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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Hisbollah</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Fadlallah, der Aufklärer</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 18:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie man die Hisbollah ohne Hinzufügung eigener Gedanken beschreibt, hat er uns schon gezeigt. Nun betätigt er sich als Verfasser eines Nachrufs auf den jüngst verstorbenen Grossajatollah Fadlallah. Das Ergebnis liest sich dann so:
Die USA hätten Saddam im Krieg gegen den Iran mit eben jenen  Massenvernichtungswaffen aufgerüstet, die 2003 den Vorwand für die  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie man die Hisbollah ohne Hinzufügung eigener Gedanken <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/816/weisse-weste-hisbollah/" target="_blank">beschreibt</a>, hat er uns schon gezeigt. Nun betätigt er sich als Verfasser eines Nachrufs auf den jüngst verstorbenen Grossajatollah Fadlallah. Das Ergebnis liest sich dann <a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=468&amp;wc_id=1383" target="_blank">so</a>:</p>
<blockquote><p>Die USA hätten Saddam im Krieg gegen den Iran mit eben jenen  Massenvernichtungswaffen aufgerüstet, die 2003 den Vorwand für die  Invasion lieferten. &#8220;Die Iraker werden nicht vergessen, wer Saddam all  diese Macht zur Unterdrückung seines Volkes gegeben hat: Amerika&#8221;, sagte  Fadlallah.</p></blockquote>
<p>So steht es da, von Rosiny unwidersprochen. Tatsächlich rangierten die USA nicht einmal unter den Top 10 der Waffenlieferanten Saddam Husseins: Laut dem Stockholmer Institut SIPRI befanden sich die USA lediglich auf Rang 12 (0,4%) der Waffenlieferanten. Sie lieferten ausschliesslich Helikopter. Gan obenauf der Liste standen dagegen u.a. die Kriegsgegner Frankreich (12%) und VR China (11%).</p>
<p>Gekonnt auch diese Passage:</p>
<blockquote><p>Fadlallah unterstützte nachdrücklich den bewaffneten Widerstand der  Hizbullah gegen die israelische Besatzung des Südlibanon. Mit  Antisemitismus habe dies nichts zu tun, betonte er, denn man müsse auch  dann einen Befreiungskrieg gegen Israel führen, wenn es nur von Muslimen  bewohnt wäre, da nicht der Glaube oder gar eine andere Rasse, sondern  allein der unrechtmäßige Landraub die Feindschaft begründe.</p></blockquote>
<p>Ein nur von Muslimen bewohntes Israel wäre also ebenso unrechtmässig, was man in Israel sicherlich mit Erleichterung aufgenommen hat.</p>
<blockquote><p>Als ultima ratio seien als Mittel der Selbstverteidigung gegen militärische Ziele auch Selbstmordattentate erlaubt. Gleichwohl forderte er eine strenge Selbstdisziplinierung, denn &#8220;Gewalt friert das Problem nur ein, ohne es zu beseitigen oder zu lösen, ja sie wird es verkomplizieren&#8221;, so Fadlallah.</p></blockquote>
<p>Wie mag eine strenge Selbstdisziplinierung bei Selbstmordattentaten wohl aussehen? Der Leser erfährt es nicht, die Aussage steht unkommentiert im Raum. Bei einem anderen Nahostwissenschaftler liest sich das wesentlich <a href="http://www.martinkramer.org/sandbox/reader/archives/oracle-of-hizbullah-sayyid-muhammad-husayn-fadlallah/" target="_blank">differenzierter</a>:</p>
<blockquote><p>Justifying the attacks as religiously valid while withholding formal  religious validation amounted to an intellectual tightrope act. Yet  Fadlallah performed brilliantly, scattering dust in the eyes of his  enemies and stardust in the eyes of his admirers. (&#8230;)</p>
<p>Israel’s peace was far more  threatening than Israel’s war, for it would  unleash a plague of Jews  upon Lebanon’s innocent Shi‘ites: “Were it not  for the Resistance, you  would see all the Jews swarming over the South  and the Bekaa in  absolute freedom, corrupting the land and its people.”</p></blockquote>
<p>So sieht also das &#8220;unvollendete Lebenswerk einer aufgeklärten Religiosität&#8221; aus.</p>
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		<title>Von von Braun zu Nasrallah</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 18:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
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		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Moshe Arens
In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs setzten die Deutschen gegen Großbritannien das ein, was Hitler als die „Waffe der Rache“ bezeichnete. Die V-2-Rakete, die von Wernher von Braun und seinem Wissenschaftlerteam als Terrorwaffe entwickelt worden war, wurde Tag für Tag auf zivile Ziele abgefeuert. Bis die Truppen der Alliierten die Abschussbasen erreichten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Moshe Arens</em></p>
<p>In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs setzten die Deutschen gegen Großbritannien das ein, was Hitler als die „Waffe der Rache“ bezeichnete. Die V-2-Rakete, die von Wernher von Braun und seinem Wissenschaftlerteam als Terrorwaffe entwickelt worden war, wurde Tag für Tag auf zivile Ziele abgefeuert. Bis die Truppen der Alliierten die Abschussbasen erreichten, waren in Großbritannien 1400 Raketen niedergegangen, 500 davon in London. 900 Einwohner Londons wurden von diesen Raketen getötet.</p>
<p>55 Jahre danach, während des ersten Golfkriegs, schickte der Irak nach Israel Raketen, die nach dem Modell der V-2-Raketen gebaut und aus der Sowjetunion und Nordkorea importiert worden waren. Seit jenem Krieg wurden die Raketen zur bevorzugten Waffe der Feinde Israels. Zehntausende von ihnen, die Zahl wächst jeden Tag, sind im Gaza-Streifen und im Südlibanon stationiert worden und bedrohen alle Bürger Israels. Was man in den Zeiten der auf den Norden Israels abgefeuerten Katyushas als erträgliche Belästigung angesehen hat, ist zu einer strategischen Bedrohung geworden. Man darf die zivilen Verluste nicht unterschätzen, die Israel im Falle eines Angriffs mit diesen Raketen erleiden würde.</p>
<p>Die Rede ist von einer Terrorwaffe, klipp und klar. Je größer die Zahl dieser Raketen, desto mehr schreckt die israelische Regierung – die schwere Verluste unter ihren Bürgern befürchtet – vor einem effektiven Einschreiten gegen die Bedrohung zurück. Die Strategie der Terroristen ist einfach: Wenn sie über ein genügend großes Arsenal von Raketen verfügen, werden sie sie sporadisch auf Israel abfeuern oder andere provokative Aktionen – wie die Entführung von Soldaten – durchführen, im Wissen, dass die Regierung aus Furcht vor massivem Raketenbeschuss auf israelische Ortschaften zögern wird, hart zu reagieren.</p>
<p>Das ist, was mit der Hisbollah im Norden passiert ist. Ihr ohne Unterlass wachsendes Raketenarsenal hinderte die letzten israelischen Regierungen daran, Maßnahmen zur Ausschaltung der Gefahr einzuleiten oder wenigstens effektiv auf die Provokationen zu reagieren. Im zweiten Libanonkrieg beschloss die Regierung Ehud Olmerts letztlich mit außergewöhnlicher Härte zu reagieren, aber sie hat die Arbeit nicht zu Ende geführt. Während des Kriegs wurde der Norden des Landes schwer von Raketen in Mitleidenschaft gezogen, und den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL) gelang es nicht, dem Beschuss ein Ende zu setzen. Heute ist das Raketenarsenal der Hisbollah noch um einiges größer.</p>
<p>In Gaza hat die Hamas die Hisbollah imitiert. Nachdem sie sich ein Arsenal von Raketen aufgebaut hatte, feuerte sie sie über Jahre hinweg auf israelische Ortschaften ab, im Wissen, dass Israel aus Furcht vor weiteren Raketen zögern würde zu reagieren. Diese Situation dauerte bis zur letzten Militäroperation in Gaza an, doch auch diesmal wurde die Mission nicht vollendet. Heute verfügt die Hamas über ein noch größeres Raketenarsenal, und sie setzt dieselbe Strategie fort: Ab und an schickt sie einige Raketen nach Israel, in der Annahme, dass die Regierung nicht reagieren wird. Die Veröffentlichung des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8147/zivilisten-in-gaza/" target="_self">Goldstone-Berichts</a> hat sie nur in ihrer Sicherheit bestärkt, dass Israel sich weiter zurückhalten und keine Aktion einleiten wird.</p>
<p>Es handelt sich hier um eine aus israelischer Sicht unerträgliche Situation. Die Zivilbevölkerung Israels wird von Norden und Süden her von Terroristen als Geisel gehalten. Die Reichweite der Raketen deckt inzwischen sein gesamtes Territorium ab. Schwer zu glauben, dass irgendein Staat bereit sein würde, dies auf längere Sicht hinzunehmen. Als die Vereinigten Staaten 1962 von der Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba bedroht wurden, forderte Präsident John F. Kennedy, der verstand, dass die permanente Gefahr von Raketen die nationale Sicherheit schwer beeinträchtigen würde, ihre Entfernung. In gleicher Weise ist die ständige Bedrohung durch Raketen von Seiten verantwortungsloser Terrororganisationen wie Hisbollah und Hamas eine handfeste Gefahr für die Sicherheit Israels.</p>
<p>Diese Gefahr muss ausgeschaltet werden. In einem ersten Schritt muss die israelische Regierung klar machen, dass die Stationierung von Raketen nicht hinnehmbar ist, und fordern, dass jede weitere Lieferung sofort aufhören muss. Darüber hinaus muss die Regierung betonen, dass das bestehende Raketenarsenal früher oder später verschwinden muss.</p>
<p><em>Moshe Arens war Außen- und Verteidigungsminister des Staates Israel.</em></p>
<p><span style="color: #808080;">(Haaretz, 18.11.09. Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</span></p>
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		<title>Isolierte Hisbollah?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8321/isolierte-hisbollah/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 22:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[In der saudischen Asharq Alawsat schreibt Tareq Alhomayed, dass Hisbollahs Nasrallah mit Damaskus unzufrieden sei – auch wenn dieser bei oberflächlicher Betrachtung das Gegenteil suggerieren mag:
Nasrallah praised the speech given by Syrian President Bashar al-Assad in Turkey about the resistance. However despite this, President Bashar al-Assad told a Turkish newspaper that he advised the Turks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der saudischen Asharq Alawsat <a href="http://asharq-e.com/news.asp?section=2&amp;id=18838" target="_blank">schreibt</a> Tareq Alhomayed, dass Hisbollahs Nasrallah mit Damaskus unzufrieden sei – auch wenn dieser bei oberflächlicher Betrachtung das Gegenteil suggerieren mag:</p>
<blockquote><p>Nasrallah praised the speech given by Syrian President Bashar al-Assad in Turkey about the resistance. However despite this, President Bashar al-Assad told a Turkish newspaper that he advised the Turks on the necessity of maintaining good relations with Israel and Europe in order to assist Syria with the peace process and the restoration of the Golan Heights.(…)</p>
<p>If Nasrallah meant what he said about the Arab world and [the importance of] good relations, why did he not talk about the necessity of Syrian – Egyptian rapprochement, for example?</p>
<p>Nasrallah&#8217;s speech, despite his [attempt] to be clever, revealed many important things, such as the difference in the positions of Hezbollah and Damascus today.</p></blockquote>
<p>Angeblich, so wird <a href="http://www.alarabiya.net/articles/2009/11/17/91524.html" target="_blank">laut</a> dem Nachrichtensender Alarabiya kolportiert, gebe es auch Spannungen zwischen der Hisbollah und Teheran. Hintergrund seien verschiedene Anzeichen, dass die iranische Republik eine Art von konfessioneller Konfrontation betreibe, was der Hisbollah Sorgen bereite.</p>
<p>Der Iran-Experte Alireza Nourizadeh wiederum schätzt zwar die Beziehungen zwischen der Hisbollah und Teheran als so gut wie nie zuvor ein. Er glaubt nicht an Spannungen und weist darauf hin, dass eine militärische Delegation der Hisbollah erst kürzlich zu Gast in Irans Hauptstadt war.</p>
<p>Auch Nourizadeh findet jedoch bemerkenswert, das Nasrallah sich nach der Bestätigung Ahmadinejads im Amt bis heute nicht mit diesem in Verbindung gesetzt habe. Es sei jedoch nicht Nasrallah, der den Kurs der Hisbollah bestimme, sondern der Repräsentant des obersten iranischen Führers, Scheich Naim Qasim.</p>
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		<title>Staat im Staate</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7928/staat-im-staate/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 06:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage ist das Waffenlager im Privathaus eines Hisbollah-Mitglieds explodiert. Für den saudischen Publizisten Tariq Alhomayed Anlass genug, mit deutlichen Worten die Gefahr zu benennen, die von einem Staat im Staate ausgeht, dessen Armee stärker ist als die nationalen Streitkräfte.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage ist das Waffenlager im Privathaus eines Hisbollah-Mitglieds explodiert. Für den saudischen Publizisten Tariq Alhomayed Anlass genug, mit <a href="http://aawsat.com/english/news.asp?section=2&#038;id=18478">deutlichen Worten</a> die Gefahr zu benennen, die von einem Staat im Staate ausgeht, dessen Armee stärker ist als die nationalen Streitkräfte.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Islamische Wirtschaft</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7589/islamische-wirtschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 17:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Milli Görüş]]></category>
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		<description><![CDATA[Wirtschaftsskandal im Libanon: Einen Schaden zwischen 700 000 und einer Milliarde $ soll Salah Ezzedine angerichtet haben:
“It’s a disaster, a tsunami,” he said. “Some farmers mortgaged their fields and brought in cash. Others sold land they had inherited from their parents. Teachers gave up all their savings. Old people lost everything they had.”
Opfer der Pyramidengeschäfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nytimes.com/2009/09/16/world/middleeast/16lebanon.html?_r=2&#038;ref=global-home">Wirtschaftsskandal im Libanon</a>: Einen Schaden zwischen 700 000 und einer Milliarde $ soll Salah Ezzedine angerichtet haben:</p>
<blockquote><p>“It’s a disaster, a tsunami,” he said. “Some farmers mortgaged their fields and brought in cash. Others sold land they had inherited from their parents. Teachers gave up all their savings. Old people lost everything they had.”</p></blockquote>
<p>Opfer der Pyramidengeschäfte des &#8220;libanesischen Bernie Madoff&#8221; sind vor allem Schiiten aus Beirut und dem Süden des Landes, die ihm ihr Geld aus einer Mischung von illusorischen Gewinnerwartungen und politischer Loyalität zur Hisbollah anvertrauten:</p>
<blockquote><p>
Many of the investors — mostly Shiites living in Beirut and southern villages like this one — say those party links were the reason they chose to risk their hard-earned savings with a man who offered 40 and 50 percent profits but never showed any paperwork.</p></blockquote>
<p>Die Hisbollah versuchte sich zunächst aus der Verantwortung zu stehlen:</p>
<blockquote><p>Hezbollah’s general secretary, Hassan Nasrallah, denied in a speech last week that the party had any official connection with Mr. Ezzedine. But a few days later, during a Ramadan dinner with Hezbollah supporters where he appeared by video link, Mr. Nasrallah conceded that the party would in practice be held responsible, and said it was setting up a “crisis network” to assess each investor’s losses. Several Hezbollah officials lost money, and at least one has filed suit against Mr. Ezzedine.</p>
<p>There have even been calls for Hezbollah to compensate the investors. So far, the party has said it will not do so, and it is easy to see why. The losses among southern Shiites alone run into the hundreds of millions, and Hezbollah is still struggling to rebuild the houses destroyed during its devastating monthlong war with Israel in 2006.</p></blockquote>
<p> Prinzipiell ist natürlich alles zu begrüßen, was der Hisbollah schadet. Ob allerdings dieser Vorfall einen reflexionsprozess auslöst, darf zumindest angesichts einer Antwort die NYT-Rporter Worth von einem Interviewpartner erhielt, getrost bezweifelt werden:</p>
<blockquote><p>“All this happened because of the United States and Israel,” Mr. Fneish added, echoing a refrain that springs easily to people’s minds here. “When they discovered that Ezzedine was close to Hezbollah, they ruined him.”</p></blockquote>
<p>Dieser Vorfall ist jedoch über den Libanon hinaus ein Lehrstück, wird doch wegen der Finanzkrise &#8220;islamisches Wirtschaften als Alternative zum Kasinokapitalismus angepriesen (<a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3750047,00.html">1</a>, <a href="http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&#038;source=/specials/132119/index.html">2</a>). Vor diesem Hintergrund sollte darin erinnert werden, dass vor allem im Umfeld von Milli Görüş angepriesene &#8220;islamkonforme&#8221; Gewinnbeteiligungen auch für <a href="http://www.zeit.de/2006/46/G-Holy-Holdings?page=1">den größten Anlageskandal</a> der deutschen Geschichte verantwortlich sind, der der Öffentlichkeit jedoch <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1758/geschaefte-allah/">weitgehend verborgen</a> blieb:</p>
<blockquote><p>In Hunderten von Gerichtsprozessen klagen türkische Anleger in Deutschland derzeit auf Rückzahlung ihrer Lebensersparnisse. Insgesamt betroffen sind zwischen 200.000 und 300.000 Deutschtürken, die Ende der neunziger Jahre ihr Geld in türkische Holdinggesellschaften investierten. Versprochen wurden ihnen Gewinne von bis zu 40 Prozent. Doch auf die warten die Anleger bis heute ebenso vergeblich wie auf die Rückzahlung des angelegten Kapitals.</p>
<p>Das gilt nicht nur für die 120.000 Anteilseigner der Yimpas-Holding. Auch die zweitgrößte Gesellschaft Kombassan mit etwa 35.000 Teilhabern zahlt kein Geld mehr aus. Und die Fantasie-Firma Jet-Pa, die einst eine halbe Milliarde Euro einsammelte, ist gänzlich pleite. Was aus den anderen, sehr viel kleineren Holdings geworden ist, die »nur« ein paar Millionen eingesammelt haben, ist völlig unklar. Ihre Websites im Internet existieren nicht mehr, die Telefone sind abgemeldet, die Ansprechpartner verschwunden. Wie viel Geld die Deutschtürken genau verloren haben, weiß niemand. Das Zentrum für Türkeistudien in Essen aber schätzt die verlorenen Lebensersparnisse auf fünf Milliarden Euro.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Endlich Gewissheit über Ron Arad?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7497/ron-arad/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 22:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Hisbollah]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Ron Arad]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuesten Geheimdienstberichten zufolge soll der israelische Navigator [wikipop language="de" search="Ron Arad (Pilot)"]Ron Arad[/wikipop], der seit 1986 als entführt gilt, infolge eines natürlichen Todes verstorben sein. Die Geheimdienstquellen wollen wissen, dass er sich mindestens neun Jahre lang in Gefangenschaft befand, der Todeszeitpunkt wäre also auf Mitte der 90er Jahre zu datieren.
Angeblich soll Israel die Möglichkeit gehabt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuesten Geheimdienstberichten zufolge soll der israelische Navigator [wikipop language="de" search="Ron Arad (Pilot)"]Ron Arad[/wikipop], der seit 1986 als entführt gilt, infolge eines natürlichen Todes verstorben sein. Die <a href="http://www.naharnet.com/domino/tn/ArabicNewsDesk.nsf/story/F4873C93E718975DC22576290038BBD9?OpenDocument" target="_blank">Geheimdienstquellen</a> wollen wissen, dass er sich mindestens neun Jahre lang in Gefangenschaft befand, der Todeszeitpunkt wäre also auf Mitte der 90er Jahre zu datieren.</p>
<p>Angeblich soll Israel die Möglichkeit gehabt haben, Ron Arad im Austausch gegen libanesische Gefangene freizubekommen, was jedoch von dem damaligen Verteidigungsminister Yitzhak Rabin abgelehnt wurde, nachdem Kritik an einem ähnlichen Deal lautgeworden war, der eine grosse Zahl von palästinensischen Gefangenen umfasste. Arad soll nach seiner Entführung zunächst in den Iran verschleppt, wo er in einem geheimen Teheraner Gefängnis eingekerkert wurde, später aber wieder in den Libanon zurückverbracht worden sein.</p>
<p>Die Hisbollah selbst soll sich über Jahre hinweg bemüht haben, das Grab Ron Arads zu finden, jedoch vergeblich. Wie es heisst, geschah es nicht in trügerischer Absicht, als die Hisbollah 1995 die Ron Arad zugeschriebenen Knochen an Israel übermittelte, da diese angeblich guten Glaubens in der Nähe des mutmasslichen Grabes gefunden worden waren.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Herbst der Revolutionäre</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 21:25:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Wahlen im Libanon, schreibt Mideast Transparent, sind eine Niederlage für die Revolutionäre in Beirut, Teheran und Damaskus, [wikipop]Aoun[/wikipop] und die mit ihm verbündete Hisbollah die grossen Verlierer – &#8220;die Zedernrevolution lebt&#8221; und &#8220;Glückwunsch der Demokratie&#8221;, der &#8220;zweiten im Vorderen Orient&#8221; heisst es enthusiastisch!
Muhammad Raad, Hisbollahmann und Parlamentsabgeordneter, der schon 2006 verkündet hatte, dass die Hisbollah [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlen im Libanon, <a href="http://www.metransparent.com/spip.php?page=article&amp;id_article=7097&amp;lang=ar" target="_blank">schreibt</a> Mideast Transparent, sind eine Niederlage für die Revolutionäre in Beirut, Teheran und Damaskus, [wikipop]Aoun[/wikipop] und die mit ihm verbündete Hisbollah die <a href="http://www.metransparent.com/spip.php?page=article&amp;id_article=7108&amp;lang=ar" target="_blank">grossen Verlierer</a> – &#8220;die Zedernrevolution lebt&#8221; und &#8220;Glückwunsch der Demokratie&#8221;, der &#8220;zweiten im Vorderen Orient&#8221; heisst es enthusiastisch!</p>
<p>Muhammad Raad, Hisbollahmann und Parlamentsabgeordneter, der schon 2006 <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/243/hisbollah-bleibt-militant/" target="_blank">verkündet hatte</a>, dass die Hisbollah ihre Waffen selbst dann nicht niederlegen werde, wenn Israel sich von den [wikipop]Shebaa[/wikipop]-Farmen komplett zurückziehen sollte, weiss allerdings auch in dieser Stunde wieder, was er an seinen Waffen hat. </p>
<p>Gegenüber Middle East Online <a href="http://www.middle-east-online.com/?id=78737" target="_blank">erklärt</a> der Hisbollahmann, dass es &#8220;grundlegende Prinzipien&#8221; gebe, die nicht aufgegeben werden können. Dazu gehöre, dass die Hisbollah ausserhalb jeder Untersuchung stehe und dass die Waffen notwendig seien, um gegen den &#8220;zionistischen Feind&#8221; vorzugehen.</p>
<p>Sich dieser Erpressung zu beugen, sei die Voraussetzung zur Entschärfung der Krise. Die <a href="http://yalibnan.com/site/archives/2009/06/march_14_coalit.php" target="_blank">ausgestreckte Hand</a> [wikipop]Saad Hariri[/wikipop]s beantwortet die Hisbollah mit einem Schlag ins Gesicht.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Arabischer Realist und westliche Wunschdenker</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 18:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[Jüngst riefen amerikanischer Akademiker und Politikberater unterschiedlicher Ausrichtung Präsident Obama in einem offenen Brief auf, die Demokratisierung des Mittleren Ostens zu forcieren, auch wenn davon zunächst Islamisten profitieren. bereist zuvor hatte die britische Regierung ihre Absicht bekundet, mit dem politischen Arm der Hisbollah Dialog zu führen. Nicht wenige säkulare arabische Publizisten üben heftige Kritik an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jüngst riefen amerikanischer Akademiker und Politikberater unterschiedlicher Ausrichtung Präsident Obama in einem <a href="http://islam-democracy.org/documents/pdf/Letter_to_Pres_Obama_about_Democracy_-_3-5-09.pdf">offenen Brief</a> auf, die Demokratisierung des Mittleren Ostens zu forcieren, auch wenn davon zunächst Islamisten profitieren. bereist zuvor hatte die britische Regierung <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/mar/05/uk-set-for-hezbollah-talks">ihre Absicht bekundet</a>, mit dem politischen Arm der Hisbollah Dialog zu führen. Nicht wenige säkulare arabische Publizisten üben <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2009/03/11/demokratie-auch-dann-unterstutzen-wenn-sie-islamisten-an-die-macht-bringt_2138/trackback">heftige Kritik</a> an solchen Vorstößen. Ins gleiche Horn <a href="http://www.asharqalawsat.com/english/news.asp?section=2&#038;id=16077">stößt</a> jetzt Tariq Alhomayed von &#8220;Asharq Alawsat&#8221;:</p>
<blockquote><p>Following increasing debate in America over the need to reach out to Taliban “moderates” and the idea that we must learn how to coexist with radical Islamists, as well as the announcement that Britain would re-establish contact with the “political” wing of Hezbollah, all we are waiting for now is to hear about openness towards the Al Qaeda organization. </p></blockquote>
<p>Den Grund für die Dialogseligkeit erkennt er in falschen Schlüssen aus der jüngsten Entwicklung im Irak:</p>
<blockquote><p>Nevertheless, one must state here that it seems that the successful experience that America has had with the tribal councils or the Sahwa forces in Iraq is what strengthened the concept of openness but in the wrong way. These tribes [in Iraq] did not take up arms because of their belief in a certain ideology or in the interest of a foreign party. These tribes took up arms in Iraq because they believed that they had lost their gains with the fall of the former regime so they allied with “the devil” i.e. Al Qaeda for the sake of their own interests. When they were finally convinced that Al Qaeda’s approach was not productive and actually threatened their interests, influence and stability, they chose to follow another path. </p></blockquote>
<p>_______________<br />
Nachtrag.</p>
<p><a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=1549">Ähnlich</a> im WADI-Blog:</p>
<blockquote><p>Nun ist zweifelsfrei richtig, dass es auch unter radikalen Islmamisten genügend Menschen gibt, die, wenn die Situation entsprechend ist, sich von diesem Irrsinn trennen. Das ist aber wahrscheinlicher und für die betreffenden einfacher, wenn ihre Bewegung geschwächt ist. Ich kenne genug Ex-Islamisten (einige arbeiten sogar in Projekten von Wadi), Leute, die einem noch ohne mit der Wimper zu zucken vor 8 Jahren die Kehle durchgeschnitten hätten &#8211; und nun äußerst umgängliche und engagierte Menschen sind und sich fragen, was sie damals in die Arme von Organisation wie Ansar al-Islam getrieben hat.</p>
<p>Sie alle stimmen in einem zu: wäre die Herrschaft dieser Truppe in den kurdischen Bergen um Halabja nicht gewaltsam von der US-Army und den kurdischen Parteien im Jahre 2003 gebrochen worden, sie wären noch heute Anhänger von Al-Qaida.</p>
<p>Erst die damalige Niederalage ermöglichte es ihnen, sich aus den Fängen des Djihadismus zu befreien.</p>
<p>In Pakistan dagegen befinden sich die Taliban im Aufwind, die Regierung wackelt und die USA suchen nach “gemäßigten Taliban”. In einer solchen Atmosphäre trennt sich niemand von seinen Kampfgenossen.</p></blockquote>
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		<title>Gazaberichte und Leserinteresse in der Türkei</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 16:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast alle türkischen Zeitungen überbieten sich momentan mit anti-israelischer Propaganda. Um in Erfahrung zu bringen, ob ihre Leser das Thema wirklich für so vorranging halten, habe ich, wo dies möglich ist, einmal die Liste der meistgelesenen Artikel durchgecheckt.

Taraf (linksliberal): kein Artikel unter den ersten zehn
Sabah (Wirtschaft und Klatsch, regierungsnah): dito
Cumhuriyet (dogmatisch kemalistisch): keiner unter den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast alle türkischen Zeitungen überbieten sich momentan mit anti-israelischer Propaganda. Um in Erfahrung zu bringen, ob ihre Leser das Thema wirklich für so vorranging halten, habe ich, wo dies möglich ist, einmal die Liste der meistgelesenen Artikel durchgecheckt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.taraf.com.tr/haberler.asp?taraf=okunanlar">Taraf</a> (linksliberal): kein Artikel unter den ersten zehn</li>
<li>Sabah (Wirtschaft und Klatsch, regierungsnah): dito</li>
<li>Cumhuriyet (dogmatisch kemalistisch): keiner unter den ersten fünf</li>
<li>Zaman (&#8221;moderat&#8221; religiös, Fethullah Gülen): ein anti-israelischer Kommentar auf fünf, ein Bericht über den Raketenbeschuss aus Libanon auf sieben</li>
<li>Yeni Şafak (regierungsnah): Raketenangriff aus dem Libanon fünf, die angebliche Ausladung von Livni aus Ankara sieben, ein Interview mit einem antizionistischen jüdischen Autor aus Istanbul neun, ein &#8220;al-Manār&#8221;-Bericht über einen israelischen Rakentenangriff auf den Libanon zehn. Das Interview mit Roni Margulies ist allerdings der am meisten verschickte Artikel.</li>
<li>Milli Gazete (Parteizeitung der islamistischen Saadet Partisi): alle zehn, vor allem Berichte über die eigene Demonstration in Istanbul</li>
</ul>
<p>Die Ergebnisse mag verzerren, dass gestern bei einer Razzia mehrere Personen festgenommen wurden, die an der <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=me&#038;dig=2008%2F07%2F28%2Fa0118&#038;cHash=ee90234386&#038;type=98">Ergenekon-Verschwörung</a> beteiligt sein sollen. Besonders groß ist das Interesse nur bei zwei dezidiert islamischen Zeitungen. Die &#8220;Milli Gazete&#8221; möchte vor allem Erdoğan als Lakai des Westens entlarven. Die Resonanz anti-israelischer Propaganda in &#8220;Yeni Şafak&#8221; zeigt aber, dass jener offenkundig Probleme damit hat, seine außenpolitischen Ambitionen als Nahostmakler seiner Kernanhängerschaft zu vermitteln. Dies dürfte der Grund dafür sein, dass er in der Türkei <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1230733177704&#038;pagename=JPost%2FJPArticle%2FPrinter">einen scharfen Ton anschlägt</a>, von dem er wohl hofft, dass er in Israel und den USA nicht wahrgenommen wird. Bei &#8220;Sabah&#8221; spielt Gaza in der Berichterstattung eine eher geringe Rolle, aber auch die Leser von &#8220;Zaman&#8221;, &#8220;Cumhuriyet&#8221; und &#8220;Taraf&#8221;, wo das Thema in den Kommentarspalten vorrangig und einseitig behandelt wird, scheinen andere Dinge weit mehr zu interessieren.</p>
<p>Technische Anmerkung: Nur bei &#8220;Taraf&#8221; lässt sich die Liste als eigene Seite aufrufen.</p>
<p>_____________________</p>
<p>Nachtrag 9.1.2009</p>
<p>Die Tendenz von gestern hat sich heute bestätigt. Bei &#8220;Radikal&#8221; hatte ich gestern übersehen, dass dort ebenfalls die fünf meistgelesenen Artikel genannt werden. Darunter ist keiner zum Thema Gaza.</p>
<p>Eine Meinungsumfrage, die &#8220;Milliyet&#8221; heute <a href="http://www.milliyet.com.tr/Siyaset/SonDakika.aspx?aType=SonDakika&#038;Kategori=siyaset&#038;KategoriID=&#038;ArticleID=1044882&#038;Date=09.01.2009&#038;b=AKP,%20Istanbulda%20oylarini%20SP%20ve%20CHPye%20kaptirdi&#038;ver=66">veröffentlicht</a> hat, spricht für meine Mutmaßung hinsichtlich der Gründe für Erdoğans Verbalattacken. Bei den anstehenden Kommunalwahlen in İstanbul drohen der AKP empfindliche Verluste, nicht zuletzt weil die islamistische Saadet Partisi wieder zu erstarken scheint.</p>
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		<title>Libanon: Gemeinsam gegen die Hisbollah</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2008 21:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Hisbollah]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Für einen friedlichen, zivilen Widerstand zum Schutze des Libanon&#8221;, so lautet der öffentliche Aufruf libanesischer Intellektueller, Journalisten und Aktivisten der Zivilgesellschaft vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse um die Hisbollah.
Darin heisst es unumwunden, dass ein Verbleib der Waffen bei Nasrallahs Milizen das Ende des Libanon bedeutet und dass der Präsident nur solange Präsident ist, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Für einen friedlichen, zivilen Widerstand zum Schutze des Libanon&#8221;, so lautet der öffentliche Aufruf libanesischer Intellektueller, Journalisten und Aktivisten der Zivilgesellschaft vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse um die Hisbollah.</p>
<p>Darin heisst es unumwunden, dass ein Verbleib der Waffen bei Nasrallahs Milizen das Ende des Libanon bedeutet und dass der Präsident nur solange Präsident ist, wie er auch Waffengewalt des Landes innehat. Darum sind auch Wahlen nur dann frei, wenn nicht die eine Partei unter Zuhilfenahme von Waffen Terror gegen andere Parteien auszuüben in der Lage ist.</p>
<p>Explizit wird festgesstellt, dass eine armierte Hisbollah die innerislamische Spaltung (fitna islamiyya-islamiyya) vorantreibt. Die Unterzeichnenden rufen daher &#8220;alle Libanesen im In- und Ausland&#8221; dazu auf, Verantwortung für sich und ihr Land zu tragen und &#8220;einen friedlichen, zivilen Widerstand gegenüber der Revolte der Hisbollah&#8221; in Gang zu setzen, um das Land, seine Gesellschaft und das Staatswesen zu schützen.</p>
<p>Der in arabischen Gesellschaften übliche Weg, einen Konflikt durch Interessenharmonisierung beizulegen, wird hier gerade nicht beschritten, sondern die Hisbollah ausdrücklich als Risikofaktor für den Fortbestand des Landes genannt, an deren Entwaffnung kein Weg vorbei führt. Hier ist sie, die vom Westen so oft erwünschte Zivilgesellschaft. Und die Liste der Unterzeichner <a href="http://middleeasttransparent.com/article.php3?id_article=3878" target="_blank">ist beeindruckend lang</a>.</p>
<p>&#8212;<br />
Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2145/minbar-alhiwar/">Ja zur Freiheit des Wortes – auch in Saudi-Arabien</a>, 31. März 2008,</li>
<li><a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1330/ehrenmorde-syrien-kampagne/">Ehrenmorde in dörflichen Gemeinschaften Syriens</a>, 15. Januar 2007.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Ahmadi-Nejad: Israel ist wie eine tote Ratte</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 17:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Antizionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hisbollah]]></category>

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		<description><![CDATA[Glückwunsche zu Israels Sechzigstem auch aus Teheran: Der Nachrichtenagentur AFP zufolge bezeichnete Ahmadi-Nejad in seiner Grussbotschaft den jüdischen Staat als &#8220;verwesende Leiche und tote Ratte&#8221;, der ausserdem &#8220;dem Untergang geweiht&#8221; sei. Im Krieg der Hisbollah gegen Israel 2006 habe das libanesische Volk Israel eine Niederlage bereitet, sodass dieses nun &#8220;wie eine tote Ratte&#8221; beginnen werde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glückwunsche zu Israels Sechzigstem auch aus Teheran: Der Nachrichtenagentur AFP zufolge <a href="http://www.iranpressnews.com/source/039988.htm" target="_blank">bezeichnete Ahmadi-Nejad</a> in seiner Grussbotschaft den jüdischen Staat als &#8220;verwesende Leiche und tote Ratte&#8221;, der ausserdem &#8220;dem Untergang geweiht&#8221; sei. Im Krieg der Hisbollah gegen Israel 2006 habe das libanesische Volk Israel eine Niederlage bereitet, sodass dieses nun &#8220;wie eine tote Ratte&#8221; beginnen werde, zu verwesen.</p>
<p>Na, wenn das mal nichts weiter als eine konstruktive Kritik an der israelischen Besatung war. <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/483/cole-vs-hitchens/" target="_blank">Professor Cole</a>, übernehmen Sie!</p>
<p>+++Nachtrag 22:40 Uhr+++</p>
<p>Falls wieder einmal jemand meint, besser Persisch zu können als die Mullahs: Die iranische Nachrichtenagentur IRNA <a href="http://www2.irna.com/en/news/view/menu-234/0805083448175250.htm" target="_blank">bestätigt</a> in ihrer englischen Onlineausgabe die Äusserungen Ahmadi-Nejads:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Addressing Majlis representatives, he said (…) the usurper and fabricated regime is moving towards annihilation.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(…) after the Lebanese nation slapped it in the face, they are like dead rats.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(…) &#8220;If some think that they can make any change in the global calculations, they are in mistaken because nations around the world will bury them ,&#8221; concluded President Ahmadinejad.</p>
<p>+++Nachtrag 23:10 Uhr+++</p>
<p>Ein trefflicher Kommentar von Michael Rubin findet sich <a href="http://corner.nationalreview.com/post/?q=ODc4ODFkOGJmY2M4MzE0NGFlN2E4NWM1NmNjMWMzNzQ=" target="_blank">hier</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Of course, University of Michigan professor Juan Cole will translate this tomorrow as &#8220;Israel will produce excellent top soil and is on its way to rebirth.&#8221;</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Persepolis im Zedernstaat</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2141/persepolis-im-zedernstaat/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 22:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hisbollah]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verfilmung von Marjan Satrapis Comic-Novelle Persepolis, in der die Autorin ihre Kindheit im Iran autobiographisch verarbeitet, darf im Libanon nicht aufgeführt werden. Die persischsprachige Webseite djar.eu will wissen, dass das Verbot auf Druck der Hisbollah, die bekanntlich am verlängerten Arm der Mullahs operiert, durchgesetzt wurde. Von seiten des libanesischen Kultusministeriums dagegen wird verlautbart, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verfilmung von Marjan Satrapis Comic-Novelle <em>Persepolis</em>, in der die Autorin ihre Kindheit im Iran autobiographisch verarbeitet, darf im Libanon nicht aufgeführt werden. Die persischsprachige Webseite djar.eu will wissen, dass das Verbot auf Druck der Hisbollah, die bekanntlich am verlängerten Arm der Mullahs operiert, <a href="http://djar.eu/content/view/1030/9/">durchgesetzt wurde</a>. Von seiten des libanesischen Kultusministeriums dagegen <a href="http://syriatruth.org/Al-Hakikah/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=3148">wird verlautbart</a>, dass der Film weder antiiranisch noch antiislamisch sei, und ein Verbot rechtlich nur dann begründet werden könne, wenn ein Aufflammen konfessioneller Unruhen zu befürchten sei, ethische Wertvorstellungen tangiert, der Staat verunglimpft oder dem zionstischen Feind in die Hände gespielt werde. Die wahren Gründe für das Aufführverbot kennt auch der libanesische Kultusminister Tariq Matari nicht. Er selbst verurteilt die Zensur als unbegründet.</p>
<p>Eine regierungsnahe anoyme Quelle hingegen <a href="http://www.alhayat.com/culture/03-2008/Item-20080326-ecaab984-c0a8-10ed-017c-4324383d0ad5/story.html">behauptet</a>, dass das Verbot auf Geheiss des Generaldirektors für öffentliche Sicherheit, General Wafiq Jazini, ausgesprochen wurde, der der Hisbollah nahestehen soll. Dieser jedoch dementiert und behauptet, dass die Zensur keine Sache einer einzelnen Person sei. Demnach soll es Klagen verschiedener Religionsvertreter über den Film gegeben haben und vor allem in den Reihen der schiitischen Gemeinschaft war gewalttätiges Potential vermutet worden. Die “Sozialistische Fortschrittspartei” rief mittlerweile dazu auf, sich nicht jedem “Gesinnungsterror” zu beugen und forderte die sofortige Freigabe des Films.</p>
<p>Derweil klagt der libanesische Vertreiber des Films, Bassam Eid, dass die Zensur ihm das Geschäft kaputtmache. Tatsächlich könne man die Verbreitung des Films gar nicht verhindern: Er selbst habe im palästinensischen Flüchtlingslager Sabra Raubkopien des Films für zwei Dollar pro Stück erstanden.</p>
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