu langsam auf die Krise reagiert zu haben. Sehr kritisch beurteilt er, dass Erdoğan in den letzten beiden Jahren für die Annäherung an die EU notwendige Maßnahmen unterlassen habe.</p>
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		<title>If We Buy American, No One Else Will</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 09:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Douglas A. Irwin in der NYT. Und nicht nur das:

That might sound reasonable, but history has shown that Buy American provisions can raise the cost and diminish the effect of a spending package. In rebuilding the San Francisco-Oakland Bay Bridge in the 1990s, the California transit authority complied with state rules mandating the use of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Douglas A. Irwin <a href="http://www.nytimes.com/2009/02/01/opinion/01irwin.html?_r=1&#038;bl&#038;ex=1233810000&#038;en=ab4c1e662116eb42&#038;ei=5087%0A">in der NYT</a>. Und nicht nur das:</p>
<blockquote><p>
That might sound reasonable, but history has shown that Buy American provisions can raise the cost and diminish the effect of a spending package. In rebuilding the San Francisco-Oakland Bay Bridge in the 1990s, the California transit authority complied with state rules mandating the use of domestic steel unless it was at least 25 percent more expensive than imported steel. A domestic bid came in at 23 percent above the foreign bid, and so the more expensive American steel had to be used. Because of the large amount of steel used in the project, California taxpayers had to pay a whopping $400 million more for the bridge. While this is a windfall for a lucky steel company, steel production is capital intensive, and the rule makes less money available for other construction projects that can employ many more workers.</p></blockquote>
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		<title>Arabisch wird ordentliches Schulfach&#8230;</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/4713/arabisch-schulfach-malmo/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 14:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; in Malmö. Mit dem Angebot, Arabisch als dritte Fremdsprache zu wählen, wendet sich die Schulbehörde erwartungsgemäß an Migranten, die auf diesem Weg zur richtigen Beherrschung der Muttersprache gelangen sollen. Dies würde ihnen dann auch in anderen Fächern helfen, mein Matz Nilsson, der Leiter diies Amtes. Zugleich werden generell außereuropäische Sprachen wie Japanisch und Chinesisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; in <a href="http://sydsvenskan.se/malmo/article409864/Arabiska-infors-som-tredjesprak.html">Malmö</a>. Mit dem Angebot, Arabisch als dritte Fremdsprache zu wählen, wendet sich die Schulbehörde erwartungsgemäß an Migranten, die auf diesem Weg zur richtigen Beherrschung der Muttersprache gelangen sollen. Dies würde ihnen dann auch in anderen Fächern helfen, mein Matz Nilsson, der Leiter diies Amtes. Zugleich werden generell außereuropäische Sprachen wie Japanisch und Chinesisch gefördert. Dies geschieht jedoch unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Länder.</p>
<p>Mich erinnert diese Politik an den gestern dargestellten indischen <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/4702/madrasa-college/">Vorschlag</a>, Madrasa-Absolventen den Zugang zu Universitäten zu ermöglichen. Der Bildungsrückstand der muslimischen Jugendlichen soll dadurch verschleiert werden, dass ihnen, kulturell schön verpackt, günstige Konditionen für den Zugang zur Hochschule zugestanden werden. Inwieweit die erworbenen Kenntnisse für ihr Studienfach von Nutzen sind, spielt bei solchen Überlegungen keine Rolle. So werden sie wohl gegenüber autochthonen Mittelschichtkindern das Nachsehen haben, die mit Chinesischunterricht &#8220;fit für die Globalisierung&#8221; gemacht wurden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Warum Kemalisten Fethullah Gülen nicht leiden können</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/3949/kemalisten-fethullah-gulen/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 20:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In seinem von mir bereits kommentierten Posting über das Verhältnis der Kemalisten zu den Nurcus und Fethullah Gülen schreibt Serdar:
* Der Kemalismus ist nationalistisch und begrenzt sich auf die eigenen Landesgrenzen. Der Gülen Bewegung ist aber nicht an diese gebunden, sondern agiert global. Das religiöse Kapital kennt keine Grenzen. Während die Gülen Leute sich so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem von mir bereits <a href="/?p=3905">kommentierten</a> Posting über das Verhältnis der Kemalisten zu den Nurcus und Fethullah Gülen schreibt <a href="http://serdargunes.wordpress.com/2008/12/31/150/">Serdar</a>:</p>
<blockquote><p>* Der Kemalismus ist nationalistisch und begrenzt sich auf die eigenen Landesgrenzen. Der Gülen Bewegung ist aber nicht an diese gebunden, sondern agiert global. Das religiöse Kapital kennt keine Grenzen. Während die Gülen Leute sich so globalisieren, bleiben die Kemalisten eher lokal.</p>
<p>* Tja, hinzukommt noch das aufgrund dieser Globalisierung die Gülen-Bewegung Human-Kapital zur Verfügung hat. So haben sie auch Kontakte zu Geschäftsleuten und Politikern. Ein regelrechtes Netzwerkes. Was auch attraktiv für Unternehmer in Anatolien, weil die Gülen Leute für sie Verbindungen nach draußen herstellen. Auf Türkisch würde man sagen <em>Al gülüm Ver gülüm!</em></p></blockquote>
<p>Dieser Punkt scheint mir sehr viel wichtiger zu sein als die gestern besprochene Haltung zur Naturwissenschaft. Die kemalistischen Elite aus Bürokratie, Justiz und Armee, die ja erst seit den 1990er Jahren wieder zusammengewachsen ist, nachdem das Militär in den 1980er Jahren religiöse Gruppierungen, nicht zuletzt Fethullah Gülen unterstützt hatte, erlebt die Globalisierung und die Annäherung an die EU als Kontrollverlust. Schon durch die Stärkung der Privatwirtschaft in den 1980er Jahren wurde die Rolle des Staates geschwächt. Die Privatisierung im Bereich der elektronischen Medien und der höheren Bildung hat die Pluralisierung erheblich begünstigt. Auch die Kontrolle über die Außendarstellung ist Ihnen entglitten. Galten sie vor 15, 20 Jahren im Ausland noch als Vertreter der modernen Türkei, erscheinen sie jetzt als Dinosaurier[<a href="#footnote-1-3949" id="footnote-link-1-3949" title="See the footnote.">1</a>], weil nicht mehr ihr westlicher Lebensstil, sondern ihr Nationalismus und ihre Staatsfixierung ins Auge fallen. Ihr Zorn richtet sich daher gegen gesellschaftliche Kräfte, die parallel dazu einen Aufstieg erlebten, etwa Fethullah Gülen oder aber die erwähnten staatsspektischen Linken und Liberalen, die vor allem für &#8220;Radikal&#8221; und &#8220;Taraf&#8221; schreiben. Beide haben einen hervorrragenden Draht zu Medien und Akademikern und Medien in der westlichen Welt.</p>
<p>Diesen Punkt unterstreichen ein Artikel im &#8220;Middle East Quarterly&#8221;, der dieser Tag veröffentlicht wurde, und einer der dort vor elf Jahren erschienen war.</p>
<p>Zunächst zum gerade erschienen &#8220;<a href="http://www.meforum.org/article/2045">Fethullah Gülen&#8217;s Grand Ambition</a>&#8221; von Rachel Sharon-Krespin &#8220;director of the Turkish Media Project at the Middle East Media Research Institute (MEMRI)&#8221;. Ihre These lautet:</p>
<blockquote><p>As Turkey&#8217;s ruling Justice and Development Party (Adalet ve Kalkınma Partisi, AKP) begins its seventh year in leadership, Turkey is no longer the secular and democratic country that it was when the party took over. The AKP has conquered the bureaucracy and changed Turkey&#8217;s fundamental identity. Prior to the AKP&#8217;s rise, Ankara oriented itself toward the United States and Europe. Today, despite the rhetoric of European Union accession, Prime Minister Recep Tayyip Erdoğan has turned Turkey away from Europe and toward Russia and Iran and reoriented Turkish policy in the Middle East away from sympathy toward Israel and much more toward friendship with Hamas, Hezbollah, and Syria. Anti-American, anti-Christian, and anti-Semitic sentiments have increased. Behind Turkey&#8217;s transformation has been not only the impressive AKP political machine but also a shadowy Islamist sect led by the mysterious hocaefendi (master lord) Fethullah Gülen; the sect often bills itself as a proponent of tolerance and dialogue but works toward purposes quite the opposite. Today, Gülen and his backers (Fethullahcılar, Fethullahists) not only seek to influence government but also to become the government.</p></blockquote>
<p>Der Text enthält bezeichnende Auslassungen und gravierende Fehler.</p>
<p>1. &#8220;religion classes teaching Sunni Islam are compulsory in public schools despite rulings against the practice by the European Court of Human Rights (ECHR) and the Turkish high court (Danıştay).&#8221;</p>
<p>Den verpflichtenden Religionsunterricht gibt es seit dem Militärputsch von 1980.</p>
<p>2. &#8220;It has thousands of madrasa-like Imam-Hatip schools and about four thousand more official state-run Qur&#8217;an courses&#8221;</p>
<p>Was immer man von diesen Einrichtungen halten mag, es sind keine Medresen wie in Pakistan, sondern Schulen, in denen zusätzlich zum Oberschullehrplan in besonderem Maße Religion unterrichtet wird, und Arabisch, das anderen Schulen nicht gelehrt wird.</p>
<p>3. &#8220;Gülen was a student and follower of Sheikh Sa&#8217;id-i Kurdi (1878-1960), also known as Sa&#8217;id-i Nursi, the founder of the Islamist Nur (light) movement.&#8221;</p>
<p>Gülen kannte Said Nursi gar nicht persönlich, Kürdi ist keine Eigenbezeichnung, sondern dient der fälschlichen Diffamierung von Said Nursi als kurdischen Nationalisten. Auf das komplexe Verhältnis von Gülen zu den Nurcus gehe ich in einer Fortsetzung ein.</p>
<p>4. &#8220;It is from his U.S. base that Gülen has built his fame and his transnational empire.&#8221;</p>
<p>Sein Reich von Schulen und Medien hat Gülen bereits seit Ende der 1980er Jahre von der Türkei aus in der Türkei und Zentralasien aufgebaut.</p>
<p>5. &#8220;In 2008, members of the Netherland&#8217;s Christian Democrat, Labor, and Conservative parties agreed to cut several million euros in government funding for organizations affiliated with &#8220;the Turkish imam Fethullah Gülen&#8221; and to thoroughly investigate the activities of the Gülen group after Erik Jan Zürcher, director of the Amsterdam-based International Institute for Social History, and five former Gülen followers who had worked in Gülen&#8217;s ışıkevi told Dutch television that the Gülen community was moving step-by-step to topple the secular order.&#8221; Dazu n19: &#8220;Erik-Jan Zürcher, &#8220;Kamermeerderheid Eist Onderzoek Naar Turkse Beweging,&#8221; <a href="http://www.novatv.nl/index.cfm?ln=nl&amp;fuseaction=videoaudio.details&amp;reportage_id=6173&amp;selectArchiveDay=6">NOVA documentary</a>, July 4, 2008&#8243;</p>
<p>Das ist völlig daneben. Die Dame hätte jemanden fragen könne, der Niederländisch beherrscht. Die Überschrift heißt: &#8220;Die Mehrheit des Parlaments verlangt eine Untersuchung einer türkischen Bewegung.&#8221; In der Tat wurde eine Anfrage an den Geheimdienst veranlasst, die aber im September zu dem Urteil führte, dass die Bewegung weder staatsgefährdend noch sektiererisch sei (<a href="http://www.zamanhollanda.nl/nieuwsdetail.asp?id=404">1</a>, <a href="http://www.trouw.nl/nieuws/religie-filosofie/article1874523.ece/Geen_aanwijzing_radicalisering_Fethullah_Gulen.html">2</a>). Ob diese Beobachtung zutrifft, darüber kann man streiten, meine Position gibt es zum Abschluss. Aber wenn man seine eigene Auffassung durch eine offizielle Position untermauern will, dann muss man die auch richtig wiedergeben. Ich vermute, sie hat sich einfach auf <a href="http://www.yenihaber.be/go.php?go=30c0b56&amp;do=details&amp;return=last_news&amp;pg=93">türkische Presseberchte</a> gestützt, welche den Auftrag zu einer Untersuchung mit einem abschließenden Urteil gleichsetzen. Die Zusammensetzung der drei Abgeordneten , die den Stein ins Rollen gebracht haben, ist pikant. Ein Rechtsliberaler, eine Rechtspopulistin und Sadet Karabulut, eine Linksradikale (SP) kurdischer Herkunft. Letztere hat nun ihrerseits <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/moszkowicz_ist_nicht_moskowitz/">eine Anzeige am Hals</a>, weil sie an der &#8220;Hamas, Hamas, Joden an het gas&#8221;-Demo teilgenommen hat.</p>
<p>6. &#8220;It is not clear whether the Fethullahist cemaat (community) supports the AKP or is the ruling force behind AKP.&#8221;</p>
<p>Dass sie die AKP mittlerweile unterstützt, ist kein Geheimnis, dass sie die &#8220;driving force&#8221; hinter dieser Partei sei, ist allerdings falsch. Bei den Wahlen 2002, bei der Gülens alte Verbündete schmählich untergingen, hat er sie nicht unterstützt, allerdings auch nicht davon abgeraten, sie zu wählen. Jetzt an der Macht ist sie für ihn natürlich interessant. Hierzu ein <a href="http://www.milliyet.com.tr/2007/07/10/siyaset/asiy.html">Artikel</a> aus &#8220;Milliyet&#8221;.</p>
<p>7. Für die Behauptung &#8220;Fethullah Gülen is an imam who considers himself a prophet.&#8221; verweist sie auf das Buch von Merdan Yanardağ: <em>Fethullah Gülen Hareketinin Perde Arkası, Turkiye Nasıl Kusatıldı?</em>[<a href="#footnote-2-3949" id="footnote-link-2-3949" title="See the footnote.">2</a>] (Istanbul: Siyah Beyaz Yayın, 2006) Der mir nicht bekannte Autor, <a href="http://www.tikla24.de/katalog.nsrch.1.html?suche=1&amp;suchbegriff=Merdan+Yanardag&amp;x=0&amp;y=0">veröffentlicht</a> offensichtlich ansonsten primär antiamerikanische und antieuropäische Verschwörungstheorien und verklärende Darstellungen des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1859/ches-tuerkische-verehrer/">Linkskemalismus der 1960er</a> Jahre. Damit ist er selbst ein seltsamer Kronzeuge für dem &#8220;Middle East Quarterly&#8221;. Der Kronzeuge des Kronzeugen ist Nurettin Veren, der sich selbst als die ehemalige rechte Hand von Gülen bezeichnet, in der Hierarchie der Gemeinschaft jedoch wohl nicht ganz so weit oben stand, wie er behauptet. So sagt er, er habe die Zeitung &#8220;Zaman&#8221; mitgegründet, diese <a href="http://tr.fgulen.com/content/view/9285/11/">weist jedoch darauf</a> hin, dass sich mit einem Blick ins Handelsregister sehen lässt, dass dies nicht der Fall ist. Er stieg 2004 bei Gülen aus, um seine Enthüllungen haben sich aber auch Gülen-kritische Medien nicht eben gerissen. Er hat sich zugelich unter die Fittiche des hier schon <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/tag/dogu-perincek/">mehrfach behandelten</a> linksnationalistischen Politsektierers Doğu Perinçek begeben, eines Mao- Und Stalinverehrers.</p>
<p>Sharon-Krespin gibt also weithin ungefiltert kemalistische und linksnationalistische Polemiken gegen Gülen, wieder. Vor elf Jahren pries Bülent Aras ihn in der selben Zeitschrift als &#8220;<a href="http://www.meforum.org/article/404">Turkish Islam&#8217;s Moderate Face</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Gülen&#8217;s movement seems to have no aspiration to evolve to a political party or seek political power. To the contrary, he continues a long Sufi tradition of seeking rather to address the spiritual needs of his people, to educate the masses, and to provide some stability in a time of turmoil. Like many previous Sufi figures (including the towering thirteenth-century figure, Jalal ad-Din Rumi), he is wrongly suspected of seeking political power. Any change from this apolitical stance could very much harm the reputation of his community.</p>
<p>Ultimately, the future of the Gülen group will be determined by its ability to evolve into an open-minded, flexible, and democratic community, and to improve relations with the military leadership and secular elites. Gülen has made himself a most likely candidate for religious leader of the new Turkey. Its internal evolution and its relations with the state should have a major impact on the state-society dynamics of Turkey in the coming decades.</p>
<p>What about the significance of Gülen&#8217;s movement beyond Turkey? Its best potential is in the Turkic countries in the Caucasus and Central Asia, where his emphasis on Turkish Islam will probably weaken the appeal of the message coming out of Iran. In the larger Muslim world, it does pose a potential challenge to Islamism, for its ideas may find receptive audiences among those with access to the outside world—those in any case most prone to Islamism. This said, his ideas have a much better chance than his organization, for authoritarian states and a general intolerance for new interpretations of Islam will impede it.</p></blockquote>
<p>Der Artikel stand mit am Anfang der Propagandaoffensive, durch die Gülen die Kemalisten um ihre Vorrangstellung bei der Darstellung der Türkei nach außen brachte. Sie haben offenkundig zur Gegenoffensive geblasen.</p>
<p>Wie ich dazu stehe? Forsetzung folgt, aber schon einmal so viel: Gülen muss kritisch beobachtet werden, Hysterie ist aber ebenfalls nicht angebracht, auch weil keineswegs nur die Kemalisten Gülen nicht leiden können.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-3949">Die kemalistische Anglistikprofessorin Mina Urgan nannte ihre Autobiographie nicht zufällig <em><a href="http://www.tikla24.de/bir-dinozorun-anilari-mina-urgan.id.1402118889.html">Bir Dinozorun Anıları</a></em>, &#8220;Erinnerungen eines Dinosauriers&#8221;  <a href="#footnote-link-1-3949">⇧</a></li><li id="footnote-2-3949">Der Hintergrund der Gülen-Bewegung: Wie die Türkei umzingelt wurde.  <a href="#footnote-link-2-3949">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Neoetatismus im Aufwind</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 11:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem nun auch die FAZ auf den Zug des Neoetatismus aufgesprungen zu sein scheint, freut man sich, dass wenigstens im Schwesterblatt FAS noch ein paar kritische Töne zu Wort kommen.
Dort erklärt der Schweizer Privatbankier Konrad Hummler im Interview, dass die Ursache der gegenwärtigen Finanzkrise bei der amerikanischen Notenbank gesucht werden müsse, die mit ihrer Politik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun auch die FAZ auf den Zug des Neoetatismus aufgesprungen zu sein scheint, freut man sich, dass wenigstens im Schwesterblatt FAS noch ein paar kritische Töne zu Wort kommen.</p>
<p>Dort erklärt der Schweizer Privatbankier Konrad Hummler <a href="http://www.faz.net/p/Rub035D49F52EC347D5A803F3F19B49A0EA/Dx2~Ea316a9781bfd55c1669f2e181782ff30~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">im Interview</a>, dass die Ursache der gegenwärtigen Finanzkrise bei der amerikanischen Notenbank gesucht werden müsse, die mit ihrer Politik des billigen Geldes die Voraussetzungen dafür geschaffen hatte, dass die Banken mit zu wenig Eigenkapital arbeiteten. </p>
<p>Durch den Einstieg des Staats in notleidende Banken werden, so fürchtet der Bankier, diese Verhältnisse nur zementiert. Muss denn der Staat jede Bank retten? Genau da liege das Problem, so Hummler, denn:</p>
<blockquote><p>Banken gehen nicht unter. Seit den dreißiger Jahren hat man den Bankenkonkurs ja praktisch abgeschafft. Jeder kleine Bäcker kann pleitegehen, große Banken aber nicht.</p></blockquote>
<p>Hummler plädiert dafür, dass Möglichkeiten geschaffen, wie Banken geregelt pleite gehen können. Die staatlichen Rettungsaktionen, so prophezeit er, werden nur die Symptome der Krise kurzzeitig lindern, bevor sie uns mit aller Wucht zu einem späteren Zeitpunkt wieder einholen. </p>
<p>Der Ökonom Georgios Bitros und das Vorstandsmitglied der griechischen &#8220;Liberalen Allianz&#8221; Tassos Avrantinis <a href="http://e-rooster.gr/10/2008/977" target="_blank">stossen ins selbe Horn</a> (s. dazu auch <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2379/krise/" target="_blank">hier</a>). Nicht der Markt, die Politik trägt die Verantwortung für die gegenwärtige Finanzkrise, denn es war die Notenbank, die die Zinsen auf einem besonders niedrigen Niveau hielt, um die ökonomischen Aktivitäten nicht zu verlangsamen, während die Regierung die Staatsausgaben erhöhte und parallel dazu die Steuern senkte.</p>
<p>Und so wird es weitergehen: Die staatliche Einmischung wird langfristig weitere Probleme schaffen. Und die werden auch wieder dem Neoliberalismus angehängt, um noch mehr Regulierung fordern zu können.</p>
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		<title>Wenn die Realität nicht will, wie sie soll</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 20:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Naomi Klein]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine hübsche Auseinandersetzung zwischen Naomi Klein und Johan Norberg, die da im Internet ausgetragen wird – unnötig zu erwähnen, dass Klein, Autorin von &#8220;Disaster Capitalism&#8221;, keinen Fuss auf den Boden bekommt. Persönliche Diffamierungen und ein willkürlicher Umgang mit empirischem Material sind tatsächlich schon der ganze faule Zauber, den ihr Buch ausmacht. &#8220;Disaster Polemics&#8221; nennt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine hübsche Auseinandersetzung zwischen <a href="http://www.naomiklein.org/articles/2008/09/response-attacks" target="_blank">Naomi Klein</a> und <a href="http://www.cato.org/pub_display.php?pub_id=9626" target="_blank">Johan Norberg</a>, die da im Internet ausgetragen wird – unnötig zu erwähnen, dass Klein, Autorin von &#8220;Disaster Capitalism&#8221;, keinen Fuss auf den Boden bekommt. Persönliche Diffamierungen und ein willkürlicher Umgang mit empirischem Material sind tatsächlich schon der ganze faule Zauber, den ihr Buch ausmacht. &#8220;Disaster Polemics&#8221; nennt das Johan Norberg:</p>
<blockquote><p>Klein does everything to try to establish a connection in the readers&#8217; minds, to give the impression that Friedman/liberal economists/neoconservatives/corporations/the Bush administration are all part of one big free-market/corporatism/militarism-complex. And then she can take the worst thing one of them does and blame all the others for it. (…)</p>
<p>Despite 74 pages of endnotes, Klein often omits notes and sources when there is a central and controversial claim about the horrors of markets that needs documentation. To show how Chicago policies failed, she often picks data from a particular year that suits her, and changes the yardstick when the old one yields results she doesn&#8217;t like.</p>
<p>We can see this in her response as well when she claims that Chile is not a &#8220;free market success story,&#8221; because poverty <em>20 years ago</em> was almost as high as it was in the rest of Latin America. She does not mention that is has since been reduced from 45 to slightly more than 10 percent (according to the national poverty line — if we use the &#8220;extreme poverty&#8221; concept it is virtually abolished). Instead she changes the yardstick. When she writes about the situation today, she has suddenly forgotten all about poverty; now the problem is inequality, that is, the rich have become richer even faster than the poor have increased their living standards.</p>
<p>(…)</p>
<p>In my paper I wondered why she provided us with neither an explanation for what this means, nor a footnote or source. Now we know, because in her response she openly admits that this is just her own summary of different (and sometimes incomparable) statistics on poverty and unemployment from a brief period and sometimes only a year from no more than four countries — Bolivia in 1987, Russia in 1996, <em>some areas of</em> Poland in 1993 and so on. She doesn&#8217;t even use data series, but newspaper articles and books with information on just that particular year.</p>
<p>Astonishingly, Naomi Klein calls this way of handling statistics and producing general conclusions on the effect of particular policies &#8220;standard practice.&#8221; Well, it might be standard practice for some Canadian leftist fanzines, but at university we usually call it &#8220;rubbish.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Islamische Welt und Globalisierung (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 21:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<description><![CDATA[“Die muslimische Welt verweigert sich der Globalisierung” urteilte der Politikwissenschaftler Peter Pawelka noch vor zwei Jahren. Wenn dieser Satz jemals seine Richtigkeit hatte, so gilt er jedenfalls heute nicht mehr. Denn zumindest die Einstellung der Bevölkerung in der Islamischen Welt weist auf das Gegenteil hin, so WorldPublicOpinion.org:
Contrary to the common assumption that Muslims view globalization [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Die muslimische Welt verweigert sich der Globalisierung” <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/408/islamischewelt-globalisierung/" target="_blank">urteilte</a> der Politikwissenschaftler Peter Pawelka noch vor zwei Jahren. Wenn dieser Satz jemals seine Richtigkeit hatte, so gilt er jedenfalls heute nicht mehr. Denn zumindest die Einstellung der Bevölkerung in der Islamischen Welt weist auf das Gegenteil hin, so <a href="http://www.worldpublicopinion.org/pipa/articles/home_page/528.php?nid=&amp;id=&amp;pnt=528&amp;lb=" target="_blank">WorldPublicOpinion.org</a>:</p>
<blockquote><p>Contrary to the common assumption that Muslims view globalization as a threat to their society, a new poll of Muslim countries finds that globalization is generally viewed positively. The poll was conducted by WorldPublicOpinion.org in six nations with predominantly Muslim populations in different regions of the world including Egypt, Turkey, Azerbaijan, Iran, Indonesia, and the Palestinian Territories, plus the Muslim population of Nigeria.</p></blockquote>
<p>Für Globalisierungs&#8221;kritiker&#8221; wie Naomi Klein ist das natürlich ein Ärgernis. Frau Klein, die sich gerne als <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1868/diktator-wider-willen/" target="_self">Anwältin nichtwestlicher Nationen</a> ausgibt, muss wieder einmal mit ansehen, wie die von ihr vorgeblich Vertretenen wenig Stimmung an den Tag legen, sich vor den Chancen und Risiken der Weltwirtschaft behüten zu lassen. Zuvor schon hatte die Chavez-Bewunderin Schiffbruch erlitten, als 72% der Venezolaner <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1780/no-thinko/" target="_self">in einer Umfrage kundtaten</a>, dass sie das Leben in einer freien Marktwirtschaft bevorzugen.</p>
<p>Tatsächlich ist Globalisierung nichts anderes als Partizipation, und zwar an internationalen Märkten. Die wiederum bringt keineswegs nur den reichen Ländern Vorteile (Beispiele <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1753/alle-werden-reicher/" target="_self">hier</a>, <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2200/635-mio-chinesen/" target="_self">hier</a>, <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1887/vietnam-textilindustrie/" target="_self">hier</a>, <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2335/explodierende-mittelschichten/" target="_self">hier</a> und <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/287/osteuropa-als-zugpferd-der-eu/" target="_self">hier</a>), liegt es doch im Wesen des Handels, dass beide Seiten von ihm profitieren. Freilich verträgt sich Partizipation nicht mit einem in der Robin-Hood-Pose vorgetragenen intellektuellen Paternalismus. Dieser nämlich, in der Tat, ist ein Luxus, den <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1680/globalisierung-ftharris/" target="_self">nur die Wohlhabenden</a> sich leisten können. Noch einmal WorldPublicOpinion: &#8220;Asked whether international trade is good or bad for their country&#8217;s economy, majorities in five of six nations polled say that it is good.&#8221;</p>
<p>Immerhin befürwortet in allen befragten Ländern eine Mehrheit einen Minimalstandard an Sozial- und Umweltnormen. Dafür zu werben, dürfte für die Linke ein weitaus konstruktiveres Betätigungsfeld sein als Globalisierung und Marktwirtschaft als solche zu dämonisieren.</p>
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		<title>Wie andere Nationen mit Pornografie&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 10:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; halten es sie Franzosen mit?
McDonalds.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; halten es sie Franzosen mit?</p>
<p><a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/food_and_drink/article4560082.ece">McDonalds</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Explodierende Mittelschichten</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 19:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Südostasien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Vietnam]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines aber ist gewiss: Anders als es populären Mythen erzählen, nehmen weltweit Ungleichheit und Armut ab. Der Anteil der bürgerlichen Mitte hat zwischen 1960 und 2007 von 25 auf 29 Prozent zugenommen; 2050 wird der bei 37 Prozent liegen. Die Zahl der Menschen, die jährlich weniger als 500 Dollar zur Verfügung hat, geht deutlich zurück: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Eines aber ist gewiss: Anders als es populären Mythen erzählen, nehmen weltweit Ungleichheit und Armut ab. Der Anteil der bürgerlichen Mitte hat zwischen 1960 und 2007 von 25 auf 29 Prozent zugenommen; 2050 wird der bei 37 Prozent liegen. Die Zahl der Menschen, die jährlich weniger als 500 Dollar zur Verfügung hat, geht deutlich zurück: von 30 Prozent im Jahr 1960 auf 10 Prozent in den neunziger Jahren und fünf Prozent im Jahr 2000. 2045 werden weniger als ein Prozent der Menschheit ein solch geringes Einkommen haben.</p></blockquote>
<p><a href="http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=149" target="_blank">schreibt</a> Rainer Hank auf dem Blog &#8220;Wirtschaftliche Freiheit&#8221;. Allen Unkenrufen zum Trotz: Nie war die Welt so wohlhabend wie heute, nie war sie so wenig ungleich.</p>
<p>Dass das nicht das Ergebnis staatlicher Intervention und Sozialklempnerei ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Ein gutes Beispiel ist übrigens Vietnam, von dem auf diesem Blog <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1887/vietnam-textilindustrie/" target="_blank">schon einmal die Rede war</a>: Duncan Currie weist auf <a href="http://www.american.com/archive/2008/july-07-08/vietnams-growing-pains" target="_blank"><em>American.com</em> darauf hin</a>, dass einem Bericht von Weltbank und IWF zufolge die dortige Armutsrate von 58% im Jahre 1993 auf 16% 2006 gefallen ist.</p>
<p><span><br />
</span><span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der Weg zu Freiheit und Wohlstand</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 13:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[In welcher Form ist Deutschland von der Globalisierung betroffen? In dieser:
Kein reiches Land der Erde hat den Absatz seiner Güter in der globalisierten Wirtschaft seit der Jahrtausendwende schneller erhöhen können als Deutschland, und kein anderes Land hat im Verhältnis zu seinen Exporterfolgen so wenig importiert. Wieso konnte ein noch reicheres Land wie die USA in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In welcher Form ist Deutschland von der Globalisierung betroffen? In dieser:</p>
<blockquote><p>Kein reiches Land der Erde hat den Absatz seiner Güter in der globalisierten Wirtschaft seit der Jahrtausendwende schneller erhöhen können als Deutschland, und kein anderes Land hat im Verhältnis zu seinen Exporterfolgen so wenig importiert. Wieso konnte ein noch reicheres Land wie die USA in den beiden letzten Jahrzehnten seinen Wohlstand schneller als zuvor steigern und die Arbeitslosigkeit niedrig halten, obwohl seine Märkte von weit mehr Menschen und vor allem mehr Gütern aus den armen Regionen überflutet wurden als die deutschen?</p>
<p>Die Propheten der Globalisierungsgefahr versuchen nicht, Antworten auf solche konkreten Fragen zu geben. Sie begnügen sich damit, Globalisierungsstichworte auf die Bühne des Politiktheaters zu werfen &#8211; und schon ist Gürtel-enger-Schnallen und das Schleifen des Wohlfahrtsstaates programmiert.</p></blockquote>
<p>&#8230; schreibt der Ökonom Heiner Flassbeck in der &#8211; man höre und staune! &#8211; <a href="http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1367448" target="_blank">&#8220;Frankfurter Rundschau&#8221;</a>! Globalisierungsaffirmative Artikel sind in der deutschen Medienlandschaft eher selten. Wenn Globalisierung überhaupt ein positiver Effekt zugesprochen wird, dann meist mit einer Warnung vor dräuendem Unheil.</p>
<blockquote><p>Aber, wird man einwenden, in Deutschland verdient ein Arbeiter etwa zehn Mal so viel wie ein Arbeiter in China. Können auch Länder miteinander Handel treiben, deren Arbeitskostenniveaus so weit auseinander liegen? Müssten nicht sämtliche Produkte in China hergestellt werden, und müsste nicht Deutschland alles von dort importieren?</p></blockquote>
<p>Flassbeck erklärt, warum diese Annahme nicht stimmt. Wer mehr darüber erfahren will, warum Globalisierung für alle Beteiligten von Vorteil ist, dem seien die Werke von Martin Wolf und Jagdish Bhagwati anempfohlen.</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
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