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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Islamische Revolution</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Charlotte versteht die Islamische Revolution</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 21:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Wiedemann]]></category>
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		<description><![CDATA[Dreissig Jahre seit der Islamischen Revolution im Iran sind Zeit genug, um ausgiebig Bilanz zu ziehen und sich über die Schrecken des politischen Islam klarzuwerden. Dass es auch anders geht, zeigt die Charlotte Wiedemann auf Qantara.de, die genau weiss, dass in Wahrheit alles gar nicht so schlimm ist:
Im Westen begann 1979, nach einem flüchtigen Moment der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dreissig Jahre seit der Islamischen Revolution im Iran sind Zeit genug, um ausgiebig Bilanz zu ziehen und sich über die <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2580/aus-dem-dialogcontainer/" target="_blank">Schrecken</a> des politischen Islam klarzuwerden. Dass es auch anders geht, zeigt die Charlotte Wiedemann auf Qantara.de, die genau weiss, dass <a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=468&amp;wc_id=1101" target="_blank">in Wahrheit alles gar nicht so schlimm ist</a>:</p>
<blockquote><p>Im Westen begann 1979, nach einem flüchtigen Moment der Faszination, die Islamophobie neuerer Zeit. Die Figur Khomeinis schien dafür wie geschaffen; an den Stammtischen wurde das Wort &#8220;Ayatollah&#8221; zum Synonym für einen gefährlichen Spinner.</p>
<p>Für meisten westlichen Medien reduziert sich die Revolution bis heute auf die suggestive Macht Khomeinis: Der politische Islam ist nur als Personenkult vorstellbar, die Menschen als fanatisiertes Gefolge. Damit hat sich in der Berichterstattung 1979 ein bis heute wirksames Prinzip etabliert: die Missachtung des Muslims als Bürger, als handelndes, denkendes Subjekt.</p></blockquote>
<p>Und weil die Achtung des Bürgers bekanntlich ganz oben auf der Prioritätenliste der Islamischen Republik steht, kann Charlotte auch nicht begreifen, warum die Menschen im Iran so resigniert sind:</p>
<blockquote><p>Bei manchen jungen Leuten spürt man eine geradezu erschütternde Unfähigkeit, sich eine positive Wandlung des Iran aufgrund eigenen Handels vorstellen zu können.</p></blockquote>
<p>So erschütternd sind sonst nur noch die Texte von Charlotte. Im Iran gibt es andere Möglichkeiten, der grassierenden Islamophobie Herr zu werden: Dort wurden gerade in einem einzigen Monat <a href="http://www.iranpressnews.com/source/053772.htm" target="_blank">60 handelnde und denkende Subjekte hingerichtet</a>.</p>
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		<title>Dreissig Jahre Horror in Absurdistan!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 14:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasrin Amirsedghi (Gastautorin)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz-Gedenktag]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Khomeini]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Unterdrückung]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen, am 27.01., ist der diesjährige Auschwitz-Gedenktag. Überall in Deutschland finden Veranstaltungen statt, mit oder ohne Überlebende. Eine ritualisierte Zeremonie, mit jährlicher Beichtneurose, damit Mann-und-Frau-Deutsch mit gutem Gewissen weiter im Stammlokal Bier trinken kann, um sich dann später mutig auf der Straße mit Terrortruppen der Hamas zu solidarisieren und wieder hassbeladen gegen Juden für Frieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, am 27.01., ist der diesjährige Auschwitz-Gedenktag. Überall in Deutschland finden Veranstaltungen statt, mit oder ohne Überlebende. Eine ritualisierte Zeremonie, mit jährlicher Beichtneurose, damit Mann-und-Frau-Deutsch mit gutem Gewissen weiter im Stammlokal Bier trinken kann, um sich dann später mutig auf der Straße mit Terrortruppen der Hamas zu solidarisieren und wieder hassbeladen gegen Juden für Frieden in der Welt zu demonstrieren, oder um seelenruhig Seminartage wie z. B. vom „Management Circle AG in Eschborn“ unter dem Motto „Ihr Markterfolg im Iran“ für Klein- und Großunternehmer über Formen der Geschäftstätigkeit für die Wachstumspotenziale und für effiziente Markteintrittsstrategien zu veranstalten; weil Deutschlands Exporte an den Persischen Golf ein Volumen von über vier Milliarden Euro haben und daran Tausende Arbeitplätze hängen.</p>
<p>Wie viele Menschen im Iran öffentlich hingerichtet, gefoltert, gesteinigt, verhaftet, geprügelt, gedemütigt, bevormundet werden müssen, bis die Arbeitslosigkeit in Deutschland beseitigt sein wird, oder wie viele Israel-Fahnen auf den Straßen Irans und Andernorts verbrannt werden müssen, bis Israel tatsächlich vernichtet wird, ist noch immer unklar! <strong>Klar ist</strong>: Morgen findet der Ritus-Ausschwitz-Gedächtnistag statt und Obama zusammen mit dem deutschen Außenminister Steinmeier wird mit dem Iran verhandeln und zur Vorbereitung soll der Altbundeskanzler Gerhard Schröder im Auftrag von Obama in paar Wochen in den Iran reisen. Eine Beschwichtigungspolitik, die zum Kotzen ist …</p>
<p>Am 17.10.2008 schreibt Fanny Eng in einem Brief:</p>
<blockquote><p>Ich bin als 20-jährige am 8. Mai 1945 aus der Hölle befreit worden und habe meine Familie gesucht, aber ohne Erfolg. Denn mit der Zeit musste ich mich damit abfinden, daß mein Vater im Ghetto Warschau sein Leben lassen musste. Meine Mutter wurde mit meinem 10-jährigen Bruder – und mit der Großmutter, Tanten und Kusinen – in den Gaskammern von Belzec (Polen) vergast. Zwei Brüder, 15 und 13 Jahre alt, wurden in Weißrussland nicht weit von Minsk im Walde Bayoutschina 1942 erschossen. &#8230;</p>
<p>Ich kam 1947 im Mai in das Land Israel – damals britisches Mandat – und heiratete, um eine neue Familie zu gründen als Ersatz für die ermordete Familie, die dem Judenhass zum Opfer gefallen war. Hier in Israel haben viele Holocaustüberlebende eine neue Familie (als Ersatz für ihre ermordeten Familien) gegründet und wir haben nicht die neuen Familien gegründet, um sie dem Kriege zu opfern, zu dem uns der Judenhass von Hitlers islamistischen Erben immer wieder provoziert. &#8230;</p>
<p>Dieser Judenhass zwingt uns zum Lebenskampf, der kein Krieg ist, um andere zu töten. Es ist ein Lebenskampf für die sichere Zukunft der neuen Familie. Wir haben doch nicht überlebt und eine neue Familie gegründet, um sie dem Judenhass wieder zu opfern.“</p></blockquote>
<p>In einer Zeitschrift  verglich eine junge Frau die weibliche Jugend Irans „<em>mit einer kleinen Blume in einem armseligen Töpfchen in einem engen Lichthof – eingesperrt, eingeengt, keine frische Luft, keine Sonne, kein Wind, keine Freiheit“</em>. Und das seit 30 Jahren.</p>
<p>Zurück zu Fanny Eng und eine Presseerklärung von ihr vom 08.01.2009 zu den antiisraelischen Demonstrationen in Deutschland mit der Überschrift:</p>
<p><strong>Die Stimme der Shoah-Überlebenden</strong></p>
<p><em>Israels Regierung ist für unseren Schwur „NIE WIEDER“ verantwortlich. Nachdem Hamas acht Jahre lang Israel mit Raketen provoziert hatte, ermahnte das „GEDENKE – NIE WIEDER“ Israel an seine Pflicht. Und wer hat ein Recht, sich unserem Schwur entgegenzustellen, wenn die Hamas Israel zum Lebenskampf – Sein oder nicht Sein – zwingt? „Wo gehobelt wird, fallen Späne“ und wo Raketen fliegen, fließen Tränen – auf beiden Seiten.</em></p>
<p><em>Und die Stimme Deutschlands? Wo ist sie, wenn Hitlers islamistische Erben (zu denen auch die Hamas gehört) in den Straßen Deutschlands gegen Israel mit dem Vergleich „GAZA/SHOAH“ demonstrieren? Ist dies etwa im Sinne Deutschlands – Missbrauch der „SHOAH“ zum Vergleich mit der Situation in GAZA? Wer sich diesem Vergleich nicht entgegenstellt, gibt dem antisemitischen Islamismus die Legitimation zur Verfälschung der Tatsache der „SHOAH“. Israel will Frieden, aber wo „Hass“ gesät wird, kann man keinen „Frieden“ ernten und die Juden heute als ein freies Volk wollen sich nicht wehrlos diesem Hass beugen. Sind wir deshalb als Kriegsverbrecher anzuklagen?</em></p>
<p><strong>Dreissig Jahre Horrorrevolution</strong></p>
<p>Die Haltung der Linken, der Möchtegern-Sozialisten, friedenspazifistischen Mannschaften oder der Beschwichtigungspolitiker überall in der Welt schreit zum Himmel, daß die Kriege wie im Irak, in Afghanistan, in Libanon oder in Gaza einst durch den Flügel des Weltimperialismus und Zionismus entstanden seien. Eine altbekannte europäische  Verschwörungstheorie, auch in den USA oder bei uns Iranern. Verbreitet hat sich das dann seitdem Vietnamkrieg ab Mitte der 60er Jahre.</p>
<p>Ich frage mich oft, was ist die Wahrheit? Ist es nicht so, daß der gesamte Alptraum auf die angeblich freiheitlich-demokratische Politik (!) der Linksambitionierten zurückgeht. Wann, wo und bei wem fängt das Schuldbewusstsein an? Wurde der Vietnamkrieg nicht gerade von US-Demokraten unter J. F. Kennedy und Lyndon Johnson legitimiert? War nicht der Jimmy Carter, der mit seiner These vom Grünen Gürtel als Alternative gegenüber dem sowjetischen Kommunismus, den Feuersturm im Iran erzeugt hat, derjenige, der einst der größte Verbündete der islamischen Welt und überhaupt des Nahen Ostens, wenn er den Ex-Schah zu Gunsten eines Islamofaschisten und Gründers des modernen Terrorismus wie Ayatollah Khomeini im Jahr 1979 austauschen ließ und ihn als „Heiligen Mann“ oder „Gandhi-Figur“ feierte? Ahnte die Welt, welche Art von Katastrophe danach kommen wird? Wussten es die Iraner selbst?</p>
<p>Das Nachrichtenorgan der „Nationalen Front“ schrieb drei Tage vor der Schahausreise mit großen Lettern folgendes:</p>
<blockquote><p>Heute Nacht, den 13. Januar 1979 nach dem Sonnenuntergang und mit dem Aufgang des Mondes, haben Millionen Iraner das Bildnis des Imam Chomeini auf dem Mond geschaut. Mit großer Aufregung blieb die Bevölkerung sogar Stundenlang nach Mitternacht auf den Straßen und Dächern um das Bildnis des Revolutionsführers auf dem Mond zu sehen.</p>
<p>Dabei riefen sie: „Leute! Es ist keine Zeit zum Schlafen, steht auf: Das Imambildnis ist auf dem Mond“ oder „Dem Schah zum Trotz, ist das Bildnis des Imam auf dem Mondplanet!“ Diejenigen, die sich in den Bädern befanden und dieser aufregenden Nachricht folgten, eilten nackt, nur mit Hüftbinde auf die Straße, um das Spektakel zu sehen.</p>
<p>Die Sitzung eines führenden Streitkomitees bei der Ölraffinerie der Stadt Abadan in Anwesenheit vom Ahmad Salamatian,(Mitglied der Revolutionsführung und späterer Außenminister)<em>, und den besten, im Ausland ausgebildeten Ingenieuren der Ölindustrie, wurde eben so hastig unterbrochen, um alle auf das Dach des Sitzungsgebäudes zu holen und, eben dieses Himmelsphänomen zu bestaunen. Sie hielten dieses Ereignis für ein göttliches Wunder.</em></p>
<p>Das iranische Volk hat diese Nacht mit außerordentlicher Leidenschaft, Liebe, Freude und Aufregung verbracht und sich Gott und seinem Auserwählten Imam Khomeini näher denn je gefühlt. Diejenigen, die es trotz ihrer Bemühungen nicht geschafft haben, das Bildnis auf dem Mond zu sichten, und auch noch den Mut hatten, das offen zuzugeben, wurden als Savak- oder (Schah-) <em>Militärangehörige beschuldigt.“ </em></p></blockquote>
<p>Als die italienische Journalistin Oriana Fallaci 1979 in die heilige Stadt Qom reiste, um Khomeini zu interviewen, zwang sie der für die Überwachung der Moral zuständige Mullah, eine Ehe auf Zeit einzugehen, sonst hätte sie keine Interviewerlaubnis mit Khomeini bekommen. Die Ehe wurde jedoch nie vollzogen, schrieb sie später. „<em>Als ich das lange Interview mit dem alten Tyrannen abgeschlossen hatte, machte ich mich aus dem Staub und sah jenen Gatten auf Zeit nie wieder.</em>“</p>
<p>So wurden die Tore der Horrorzeiten im Iran geöffnet, nicht nur für das iranische Volk, sondern auch für die ganze Welt – vom Nahen Osten über Europa bis Amerika. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Ergebnisse der falschen Träume, die die Carters und unzählige Medien- und Politclowns in Europa geträumt haben:</p>
<ul>
<li>Die islamische Revolution im Iran (1979),</li>
<li>die sowjetische Invasion in Afghanistan (1979),</li>
<li>die Geburt der Terrorgruppen von Osama Bin Laden, Hizbollah und Hamas,</li>
<li>die Herrschaft der Taliban in Afghanistan (1995),</li>
<li>die Bürgerkriege in Algerien ab 1992,</li>
<li>Kontrolle der Hisbollah im südlichen Libanon und im südlichen Beirut (1980-heute),</li>
<li>Terroranschläge in den USA (u.a. 11.09.), in Europa und andernorts,</li>
<li>Ermordung und Einschüchterung der iranischen Opposition im Auftrag des islamischen Regime und sogar europäischer Islamkritiker überall in der Welt,</li>
<li>die Kriege u.a. in Afghanistan, Irak, Gaza</li>
<li>schleichende Islamisierung auch in Europa!</li>
</ul>
<p>Ab 1960 bis zur iranischen Revolution 1979 waren alle Augen und Ohren der Humanisten und Linken der Welt auf den Iran gerichtet. Ganz gleich, was der ehemalige Schah machte (Landreform, die Verbesserung des Familienrechtes, Säkularisierung des Rechts, Wirtschaftsentwicklung  etc.), er war verhasst und wurde verteufelt. Hustete er, war weltweit die Gefolgschaft der Studentenorganisationen zusammen mit den internationalen und deutschen Kollegen sofort auf der Straße, lag im Hungerstreik flach auf dem Boden der Universitäts-Mensa oder verbarrikadierte allerorts Botschaftsgebäude, um die Welt auf die „Misere“ im Iran aufmerksam zu machen. Er sollte weg. Koste was es wolle, ohne sich darüber einigen zu können, was die Alternative sein könnte. Dennoch sah sich jeder der Stammesführer als alleinige Alternative: Geistliche, die Nationale Front, die Tudeh-Partei, die zersplitterten radikal-marxistischen Organisationen, die militanten Volksmodjahedin (Modschahedin-e Khalgh, eine islamische linke Gruppe), die Guerilla-Volksfedajin (Feda&#8217;in-e Khalgh, linke Gruppe) und viele andere Grüppchen.</p>
<p>Der Schah sollte entweder durch einen bewaffneten Kampf oder einen Volksaufstand gestürzt werden. Nur in einem Punkt waren sich alle einig: Die Schuld an den Übeln der Welt liegt beim Imperialismus und beim Zionismus. Ihre alleinigen Feinde sahen sie in Amerika und Israel. Sie waren überzeugt, dass, solange der Schah an der Macht ist, es keine Freiheit gibt, und ihre Freiheit hielten sie entweder mit dem Kommunismus oder dem Islam für erreichbar. Dieser Irrglaube wurde sogar von europäischen und einem Teil der amerikanischen Medien, Politiker und Intellektuellen kräftig unterstützt. Das legitimierte für die Schah-Gegner jeden Pakt mit dem Teufel: die Bigotten mit den Gläubigen, die Linken mit den Rechten usw. Sie alle kämpften traumtänzerisch darum, nach dem Schah auf dem Freiheitsthron zu sitzen. In der Hochstimmungsphase der Revolution 1979 bezeichnete der größte Teil der Linken und der Opposition im In- und Ausland übereinstimmend Khomeini als zum „fortschrittlichen Kleinbürgertum“ gehörend. Sie haben alle die Mullahs und deren politische Programme unterstützt und lauthals auf den Straßen Teherans und Europas „Allah o Akbar“ (Gott ist groß) geschrieen. So erklärte die Tudeh-Partei im Januar 1979, dass sie „der Forderung nach der Errichtung islamischer Revolutionsräte im ganzen Land volle Unterstützung gibt. (…) Somit sah sich die Partei mit dem politischen Programm von Ajatollah Khomeini in völliger Übereinstimmung.“</p>
<p>Am 1. Februar 1979 kommt Ayatollah Khomeini („Der heilige Greis unter dem Apfelbaum“) aus Neauphle le Cháteau in Frankreich, begleitet unter anderem von Sadegh Ghotbzadeh, Abul Hasan Banisadr und vielen Vertretern der internationalen Medien in Teheran an und spricht zur Welt: „(…)<em>, und ich bin der Sprecher, der die Forderungen dieses entrechteten iranischen Volkes zum Ausdruck bringt“</em>. Eine heilige Ansprache zur Gründung der Islamischen Republik mit einer Mannschaft aus Irren: Mullahs, Bürgerlichen und Linken. Ein Jahr später, am 11. Februar 1980, dem Jahrestag der islamischen Revolution, erklärt er öffentlich seine Position zum Land Israel, die seine Nachfolger bis heute als Pflichtaufgabe erfüllen wollen: „<em>Israel, diese Quelle des Übels, ist von jeher ein Stützpunkt Amerikas. Seit über 20 Jahren warne ich vor der israelischen Gefahr. Wir müssen uns alle erheben, den Staat Israel auflösen und das Volk Palästinas an seine Stelle setzen“.</em> Das Volk und die Welt jubelte, mit ihm auch das Heer der zurückgekehrten Oppositionsmannschaft aus dem Ausland. Viele von ihnen sind einige Zeit darauf entweder hingerichtet oder wieder im Exil gelandet und sitzen nun als Iranexperten auf dem Scheiterhaufen der Weltpolitik und betreiben im Namen des Dialogs „Appeasement“-Politik oder schieben immer noch die Gründe des politischen Scheiterns in die Schuhe der anderen.</p>
<p><em>In 12.000 Meter Höhe fliegt der fromme Greis fast so schnell wie der Schall zurück ins Mittelalter</em>“, titelte 1980 Heinz Nußbaumer in einer deutschen Zeitung über den Rückflug Khomeinis. Treffender könnte es nicht sein.</p>
<p><strong>Willkommen in Absurdistan! </strong></p>
<p>Seit dreißig Jahren ist Iran ein Gottesstaat, ein Volksgefängnis unter den Mullahfaschisten, im 21. Jahrhundert. Hier die Horrorbilanz:</p>
<ul>
<li>Einführung der Scharia als Basis des Grundgesetzes,</li>
<li>Zulassung von Ehrenmord und Polygamie,</li>
<li>Verankerung der menschen- und frauenverachtenden Gesetze auf der Basis des Korans in das Straf- und Zivilrecht (wie Steinigung, Mord, Amputation, Peitschenhiebe und vieles mehr),</li>
<li>urück ins Mittelalter in Bereichen wie Familien- und Erbrecht,</li>
<li>Verbot bestimmter Berufe für Frauen (u.a. keine Diplomatenberufe, keine Richterinnen),</li>
<li>Senkung des Heiratsalters auf 13,</li>
<li>Etablierung der Geschlechter-Apartheid,</li>
<li>Zwangsverschleierung und Kleiderordnung nach streng islamischem Recht,</li>
<li>Keine Meinungs-, Medien- und Pressefreiheit,</li>
<li>Einrichtung der Milizarmee namens „Bassidji“ unter der Staatsführung von Khamenei,</li>
<li>Etablierung einer Mafiabande unter der Staatsführung von Khamenei in allen Bereichen von: Justiz, Bildung, Medien, Politik, Militär, Banken, Industrie, Wirtschaft und Klerus,</li>
<li>Willkürliche Verhaftungen von Andersdenkenden,</li>
<li>brutale Foltermethoden als gängige Praxis in den Gefängnissen,</li>
<li>Strenge Zensur und Kontrolle von Printmedien, Presse, Internet und Bildungseinrichtungen (Universitäten, Schulen, Kindergärten),</li>
<li>Errichtung der brutalsten Moralpolizei in der Geschichte des modernen Iran,<br />
Das Ziel, Atommacht zu werden,</li>
<li>Unterstützung der Terrorgruppen Hamas und Hizbollah (finanziell und durch 	Militärausbildung),</li>
<li>Unterstützung weltweiter Terroranschläge (finanziell und personell),</li>
<li>der demonstrativ als religiös begründete Wille, das Land Israel zu vernichten,</li>
<li>Antisemitismus als Staatsdoktrin,</li>
<li>politische Agitation gegenüber den nicht-schiitischen Nachbarländern,</li>
<li>über 160.000 Hinrichtungen von Menschen im Alter von 13 bis 65 (politische Oppositionelle, Intellektuelle, Journalisten, Blogger, Andersgläubige – wie Baha´is, Christen, Juden oder 	Sunniten, Homosexuelle, Lesben, Kinder, Sich-Liebende-Aber-nicht-Verheiratete, Drogenabhängige, Diebe, also: <strong>Alles was zwei Beine hat</strong>!),</li>
<li>über 3000 Steinigungen,</li>
<li>ca. 800.000 Verurteilungen zu Amputationen der Finger, Hände, Augen, Beine oder Füße, Peitschenhiebe (70% davon sind vollstreckt worden),</li>
<li>Im September 2007 berichteten iranische Medien stolz, daß im Iran über 600.000 Personen verhaftet werden. Zurzeit sitzen 153.000 Personen in den Gefängnissen.</li>
<li>Eine Million Kriegsopfer,</li>
<li>eine Million Kriegsinvaliden,</li>
<li>11 Millionen Kriegsflüchtlinge und Obdachlose,</li>
<li>über 350 Milliarden ($) Kriegsschaden,</li>
<li>eine Inflationsrate von mehr als 50%,</li>
<li>14 Millionen Arbeitslose,</li>
<li>15 Millionen Arbeiter ohne Sozial- und Krankenversicherung,</li>
<li>50% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze,</li>
<li>15 Millionen psychisch kranke Menschen,</li>
<li>6000 Hektar der Wälder jährlich durch Waldbrände vernichtet….</li>
<li>eine Million Kinder in Kinderarbeit,</li>
<li>ca. 30.000 Selbstmordversuche (66% Frauen), 41% der Selbstmordfälle betreffen Frauen im Alter von 10 bis 19 Jahren,</li>
<li>600.000 Tote in Folge von Armut, Hunger oder plötzlichem Infarkt,</li>
<li>Iran ist ein Transitland für Menschenhandel mit einer enormen Anzahl von Kinderverkäufen,</li>
<li>sehr früher Beginn der Kinderkriminalität (schon mit 10 Jahre),</li>
<li>Vernichtung der historischen Baudenkmäler im Wert von 996.000 Millionen ($),</li>
<li>6 Millionen Drogenabhängige (schon mit 13 Jahren),</li>
<li>600.000 Prostituierte (schon ab dem 13. Lebensjahr),</li>
<li>20.000 Straßenkinder allein in der Stadt Teheran (viele von diesen Kindern entstanden aus Zeitehen und haben keinerlei Rechte),</li>
<li>14 Millionen Analphabeten,</li>
<li>eine Million Studienverbote (überwiegend nach der Kulturevolution in den Jahren 1980-1983, sowie politisch Aktiven, Bahai´s ),</li>
<li>Bücherverbrennungen (von historischen Büchern),</li>
<li>220.000 Auswanderer aus der Schicht der Intelligenz,</li>
<li>ca. 3 Millionen Auswanderer (allein 180.000 Jugendliche wandern pro Jahr aus),</li>
<li>ca. 3 Millionen Exillierte.</li>
</ul>
<p>Wie H.M. Broder zu Recht sagt, „<strong>Iran ist eine Demokratie</strong>! <strong>Gleiches Unrecht für alle!</strong>“</p>
<p>Nun frage ich Euch alle: Wo sind jetzt die Euro-Humanisten, Menschenrechtler, Politiker mit Moral und Anstand, die dies alles wahr nehmen und ächten, bevor sie Wirtschaftsverträge in Höhe von 11,3 Milliarden allein im Jahr 2007 mit den Mullahs abschließen!</p>
<p><strong>Wissen sie überhaupt, daß Iran nichts anders als nur eine Hölle ist?</strong></p>
<p><span style="color: #333333;"><em>(Vortrag, gehalten vor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt a. Main, 26.01.2009</em>)</span></p>
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		<item>
		<title>Die Samtene Revolution wirft ihre Schatten voraus</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 09:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Repression]]></category>
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		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zunehmenden Demonstrationen in ihrem Land machen den Mullahs zu schaffen: Ali Kordan, Innenminister und Fälscher akademischer Titel, glaubt, dass die Feinde Irans eine militärische Konfrontation nicht wagen und deshalb eine Fünfte Kolonne im Land unterstützen. Menschenrechtler, Internetaktivisten und Gewerkschaftler sind für Kordan allesamt ein Sicherheitsrisiko, vor denen es zu warnen gilt.
Die westliche Dialogfreudigkeit findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zunehmenden Demonstrationen in ihrem Land machen den Mullahs zu schaffen: Ali Kordan, Innenminister und <a href="http://memrieconomicblog.org/bin/content.cgi?news=2946" target="_blank">Fälscher akademischer Titel</a>, glaubt, dass die Feinde Irans eine militärische Konfrontation nicht wagen und deshalb eine Fünfte Kolonne im Land unterstützen. Menschenrechtler, Internetaktivisten und Gewerkschaftler sind für Kordan allesamt ein Sicherheitsrisiko, vor denen es <a href="http://www.radiofarda.com/Article/2008/10/16/f6_Iran_Kordan_Security_Challenges.html" target="_blank">zu warnen gilt</a>.</p>
<p>Die westliche Dialogfreudigkeit findet irgendwie kein Echo unter den Vertretern des iranischen Regimes. Ist ja auch kein Wunder, haben doch die Machthaber in Teheran genug damit zu tun, ihr politisches Überleben zu sichern. Der ärgste Feind ist immer noch die eigene Bevölkerung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Güte des Handabhackers</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2385/die-guete-des-handabhackers/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2385/die-guete-des-handabhackers/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 09:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
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		<category><![CDATA[Scharia]]></category>
		<category><![CDATA[Todesstrafe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein an sich geschätzter Religionswissenschaftler versucht, &#8221;das Andere&#8221; zu verstehen, kommt leicht so etwas dabei heraus:
Handabhacken, Auspeitschungen, Steinigungen usw. erscheinen uns heute nicht mehr als vertretbare Strafen. Viele islamische Theologen aber sehen darin – im Gegensatz zum „humanen“ Strafvollzug – wahre Abschreckungsstrafen, die keineswegs willkürlich, sondern nach klar kalkulierbaren Regeln verhängt werden.
(…) Was gefordert ist, heißt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein an sich geschätzter Religionswissenschaftler versucht, &#8221;das Andere&#8221; zu verstehen, kommt leicht so etwas dabei heraus:</p>
<blockquote><p>Handabhacken, Auspeitschungen, Steinigungen usw. erscheinen uns heute nicht mehr als vertretbare Strafen. Viele islamische Theologen aber sehen darin – im Gegensatz zum „humanen“ Strafvollzug – wahre Abschreckungsstrafen, die keineswegs willkürlich, sondern nach klar kalkulierbaren Regeln verhängt werden.</p>
<p>(…) Was gefordert ist, heißt auf eine einfache Formel gebracht: (&#8230;) Gerechtigkeit im Sinne einer absoluten Gleichbehandlung.</p>
<p>Nur so ist zu verstehen, dass Khomeini sagt: „Die, die die Strafen verhängen, dürfen die Anweisungen des Gesetzes nicht übertreten, d. h., sie dürfen nicht einen einzigen Peitschenhieb mehr verteilen als vom Gesetz vorgeschrieben, und sie dürfen die Schuldigen nicht beleidigen. Nachdem Ali zwei Dieben die Hand abgehackt hatte, behandelte er sie mit Güte und empfing sie mit solcher Liebenswürdigkeit, dass die Angeklagten ihn zu verehren begannen (…) Das ist Alis Gerechtigkeit.“</p>
<p>Gerechtigkeit ist hier (…) vielleicht am ehesten mit dem Verhalten von Eltern vergleichbar, die ihr Kind wegen Fehlverhaltens gehörig züchtigen, ohne dass sie selbst – und oft auch das Kind – den Eindruck haben, ein solches Verhalten mindere ihre Liebe gegenüber dem Kind.</p></blockquote>
<p>Dieser Paternalismus hat seine Freunde vor allem im Westen. Der Text ist schon etwas älter, nämlich von 2001 (<a href="http://www.rewi.uni-hannover.de/Dokumente/AntesIsl.pdf" target="_blank">Download hier</a>), sein Verfasser heisst Peter Antes. Immerhin, am religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Hannover hält man ihn immer noch für aktuell. Wer jetzt glaubt, die genannten Passagen seien aus dem Zusammenhang gerissen, irrt. Eine Kritik an diesem Gerechtigkeitsverständnis sucht man vergeblich.</p>
<p>Denn der Autor hält es für richtig, dass die meisten der &#8220;Fehlentwicklungen&#8221; nicht hausgemacht, sondern &#8220;von außen in die islamische Welt hineingekommen&#8221; seien. Ausgehend von dieser Prämisse kann es nur noch um die Frage gehen, &#8220;wie man mit dieser Erkenntnis umgeht und welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind und wie die islamischen Lösungen dafür aussehen.&#8221; Und so geht auch hier der Dialog eine Allianz mit der Apologetik ein.</p>
<p>Die völlig zutreffende Äusserung, dass die Muslime kein &#8220;einheitlicher Block&#8221; seien, hätte dem Autor freilich Anlass sein können, einmal muslimische Gegenstimmen zur dieser Form von Gerechtigkeit zu Wort kommen zu lassen, aber diese Gelegenheit blieb ungenutzt. Stattdessen wird ausgiebig Khomeini zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Gerechtigkeit des Islam ist einfach und leicht. Sie löst alle Probleme des Straf- und Zivilrechts auf die angenehmste, einfachste und schnellste Art, die denkbar ist. Es genügt, dass sich ein islamischer Richter, begleitet von zwei oder drei Gehilfen, mit Federhalter und Tintenfass in eine Stadt begibt, um über jeden beliebigen Fall sein Urteil zu sprechen und es sofort vollstrecken zu lassen. Halten Sie dagegen, was das gegenwärtig die westliche Gesellschaft an Zeit und Geld kostet mit all diesen Prozeduren, die ein Urteil im Namen von Grundsätzen, die dem Islam fremd sind, umgeben.“</p></blockquote>
<p>Dass diese Gerechtigkeit zu massenhaften Hinrichtungen geführt hat, geht in einer Fussnote unter. Solche gutgemeinten Texte leisten einer &#8220;Islamophobie&#8221; wohl weitaus mehr Vorschub als alle sachliche Kritik an den Zuständen in der Islamischen Welt. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bildungsideale im Gottesstaat</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2380/bildungsideale-im-gottesstaat/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 21:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Basij]]></category>
		<category><![CDATA[Chamenei]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Today, officials of the Zionist regime acknowledge that they are moving towards weakness, destruction and defeat&#8221;, zitiert die iranische Nachrichtenagentur FARS den religiösen Führer Khamenei.
Natürlich werden uns wieder einige Nahosterklärer weismachen wollen, dass das alles ganz harmlos sei, denn Khamenei rufe schliesslich nicht zur Gewalt auf, sondern habe gewiss nur seinen Wunsch zum Ausdruck bringen wollen, dass Israel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Today, officials of the Zionist regime acknowledge that they are moving towards weakness, destruction and defeat&#8221;, <a href="http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8707100355">zitiert</a> die iranische Nachrichtenagentur FARS den religiösen Führer Khamenei.</p>
<p>Natürlich werden uns wieder einige Nahosterklärer weismachen wollen, dass das alles ganz harmlos sei, denn Khamenei rufe schliesslich nicht zur Gewalt auf, sondern habe gewiss nur seinen Wunsch zum Ausdruck bringen wollen, dass Israel wie von selbst verschwinden möge.</p>
<p>Wie harmlos das alles ist, zeigt ein Buch, das jetzt die paramilitärischen Basij veröffentlicht haben und sich über Holocaust-Opfer <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/iran/3086474/Iran-launches-book-mocking-Holocaust-victims.html" target="_blank">lustig macht,</a> wie der &#8220;Telegraph&#8221; berichtet:</p>
<blockquote><p>Inside pages have pictures of bearded Jews shown leaving and re-entering a gas chamber with a counter that reads 5,999,999.</p>
<p>Another picture shows a hospital patient covered in an Israeli flag and on life support, breathing Zyklon-B, the poisonous gas used in the death camps.</p></blockquote>
<p>All dies geschieht unter den Augen des Bildungsministers. Eine Webseite der Basij <a href="http://tinyurl.com/3ux3ky" target="_blank">klärt auf</a>: &#8220;Ein Staat, der mit Israel seinen Frieden macht, ist ein Verräter an seiner Nation.&#8221;</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mit Gottes Beistand</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2364/jannati-freitagspredigt/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 18:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Teheran]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Feind mobilisiert seine Kräfte, um den Islam, die Revolution und das islamische System zu zerstören, mahnt der einflussreiche Ajatollah Jannati in seiner aktuellen Freitagspredigt in Teheran.
Auch der Prophet, so Jannati weiter, habe zehn Jahre lang unter harten Bedingungen ausgeharrt, bevor er darangegegangen sei, die Situation zu ändern. Darum gelte es nun, Ruhe zu bewahren.
Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Feind mobilisiert seine Kräfte, um den Islam, die Revolution und das islamische System zu zerstören, mahnt der einflussreiche Ajatollah Jannati <a href="http://iscanews.ir/fa/ShowNewsItem.aspx?NewsItemID=240027" target="_blank">in seiner aktuellen Freitagspredigt</a> in Teheran.</p>
<p>Auch der Prophet, so Jannati weiter, habe zehn Jahre lang unter harten Bedingungen ausgeharrt, bevor er darangegegangen sei, die Situation zu ändern. Darum gelte es nun, Ruhe zu bewahren.</p>
<p>Denn eine wachsende Gefahr, so Jannati, bewirke eine wachsende Gefährlichkeit auf der gegnerischen Seite – bis zu dem Tag, an dem mit Gottes Beistand &#8220;eine Kraft in die Hände des iranischen islamischen Systems gelangt&#8221;, mit der die Möglichkeit ausgeschlossen werde, dass das Land einer Invasion zum Opfer fällt.</p>
<p>Träumt da etwa jemand von einer Nuklearwaffe?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schurkenstaat</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 21:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturrevolution]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Dem Westen gilt der Iran als &#8220;Schurkenstaat&#8221; &#8211; doch die Iraner sehen sich als Erben eines toleranten historischen Großreichs&#8221; meint die Redaktion der deutschen Ausgabe des &#8220;National Geographic&#8221; und will offenbar suggerieren: Der Iran kann kein Schurkenstaat sein. 

Nun versteht selbst ein Kind, dass es einen Unterschied zwischen Staat und Bevölkerung gibt. Und es bedarf keiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dem Westen gilt der Iran als &#8220;Schurkenstaat&#8221; &#8211; doch die Iraner sehen sich als Erben eines toleranten historischen Großreichs&#8221; meint die Redaktion der deutschen Ausgabe des &#8220;<a href="http://www.nationalgeographic.de/index.htm" target="_blank">National Geographic</a>&#8221; und will offenbar suggerieren: Der Iran kann kein Schurkenstaat sein. </p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-2363" style="float: left;" title="natgeogr_persien" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/09/bild-3.png" alt="" width="294" height="187" /></p>
<p>Nun versteht selbst ein Kind, dass es einen Unterschied zwischen Staat und Bevölkerung gibt. Und es bedarf keiner geistigen Kapriolen um zu begreifen, dass die Menschen eines Landes durchaus anders denken mögen als ihre Regierung. </p>
<p>In solchen Fällen hat man es meist mit einer Diktatur zu tun. Im konkreten Falle des Iran muss man hinzufügen, dass dem gegenwärtigen Regime das altiranische Erbe durchaus ein Dorn im Auge ist, dem zum Teil mit <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/993/kulturrevolution-im-iran/" target="_blank">brachialen Methoden</a> auf den Leib gerückt werden soll.</p>
<p>Internationaler Druck wird sicherlich das schlimmste verhindern, aber nun ausgerechnet die Hinterlassenschaft der Achämeniden als Argument für das gegenwärtige Regime zu nehmen, ist schon reichlich grotesk. </p>
<p>Auch vorislamische Bräuche wie Nouruz sind bei den Mullahs <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/357/nouruz/" target="_self">nicht eben wohlgelitten</a>. Die Menschen jedoch hält es nicht ab, weiterhin ihr Fest zu feiern. So etwas nennt man &#8220;zivilen Ungehorsam&#8221;.</p>
<p>Die Verwechslung von Staat und Gesellschaft finden wir übrigens <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1994/beer-iran/" target="_self">häufiger bei den Linken</a>. Dabei ist es nicht schwer zu verstehen: Das gegenwärtige Regime ist ein Schurkenstaat – das Land als historische und kulturelle Grösse ist es nicht. Muss man das wirklich erklären?</p>
<p><em><span style="color: #888888;">Grafik: National Geographic</span></em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Ministerium zur Erwartung des Mahdi&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 21:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der Erfindung des &#8220;Ministry of Silly Walks&#8221; durch die Monty Pythons hat es eine solche Idee nicht mehr gegeben: Ein Kleriker aus dem iranischen Ghom plädiert für die Errichtung eines &#8220;Ministeriums zur Erwartung des Mahdi&#8221;, was wohl die logische Konsequenz aus dem Geniestreich einer anderen Geistesgrösse ist, die die Gründung eines Koranministeriums vorgeschlagen hatte. 
Wenn alle Vertreter des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Erfindung des <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IqhlQfXUk7w" target="_blank">&#8220;Ministry of Silly Walks&#8221;</a> durch die Monty Pythons hat es eine solche Idee nicht mehr gegeben: Ein Kleriker aus dem iranischen Ghom plädiert für die Errichtung eines <a href="http://www.rasanews.com/Negaresh_site/FullStory/?Id=35223" target="_blank">&#8220;Ministeriums zur Erwartung des Mahdi&#8221;</a>, was wohl die logische Konsequenz aus dem Geniestreich einer anderen Geistesgrösse ist, die die Gründung eines <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1968/koranministerium/" target="_blank">Koranministeriums</a> vorgeschlagen hatte. </p>
<p>Wenn alle Vertreter des Staates sich zusammenschliessen und von der guten Sache überzeugt sind, so Hodjatoleslam Samsamoddin Qavami, dann wird es nicht bei einer rhetorischen Floskel bleiben. Haben denn die Menschen zuvor nicht auch eine islamische Revolution für unmöglich gehalten, die dann dennoch eingetreten ist? Na also.</p>
<p>Um die &#8220;Kultur des Mahditums&#8221; voranzutreiben, soll die Sprache der Kunst in Kinos und Theatern, in der Bildhauerei und in der Poesie zum Ausdruck kommen, fordert Qavami (s. auch <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2178/der-sokrates-unserer-tage/" target="_self">hier</a>). Mahdi-Visionen statt Panavision? Warten auf den Mahdi statt Warten auf Godot? In Ghom ist nichts unmöglich!</p>
<p>Da die für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jamkaran-Moschee" target="_blank">Jamkaran-Moschee</a> Verantwortlichen den Enthusiasmus der Massen nicht zu kontrollieren in der Lage seien, müsse der Staat seine Aufmerksamkeit auf dieses Problem richten und das ganze Land mobilisieren, findet der Kleriker. </p>
<p>(Dank an Nasrin)</p>
<p>http://www.youtube.com/v/i5Jyu6eioZ4&amp;hl=en&amp;fs=1</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vernichtung Israels: Prinzip der Revolution</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2345/vernichtung-israels-prinzip-der-revolution/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 19:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Schia]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmordattentate]]></category>

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		<description><![CDATA[Unerschöpflich ist die Interpretationsgabe westlicher Nahosterklärer, die von Vertretern der Islamischen Republik zuweilen in unverblümter Rede vorgetragenen Wünsche einer Vernichtung des jüdischen Staates mit einer solchen Hingabe schönzureden und umzuinterpretieren, dass man fast Mitleid mit dem Regime in Teheran bekommen möchte. Es ist zwar leicht, ein böser Bube zu sein, aber manchmal eben schwer, sich einen entsprechend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unerschöpflich ist die Interpretationsgabe westlicher Nahosterklärer, die von Vertretern der Islamischen Republik zuweilen in unverblümter Rede vorgetragenen Wünsche einer Vernichtung des jüdischen Staates mit einer solchen Hingabe <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2289/azsafheyeruzgar-ahmadinejad/" target="_self">schönzureden</a> und umzuinterpretieren, dass man fast Mitleid mit dem Regime in Teheran bekommen möchte. Es ist zwar leicht, ein böser Bube zu sein, aber manchmal eben schwer, sich einen entsprechend schlechten Ruf einzuhandeln. </p>
<p>Für die Ganovenehre freilich ist das ein Schlag ins Genick. Wenn selbst die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass die Auslöschung Israels fester Bestandteil des politischen Wunschkatalogs in Teheran ist, dann gibt es immer noch die Katajun Amirpur, die zum Glück <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2339/amirpur-englisch/" target="_self">besser als die Mullahs weiss</a>, was die Mullahs denken. Unübertroffen ist bislang allerdings die Taktik aus Michigan, mit rigorosen Wort-für-Wort-Übersetzungen zu ganz neuen semantischen Ufern zu gelangen.</p>
<p>Dabei gibt das Regime <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2314/az-arseye-giti/" target="_self">sich soviel Mühe</a>. Mit schönster Regelmässigkeit benutzen seine Vertreter Formulierungen, die umzuinterpretieren schon ein gerüttelt Mass an Phantasie erfordern, was dann in der &#8220;Süddeutschen&#8221; mitunter zu einem richtig langen Artikel führen kann. Die Mullahs verfügen zwar über Mittel, die Gegner im eigenen Land zur Räson zu bringen, aber an ihren Weichspülern im Westen gleiten sie vergeblich ab.</p>
<p>In der neuen Folge der west-östlichen Soap über Dinge, die gesagt, aber nie gemeint wurden, hat nun Hodjatoleslam Fazel-Lankarani seinen Auftritt, in dem er <a href="http://shia-online.ir/article.asp?id=2413&amp;cat=1" target="_blank">an ein paar Grundprinzipien der Islamischen Revolution erinnert</a> (Hervorhebung von mir, MK):</p>
<blockquote><p>Diese Revolution beruht auf denselben Prinzipien, die in unseren heiligen Texten vorhanden sind. Der Imam [Khomeini - MK] wollte keine eigene Denkschule gründen. Er hat ebendiese religiösen Texte und Weisheiten belebt und auf die Bühne des Handelns gebracht und ihre Werte in der Gesellschaft lebendig gemacht. (…)</p>
<p>Die Frage der anti-tyrannischen Einstellung gegenüber einem Tyrannen und eine Tyrannei nicht aushalten zu müssen, hat er betont. Es ist notwendig, dass wir alle uns die Revolution und ihren grossen ethischen Ursprung in Koran und Sunna aneignen. <strong>Auf dieser Grundlage brachte der Imam zum Ausdruck, dass die Vernichtung Israels [mahv-e Esrail] eine der wichtigsten Bestrebungen [mohemmtarin armanha-ye enqelab-e ma] unserer Revolution ist.</strong> (…)</p>
<p>Wenn nun geäussert wird, was denn für ein Unterschied zwischen dem Iran und Israel besteht und wir ebensogut ein Freund des Iran wie ein Freund Israels sein können, dann zeigt dies, dass die Glaubensprinzipien solcherlei Äusserungen schwach sind. Jemand, der solche Gedanken hegt, muss in der Glaubensfrage eine Revision vornehmen. Diesen Individuen ist das Wesen der Revolution nicht klargeworden (…).</p>
<p>Zu dem Dekret des Imams, dass solche, die dem Staat Israel Hilfe leisten, Kollaborateure sind, wurden unsere höchsten Autoritäten befragt, die dazu befanden, dass durch Selbstmordattentate [amaliyyatha-ye esteshhadi] den Aufenthaltsort des israelischen Volkes auszulöschen [gah-e mardom-e Esrail az beyn miravand] erlaubt sei und nicht verboten. (…)</p>
<p>Gott mache uns zu wahrhaft Wartenden auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verborgener_Imam" target="_blank">Emam-e Zaman</a>, festige diese Revolution tagtäglich und führe die Weltrevolution des Emam-e Zaman kontinuierlich fort.</p></blockquote>
<p>Passend dazu erfolgte die <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1218710384313&amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull" target="_blank">Meldung</a> im iranischen Staatsfernsehen, dass der Iran in der Lage ist, mit seinen Kampfflugzeugen eine Distanz von 3000 km ohne Nachbefüllung zurückzulegen, so der Chef der Luftwaffe, General Ahmad Mighani.</p>
<p>Israel liegt etwa 1000 km vom Iran entfernt.</p>
<p>(Dank an Nasrin)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was Mugabe vom Iran lernen kann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2310/iran-pasdaran/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2310/iran-pasdaran/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 20:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Ahmadinejad]]></category>
		<category><![CDATA[Basij]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Teheran]]></category>
		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Mugabe lebenslang Präsident Zimbabwes bleiben und zugleich den Anschein demokratischer Verhältnisse bewahren will, dann, so der politische Analyst Hasan Daioleslam, sollte er sich einmal im Iran umsehen (Quelle: American Chronicle):
The recipe is easy and simple. Instead of becoming a presidential candidate, Mugabe could seat himself as the life term Supreme Leader. He then has [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Mugabe lebenslang Präsident Zimbabwes bleiben und zugleich den Anschein demokratischer Verhältnisse bewahren will, dann, so der politische Analyst Hasan Daioleslam, sollte er sich einmal im Iran umsehen (Quelle: <a href="http://www.americanchronicle.com/articles/68390" target="_blank">American Chronicle</a>):</p>
<blockquote><p>The recipe is easy and simple. Instead of becoming a presidential candidate, Mugabe could seat himself as the life term Supreme Leader. He then has to install a Council of Guardians to choose a few suitable presidential candidates with a solid record of obedience. By doing so, there would be no risk that one of the candidates would take refuge in a foreign embassy. As &#8220;democratic&#8221; elections take place every few years, the lucky winners of these presidential games could take turn in morphing into a moderate, reformist, pragmatist, radical, or realist. The democracy kit is not complete yet. Mugabe should fill the parliaments with the same kind of friends (moderates, reformists …). At the end, the Supreme Leader should make it clear to everyone that even such friendly president and parliament would have no authority and if by accident or excess of confidence they overextend their responsibilities, the Council of Guardian will intervene and guarantee the safety of the Republic. This form of democracy is called Velayat-e-Faghih. </p></blockquote>
<p>Treffender könnte das herrschende Mullahsystem gar nicht beschrieben werden! Dabei ist es in der Tat unglaublich, wieviele Intellektuelle im Westen bereit sind, in der iranischen Theokratie zumindest annähernd demokratische Verhältnisse zu erblicken. Ähnliche Zitate, wie Daioleslam sie für den amerikanischen Raum gesammelt hat, liessen sich auch ohne weiteres für Europa finden.</p>
<p>Im Interview mit dem <a href="http://frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=10622C9E-1364-4C87-9F27-5C5638B7E176" target="_blank">FrontpageMagazine</a> erläutert Daioleslam, warum das Regime nun gerade Ahmadi-Nejad in das Amt des Präsidenten gehievt hat (Links von mir eingefügt – MK):</p>
<blockquote>
<p dir="ltr">Why in 2005, did the Iranian leadership replace Mohammad Khatami, a smiling and internationally greeted president with a radical and repelling personality as Ahmadinejad? Note that in Iran, despite the masquerade of elections, presidents are selected rather than elected. It is naïve to believe that Ahmadinejad&#8217;s triumph was the result of a popular democratic process. The 2005 elections were particularly rigged. For the first time in the three decade history of the Clerical rule, all the candidates (except the lucky winner) publicly talked about massive intervention of the Guards and organized cheating.</p>
<p dir="ltr">(…) Why was there a need to <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/88/greater-iranian-middle-east/" target="_blank">unify the power under the Guards&#8217; control</a>? (…) In 2002- 2003, the Iranian clandestine nuclear program was uncovered and the regime was under immense pressure. At the same time, Iraq was invaded by the coalition forces and Tehran was faced with US massive presence. These two new elements were on top of the most important threat that regime was facing: the internal unrests and a growing social and political dissent movement.</p>
<p dir="ltr">To face these three challenges, regime had two choices: First choice was to come clean in nuclear dossier, get along with new regional geopolitics and finally liberalize the political atmosphere inside the country. We know that Tehran did not follow this path. The Ayatollahs opted for the second choice: (…) Mullahs&#8217; armed forces- The Pasdaran Army (Revolutionary Gaurds); Hence Ahmedinejad’s presidency. The current <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/193/irans-innenpolitischer-kurs/" target="_blank">catastrophic economic, political and social conditions</a>, international isolation and placing the whole region at the verge of a dangerous war, are all consequences of this strategic choice by Tehran.</p>
</blockquote>
<p>Bleibt nur die Frage, warum die Welt den Iran meist noch als Irgendwie-Demokratie zu betrachten bereit ist, Mugabes Zimbabwe dagegen nicht.</p>
<p>Viele, so Daioleslam, glauben, <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/623/ol-ist-die-antwort/" target="_blank">die Antwort heisse Öl</a>. </p>
<p><em>(Dank an Nasrin)</em></p>
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		<title>Hinter dem Schleier der Islamischen Republik</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 21:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der erste Newsletter von ASMEA wartet mit hochinteressanten Konferenzpapieren auf, darunter eines über &#8220;juristischen Terrorismus im Namen islamischer Gerechtigkeit: Der Fall Iran, 1979-2007&#8243;, in dem man u.a das hier lesen kann:
In October 1989, the Resalat Daily reported that during the course of a stoning, the female convict managed to drag herself out of the stoning [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Newsletter von <a href="http://www.asmeascholars.org">ASMEA</a> wartet mit hochinteressanten Konferenzpapieren auf, darunter eines über &#8220;juristischen Terrorismus im Namen islamischer Gerechtigkeit: Der Fall Iran, 1979-2007&#8243;, in dem man u.a <a href="http://www.asmeascholars.org/Conference/2008ConferencePapers/JudicialTerrorismintheNameofIslamicJustice/tabid/858/Default.aspx" target="_blank">das hier lesen kann</a>:</p>
<blockquote><p>In October 1989, the <em>Resalat Daily</em> reported that during the course of a stoning, the female convict managed to drag herself out of the stoning pit to escape the punishment. Traditionally, one who survives actual capital punishment (in this case stoning) is considered innocent and would be let go. Not in this case as the marshals of the execution were reported to have captured the fleeing convict, brought her back to the pit, and forced her to endure the rest of the punishment which resulted in her agonizing death. It is noteworthy that the top officials of the Islamic Republic have consistently denied that women are stoned to death. For example, in an interview with <em>Le Figaro</em> on September 10, 1994, the then President of Iran, the Ayatollah Akbar Rafsanjani was asked, “Are women accused of adultery stoned in Iran?” He replied: “No, no such thing exists in Iran. This has been fabricated to damage us.” However, The General Assembly of the United Nations has condemned the Islamic Republic of Iran (IRI) fifty-three times for the egregious violation of human rights in 2007, including its use of stoning as punishment. There are other world bodies such as Amnesty International (AI), and Human Rights Watch (HRW) that have reached similar conclusions. For example, in its 1989 Annual Report, Amnesty International reported the execution of more than 1200 political prisoners in Iran.</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert ist, wie die Brutalität des Regimes einhergeht mit einer ausgesprochenen Feigheit, sich zu ihr zu bekennen. Immerhin werden Steinigungen und ähnliche Barbarismen <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1331/tod-im-stadion/" target="_blank">in aller Öffentlichkeit</a> vollstreckt. Eine Leugnung dieser Vorkommnisse scheint also besonders absurd. Zugleich zeigt es auf eine Weise, die anschaulicher nicht sein könnte, dass diesem Regime nicht über den Weg zu trauen ist, mögen ihre <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2126/strassen-von-teheran/" target="_blank">Apologeten</a> im Westen auch gerne das Hohelied des Dialogs und der Verständigung singen.</p>
<p>Die Autoren des Papers weisen zudem darauf hin, dass sich nach Angaben von Amnesty International die Situation bis heute nur noch verschlimmert hat. Hierzulande mögen viele von einer Ära Ahmadi-Nejad nichts anderes erwartet haben, aber wer gelegentlich den britischen &#8220;Guardian&#8221; liest, weiss, dass dort ein gewisser Hossein &#8220;Hoder&#8221; Derakhshan die Stirn hat, Ahmadi-Nejad mit dem Modernisierer <a href="http://i.hoder.com/archives/2008/06/080609_017437.shtml" target="_blank">Amir Kabir zu vergleichen</a> und einer westlichen Öffentlichkeit allen Ernstes weisszumachen versucht, im Iran wandelten sich die Dinge <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/may/15/goodversusevilagain" target="_blank">zum Besseren</a>. Die Verfasser des Papiers schliessen dagegen mit folgender Bilanz:</p>
<blockquote><p>The victimization data utilized in this paper and in conjunction with the operational functions of the Islamic Penal Code show the following: (1) Juveniles as young as 16 years of age are being subjected to capital punishment from 1979 to present; (2) a record number of women convicts have been stoned to death for crimes such as adultery, immoral relations, murder and prostitution without due process of law; (3) political opponents of the Islamic Republic have been assassinated in Europe, North America and South East Asia; (4) the United Nations General Assembly has condemned numerous times the Islamic Republic for its egregious violation of basic human rights in Iran including the manner in which cruel and unusual punishments have been applied without due process of law. What we consider as judicial acts of terrorism do not take place because some low ranking judges or prosecutors have arbitrarily inflicted cruel and unusual punishments on the convicts; from both the Islamic Penal Code and the Islamic Republic’s Constitutional prerogatives, each case has to be validated through both procedural laws as well as relevant case law as predicated on authentic sayings or tradition attributed either to the Prophet Muhammad or to the Immaculate Shiite Imam(s), or both.</p></blockquote>
<p>Ein klarer Befund: Brutalität ist kein gelegentliches Vorkommnis, sondern dem Wesen der Islamischen Republik in das Fundament gegossen. Was das für das Unterfangen einer &#8220;Reformbewegung&#8221; bedeutet, mag sich jeder selbst denken.</p>
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		<title>Was treibt Ahmadinejad an?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 16:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Jonathan Halevi und Ashley Perry
Der schiitische Iran strebt danach, die Position einer regionalen Supermacht zu erlangen, indem er eine wichtige Atommacht auf der internationalen Bühne wird. Der Iran fordert den Westen offen heraus, wenn er versucht, die Amerikaner und Briten aus dem Irak zu vertreiben und Hegemonie in der Golfregion zu erreichen, u. a. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Jonathan Halevi und Ashley Perry</em></p>
<p>Der schiitische Iran strebt danach, die Position einer regionalen Supermacht zu erlangen, indem er eine wichtige Atommacht auf der internationalen Bühne wird. Der Iran fordert den Westen offen heraus, wenn er versucht, die Amerikaner und Briten aus dem Irak zu vertreiben und Hegemonie in der Golfregion zu erreichen, u. a. mittels seines in den letzten Jahren massiv vorangetriebenen Militärprogramms. Die iranische Führung spricht von einem „neuen Nahen Osten“ als Antwort auf den Westen und meint damit einen islamischen Nahen Osten, der von der Islamischen Revolution des Iran geprägt ist.</p>
<p>Die politischen Aspirationen des Iran werden von einem religiösen Eifer angetrieben. Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat wiederholt die „bevorstehende und offenkundige Liquidierung Israels“ beschworen, als Codewort für die messianische Inbrunst, die er mit seinem spirituellen Mentor, Ayatollah Mohammad Taghi Mesbah Yazdi, teilt, einem der radikaleren Ayatollahs, der  diplomatischen und militärischen Aktivismus vertritt, um die globale islamische Revolution voranzutreiben.</p>
<p>Der frühere Präsident Khatami, ein iranischer Reformer, hat Yazdi einmal als den „Theoretiker der Gewalt“ bezeichnet. 2006 erließ Yazdis führender Schüler, Mohsen Gharavian, eine Fatwa, die den Einsatz von Atomwaffen gegen andere Länder genehmigte. Dies steht im Widerspruch zu iranischen Diplomaten im Westen, die immer wieder sagen, dass Atomwaffen dem Islam zuwiderlaufen und daher nicht angestrebt werden sollen.</p>
<p>In einer Sprache, die an Ayatollah Khomeinis Fatwa gegen Salman Rushdie erinnert, bestimmte Ahmadinejads Mentor auch: „Wenn irgendjemand die Heiligkeit des Islam beleidigt, erlaubt der Islam, dass sein Blut vergossen wird, ohne dass rechtliche Verfahren notwendig wären.“</p>
<p>Gegenüber führenden Religionsgelehrten versuchte Ahmadinejad im November 2005 nicht seine wahren Motive und Absichten zurückzuhalten. Das grundlegende Ziel sei es, dem Mahdi, dem schiitischen Messias oder „entschwundenen Messias“ den Weg zu bereiten. Dabei betonte er, um dies zu erreichen, müsse der Iran ein islamisches Beispiel geben, eine starke Gesellschaft aufbauen und eine Regierungspolitik auf vielen Bereichen entwickeln, die sich um die Zielvision des Endes der Zeit mit der Ankunft des Mahdi bemüht.</p>
<p>Als Bürgermeister Teherans hat Ahmadinejad im Jahr 2004 offensichtlich heimlich die Stadtverwaltung angewiesen, eine große Allee für den Mahdi vorzubereiten. Ein Jahr darauf stellte er als Präsident 17 Millionen Dollar für eine blau-gekachelte Moschee in Jamkaran in Qum zur Verfügung, die eng mit dem Mahdi-Glauben (mahdaviat) verbunden ist. Er drängte auch zum Bau einer direkten Zuglinie zwischen Teheran und Jamkaran.</p>
<p>Der religiöse Eifer, der mit der Moschee verbunden ist, zeigt sich jeden Dienstag, wenn sich am für die Ankunft des Mahdi angesetzten Abend Tausende von Iranern am Schrein von Jamkaran tummeln. Sie schreiben Wünsche auf Zettel und werfen sie in einen Brunnen, in dem der Imam erschienen sein soll. Ahmadinejad hat einmal eine Liste der von ihm vorgeschlagenen Kabinettsmitglieder in einen nahe der Moschee gelegenen Brunnen geworfen, um – so wird erzählt – von der ihm zugeschriebenen göttlichen Verbindung zu profitieren.</p>
<p>Am meisten beunruhigt, dass Ahmadinejad offen den Glauben vertritt, seine Herrschaft sei der Vorbote des Mahdi. Seine Rede vor der UNO im Jahr 2006 in Anwesenheit vieler führender Politiker aus der ganzen Welt schloss er mit einem Gebet: „Oh mächtiger Gott, ich bete zu dir, das Erscheinen deines letzten Treuhänders zu beschleunigen, des Versprochenen, des perfekten und reinen menschlichen Wesens, desjenigen, der diese Welt mit Gerechtigkeit und Frieden erfüllen wird.“</p>
<p>Ein voriges Jahr im Libanon veröffentlichtes Buch mit dem Titel „Ahmadinejad und die nächste globale Revolution“ konzentriert sich auf Ahmadinejads schiitische Vision des Mahdi. Der Autor, Shadi Fakiya, stellt eine direkte Verbindung zwischen Ahmadinejad und dem Mahdi her. Fakiya behauptet, dass der gegenwärtige iranische Präsident der Beschreibung des Kommandanten der Mahdi-Truppen entspricht, die gemäß dem schiitschen Glauben Jerusalem befreiten.</p>
<p>Ahmadinejad wird als entschlossen und direkt von Allah geführt dargestellt und im Glauben daran, dass die „Armee der Befreiung Jerusalems“ durch den Irak ziehen wird, ähnlich wie Ayatollah Khomeini, der behauptete, dass die Straße nach Jerusalem durch Karbala (eine heilige schiitische Stadt im Irak) führe würde.</p>
<p>Ahmadinejads Entschlossenheit, Atomwaffen zu gelangen, wird auch als Zeichen messianischer Erlösung ausgelegt, wenn er und sein Umkreis die Auseinandersetzung mit der internationalen Gemeinschaft über die Verhinderung der Entwicklung von Nukleartechnologie als einen der Wege, dem Erscheinen des Mahdi den Weg zu bereiten, betrachten.</p>
<p>Wie im Christentum wird auch dem schiitischen Messias ein ‚Anti-Christ’ bzw. im schiitischen Glauben der ‚Dajjal’ vorangehen. Die muslimische Tradition sagt voraus, dass am „Ende der Zeiten“ der Dajjal und seine Armee damit drohen werden, den gesamten Globus zu übernehmen, wobei der größte Teil mittels militärischer Macht erobert und andere mit materiellem Wohlstand verführt werden sollen. Dann wird der Mahdi erscheinen, um den Dajjal zu zerstören und sodann nach dem Gesetz der Sharia die Welt zu regieren.</p>
<p>Wenn auch historisch wenig über die Identität des Dajjal bekannt ist, behaupten mehr und mehr schiitische Imame, dass die Juden der Dajjal und seine Anhänger sind. Diese extremistischen Imame und ihre Gefolgsleute verweisen auf die antisemitischen ‚Protokolle der Weisen von Zion’ als Beweis dafür, dass die Juden die Welt regieren und den Islam korrumpieren.</p>
<p>Bereits in den 70er Jahren schrieb Ayatollah Khomeini in seinem Vilayat-i Faqih, dass die Juden den Islam pervertieren und daher göttliche Rache verdienen würden.</p>
<p>Ahmadinejads Obsession mit Israel führt viele dazu, davon auszugehen, dass er glaubt, Israel sei das absolut Böse und passe in die Rolle des vermeintlichen Dajjal. Des iranischen Präsidenten andere Obsession, die Leugnung des Holocaust, fügt sich ebenso in den Glauben ein, dass der Dajjal die Welt mit seinen Lügen irrezuführen vermöge.</p>
<p>Gemäß der Fakiya ist das gegenwärtige Zeitalter das „Zeitalter der Offenbarung“, in dem verschiedene Anzeichen das Erscheinen des Mahdi verkünden: Zuerst wird es eine Zusammenkunft der Juden in Palästina geben; danach wird der schiitsche Mahdi erscheinen und die entscheidende Schlacht zur Vernichtung der Juden führen. Dem wird die Errichtung eines islamischen Staates als erste Phase des weltweiten Imam-Staats folgen. Ein wichtiges Element stellt dabei ein dem Iran gegenüber loyales Regime im Irak dar.</p>
<p>Die Schilderung des Khorasani in der schiitschen Vision des Zeitenendes ist kompatibel mit Irans spirituellem Führer, Ayatollah Ali Khamenai, dem Staatsoberhaupt des Iran.  Der Khoransani wird die Fackel dem Mahdi übergeben und dann zum obersten Muslim werden.</p>
<p>Die Beschreibung des Shuyeb bin Salah passt auf Ahmadinejad. Shuyeb, auch bekannt als al-Shabi al-Salah, ist die Figur, die nach der schiitischen Tradition die Armee des Mahdis führen wird, also der Kommandant der muslimischen Truppen. Shuyeb wird als sonnengebräunt und dünn beschrieben, mit einem kurzen Bart, aus Teheran stammend, entschlossen und kriegerisch. Man geht davon aus, dass Ahmadinejad sich selbst in dieser Rolle sieht, da er der historischen Beschreibung zu entsprechen scheint.<br />
<em><br />
Oberstleutnant d. Res. Jonathan D. Halevi ist Senior Researcher of the Middle East and radical Islam am Jerusalem Center for Public Affairs.</p>
<p>Ashley Perry ist politischer Analytiker und hat u. a. für das Büro des Ministerpräsidenten gearbeitet.</em></p>
<p>(<em>Yedioth Ahronot</em>, 17.06.08. Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</p>
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