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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Iran</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Doppelnull als Agent</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 21:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Shahram Amiri]]></category>

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		<description><![CDATA[So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige Ungereimtheiten gibt. Als Forscher an der Malek-e Ashtar-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.
Nun behauptet nämlich Amir Farshad Ebrahimi, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige <a href="http://www.csmonitor.com/USA/2010/0718/Shahram-Amiri-Iran-defector-story-just-keeps-getting-stranger" target="_blank">Ungereimtheiten</a> gibt. Als Forscher an der <em>Malek-e Ashtar</em>-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.</p>
<p>Nun <a href="http://www.rferl.org/content/Interview_Amiri_Was_Not_Who_He_Pretended_He_Was/2104180.html" target="_blank">behauptet</a> nämlich Amir Farshad Ebrahimi, ein iranischer Journalist, ehemaliges Mitglied der  Basij und Gründungsmitglied der radikalislamischen Ansar-e  Hizbullah, dass Amiri ihn, kurz nachdem dieser nach eigenen Angaben Opfer einer amerikanisch-saudischen Entführungsaktion geworden war, kontaktiert habe, um in den Westen überzulaufen.</p>
<p>In seinem Laptop habe Amiri geheimdienstlich relevante Informationen in einem Umfang von mehr als 500 GB bei sich gehabt. Das ominöse, angeblich dem US-State Department unterstehende Nejat-Komitee, das iranischen Überläufern in den Westen verhilft und dessen einziges iranischen Mitglied Ebrahimi sein will, kam dagegen angeblich zu dem Schluss, dass Amiris Informationen wertlos waren, so Ebrahimi:</p>
<blockquote><p>It is possible that he betrayed our confidence and pretended he was a  dissident to make it to the U.S. But at the same time, if he really was  an Iranian agent he could have stayed in the U.S. longer and provided  the U.S. with false information.</p>
<p>But from what I know the  information he had was not wrong, it was just very basic. It was the  kind of information anyone can access. The intelligence official I met  in Bangkok said that they used lie detectors on him and he made  contradictory statements and lied. If he had been an Iranian agent he  would have been better [prepared].</p>
<p>(&#8230;) The Islamic republic knows very well that Amiri was neither an  intelligence agent nor a nuclear scientist, and that there was no  kidnapping (as claimed by Iran and Amiri).</p></blockquote>
<p>Das Teheraner Regime feiert ihn als Helden.</p>
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		<title>Kantische Überlegungen in Teheran</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 00:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Teheran bereitet sich auf eine hübsche kleine Groteske vor: Die Ausrichtung des diesjährigen Welttags der Philosophie. Das freilich passt wie die Faust aufs Auge.
Der Philosoph Otfried Höffe, der gerne einige &#8220;kantische Überlegungen zum Verhältnis von Philosophie und Offenbarung&#8221; zum besten gegeben hätte, hat es sich nach reiflicher Überlegung anders überlegt. Für seine Absage hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Teheran bereitet sich auf eine hübsche kleine Groteske vor: Die Ausrichtung des diesjährigen Welttags der Philosophie. Das freilich passt wie die Faust aufs Auge.</p>
<p>Der Philosoph Otfried Höffe, der gerne einige &#8220;kantische Überlegungen zum Verhältnis von Philosophie und Offenbarung&#8221; zum besten gegeben hätte, hat es sich nach reiflicher Überlegung anders überlegt. Für seine Absage hat er <a href="http://www.faz.net/p/Rub013457531D514A289550C982F21BCDBF/Dx1~E940E1D87EE287C72F67E3C1733907B7D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">gute Gründe</a>:</p>
<blockquote><p>Ihr Kern besteht in der enttäuschenden Nachricht, nicht Gholamreza Aavani, sondern Haddad Adel sei der Leiter (&#8221;chief&#8221;) der Veranstaltung geworden, direkt von Präsident Ahmadineschad ernannt. (&#8230;) Adel ist aber nicht bloß akademischer Philosoph, sondern in die Machenschaften der politischen Führung so intim verstrickt, dass man die seit Ahmadineschads Präsidentschaft veränderte Lage nicht in den Hintergrund schieben darf. Noch vor wenigen Wochen hat Adel Dissidenten eine Wiederholung von &#8220;<a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8479/hochdosierter-luegencocktail/" target="_blank">Kahrisah</a>&#8221; angedroht, also Einsperrungen Dutzender Personen in einen Container, systematisches Vergewaltigen von Jugendlichen und erwachsenen Männern und das Verbrennen der Leichen von Folter-Opfern.</p></blockquote>
<p>Dass der &#8220;Weltphilosophietag als Propagandaveranstaltung des Staatspräsidenten missbraucht&#8221; werde, hätte dem Philosophen ohnehin klar sein müssen. Dass er abgesagt hat, zeugt dennoch von philosophischer Klugheit. Dem kantischen Projekt einer &#8220;fortschreitenden Vertiefung des Freiheitsgedankens&#8221; (Cassirer) ist so sicherlich am besten gedient.</p>
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		<title>Gleichgültigkeit und Empörung</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9946/gleichgueltigkeit-empoerung/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 18:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ophir Falk
In seiner Millenniumsrede im Weißen Haus vor zehn Jahren erzählte Nobelpreisträger Elie Wiesel einer erlesenen Zuhörerschaft, dass die Schrecken des 20. Jahrhunderts  möglich wurden, da sich die Welt gegenüber dem Leiden der Unterdrückten in Kambodscha und Nigeria, Indien und Pakistan, Eritrea und Äthiopien sowie, freilich auf einer anderen Ebene, in Auschwitz und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Ophir Falk</em></p>
<p>In seiner Millenniumsrede im Weißen Haus vor zehn Jahren erzählte Nobelpreisträger Elie Wiesel einer erlesenen Zuhörerschaft, dass die Schrecken des 20. Jahrhunderts  möglich wurden, da sich die Welt gegenüber dem Leiden der Unterdrückten in Kambodscha und Nigeria, Indien und Pakistan, Eritrea und Äthiopien sowie, freilich auf einer anderen Ebene, in Auschwitz und Treblinka gleichgültig verhielt. Mord wurde durch Gleichgültigkeit erleichtert.</p>
<p>Gleichgültigkeit, erklärte er, kann „einladend und sogar verführerisch“ sein, muss aber aus der menschlichen Natur entwurzelt werden. Wiesel konnte nicht verstehen, warum Präsident Roosevelt, der ein „guter Mann mit einem guten Herz“ gewesen sei, es unterließ, die „Bahnlinien nach Birkenau, nur die Bahnlinien, nur einmal“ zu bombardieren. Der Preis der Gleichgültigkeit war schwindelerregend.</p>
<p>Heute verhält sich die Welt gleichgültig gegenüber den Grausamkeiten in Darfur, der Tyrannei und der Folterung von Dissidenten in Teheran, dem Hunger und Aids in Afrika und der Missachtung der Menschenrechte von Frauen in den meisten Teilen der islamischen Welt.</p>
<p>Nicht mehr gleichgültig steht die Welt jedoch den Juden gegenüber – sie ist empört über sie! Sie ist empört, dass die Juden es wagen, sich selbst zu verteidigen. Sie war empört, als Begin 1981 Saddams Reaktor bombardierte. Nun ist sie empört, dass Israel, dieser lästige Rabauke im Nahen Osten (oder „<a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/06/03/AR2010060304287.html" target="_blank">diese verdrießlichen Juden</a>“, wie Krauthammer in der Washington Post schreibt), es gewagt hat, neun radikale Islamisten an Bord eines Schiffes von Bösewichten auf dem Weg nach Gaza zu töten.</p>
<p>Sie sind wieder empört, genauso wie als Israel in Notwehr handelte, nachdem zwischen 2005 und 2008 mehr als 8000 Raketen aus Gaza auf seine Bürger abgefeuert worden waren. Die Empörung hat den in Genf ansässigen UN-Menschenrechtsrat, zusammengesetzt aus Leuchten der Menschenrechte wie Pakistan, Kuba und Saudi-Arabien,  dazu verleitet, abermals eine „unabhängige internationale Untersuchungskommission“ zu fordern.</p>
<p>Die Presse ist wieder mal aus der Rolle gefallen. Unter himmelschreiender Geringschätzung der Fakten berichtete der Economist, Israel greife „zu bereitwillig zur Gewalt“ und brachte ein Bild von Binyamin Netanyahu hinter einem Stacheldraht auf seinem Cover. Ein Leitartikel der New York Times behauptete in derselben Woche: „Die Türkei ist verständlicherweise zornig über Israels desaströsen Angriff auf das türkische Hilfsschiff.“ Und die Nachrichtenagentur Reuters, die Heimat unehrlicher Journalisten, wurde dabei erwischt, wie sie ein Foto bearbeitete, das einen messerschwingenden „Friedensaktivisten“ belastete, und es durch das Bild eines Passagiers zu ersetzte, der einem verwundeten israelischen Soldaten Hilfe leistete.</p>
<p>Doppelte Standards werden auch von Israels engsten Verbündeten angelegt. US-Präsident Obama besteht darauf, dass Israel eine Untersuchung seiner Aktionen gestatten solle, hat jedoch jede Form von Kritik oder Untersuchung seiner gezielten Tötungen zurückgewiesen – der Drohnenkriegspolitik, die seit seiner Amtsübernahme zum direkten Tod Hunderter von Zivilisten in Pakistan und Afghanistan geführt hat.</p>
<p>Sei es Gleichgültigkeit oder Empörung – eines ist klar. Wenn es um die vitalen  Sicherheitsinteressen geht, kann Israel nur auf sich selbst zählen. Ein einschlägiger Fall ist ein atomarer Iran. In diesem Kontext könnte Präsident Obama letztlich als ein „guter Mann mit einem guten Herzen“ erinnert werden, und seine Bemühungen zur Verhängung wichtiger, aber nicht undurchsetzbarer Sanktionen gegen Ahmadinejads Regime könnten das bestätigen. Diese sind jedoch keine „lähmenden Sanktionen“, wie sie nötig oder versprochen waren, und es ist noch immer ein Mysterium, ob er einen atomaren Iran als existentielle Bedrohung für irgendjemanden betrachtet, außer vielleicht für Israel.</p>
<p>Ein angenehmes Setting für seine Gleichgültigkeit. Er wird diese Anlagen nicht bombardieren, noch nicht einmal eine von ihnen.</p>
<p>Israels Sicherheit liegt in seinen eigenen Händen. Daher wird – womöglich mehr denn je zuvor – Netanyahus übergreifende Mission in der Sicherstellung bestehen, dass das Schicksal von Israels sechs Millionen Juden sich von dem derjenigen unterscheiden wird, die in den finstersten Tagen der Menschheit in Europa lebten. Wir alle sollten gegenüber der heuchlerischen Empörung über Israels angemessene Aktionen gleichgültig bleiben.</p>
<p><em>(Yedioth Ahronot, 16.06.10. Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</em></p>
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		<title>&#8220;Das Regime geht unter&#8221;</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9900/das-regime-geht-unter/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 16:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Pasdaran]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Grüne Bewegung im Iran ist noch nicht längst nicht am Ende, im Gegenteil. Der Staatsapparat ist sich durchaus bewusst, dass er wenig Rückhalt in der Bevölkerung hat. Und daher gibt es mittlerweile sogar unter den Stützen des Regimes immer wieder Überläufer, die nicht auf der falschen Seite der Geschichte stehen wollen.
Ausgerechnet der britische &#8220;Guardian&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grüne Bewegung im Iran ist noch nicht längst nicht am Ende, im Gegenteil. Der Staatsapparat ist sich durchaus <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2414/doayi-basidj/" target="_self">bewusst</a>, dass er wenig Rückhalt in der Bevölkerung hat. Und daher gibt es mittlerweile sogar unter den Stützen des Regimes immer wieder Überläufer, die nicht auf der falschen Seite der Geschichte stehen wollen.</p>
<p>Ausgerechnet der britische &#8220;Guardian&#8221; hat dazu einen überaus sehenswerten <a href="http://www.guardian.co.uk/world/video/2010/jun/11/iran-revolutionary-guard-defectors" target="_blank">Film</a> produziert. Darin berichten abtrünnige Pasdaran auch von den Folterungen der Islamischen Republik, deren Zeuge sie wurden. Einer von ihnen kommt zu dem Schluss: &#8220;Gott existiert nicht im Iran.&#8221; Ein anderer weiss: Ein Drittel der Revolutionswächter ist gegen das Regime. Unbedingt ansehen!</p>
<p>Derweil <a href="http://www.faz.net/p/Rub867F03D44419425ABE6DCC0E9D5A8505/Dx1~E20F849F541DD12312DF564B255741155~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">berichtet</a> die FAZ vom Schicksal des iranischen Oud-Spielers <span>Arman Sigarchi, der sich urplötzlich als politischer Exilant in Deutschland sah, nachdem das Haus seiner Familie im Iran einer politischen Razzia zum Opfer fiel. Sein eigenes Vergehen bestand darin, die Ereignisse im Zuge des Wahlbetrugs gefilmt zu haben:<br />
</span></p>
<blockquote><p><span>Sigarchi filmte von Anfang an. Die  Regierung schoss in die Menge, schon am ersten Tag seien acht Menschen  erschossen worden, sagt Sigarchi. Bei der Erinnerung an diese Bilder  graust es ihm noch heute. Er hat nicht gerne gefilmt, die Gewalt  schockierte ihn. &#8220;Erst haben wir gerufen: Wo ist meine Stimme? Dann  haben sie geschossen. Da haben wir gerufen: Tod dem Diktator. Und  nachdem Ayatollah Chamenei sich hinter den Diktator gestellt hatte,  haben wir gerufen: Tod dem Ayatollah Chamenei.&#8221; Sie hätten am Ende einen  kompletten Umsturz gewollt, meint Sigarchi.<br />
</span></p></blockquote>
<p><span>Er trägt sein Schicksal mit Fassung. &#8220;Ich bin ja nicht der Erste, und ich werde nicht der Letzte  sein.&#8221; Er wird freilich auch nicht der letzte sein, dessen Worte bei einem Teil westlicher Iranversteher ungehört verhallen.<br />
</span></p>
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		<title>Gaza und das Schweigen aus Teheran</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9830/gaza-schweigen-teheran/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 19:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Khamenei]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich müssten die Ereignisse um die Gaza-Flotille ein gefundenes Fressen sein. Doch die iranische Propagandamaschine hält sich zurück. Warum wohl?
Khamenei weiss, dass er im eigenen Land nur wenige Gefolgsleute hat. Demonstrationen, selbst wenn sie vom Regime organisiert und choreographiert werden, könnten daher leicht eine unliebsame Wendung nehmen.
Mittlerweile droht Khamenei schon seinen staatstragenden Widersachern Musawi und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich müssten die Ereignisse um die Gaza-Flotille ein gefundenes Fressen sein. Doch die iranische Propagandamaschine hält sich zurück. Warum wohl?</p>
<p>Khamenei weiss, dass er im eigenen Land nur wenige Gefolgsleute hat. Demonstrationen, selbst wenn sie vom Regime organisiert und choreographiert werden, könnten daher leicht eine unliebsame <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/jun/03/iran-gaza-flotilla-turkey" target="_blank">Wendung</a> nehmen.</p>
<p>Mittlerweile <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5siJip6I4SU" target="_blank">droht</a> Khamenei schon seinen staatstragenden Widersachern Musawi und Karrubi mit dem Tod.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Alles andere als gemässigt</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9497/alles-andere-als-gemaessigt/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Ahmadinejads Vertrauter Esfandiar Rahim Mashai in der Vergangenheit durch gemässigte Äusserungen gegenüber Israel aufgefallen sein soll, gehört zu den Mythen, die wohl nicht totzukriegen sind.
Tatsächlich hatte Mashai der Existenz Israels jegliche Legitimation abgesprochen, da es seiner Meinung nach dem Gebiet und der Bevölkerung  Palästinas nur übergestülpt (tahmil shode ast) sei. Auch wenn Mashai [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Ahmadinejads Vertrauter Esfandiar Rahim Mashai in der Vergangenheit durch <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2010/05/10/achmadinedschads-stabschef-der-westen-lugt_3753" target="_blank">gemässigte Äusserungen</a> gegenüber Israel aufgefallen sein soll, gehört zu den Mythen, die wohl nicht totzukriegen sind.</p>
<p>Tatsächlich hatte Mashai der Existenz Israels <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2314/az-arseye-giti/" target="_blank">jegliche Legitimation abgesprochen</a>, da es seiner Meinung nach dem Gebiet und der Bevölkerung  Palästinas nur übergestülpt (tahmil shode ast) sei. Auch wenn Mashai schon damals einen möglichen Angriff des Iran auf Israel ausschloss, so ist Israel für ihn dennoch nicht mehr als eine Krebsgeschwulst (ghodde-ye sartani). Und was man mit Krebsgeschwulsten macht, braucht wohl nicht erläutert zu werden.</p>
<p>Gewiss, vielleicht ist das alles nur heisse Luft und nicht notwendigerweise als Omen eines bevorstehenden Angriffs auf Israel zu verstehen. Aber: Gemässigt ist etwas anderes.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Moschee in Kopenhagen II</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9387/moschee-in-kopenhagen-ii/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 18:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime im Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Schia]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Stadtrat von Kopenhagen hat letzte Woche den Bau der ersten Großmoschee in Dänemark genehmigt. Sozialdemokraten, Sozialisten, Linksradikale (Enhedslisten) und Linksbürgerliche (Radikale) stimmten dafür, Konservative und Dänische Volkspartei dagegen, die im Lande regierenden Liberalen (Venstre) enthielten sich. Allerdings enthielt sich auch ein Abgeordneter der Enhedslisten, ein iranischer Exilant. Kein Zufall, denn da der schiitischen Organisation, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Stadtrat von Kopenhagen hat letzte Woche den Bau der ersten Großmoschee in Dänemark <a href="http://www.berlingske.dk/koebenhavn/stort-flertal-omstridt-moske">genehmigt</a>. Sozialdemokraten, Sozialisten, Linksradikale (Enhedslisten) und Linksbürgerliche (Radikale) stimmten dafür, Konservative und Dänische Volkspartei dagegen, die im Lande regierenden Liberalen (Venstre) enthielten sich. Allerdings enthielt sich auch ein Abgeordneter der Enhedslisten, ein iranischer Exilant. Kein Zufall, denn da der schiitischen Organisation, die hinter dem Projekt steht, <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7399/moscheestreit-in-kopenhagen/">enge Verbindungen zu Iran nachgesagt werden</a>. Iranische Exilorganisationen haben daher Proteste gegen diesen Bau <a href="http://www.berlingske.dk/koebenhavn/demonstration-mod-stormoske-i-koebenhavn">angekündigt</a>.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Friedlich seit zweihundert Jahren</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 21:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[Neoirrationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[IRI-Lobbyismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Keine äußere Einmischung in Irans interne Angelegenheiten! Selbstbestimmung für das iranische Volk!&#8221; fordern Friedensfreunde in der &#8220;jungen Welt&#8221;. Um Selbstbestimmung kämpft die iranische Bevölkerung allerdings – vorenthalten wird sie ihr freilich nicht durch den Westen.
Aber das ist nicht der Punkt. Der Popanz einer angeblichen Kriegslüsternheit westlicher Staaten ist schon seit geraumer Zeit das letzte rhetorische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Keine äußere Einmischung in Irans interne Angelegenheiten! Selbstbestimmung für das iranische Volk!&#8221; <a href="http://www.jungewelt.de/2010/03-24/053.php" target="_blank">fordern</a> Friedensfreunde in der &#8220;jungen Welt&#8221;. Um Selbstbestimmung kämpft die iranische Bevölkerung allerdings – vorenthalten wird sie ihr freilich nicht durch den Westen.</p>
<p>Aber das ist nicht der Punkt. Der Popanz einer angeblichen Kriegslüsternheit westlicher Staaten ist schon seit geraumer Zeit das letzte rhetorische Mittel westlicher Antiimps und Ajatollah-Versteher, das vor allem eines bewirken soll: den Iran zum Opfer westlicher Aggression zu machen. Und bei der Gelegenheit auch noch den Unterschied zwischen Regierung und Bevölkerung zu verwischen.</p>
<p>Der Popanz wiederum besteht, wie sich das gehört, aus reinem Stroh. Einen Zusammenstoss mit der Wirklichkeit möchte man ihm nicht empfehlen. Da heisst es z.B.:</p>
<blockquote><p>Iran hat seit mehr als 200 Jahren keinen seiner Nachbarn angegriffen.</p></blockquote>
<p>Denn während anderswo Regierungs- oder gar Systemwechsel ganz gerne einen neuen politischen Kurs zur Folge haben, können wir uns im Falle des Iran beruhigt zurücklehnen. Die Islamische Revolution hat nichts zu bedeuten, aussenpolitische Prioritäten haben sich nicht etwa geändert. Eine Analyse so knallhart wie Pappe, selbst wenn die Behauptung von den zweihundert Jahren friedlicher Aussenpolitik zutreffend <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Persischer_Krieg_%281826%E2%80%931828%29" target="_blank">wäre</a>.</p>
<p>Nicht weiter der Rede wert sind daher auch die jüngsten <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9143/goettliches-versprechen/" target="_blank">Friedensappelle</a> Ahmadinejads, des neuen Gandhi, der von göttlichem Vertrauen in die gerechte Lösung des Nahostkonflikts nur so überfliesst, denn: “Die Vernichtung (<em>nabudi</em>) des verbrecherischen zionistischen  Pseudo-Regimes ist ein göttliches Versprechen.” (Ältere Äusserungen s. <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/dossiers/ahmadinejad-israel/" target="_blank">hier</a>.) Wie harmlos das alles ist, weiss auch ein anderer:</p>
<blockquote><p>Noch vor einigen Monaten stellte der Chef der internationalen Atomenergiebehörde, Mohammad El-Baradei, fest, daß &#8220;niemand in Iran Nuklearwaffen entwickelt. Teheran hat kein laufendes Nuklearwaffenprogramm (…)&#8221;</p></blockquote>
<p>Freilich hat die Behörde seit vier Monaten einen neuen Chef und der heisst Yukiya  Amano. Dessen Team gelangte am 18. Februar dieses Jahres zu einer Einschätzung, die man <a href="http://www.iaea.org/Publications/Documents/Board/2010/gov2010-10.pdf" target="_blank">hier</a> nachlesen kann und die El-Baradeis Äusserungen so passend erscheinen lassen wie ein Auftritt von Khamenei im Crazy Horse. Darin heisst es:</p>
<blockquote><p>48. Contrary to the relevant resolutions of the Board of Governors and the Security Council, Iran has continued with the operation of PFEP and FEP at Natanz, and the construction of a new enrichment plant at Fordow. Iran has also announced the intention to build ten new enrichment plants. Iran recently began feeding low enriched UF6 produced at FEP into one cascade of PFEP with the aim of enriching it up to 20% in U-235. The period of notice provided by Iran regarding related changes made to PFEP was insufficient for the Agency to adjust the existing safeguards procedures before Iran started to feed the material into PFEP. The Agency’s work to verify FFEP and to understand the original purpose of the facility and the chronology of its design and construction remain ongoing. Iran is not providing access to information such as the original design documentation for FFEP or access to companies involved in the design and construction of the plant.<br />
49. Contrary to the relevant resolutions of the Board of Governors and the Security Council, Iran has also continued with the construction of the IR-40 reactor and related heavy water activities. The Agency has not been permitted to take samples of the heavy water which is stored at UCF, and has not been provided with access to the Heavy Water Production Plant.</p></blockquote>
<p>Und der jährliche &#8220;Threat Assessment of the US Intelligence Community&#8221; vom 2. Februar dieses Jahres <a href="http://blogs.eliamep.gr/iliadis/ipairan-national-intelligence-estimate-2010/" target="_blank">findet</a> ebenfalls <a href="http://www.isisnucleariran.org/assets/pdf/2010_NIE.pdf" target="_blank">Merkwürdigkeiten</a>, die die Annahme arglosen Treibens so glaubwürdig macht wie ein Doktortitel in Ahmadinejads Kabinett:</p>
<blockquote><p>Second, Iran has been constructing—in secret until last September—a second uranium<br />
enrichment plant deep under a mountain near the city of Qom. It is unclear to us whether Iran&#8217;s motivations for building this facility go beyond its publicly claimed intent to preserve enrichment know-how if attacked, but the existence of the facility and some of its design features raise our concerns. The facility is too small to produce regular fuel reloads for civilian nuclear power plants, but is large enough for weapons purposes if Iran opts configure it for highly enriched uranium production. It is worth noting that the small size of the facility and the security afforded the site by its construction under a mountain fit nicely with a strategy of keeping the option open to build a nuclear weapon at some future date, if Tehran ever decides to do so.</p></blockquote>
<p>Natürlich weiss niemand, ob das Regime wirklich einen Angriff auf den jüdischen Staat plant. Und die rabiate Rhetorik des Regimes ist möglicherweise nur <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9280/boroujerd-nuklearwaffen/" target="_blank">Grosssprecherei</a>. Aber der Westen und Irans Nachbarn können eben auch nicht sicher sein, dass dies so ist.</p>
<p>Es sei denn, man gehört zu denen, die die Selbstbestimmung des iranischen Volkes mit der Staatsdoktrin des Khomeinismus verwechseln.</p>
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		<title>Nouruzetan khojasteh bad!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 23:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Nouruz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Schenke mir Gesundheit und Röte&#8221;: Heute beginnt das iranische Neujahrsfest. Wo die Menschen den Brauch pflegen, zum Jahreswechsel Eier zu färben, kann es sich nur um Nouruz handeln, das in den Ländern den Nahen und Mittleren Ostens mit iranischer Völkerschaft – Iran, Afghanistan, Tadschikistan u.a. &#8211; begangen wird, wenn am ersten Tag des iranischen Sonnenjahres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a title="haftsin_kreutz.png" href="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/03/haftsin_kreutz.png"><img class="    " src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/03/haftsin_kreutz.thumbnail.png" alt="haftsin_kreutz.png" width="195" height="136" align="left" /></a><p class="wp-caption-text">Haftsin (Klicken für vergrösserte Ansicht)</p></div>
<p>&#8220;Schenke mir Gesundheit und Röte&#8221;: Heute beginnt das iranische Neujahrsfest. Wo die Menschen den Brauch pflegen, zum Jahreswechsel Eier zu färben, kann es sich nur um Nouruz handeln, das in den Ländern den Nahen und Mittleren Ostens mit iranischer Völkerschaft – Iran, Afghanistan, Tadschikistan u.a. &#8211; begangen wird, wenn am ersten Tag des iranischen Sonnenjahres die Sonne in das Sternbild des Widders tritt (21. März, Frühlingsanfang). Das persische Wort “Nouruz” bedeutet wörtlich “Der neue Tag”.</p>
<p>Der Ursprung des Nouruz-Festes geht auf die mythenreiche vorislamische Zeit der indoarischen Bevölkerung zurück. Deshalb wird Nouruz auch als Nouruz-e bastani &#8220;das alte Nouruz&#8221;, <em>Nouruz-e melli</em> &#8220;der traditionelle Nouruz&#8221;, oder <em>Nouruz-e jamshidi</em> &#8220;Djamschids neuer Tag&#8221; bezeichnet. Jamshid gehört zu den legendären iranischen Königen der vorislamischen Zeit und soll der Überlieferung nach zu Nouruz gekrönt worden sein. Den vor- wie auch nachislamischen Quellen zufolge glaubte man früher, daß Gott an diesem Tage wahlweise die Sonne, die Welt, oder den ersten Menschen erschaffen habe. Die zoroastrischen Gläubigen überliefern, daß ihr Prophet Zarathustra am 6. Tag des Nouruz geboren sei.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XgWSPkK1n4Q&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/XgWSPkK1n4Q&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Das Nouruz-Fest ist heutzutage weitgehend seiner alten religiösen Symbolik entkleidet und erfreut sich in den Gesellschaften des Mittleren Ostens als populäres Familienfest größter Beliebtheit. Gefeiert wird es ungeachtet der religiösen, sprachlichen und ethnischen Unterschiede und dauert zwei Wochen. Am Vorabend des Festes, am letzten Mittwoch des 12. Monats des iranischen Kalenders, wird <em>Chaharschanbeh Suri</em> “Der festliche Mittwoch“ begangen, wobei das altpersische Wort sur &#8220;rot&#8221; für Gesundheit und Wohlbefinden steht. Den Beginn des Festes verkündet der <em>Amu-Nouruz</em>, der &#8220;Onkel des Nouruz&#8221; (vergleichbar dem Weihnachtsmann im westlichen Kontext), oder <em>Hajifiruz</em>, der &#8220;Sieger (über den Winter)&#8221;, gehüllt in rote Kleider auf der Straße, und teilt singend und tanzend das baldige Eintreten des Nouruz mit.</p>
<p>Kurz vor dem Jahreswechsel versammeln sich dann die Familien am Haftsin-Tisch, der mit den sieben Symbolen geschmückt ist, deren Namen in Persischen mit einem “S” beginnen (daher <em>Haftsin</em> = &#8220;sieben S&#8221;) und die das Fest symbolisieren: <em>sib</em> &#8220;Apfel&#8221;,<em> sekke</em> &#8220;Münze&#8221;, <em>somaq</em> &#8220;Sumach&#8221; (ein Gewächs), <em>sabzi </em>&#8220;Grünzeug&#8221;, <em>sonbol</em> &#8220;Hyazinthe&#8221;, <em>serke</em> &#8220;Essig&#8221; und <em>samanu</em>, eine Mehlspeise aus Malz. Zwar steht der Anfangsbuchstabe in keiner besonderen Beziehung zum Fest; auf jeden Fall aber spiegeln sie eine agrarische Gesellschaft wieder. Aus diesem Grund stellen die Zoroastrier nur Naturprodukte auf ihrem Tisch, ungeachtet ihrer Anfangsbuchstaben. Die Zahl Sieben wiederum spielt bekanntermaßen in vielen Religionen eine Rolle und findet sich als heilige Zahl schon in den ältesten sumerischen, indoiranischen und semitischen Kulturen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/K_J1SLNduz4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/K_J1SLNduz4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Neben den <em>Haftsin</em> befinden sich noch weitere Dinge auf dem Tisch: Ein Spiegel steht in der iranischen Tradition für Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, ein Goldfisch in einem Glas soll das neue Jahr durch sein Schwimmverhalten ankündigen, und das heilige Buch der Familie unterstreicht die Bedeutung des Festes. Welches das heilige Buch ist, hängt freilich von der Religionszugehörigkeit ab; heutzutage wird gerne auch ein lyrisches oder episches Werk genommen. Den Höhepunkt, wie auch im Westen zum Jahreswechsel, bildet ein großes Feuerwerk, und in den Familien werden Eier gefärbt.</p>
<p>Nach dem Jahreswechsel beglückwünschen sich die Familienangehörigen zum neuen Jahr und verzehren Süßigkeiten als Ausdruck der Hoffnung auf ein ebenso süßes Leben im neuen Jahr. Anschließend werden Geschenke verteilt. Das eigentliche Fest beginnt mit dem Frühjahrsputz. Um Wachstum und neues Leben zu symbolisieren, wird in jeder Familie Getreide auf einem Teller oder in einem Gefäß angepflanzt. Glückwunschkarten zum neuen Jahr werden an Verwandte und Freunde verschickt.</p>
<p>Lebendig und erfahrbar gemacht wird ein Fest jedoch erst durch öffentliche Zeremonien, die wiederum regional variieren. Eine zentrale Stellung im Nouruz nimmt das Entzünden des Feuers ein. Es ist einer der ältesten und schönsten Bräuche. Die Familienmitglieder versammeln sich um das Feuer und beweisen ihren Mut, indem sie nacheinander darüberspringen. Immer wieder wird die Formel gesprochen ”Nimm von mir die Blässe&#8221;, d.h. Krankheit, &#8220;und Ohnmacht und schenke mir Gesundheit und Röte”, d.h. die Farbe des Gesunden.</p>
<p>Ebenfalls der Abwehr von Unheil dient &#8220;Das Brechen des Lehmkruges&#8221;: Von Hausdächern und anderen hochgelegenen Punkten stößt man Lehmkrüge hinunter, um Unheil und Mißgeschick abzuwenden, und verzehrt auch hier spezielle Süßigkeiten und Gebäck. Wer in persönlichen Schwierigkeiten steckt, macht einen Knoten in ein Handtuch oder ein Stück Stoff und stellt sich an den Straßenrand, um es von Passanten symbolisch als Errettung aus mißlicher Lage lösen zu lassen. Andere nehmen stattdessen ein Schloß, das sie sich von jemandem aufschließen lassen. Insbesondere junge Mädchen, die den Wunsch haben, im neuen Jahr zu heiraten, halten eine Vielzahl solcher Zeremonien ab.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/utQmlKUsx7Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/utQmlKUsx7Y&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Während der zwei Wochen des Festes werden gegenseitige Besuche abgestattet. Am letzten Tag des Fests, d.h. am 13. des Nouruz, bleiben die Familien traditionsgemäß nicht zu Hause, sondern verbringen den ganzen Tag in der freien Natur, um Unglück im Hause zu vermeiden. Daher wird dieser Tag <em>Sizdah be-dar</em> &#8220;Am 13. außer Haus&#8221; genannt. Abgesehen davon, daß alle diese Aktivitäten von der Absicht zeugen, das alte Jahr festlich ausklingen und das kommende Jahr unter guten Vorzeichen beginnen zu lassen, haben solche Feste unmittelbar mit der historischen Entwicklung der Astronomie zu tun.</p>
<p>Nouruz als eines der wichtigsten traditionellen Feste im Nahen und Mittleren Osten ist trotz vieler historischer Umwälzungen immer am Leben gehalten worden. Auch in der islamischen Epoche &#8211; abgesehen von der Zeit der Umayyaden-Herrschaft (7.-8. Jhd.) &#8211; wurde Nouruz weiter gefeiert. Im Schiitentum versuchte der Klerus, dem Nouruz-Fest einen religiösen Aspekt zu verleihen. Es gibt Überlieferungen der schiitischen Imame, nach denen Gott die Menschen an diesem Tage erschaffen habe. Auch die Rückkehr des Propheten Muhammad von seiner letzten Pilgerfahrt nach Mekka (632), auf der dieser, der schiitischen Tradition zufolge, seinen Schwiegersohn Ali, den späteren ersten Imam der Schiiten, zu seinem Nachfolger ernannte, soll auf Nouruz gefallen sein.</p>
<p>Im Westen bekannt geworden ist das Fest erst im Zuge seiner politischen Umdeutung. Die Kurden in der Türkei durften Nouruz grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit feiern. Die offizielle Lesart versucht, die Festlichkeiten als &#8220;Frühlingsfest&#8221; zu marginalisieren. Der seit der islamischen Revolution 1979 im Iran bestehende religiöse Staat begegnet einigen Zeremonien des <em>Nouruz</em>-Festes, wie dem Feuerwerk am letzten Mittwoch des Jahres (<em>Chaharshanbeh Suri</em>) mit Mißtrauen und versuchte erfolglos, die Tradition abzuschaffen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/whDEkQnII60&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/whDEkQnII60&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Oblgleich später halbherzig toleriert, hat dennoch der religiöse Führer des iranischen Regimes, Ajatollah Khamenei,   erst kürzlich <em>Chaharshanbeh Suri</em> wegen seiner vorislamischen  Herkunft als &#8220;Feueranbetung&#8221; (<em>atesch-parasti</em>) <a href="http://balatarin.com/topic/2010/3/14/1004643" target="_blank">verurteilt</a>.  Die junge Generation betrachtet die einzelnen Zeremonien als einen oppositionellen Akt gegen die Islamische Republik, weshalb es jedes Jahr zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften kommt.</p>
<p>Zum ersten Mal seit ihrem bestehen hat die UN sich den Feierlichkeiten <a href="http://www.kuna.net.kw/NewsAgenciesPublicSite/ArticleDetails.aspx?id=2069293&amp;Language=en" target="_blank">angeschlossen</a>. Generalsekretär Ban Ki-moon betonte die universelle Botschaft von Nouruz:</p>
<blockquote><p>&#8220;As we commemorate this first International Day of Nowruz, I hope  countries  and people around the world will draw on this festival&#8217;s history and  customs  to promote harmony with the natural world and foster global peace and  goodwill.&#8221;</p></blockquote>
<p>Seit einigen Jahren feiert auch das Weisse Haus mit. Präsident Obama verbindet seine Grüsse (<a href="http://www.whitehouse.gov/the-press-office/remarks-president-obama-marking-nowruz" target="_blank">Transkript</a>) mit einer freundlichen Ermahnung an die iranische Führung:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="bgcolor" value="282828" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="flashvars" value="file=http://www.whitehouse.gov/videos/2010/March/032010_Nowruz_Persian.m4v&amp;path_to_plugins=http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins&amp;path_to_player=http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player&amp;skin=http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/skins/EOP_skin.swf&amp;captions_url=&amp;image=http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/audio-video/video_thumbnail/NowruzThumbPERSIAN.jpg&amp;controlbar=bottom&amp;frontcolor=AAAAAA&amp;plugins=http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/privacy/privacy,http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/hat/hat,http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/share/share,http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/captions/captions&amp;captions.file=" /><param name="src" value="http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/player.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="300" src="http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/player.swf" flashvars="file=http://www.whitehouse.gov/videos/2010/March/032010_Nowruz_Persian.m4v&amp;path_to_plugins=http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins&amp;path_to_player=http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player&amp;skin=http://www.whitehouse.gov/sites/all/modules/swftools/shared/flash_media_player/skins/EOP_skin.swf&amp;captions_url=&amp;image=http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/audio-video/video_thumbnail/NowruzThumbPERSIAN.jpg&amp;controlbar=bottom&amp;frontcolor=AAAAAA&amp;plugins=http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/privacy/privacy,http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/hat/hat,http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/share/share,http://www.whitehouse.gov/sites/default/modules/wh_multimedia/wh_jwplayer/plugins/captions/captions&amp;captions.file=" allowscriptaccess="always" bgcolor="282828" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Allen ein schönes Nouruz!</p>
<p><span style="color: #888888;">(Text weitgehend identisch mit </span><a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1468/nouruz-1386-2007/"><span style="color: #888888;">Eintrag vom 21. März 2007</span></a><span style="color: #888888;">)</span></p>
<p><span style="color: #888888;">Bild:  Michael Kreutz</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Iranischer Parlamentarier: Nuklearwaffen jetzt schon möglich</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9280/boroujerd-nuklearwaffen/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9280/boroujerd-nuklearwaffen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Welt weiss, dass wir imstande sind, verschiedene Arten von Nuklearwaffen zu  produzieren&#8221;, zitiert die iranische Nachrichtenagentur FARS den Abgeordneten Boroujerd, &#8220;aber weil wir eine friedliebende Nation sind, haben wir von Massenvernichtungswaffen Abstand genommen.&#8221;
Wie weit es mit der Friedensliebe des Regimes her ist, hat sich vielleicht schon herumgesprochen. Bleibt zu hoffen, dass er erste Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Welt weiss, dass wir imstande sind, verschiedene Arten von Nuklearwaffen zu  produzieren&#8221;,<a href="http://www.farsnews.com/newstext.php?nn=8812280284" target="_blank"> zitiert</a> die iranische Nachrichtenagentur FARS den Abgeordneten Boroujerd, &#8220;aber weil wir eine friedliebende Nation sind, haben wir von Massenvernichtungswaffen Abstand genommen.&#8221;</p>
<p>Wie weit es mit der Friedensliebe des Regimes her ist, hat sich vielleicht schon herumgesprochen. Bleibt zu hoffen, dass er erste Teil des Satzes mit keinem höheren Wahrheitsgehalt angereichert ist.</p>
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		<title>Das Gute im Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Glaube an das Gute im Menschen ist manchmal nicht leicht zu erschüttern. Islamisten müssen daher immer wieder zum Dementi greifen, wenn westliche Kommentatoren nahöstlicher Geschehnisse allzu hartnäckig ein versöhnliches Bild von ihnen zeichnen.
So meint nun ein Politikwissenschaftler in der &#8220;Huffington Post&#8221; den Nahostspezialisten Efraim Karsh dafür attackieren zu müssen, dass dieser die Signale der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Glaube an das Gute im Menschen ist manchmal nicht leicht zu erschüttern. Islamisten müssen daher immer wieder zum Dementi greifen, wenn westliche Kommentatoren nahöstlicher Geschehnisse allzu hartnäckig ein versöhnliches Bild von ihnen zeichnen.</p>
<p>So <a href="http://www.huffingtonpost.com/jerome-slater/more-on-the-inew-york-tim_b_480023.html" target="_blank">meint</a> nun ein Politikwissenschaftler in der &#8220;Huffington Post&#8221; den Nahostspezialisten Efraim Karsh dafür attackieren zu müssen, dass dieser die Signale der Friedensbereitschaft aus der Islamischen Welt gegenüber Israel bewusst unterschlage, denn:</p>
<blockquote><p>(…) there is increasing evidence that even Hamas in Gaza would not challenge a two-state settlement of the Israeli-Palestinian conflict.</p>
<p>(…) it is often overlooked that even the present Iranian government has said it would go along with an overall settlement if the Palestinians did so.</p></blockquote>
<p>Da hat unser Politikwissenschaftler doch einiges verschlafen. Tatsächlich hatte Hamas-Mann Mahmoud az-Zahar bereits 2005 <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/81/nach-gaza-2/" target="_self">verkündet</a> &#8220;We don’t recognize the state of Israel or its right to hold onto one inch of Palestine. Palestine is an Islamic land belonging to all the Muslims&#8221; wovon er auch nicht abrückte, als er im darauffolgenden Jahr Aussenminister wurde. Im <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/403/off-the-map/" target="_blank">Gespräch</a> mit der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua klang das so:</p>
<blockquote><p>“I dream of hanging a huge map of the world on the wall at my Gaza home which does not show Israel on it,” he said. “I hope that our dream to have our independent state on all historic Palestine (including Israel).”</p></blockquote>
<p>Gegenüber einer israelischen Zeitung artikulierte er sich nicht minder <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/238/liebesgrusse-aus-ramallah/" target="_blank">deutlich</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Some Israelis think that when we talk of the West Bank and Gaza it means we have given up our historic war,&#8221; Zahar told an Israeli newspaper in late October. &#8220;This is not the case.&#8221;</p></blockquote>
<p>Weitere Belege liessen sich nennen. Auch die zweite Behauptung, dass die gegenwärtige iranische Regierung einen israelischen Ausgleich mit den Palästinensern akzeptieren würde sofern diese zustimmen, ist nachweislich falsch. Dieser Mythos geht auf eine Meldung der saudischen Nachrichtenagentur SPA von 2007 zurück, die von iranischer Seite sofort <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/238/liebesgrusse-aus-ramallah/" target="_self">dementiert</a> worden war.</p>
<p>Das iranische Regime ist in seiner Haltung absolut unversöhnlich gegenüber dem jüdischen Staat, den es permament dämonisiert und delegitimiert. Umso erstaunlicher, dass manch einer im Westen das immer noch nicht wahrhaben will. Manche Mythen halten sich eben etwas länger.</p>
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		<title>&#8220;Wir kriegen euch, wo immer ihr seid&#8221;</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9171/repression-iran/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 13:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Repression]]></category>

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		<description><![CDATA[Obgleich einige politische Gefangene, die nach den Juni-Wahlen festgenommen worden waren, mittlerweile wieder auf freiem Fuss sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass das iranische Regime versucht, den Druck aus dem Kessel zu nehmen. Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten wie auch allgemein Journalisten stehen nach wie vor im Visier der Staatsmacht, die ihre Widersacher ohne Federlesens ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obgleich einige politische Gefangene, die nach den Juni-Wahlen festgenommen worden waren, mittlerweile wieder auf freiem Fuss sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass das iranische Regime versucht, den Druck aus dem Kessel zu nehmen. Dissidenten und <a href="http://www.rhairan.org/archives/5966" target="_blank">Menschenrechtsaktivisten</a> wie auch allgemein <a href="http://www.radiofarda.com/content/f2_Iran_postelection_journalists_under_pressure_forgiveness_Leader/1974307.html" target="_blank">Journalisten</a> stehen nach wie vor im Visier der Staatsmacht, die ihre Widersacher ohne Federlesens <a href="http://www.radiofarda.com/archive/news/20100304/143/143.html?id=1973990" target="_blank">ins Gefängnis wirft</a>.</p>
<p>Da eine auf religiösen Dogmen fussende Theokratie nicht reformierbar ist, erscheint schon der Gedanke an eine Reform als blosse Subversion. Mittlerweile erkennen das auch loyale Staatsdiener in zunehmendem Masse. Die eigene Verfassung, die ohnehin schon nicht demokratisch orientiert ist, wird offen <a href="http://www.facebook.com/notes/mir-hossein-mousavi-myr-syn-mwswy/english-dr-py-mlh-nyrwhy-sbh-nmy-bh-mnzl-rwby-fmh-rwby-dr-nmh-y-srgsdh-tsf-my-kw/338307542605" target="_blank">mit Füssen getreten</a>.</p>
<p>Derweil berichtet Exiliraner über massive Einschüchterungsversuche auch im Ausland, <a href="http://www.foxnews.com/story/0,2933,587901,00.html" target="_blank">berichtet </a>FoxNews:</p>
<p><span id="intelliTXT"></p>
<blockquote><p>Hooshang Amirahmadi, director of the American-Iranian Council in Princeton, N.J., a non-profit group promoting relations between Iran and the U.S., said, &#8220;We know the regime has agents here in the U.S. who are usually working with official Iranian institutions like the United Nations, and there are also infiltrators.</p>
<p>&#8220;It&#8217;s a very sensitive issue. They’re trying to discourage the dissidents from speaking out, and many of them are afraid for their lives.&#8221;</p>
<p>Tehran&#8217;s campaign has spread fear among Iranians in the U.S., many of whom refuse to go public because of threats and arrests of family members and friends still in Iran, Amirahmadi said.</p>
<p>It&#8217;s even worse on in Europe, said Iranian human rights activist Ladan Boroumand, whose father Abdorrahman Boroumand, a prominent critic of Tehran, was murdered in 1991 in Paris. Iranian dissidents and French prosecutors said Iranian agents were behind the hit.</p>
<p>Boroumand, who splits her time between Washington and Paris, said Iran’s interior ministry maintains a “black list” of groups and people it accuses of waging war against the regime, declaring them enemies of the Iranian state.</p></blockquote>
<p>Auch im Nachbarland Irak scheint die Islamische Republik mitzumischen. So sollen die Anschläge von Bagdad unter <a href="http://www.facebook.com/note.php?note_id=340362269589" target="_blank">Mitwirkung</a> der iranischen Qods-Brigaden erfolgt sein.</p>
<p>Im Iran richtet man sich unterdessen auf neue Unruhen ein, steht doch am 21. März das Neujahrsfest (Nouruz) bevor, das wegen seiner vorislamischen Wurzeln sich schon seit jeher gegen das islamistische Regime verwenden liess.</p>
<p></span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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