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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Medien</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Theater</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 15:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, empörte sich in einem offenen Brief an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, dass Ackermann  eine „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ sei, die er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen hätte und auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“. 
Hintergrund von Steckels Äußerungen ist eine von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, <a href="http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Ackermann-sagt-seine-Teilnahme-am-Treff-im-Schauspielhaus-ab-id4916868.html">empörte sich in einem offenen Brief</a> an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, dass Ackermann  eine „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ sei, die er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen hätte und auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“. </p>
<p>Hintergrund von Steckels Äußerungen ist eine von „<a href="http://www.herausforderungzukunft.de/">Herausforderung Zukunft</a>“ geplante Veranstaltung, auf der Dr. Josef Ackermann und Dr. Edmund Stoiber miteinander über die internationalen Finanzmärkte <a href="http://www.herausforderungzukunft.de/Aktuelles/aktuelles.html">diskutieren wollten</a>.  </p>
<p>Steckel hatte zudem das Bochumer Schauspielensemble aufgefordert, „mit einem klaren Votum gegen diesen Auftritt zu protestieren“ und stieß damit auf Resonanz. Aufgrund der <a href="http://www.dielinke-bochum.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell-c93979bf27/artikel/josef-ackermann-in-bochum-offener-brief-an-otillie-scholz-und-townsend/">Reaktionen</a> sagte Ackermann seinen <a href="http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/deutsche-bank-chef-sagt-vortrag-in-bochum-ab-1.1345556">Auftritt ab</a>.  </p>
<p>Wurde Ackermann auch in Anders B. Breivik Manifest zitiert? Nein, er ist schuldig, weil er der scheidende Vorstandsvorsitzende der erfolgreichsten deutschen Bank ist. Es ist sein Vergehen, dass er höchst erfolgreich einen Job ausübte, der für Kapitalismus steht. Dies reicht bestimmten Gruppen, um ihm sein Menschen- und Bürgerrecht auf freie und öffentliche Meinungsäußerung und  den Gästen der Veranstaltung das Recht auf freie Informationsbeschaffung abzusprechen. </p>
<p>Es scheint so durchsichtig, dass es diesen Protestlern darum geht, unliebsame Auffassungen zu unterbinden. Man sollte annehmen, diese stehen am Rande der Gesellschaft ob ihres totalitären Verhaltens. Ein Blick in die Zeitungen ergibt leider, dem ist nicht so. Das Untersagen von Meinungen ist anscheinend ein legitimes politisches Mittel geworden. </p>
<p>Henryk M. Broder und Co sollen sich nämlich auch nicht mehr äußern dürfen bzw. nur noch eingeschränkt. Deren Vergehen ist es, für eine freiheitliche Gesellschaft zu stehen, in der jeder sagen darf, was er denkt, ohne danach um sein Leben oder auch nur seine Gesundheit fürchten zu müssen; für eine Gesellschaft, in der Frauen nicht aus pseudoreligiösen Gründen ihre Menschenrechte verwehrt werden und man sie nicht daran hindert, ein Leben zu führen, wie sie es sich wünschen, in der Männer offen andere Männer lieben dürfen, ohne damit rechnen zu müssen, deshalb an einem Baukran erhängt zu werden, in der Kinder sich frei entwickeln können und nicht durch pseudoreligiöse Zwänge an ihrer Entfaltung gehindert werden, in der die Menschen unterschiedlichster Kulturen und Religionen friedlich miteinander leben und von einander lernen und Moslems so viele Moscheen bauen können, wie sie wollen, mit so hohen Minaretten, wie sie wünschen. </p>
<p>All das hasst Breivik so sehr, dass er 76 Menschen kaltblütig ermordete. Dennoch wird allen voran Broder nun vorgeworfen, er sei als geistiger Brandstifter für diese Tat mitverantwortlich. Das ist ebenso durchsichtig wie die Sache mit Ackermann. Es geht nicht um die Freiheit der Menschen, es geht darum, dem politischen Gegner die Meinung zu verbieten. Es geht auch nicht um Muslime, denn diese wollen mehrheitlich auch eine freiheitliche Demokratie hier und nicht ein totalitäres islamistisches Regime. Und eben der Islamismus ist es, den Broder angreift; die totalitäre politische Ideologie. Das sollen Broder und Co nun unterlassen und ihre Texte unter Rücksicht auf Rechtspopulisten verfassen. Breivik wird sich ob dieser Reaktionen ins Fäustchen lachen. </p>
<p>Ich hoffe, Broder und Co machen jetzt nicht den Ackermann, der sich ein solches „<a href="http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/deutsche-bank-chef-sagt-vortrag-in-bochum-ab-1.1345556">Theater</a>“ nicht antuen will, sondern bleiben weiter engagiert und streitbar.  </p>
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		<title>Sahm: Goldstones Reue</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 11:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

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		<description><![CDATA[von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 4. April 2011
Noch nie hat ein Zeitungsartikel derartigen Wirbel in Israel ausgelöst. In der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ hat der ehemalige südafrikanische Richter Richard Goldstone Reue kundgetan und Irrtümer eingestanden. Hätte er beim Verfassen des „Goldstone-Reports“ über vermeintliche Kriegsverbrechen Israels während des Gazakriegs 2008/2009 gewusst, was ihm heute bekannt sei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 4. April 2011</p>
<p>Noch nie hat ein Zeitungsartikel derartigen Wirbel in Israel ausgelöst. In der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ hat der ehemalige südafrikanische Richter Richard Goldstone Reue kundgetan und Irrtümer eingestanden. Hätte er beim Verfassen des „Goldstone-Reports“ über vermeintliche Kriegsverbrechen Israels während des Gazakriegs 2008/2009 gewusst, was ihm heute bekannt sei, hätte er den Report anders formuliert.</p>
<p>Im Auftrag der Menschenrechtskommission der UNO, „mit Muammar Ghadafi als Ehrenvorsitzenden“, wie israelische Politiker heute zynisch kommentieren, hatte sich der jüdische Richter bereit erklärt, mögliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der dreiwöchigen „Operation gegossenes Blei“ zu untersuchen. Das Mandat der UNO-Kommission war so angelegt, dass eine Verurteilung Israels feststand. Deshalb verweigerte die israelische Regierung dem Richter und seinen Mitarbeitern die Einreise nach Israel und jegliche Kooperation, obgleich Goldstones Tochter in Tel Aviv lebt und der Richter sich selber als „Zionist“ und Freund Israels bezeichnet.</p>
<p>Das Ergebnis war eine verheerende Rufschädigung Israels und die Behauptung, dass Israel an der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen absichtlich „Massaker“ verübt habe. Vor allem diese Beschuldigung hat Goldstone jetzt in seinem Zeitungsartikel zurückgenommen. Im Report selber wurden lediglich „bewaffnete Gruppen“ im Gazastreifen des „kriminellen“ und „terroristischen“ Raketenbeschusses auf Israel bezichtigt, nicht aber die dort de facto herrschende Hamas-Organisation, wie Goldstone jetzt in seinem Artikel behauptet.</p>
<p>Er lobte Israel für die Hunderten Untersuchungen möglicher Kriegsverbrechen, sei aber überzeugt, dass israelische Soldaten nicht absichtlich Zivilisten getötet hätten. „Die Hamas hat nichts getan“, gesteht der Richter. Es sei ein „Fehler“ gewesen, derartiges von der Hamas zu erwarten. Beiläufig erwähnt er, dass sich die israelischen Zahlen zu den palästinensischen Opfern (etwa zwei Drittel Hamas-Kämpfer und weniger als ein Drittel Zivilisten) als korrekt herausgestellt hätten.</p>
<p>Der unausgewogene Report hatte eine schwere Rufschädigung Israels zur Folge. Palästinensische Aktivisten in Großbritannien glaubten, israelische Politiker wie Zipi Livni und hohe Offiziere bei ihrer Landung in Heathrow verhaften und als Kriegsverbrecher aburteilen zu lassen. Namhafte Israelis wagten monatelang keine Besuche in London mehr.</p>
<p>Die New York Times hatte sich geweigert, Goldstones Artikel zu veröffentlichen, deshalb sei er in der Washington Post erschienen. Amerikanische und israelische Presseberichte widerlegen Goldstones Behauptung, während seiner Untersuchungen im Gazastreifen vieles nicht gewusst zu haben. Er habe „etwas naiv“ der Hamas-Propaganda, parteiischen „Menschenrechtsorganisation“ und sorgfältig ausgewählten Zivilisten im Gazastreifen geglaubt, obgleich schon damals die UNO, internationale Hilfsorganisationen, die israelische Regierung und Journalisten viele in den Report eingefügte Details als Falschinformationen nachweisen konnten. „Goldstone irrte, wenn er den Kontext von Kampfhandlungen ignorierte, und Israel eines Massakers bezichtigte, nur weil ihm ein Zivilist erzählt, beschossen worden zu sein“, erklärte ein israelischer Militär.</p>
<p>Staatspräsident Schimon Peres forderte, den Goldstone Report in den „Papierkorb der Geschichte“ zu werfen. Im Kabinett verkündete der israelische Ministerpräsident am Sonntag, dass Israel die UNO auffordern wolle, den Report zurückzuziehen. Bisher hat die UNO nur eine einzige Resolution für ungültig erklärt: die Gleichsetzung von Zionismus mit Rassismus.</p>
<p>Sprecher der Hamas und der Autonomiebehörde in Ramallah behaupteten, dass Goldstones Rückzieher einem Blankoscheck für Israel gleiche, „weitere Massaker an Palästinensern zu verüben“. „Zionisten“ hätten Goldstone eingeschüchtert und ihm Todesdrohungen zugesandt. Deshalb sei er eingeknickt.</p>
<p>Alon Liel, ein ehemaliger Türkeibotschafter Israels und alter Bekannter Goldstones, bestätigte, dass der Richter erschreckt gewesen sei über Kritik und Hass vieler jüdischer und israelischer Freunde.</p>
<p>Der Politologe Schlomo Avineri meint hingegen, dass Goldstone ein „aufrichtiger Mann“ sei. Er sei seinem Gewissen gefolgt und habe deshalb seine Irrtümer eingestanden. Zudem sollten Goldstone keine persönliche Vorhaltungen gemacht werden. Er sei an das Mandat der UNO-Menschenrechtskommission gebunden gewesen. Zudem hätten einige seiner Mitarbeiter aus ihrer anti-israelischen Haltung keinen Hehl gemacht. Goldstones größter Fehler sei es gewesen, sich als Jude hingegeben zu haben, und von der Menschenrechtskommission „ausgenutzt“ worden zu sein, diesen Report zu verfassen.</p>
<p>In unzähligen Talkshows und Zeitungsartikeln wurde inzwischen Goldstones „Bekehrung“ diskutiert. Menschenrechtsorganisationen wie Betzelem und „Schweigen brechen“ wurden kritisiert, Goldstone mit falschen Informationen gefüttert hätten. Denen habe er blindlings geglaubt, irrtümlich.</p>
<p>Kritisiert wurde auch die israelische Regierung, wegen ihrer Weigerung, mit Goldstone zu kooperieren. „Vielleicht wäre der Report anders ausgefallen“, spekuliert Alon Liel. Jedoch eine Frau aus Sderot, deren Haus von einer Hamasrakete getroffen worden war und die dabei ihren Mann verloren hatte, war gegen den Willen der Regierung auf eigene Faust nach Genf gereist, um Goldstone als Zeugin „die israelische Seite“ vorzustellen. Im Rundfunk erzählte sie am Sonntag, dass Goldstone während ihrer Anhörung „eingeschlafen“ sei, und dass nichts von ihren Aussagen in den Report Eingang gefunden hätte. Im Report selber wurden offizielle israelische Erklärungen als „unglaubwürdig“ abgetan, sodass sich die israelische Regierung durch eine Kooperation mit der UNO-Kommission nur kompromittiert hätte.</p>
<p>(C) Ulrich W. Sahm</p>
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		<title>Das schlechte Gewissen des Richard Goldstone</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 11:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Erinnern Sie sich an den Goldstone-Bericht? Vermutlich. Ging es doch durch alle Medien, dass Israel während des Gaza Krieges 2008/2009 gezielt palästinensische Zivilisten angegriffen habe. Der UN-Sonderermittler und Namensgeber des Berichtes über die Untersuchung der damaligen Geschehnisse, Richard Goldstone, sieht das heute etwas anders:
We know a lot more today about what happened in the Gaza [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnern Sie sich an den Goldstone-Bericht? Vermutlich. Ging es doch durch alle Medien, dass Israel während des Gaza Krieges 2008/2009 gezielt palästinensische Zivilisten angegriffen habe. Der UN-Sonderermittler und Namensgeber des Berichtes über die Untersuchung der damaligen Geschehnisse, Richard Goldstone, <a href="http://www.washingtonpost.com/opinions/reconsidering-the-goldstone-report-on-israel-and-war-crimes/2011/04/01/AFg111JC_print.html">sieht das heute etwas anders</a>:</p>
<blockquote><p>We know a lot more today about what happened in the Gaza war of 2008-09 than we did when I chaired the fact-finding mission appointed by the U.N. Human Rights Council that produced what has come to be known as the Goldstone Report. If I had known then what I know now, the Goldstone Report would have been a different document.(…) The allegations of intentionality by Israel were based on the deaths of and injuries to civilians in situations where our fact-finding mission had no evidence on which to draw any other reasonable conclusion. While the investigations published by the Israeli military and recognized in the U.N. committee’s report have established the validity of some incidents that we investigated in cases involving individual soldiers, they also indicate that civilians were not intentionally targeted as a matter of policy.(…) The purpose of the Goldstone Report was never to prove a foregone conclusion against Israel. </p></blockquote>
<p>Mag sein, dass mit dem Bericht eine vorweggenommene Verurteilung Israels nicht bezweckt war. Passiert ist es dennoch.</p>
<blockquote><p>Some have suggested that it was absurd to expect Hamas, an organization that has a policy to destroy the state of Israel, to investigate what we said were serious war crimes. It was my hope, even if unrealistic, that Hamas would do so, especially if Israel conducted its own investigations. At minimum I hoped that in the face of a clear finding that its members were committing serious war crimes, Hamas would curtail its attacks. Sadly, that has not been the case. Hundreds more rockets and mortar rounds have been directed at civilian targets in southern Israel. That comparatively few Israelis have been killed by the unlawful rocket and mortar attacks from Gaza in no way minimizes the criminality. The U.N. Human Rights Council should condemn these heinous acts in the strongest terms. </p></blockquote>
<p>Da hat wohl jemand ein schlechtes Gewissen. Zu Recht. </p>
<p>Siehe hierzu: <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13052761/Goldstone-korrigiert-seine-Einschaetzung-ueber-Israel.html">Goldstone korrigiert seine Einschätzung über Israel</a></p>
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		<title>Was &#8220;Die Welt&#8221; von Angela Merkel unterscheidet</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 15:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[In der heutigen Jubiläumsausgabe der Welt gratuliert zum 65. Geburtstag unsere Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Sie hofft,
dass sich dabei die Erdachse ihrer Überzeugungen und journalistischen Werte nicht verschiebt.
Zutreffend stellt sie hiermit fest, dass die Welt ihren Prinzipien wie Solidarität mit Israel, Verteidigung von Freiheit und Menschenrechten, Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft treu geblieben ist. Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der heutigen Jubiläumsausgabe <em>der Welt</em> gratuliert zum 65. Geburtstag unsere Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Sie <a href="http://www.welt.de/debatte/article13043142/Die-Welt-gehoert-denen-die-neu-denken.html" target="_blank">hofft</a>,</p>
<blockquote><p>dass sich dabei die Erdachse ihrer Überzeugungen und journalistischen Werte nicht verschiebt.</p></blockquote>
<p>Zutreffend stellt sie hiermit fest, dass <em>die Welt</em> ihren Prinzipien wie Solidarität mit Israel, Verteidigung von Freiheit und Menschenrechten, Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft treu geblieben ist. Diese Punkte waren für Axel Springer nicht verhandelbar. Gewalttätige Angriffe und sogar ein Bombenanschlag gegen sein Verlagshaus sowie Anfeindungen und Bedrohungen gegen seine Person selbst hielten ihn nicht davon ab, sich unerschrocken weiter einzumischen als Person, aber auch mit seinem Verlagsimperium.</p>
<p>Die deutsche Gesellschaft hat sich gewandelt und mit ihr auch <em>die Welt</em>. Aber die Überzeugungen Axel Springers gelten bis heute bei <em>der Welt</em> und sind nicht einer Beliebigkeit wegen aufgegeben worden.</p>
<p>Es verwundert daher, dass ausgerechnet Angela Merkel hofft, dass dies auch künftig so bleibe. Sie als Vorsitzende der CDU hätte die Chance gehabt, Inhalte der CDU als unverrückbar zu erklären. Stattdessen machte sie das Gegenteil; nicht von Anbeginn an. Aber seit 2005 hat sie nach und nach immer mehr Kernpunkte der CDU unter der Fahne Modernisierung oder weil es &#8220;alternativlos&#8221; sei, aufgehoben.</p>
<p>Es wäre spannend gewesen zu lesen, was Axel Springer zur Auflösung der transatlantischen Bündnistreue, zum Euro-Stabilitätspakt, zur Ablehnung der Atomkraft über Nacht etc. gesagt hätte. Ich vermute, er hätte Angela Merkel ihren Wunsch zum 65. Geburtstag <em>der Welt</em>, dass diese ihre Werte nicht verschieben solle, um die Ohren gehauen.</p>
<p>Ich gratuliere <em>der Welt</em> zu ihrem 65jährigen Bestehen!</p>
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		<title>Fukushima ist nicht schuld</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 13:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbst politisch Interessierte wissen nicht mehr so genau, für was die CDU heute steht. In der Ära Kohl wusste man als Wähler, wo die Unterschiede zwischen CDU, SPD, FDP und Grünen liegen. Selbst 98 als Schröder erfolgreich als Mann der Mitte auftrat und die Schnittmenge zwischen CDU und SPD größer wurde, gab es noch hinreichend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst politisch Interessierte wissen nicht mehr so genau, für was die CDU heute steht. In der Ära Kohl wusste man als Wähler, wo die Unterschiede zwischen CDU, SPD, FDP und Grünen liegen. Selbst 98 als Schröder erfolgreich als Mann der Mitte auftrat und die Schnittmenge zwischen CDU und SPD größer wurde, gab es noch hinreichend markante Gegensätze. Diese Zeiten sind vorbei. </p>
<p>Es war der Plan der Vorsitzenden Angela Merkel, die Koordinaten der CDU weiter nach links zu verschieben. Dies aus wahltaktischen Gründen, die ich nie verstanden habe. Die SPD hat mittlerweile zwei ernsthafte Konkurrenten in ihrem Lager. Dass die SPD also abwägen muss zwischen dem Risiko alte Wähler zu verlieren und der Chance neue zu gewinnen, ist eine ganz andere Situation als die der CDU. Das bürgerliche Lager hat keine Alternativen zur CDU, während den linken Wählern bereits drei Optionen zur Verfügung stehen. </p>
<p>Die Medien in Deutschland sind traditionell <a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/Politikjournalistinnen_und_Journalisten.pdf">eher links</a> geprägt. Dies zieht automatisch nach sich, dass hier tendenziell für linke Themen geworben wird und konservative und liberale Politiker mehr ins Schussfeld geraten. Bis zum Beginn der großen Koalition fand eine öffentliche Auseinandersetzung zwischen den Spitzenpolitikern um die  jeweiligen Programmpunkte statt. Das Werben um eigene Vorstellungen hat die CDU heute weitgehend eingestellt. In Talkshows erscheint nunmehr die zweite Garde der CDU, während die anderen alle noch Frontleute ins Rennen schicken. Auch ansonsten vernimmt man kaum öffentlich etwas von unserer Bundeskanzlerin. Die Neujahrsansprache und Pressekonferenzen nach internationalen Treffen scheinen die einzigen Momente zu sein, in denen die Öffentlichkeit sie zu Gesicht bekommt. Man liest nichts von ihr, sondern doch eher nur über sie. In Wahlkämpfen ist ihr strategisches Programm, jede Auseinandersetzung zu vermeiden, um keine Angriffsfläche zu bieten.  </p>
<p>Das hat sich bei der letzten Bundestagswahl ausgezahlt, weil die Wähler annahmen, die alte Programmatik gelte noch. Auf Dauer war das aber kein Mittel, denn der Wähler weiß immer weniger, für was die CDU nun steht. Hierzu hätte es der Werbung um ein eigenes  Programm und die argumentative Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner bedurft. Die markanten Köpfe der CDU, die polarisierten und sich in die Schlacht warfen, um ihre Ideen und Konzepte dem Bürger nahe zu bringen, sind weitgehend von der politischen Bühne verschwunden, sei es aus Frust oder aus anderen Gründen.</p>
<p>SDP, Grüne und Linke, aktualisiert wohl jetzt, Grüne, SPD und Linke haben so freie Bahn. Sie verbreiten ihre Ansichten ohne auf nennenswerten Widerstand vom politischen Gegner stoßen zu müssen;  häufig auch mit Unterstützung von den Medien. Dies spitzte sich in der jüngsten Auseinandersetzung um die Atomkraft förmlich zu. Weite Teile der Medien wollen diese auch möglichst rasch abgeschaltet sehen und unterstützen deshalb durch ihre Berichterstattung über Japan die Atomkraftgegner; dies nicht einmal mehr versteckt, sondern ganz offen. </p>
<p>Dem hatte die CDU rein gar nichts entgegen zu setzen. Wurde doch in den letzten Jahren nie versucht, für Atomkraft zu werben. Um es sich nicht mit dem Wähler zu verscherzen, wurde nur von Brückentechnologie gesprochen. So vermied man es, in die Situation zu geraten, Atomkraft selbst rechtfertigen zu müssen. Es war der einfachere Weg, der sich nun bitter rächte, denn es fand keine wirkliche Überzeugungsarbeit statt, warum man die Atomkraft noch wollte. Man kann nicht erwarten, dass, wenn man seine eigenen Vorstellungen nicht verteidigt, der Wähler dann von diesen überzeugt ist.</p>
<p>Also entschied man sich wegen der Vorfälle in Japan angesichts der anstehenden Wahlen, wie so häufig, schnell die Auffassung des Gegners zu vertreten, der hierbei Mehrheiten hinter sich hat. Denn der politische Gegner hatte sich dem Kampf der Überzeugung gestellt und konnte das von der CDU verlassene Feld ohne Gegenwehr bestellen. Dass diese Kehrtwende nicht glaubwürdig war, hätte der CDU klar sein müssen. </p>
<p>Für mich stellt sich mittlerweile die Frage, selbst wenn die CDU nun wieder jemanden hätte, der offensiv das eigene Programm verteidigt, gibt es das überhaupt noch?</p>
<p>In den Medien ist heute zu lesen, die FDP sei der eigentliche Verlierer. Meines Erachtens hat die FPD mit dieser CDU keine Chance einen Blumentopf zu gewinnen. Wie will sie sich mit einem Partner profilieren, der sich bei nichts festlegen möchte, um keine potentiellen Wähler zu verprellen. Um die Steuervereinfachung etc. durchführen zu können, bräuchte die FDP Regierungspartner, die willens sind, einen Standpunkt zu beziehen. Solange das aber nicht geschieht, kann nichts angepackt werden. </p>
<p>Vor den NRW-Wahlen hieß es, man wolle die Wahl nicht gefährden. Wenn man sich aber nicht hinstellt und den Bürger von seinen Schritten zu überzeugen versucht, dem politischen Gegner das Terrain überlässt, dann besteht in der Tat die Gefahr, dass man mit allem, was man macht, Wähler vergrault.  Denn es ist nicht die Aufgabe der Opposition zu erklären, warum  Maßnahmen der Regierung notwendig sind. Das muss die Regierung schon selbst machen. Die Wahl in NRW wurde vergeigt und der Vorwurf der Untätigkeit steht bis heute im Raume und frustriert die Bürger. </p>
<p>Viel zu lesen ist heute davon, dass diese Wahlen gestern eine Art Zeitenwende waren. Diese Ansicht teile ich nicht. Für mich ist der Ausgang der Wahl die logische Folge einer Politik, die nicht versucht, mit besseren Konzepten zu überzeugen. Die CDU hat dafür eine Quittung bekommen. Den größten Teil der Rechnung muss aber die FDP zahlen, obwohl diese selbst Leidtragende der parteipolitischen Strategie der CDU ist. </p>
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		<title>Recht und Gerechtigkeit</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11175/recht-und-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 13:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem trefflichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem trefflichen Kommentar im &#8220;Tagesspiegel&#8221;: Immer noch wird viel häufiger der Fokus auf die  &#8220;umstrittenen, doch reversiblen Siedlungsbau gerichtet&#8221; als &#8220;auf  die systematische und irreversible Feindbilderziehung in  palästinensischen Medien und Schulen.&#8221; Die bittere Pointe:</p>
<blockquote><p>Wären all die anderen iranischen Waffenlieferungen an die Hamas unter  Watte oder Babywindeln entdeckt worden, hätte der 21-jährige arabische  Arbeiter Iyad Bashir heute vielleicht noch beide Arme. Einer wurde ihm  letzte Woche abgerissen, als er bei Jerusalem einen Müllsack griff, in  dem eine Rohrbombe versteckt war. Dass zwei Tage danach ein Terrorist  bei einer Checkpoint-Durchsuchung in der Westbank mit fünf Rohrbomben  gefasst wurde, ist den Medien genauso entgangen wie der verlorene Arm.  Und zwar nicht, weil in Japan ein Tsunami Atomkraftwerke zerstört hat –  das Attentat geschah Tage zuvor –, sondern weil solche Nachrichten  grundsätzlich übergangen werden. In Deutschland hat, soweit ich weiß,  einzig und allein Greenpeace Online darüber berichtet – wohl wegen der  zentralen Rolle des Müllsacks.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/israel-wird-beschossen-in-deutschland-heisst-es-selber-schuld/3986582.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
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		<title>Kein Grund zur Besorgnis – es war nur ein Einzeltäter</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 14:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Ende letzten Jahres unser damaliger Innenminister Thomas de Maizière verkündete, dass konkrete Hinweise auf geplante Terroranschläge vorlegen, war die Aufregung groß. Quer durch alle Medien war dies die Top-Nachricht und unsere ganze Aufmerksamkeit galt über Wochen dem Terror. Dies, obwohl eigentlich jedem hätte klar sein müssen, Deutschland ist schon länger im Visier der islamistischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Ende letzten Jahres unser damaliger Innenminister Thomas de Maizière verkündete, dass konkrete Hinweise auf geplante Terroranschläge vorlegen, war die Aufregung groß. Quer durch alle Medien war dies die Top-Nachricht und unsere ganze Aufmerksamkeit galt über Wochen dem Terror. Dies, obwohl eigentlich jedem hätte klar sein müssen, Deutschland ist schon länger im Visier der islamistischen Terroristen und damit ist die Bedrohung auch nichts wirklich Neues. Es ist eine Frage der Zeit gewesen, dass hier etwas passiert. Die Bevölkerung guckte pflichtbewusst nach auffälligen Personen und herrenlosen Taschen, überlegte sich, ob sie Weihnachtsmärkte angesichts der Gefahr besuchen solle und verfolgte mit Spannung und Sorge, wie die Politik sie zu schützen gedenke.</p>
<p>Und nun ist es eingetreten. Auch wir hatten unseren ersten islamistischen Terroranschlag und alle sind beruhigt. War es doch gar nicht so schlimm. Ein einzelner Verirrter, der nicht einmal Deutsche im Fokus hatte, sondern amerikanische Soldaten. Dass die aufständigen Islamisten sich gegen US-Soldaten wehren, ist ja auch irgendwie verständlich, besetzen die USA doch den Irak, Afghanistan und eigentlich auch Pakistan. Diesen Attentäter kann man also abhakten unter Kämpfer gegen Besatzer, wie auch die  Hamas, wenn sie wieder Raketen gen Israel schickt, um lieber weiter über den glamourösen zu Guttenberg zu <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Freundeskreis">diskutieren</a>.</p>
<p>Dass die Medien diesen Anschlag vergleichbar niedrig aufhängen, hat auch nachvollziehbare Gründe. Zum einen will man natürlich nicht beunruhigen, denn ein Einzelner kann viel unauffälliger Terrorakte planen, als eine Gruppe, die sich  absprechen muss. Die Chance der Entdeckung und damit der Verhinderung eines Attentates ist bei einem Einzeltäter gering. Die Gefahr, dass schon heute ein Anschlag an einem anderen Ort passiert, ist keine Paranoia, sondern ein Faktum. Und hier sind wir beim zweiten Punkt, warum vermutlich die Medien den Terrorakt in Frankfurt so zurückhaltend behandeln. Es drängt sich die Frage auf, wie viele radikalisierte Muslime gibt es, die ebenfalls bereit wären, solche Terroranschläge zu begehen. Und darauf hat keiner eine Antwort. Eine Diskussion darüber birgt die Gefahr, dass Muslime unter Generalverdacht gestellt würden. Also hält man sich lieber zurück.</p>
<p>Sieht man sich einschlägige Webseiten von Islamisten an, erkennt man schnell worauf die abzielen: Die <em>Kuffar</em> ermorden und unterdrücken in Afghanistan, Gaza etc. die muslimischen Schwestern und Brüder. Der Westen misshandele die Geschwister im Glauben und die muslimischen Schwestern und Brüder hier lassen das zu. Man findet reihenweise Bilder von blutenden Kindern und verletzten und getöteten muslimischen Brüdern, die angeblich alle auf das Konto des Westens gehen. Dazwischen dann Photos von getöteten westlichen Soldaten und bejubelt als Helden diejenigen, welche den Tod zu verantworten haben. Zumindest unterschwellig, aber auch offen, wird aufgefordert, den Schwestern und Brüdern in der Ferne zu helfen. Dabei bleibt es nicht. Auch die Situation der Muslime in Deutschland wird als Unterdrückung und ständige Demütigung durch die Kuffar dargestellt.</p>
<p>Der Attentäter von Frankfurt war offensichtlich empfänglich dafür und wollte nun selbst aktiv werden; seinen Schwestern und Brüdern gegen die Soldaten der Kuffar zur Hilfe kommen, indem er sie ermordet. Laut Medienberichten sei ausschlaggebend für den Entschluss des Täters ein Video über ein angeblich von amerikanischen Soldaten vergewaltigtes Mädchen gewesen.</p>
<p>Solange sich Menschen als Muslime hier abgelehnt fühlen, besteht die Gefahr, dass sie sich von solchen Internetseiten radikalisieren lassen, weil deren Ansagen auf fruchtbaren Boden stoßen können. Es steht außer Zweifel, dass Vorbehalte in der Bevölkerung gegen Muslime öffentlich angesprochen werden müssen. Aber es sollte auch darüber nachgedacht werden, ob die Art und Weise unserer Diskussionen und hierbei allen voran die von Verbandsvertretern der Muslime nicht auch dazu führt, dass Öl ins Feuer gegossen wird, indem Muslimen immer wieder erklärt wird, dass sie diskriminiert würden und <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4079998/Marwa-wurde-aus-Hass-auf-Muslime-erstochen.html">weite Teile</a> der übrigen Bevölkerung sie eigentlich gar nicht hier haben wollen, gipfelnd in der Behauptung, dass Muslime <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article12703157/Aleviten-die-anderen-Tuerken-in-Deutschland.html">die Juden von heute</a> seien.</p>
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		<title>Klappentextrecherche</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 09:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
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		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Opferpose]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn eine frühere Soldatin der Bundeswehr ein Buch über ihren Einsatz im Kosovo schreibt, kann das eine spannende Sache werden. Beschreibt sie allerdings einen Krieg, den sie erlebt haben will, zu einem Zeitpunkt, da im Kosovo schon längst kein Krieg mehr herrschte, sind Zweifel am Wahrheitsgehalt des Buches angebracht. Warum selbst namhafte Blätter die Story [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eine frühere Soldatin der Bundeswehr ein Buch über ihren Einsatz im Kosovo schreibt, kann das eine spannende Sache werden. Beschreibt sie allerdings einen Krieg, den sie erlebt haben will, zu einem Zeitpunkt, da im Kosovo schon längst kein Krieg mehr herrschte, sind Zweifel am Wahrheitsgehalt des Buches angebracht. Warum selbst namhafte Blätter die Story dennoch ungeprüft übernahmen, <a href="http://www.faz.net/p/Rub0648F7DDFE114B62A2F60E01C0937822/Dx2~EB0591DAF65FD80FB34EB0DFB356982D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">fragt sich</a> daher nicht nur Michael Martens in der heutigen Ausgabe der FAS:</p>
<blockquote><p>Oft wirkt es so, als habe die Recherche nur daraus bestanden, dass der Klappentext des Buches gelesen wurde. Kritische Nachfragen: null. Das mag damit zusammenhängen, dass Daniela Matijevic nicht nur eine Frau mit Migrationshintergrund ist, die in der Bundeswehr war, sondern auch eine bekennende Lesbe. Bei so viel Randgruppe in einer Person scheint in der Brust des anständigen deutschen Journalisten der Beschützerinstinkt über die Sorgfaltspflicht des Berichterstatters zu obsiegen. Es herrscht Randgruppenphilie. Wer behauptet, Außenseiter und Opfer zu sein, von wem oder was auch immer, darf alles. Deshalb braucht Daniela Matijevic auch die Bundeswehr nicht mehr. Sie hat jetzt eine viel mächtigere Truppe hinter sich: die deutschen Wohlfühljournalisten.<span> Sie haben Frau Matijevic mit offenen  Armen aufgenommen, weil ihr Buch perfekt zur derzeitigen Mode passt, die  Bundeswehr als verrohte Deppentruppe darzustellen.</span></p></blockquote>
<p>Ein Mitglied derselben Redaktion hat dazu ein <a href="http://www.amazon.de/Otto-Normalabweicher-Minderheiten-J%C3%BCrgen-Kaube/dp/386674014X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1298195005&amp;sr=8-1" target="_blank">Buch</a> verfasst, das ich vielleicht doch einmal lesen muss.</p>
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		<title>Parasitäre Publizität</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 17:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kitsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmt ist es Euch auch schon aufgefallen. Die Fernsehkamera schwenkt in einer öffentlichen Veranstaltung über die Köpfe der Besucher und schon gehen aufgeregt winkende Hände hoch. Man will gesehen werden, wenigstens einmal in der Masse wahrgenommen werden.
Diesen Mechanismus gibt es auch in der Politik und in der Medienbranche. Denn schließlich lebt man auch von seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bestimmt ist es Euch auch schon aufgefallen. Die Fernsehkamera schwenkt in einer öffentlichen Veranstaltung über die Köpfe der Besucher und schon gehen aufgeregt winkende Hände hoch. Man will gesehen werden, wenigstens einmal in der Masse wahrgenommen werden.</p>
<p>Diesen Mechanismus gibt es auch in der Politik und in der Medienbranche. Denn schließlich lebt man auch von seinem Bekanntheitsgrad. Das kann man mit Arbeit und eigenem Erfolg schaffen. Aber es geht auch anders. Da werden von einigen massenweise Erfolgspressemitteilungen in die Redaktionsstuben gesandt, obwohl der Einzelne an diesem Erfolg fast überhaupt keinen Anteil hat. Wichtig ist nur, dass der eigene Name genannt wird.</p>
<p>Wenn dann noch einen Prominenter in der Nähe ist, der die Aufmerksamkeit aller Fotografen hat, muss man es schaffen, so dicht an seiner Seite zu sein, das man aus dem Bild nicht mehr herausgeschnitten werden kann. Gut zu beobachten, wenn der &#8220;erste symbolische Spatenstich&#8221; ein großes Projekt eröffnet. Da stehen dann viele wichtige Menschen mit einem Spaten und erwecken den Eindruck am Abend mit dem Projekt schon fertig zu sein.</p>
<p>Das alles sind hinnehmbare Eitelkeiten, über die man auch lächeln kann. Allerdings vergeht das Lachen, wenn einige sich auf Kosten und durch die Beschädigung anderer einen Namen machen wollen. Was ja in Zeiten des Internets schneller geht, als wenn sie ihr Machwerk erst durch verantwortliche Redakteure prüfen lassen müssten.</p>
<p>Dann wird die parasitäre Publizität nur noch vulgär. Nichts scheint schlimmer als eitle Erfolglosigkeit. Dabei könnte mancher Blogger es ja auch versuchen, mit Qualität bekannt zu werden. Das dauert zwar länger, setzt sich aber durch.</p>
<p>Lothar Kusche schrieb zu DDR-Zeiten das Buch &#8220;Überall ist Zwergenland&#8221;. Ein Standardwerk über &#8220;geistige Zwerge&#8221; und Kitsch. Weil es zwischen ihnen und ihren Produkten einen Zusammenhang gibt. Damit ist der <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/960/geschmack-kapitalismus/" target="_self">Fakt</a> benannt. Die Namen der Akteure kann man getrost weglassen. Es sei denn, man will sie ein Stück bekannter machen.</p>
<p>Warum wohl fällt mir in letzter Zeit diese Buch so oft ein?</p>
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		<title>Keine Satellitenschüsseln in Vollsmose</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 17:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
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		<description><![CDATA[Vollsmose ist ein Plattenbauviertel in Odense, der drittgrö&#223;ten Stadt Dänmarks. In den dänischen Medien erscheint dieser Stadtteil als Inbegriff der von Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung, Gewalt und Radikalisierung gekennzeichneten &#8220;Ghettos&#8221;[1]. Die Regierung hat dieser Tage den sogenannten Ghettoplan vorgelegt, der vorwiegend sozial- und baupolitische Ma&#223;nahmen zur Aufwertung der entsprechenden Quartiere enthält. So sollen die am schlimmsten heruntergekommenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vollsmose ist ein Plattenbauviertel in Odense, der drittgrö&szlig;ten Stadt Dänmarks. In den dänischen Medien erscheint dieser Stadtteil als Inbegriff der von Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung, Gewalt und Radikalisierung gekennzeichneten &#8220;Ghettos&#8221;[<a href="#footnote-1-10671" id="footnote-link-1-10671" title="See the footnote.">1</a>]. Die Regierung hat dieser Tage den sogenannten Ghettoplan vorgelegt, der vorwiegend sozial- und baupolitische Ma&szlig;nahmen zur Aufwertung der entsprechenden Quartiere enthält. So sollen die am schlimmsten heruntergekommenen Wohnblöcke <a href="http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/19708.asp?artid=26135">abgerissen</a> und Wohnungen in diesen Bezirken <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article10551446/Daenemark-will-Normalverdiener-in-Ghettos-ansiedeln.html">verstärkt Normalverdienern zugewiesen werden</a>.  Darüber hinaus soll die Polizei verstärkt Präsenz zeigen.</p>
<p>Der Dänischen Volkspartei (DF) gehen diese Ma&szlig;nahmen der von ihr gestützten Regierung jedoch nicht weit genug oder besser noch in die falsche Richtung. In einem Interview mit der konservativen Tageszeitung &#8220;Berlingske Tidende&#8221; <a href="http://www.berlingske.dk/kommentarer/har-loekke-afblaest-vaerdikampen">wirft</a> Parteichefin Pia Kjærsgaard dem Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen vor, er habe den &#8220;Wertekampf&#8221; seines Vorgängers Anders Fogh Raasmussen  &#8220;abgeblasen&#8221;. Mit dem Ghettoplan doktere er allein an den Symptomen herum, anstatt westliche Werte unter muslimischen Einwanderern durchzusetzen. So gehe es nicht an, dass Stadtteilen wie Vollsmose mit Sattelitenschüsseln vollgepflastert werden. Sie sollten daher entfernt werden, ebenso sollten Fernsehsender, die &#8220;mittelöstliche Werte&#8221; vermitteln wie al-Jazeera und al-Arabiya verboten werden.<br />
Eine derartige Gesinnungskontrolle geht selbst der in Einwanderungsfragen nicht eben zartbesaiteten &#8220;Jyllands Posten&#8221; <a href="http://jp.dk/opinion/leder/article2229913.ece">zu weit</a>. In einem Editorial, der unverkennbar die Handschrift des für die Publikation der Muhammadkarikaturen verantwortlichen <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10320/neuabdruck-der-muhammadkarikaturen/">Flemming Rose</a> trägt, wird ihr Ansinnen westliche Werte mit Eingriffen in die Meinungs- und Eigentumsfreiheit zu verteidigen für absurd erklärt. Die Regierungsparteien Venstre (Rechtsliberale) und Konservative zeigen sich <a href="http://politiken.dk/politik/ECE1097661/regeringen-skyder-df-forbud-mod-paraboler-ned/">peinlich berührt</a> und erklären das Ansinnen für illiberal. Etwaige gefährliche Tendenzen in arabischen Fernsehsendern müssten statt mit Verboten argumentativ bekämpft werden, meint etwa <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7122/burkaverbot-in-danemark/">Naser Khader</a>, ein konservativer Abgeordneter syrisch-palästinensischer Herkunft. Jacob Mchangama vom liberalen Think Tank CEPOS <a href="http://politiken.dk/politik/ECE1097653/cepos-pia-k-glemmer-ytringsfrihed/">hebt</a> den Kontrast zur Forderung der DF, den <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10615/rassismusparagraph-behalten/">Rassismusparagaphen</a> abzuschaffen hervor, weil er gegen die Meinungsfreiheit verstö&szlig;t.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10671">Ein <a href="http://www.berlingske.dk/danmark/danmarks-29-ghettoer">Ghetto</a> ist nach der offiziellen Definition der dänischen Regierung ein Stadtteil, der zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt: über 50% Einwanderer und deren Nachfahren, über 40% vom Arbeitsmarkt angehängt, mehr als 270 wegen verbrechen verurteilte pro 10 000 Einwohner.  <a href="#footnote-link-1-10671">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Erstickt</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 11:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Mohammed VI.]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Monatsbeginn musste &#8220;Nichane&#8221;, das einzige arabischsprachige Nachrichtenmagazin Marokkos, sein Erscheinen einstellen. Grund hierfür ist ein Anzeigenboykott, der einsetzte, nachdem &#8220;TelQuel&#8221;, die ältere französischsprachige &#8220;Schwester&#8221; von &#8220;Nichane&#8221;, eine Umfrage über die Beliebtheit des Königs publizieren wollte. Durchgesetzt werden konnte dieser Boykott, da die königliche Familie Hauptaktionär der Holding Royal ONA/SNI ist, die weite Teile der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Monatsbeginn musste &#8220;Nichane&#8221;, das einzige arabischsprachige Nachrichtenmagazin Marokkos, <a href="http://www.rue89.com/2010/10/04/maroc-le-magazine-arabophone-nichane-meurt-etouffe-169379">sein Erscheinen einstellen</a>. Grund hierfür ist ein Anzeigenboykott, der einsetzte, nachdem &#8220;TelQuel&#8221;, die ältere französischsprachige &#8220;Schwester&#8221; von &#8220;Nichane&#8221;, eine <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6986/die-verbotene-umfrage/">Umfrage über die Beliebtheit des Königs publizieren</a> wollte. Durchgesetzt werden konnte dieser Boykott, da die königliche Familie Hauptaktionär der Holding Royal ONA/SNI ist, die weite Teile der marokkanischen Wirtschaft kontrolliert.</p>
<p>Das sind die Zustände, in einem Land, dass in der arabischen Welt in punkto Pressefreiheit noch zu den Klassenbesten gehört&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Persilscheine</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 21:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Transatlantisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob die Vorwürfe gegen Marty Peretz berechtigt sind, kann ich nicht beurteilen und ist hier auch nicht mein Thema. Was aber offensichtlich ist, die von Jörg Lau als mutig gelobte Abbitte ist sicher nicht freiwillig erfolgt, sondern wegen des öffentlichen Drucks, aufgrund dessen ihm sogar die Universität Harvard absagte.
Peretz Entschuldigung nun als mutig zu loben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob die Vorwürfe gegen Marty Peretz berechtigt sind, kann ich nicht beurteilen und ist hier auch nicht mein Thema. Was aber offensichtlich ist, die von Jörg Lau als mutig <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2010/09/28/warum-henryk-broder-persilscheine-ausstellt_4186/comment-page-3#comments">gelobte Abbitte </a>ist sicher nicht freiwillig erfolgt, sondern wegen des öffentlichen Drucks, aufgrund dessen ihm sogar die Universität Harvard absagte.</p>
<p>Peretz Entschuldigung nun als mutig zu loben, ist bemerkenswert. Dies auch deshalb, weil Lau weiterhin kein gutes Haar an Peretz lässt und man deshalb annehmen muss, dass Lau nicht davon ausgeht, dass diese Reue mehr als gespielt ist. Dennoch ist er begeistert über die Entschuldigung und schreibt, dass  </p>
<blockquote><p>Peretz über sich selbst erschrocken(ist) und hat das öffentlich gemacht.</p></blockquote>
<p>Ich kann mich auch irren und Lau glaubt, dass massiver Druck zu einem Gesinnungswandel führe. Schießt man nur scharf genug gegen Personen, werden diese schon ihre Meinung ändern – und selbst wenn sie nur so tun als ob.  </p>
<p>Kern von <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/lau_und_lauer/"> Henryk M. Broders Replik</a> zu Laus Artikel über die <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2010/09/21/ein-jude-leistet-abbitte-bei-muslimen_4161#comment-186253">„Abbitte“ von Paretz</a> ist die Feststellung, dass die Entschuldigung durch äußeren Druck zustande kam. Nicht nur dass Lau diesen äußeren Einfluss in seinem Ausgangsartikel unter den Tisch fallen ließ, selbst in seiner Erwiderung auf Broders Kommentar dazu  geht er mit keinem Wort darauf ein. Stattdessen wirft er Broder nebulös „Faktenverdreherei“ vor und erklärt, dass es gemein sei, bestimmte politische Ecken in einem  Zusammenhang mit ihm zu nennen und meidet geschmeidig durch die Beschreibungen von Broders „Wut-Zielgruppen“ </p>
<blockquote><p>was ist schöner, als wenn den Deutschen ein Jude erlaubt, auf die Moslems herabzuschauen. Bingo, das ist der totale Persilschein.</p></blockquote>
<p>jede Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Thema von Broders Artikel. Die pauschale Abwertung von bestimmten Meinungen scheint ein Persilschein dafür zu sein, dass man sich erst gar nicht inhaltlich mit den Themen befassen muss. </p>
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