<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Moderne</title>
	<atom:link href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/tag/moderne/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.transatlantic-forum.org</link>
	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Jan 2012 23:19:51 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Tod der Säkularisierungsthese?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11968/saekularisierungsthese/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11968/saekularisierungsthese/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 05:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Säkularisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=11968</guid>
		<description><![CDATA[
Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe Hans Joas,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.
Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-11970" title="rosette" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/10/rosette-300x222.jpg" alt="rosette" width="300" height="222" /></p>
<p>Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe <a href="http://oe1.orf.at/programm/285134" target="_blank">Hans Joas</a>,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.</p>
<p>Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man unter  Säkularismus/ Säkularisierung/ Saäkularität verschiedene Dinge verstehen  kann. Der Philosoph Charles Taylor hat folgende Typologie erstellt:  Säkularität 1 = der Rückgang der Religion im öffentlichen Leben;  Säkularität 2 = der Niedergang des Glaubens und der religiösen Praxis;  Säkularität 3 = die Veränderungen der Bedingungen des Glaubens, i.e.  Urbanisierung, Industrialisierung, Migration etc. Für Taylor liegt es  auf der Hand, dass sich die ersten beiden Formen mit der dritten  überschneiden, vor allem gilt das für Sakularität 2. Man tut also gut  daran, sich zuerst einmal darüber zu verständigen, von welcher  Säkularität man spricht, wenn man sich zur Säkularisierungsthese  äussert.</p>
<p>Hinzu kommt, dass der Säkularisierungsprozess in Europa  möglicherweise einen Sonderweg gegangen ist. So ist die Vermutung  aufgestellt worden, dass Ergebnisse wie z.B. die Pluralisierung der  Glaubensformen und andere Erscheinungen möglicherweise nur die Rückkehr  zu einem sehr viel älteren Nebeneinander von Monotheismen sein könnten. Das würde bedeuten, dass sich der Säkularisierungsprozess  seit der Zeit der Reformation eben nicht einfach in die Zukunft  extrapolieren lasse. Aber noch  einmal: Ist die Säkularisierungsthese deshalb wirklich <a href="http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/index.php?id=1229" target="_blank">tot</a>?</p>
<p><a href="http://www.michaelkreutz.net/2011/10/04/882/" target="_blank">Weiter &#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11968/saekularisierungsthese/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Muslime wollen koptische Kirchen bewachen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10805/muslime-wollen-koptische-kirchen-bewachen/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10805/muslime-wollen-koptische-kirchen-bewachen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 14:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime im Westen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=10805</guid>
		<description><![CDATA[Wie die Welt berichtet, haben die drei größten muslimischen Verbände in den Niederlanden angeboten, die Kopten vor islamistischem Terror zu beschützen, indem sie deren Gotteshäuser bewachen wollen. Das ist weitaus mehr als eine Distanzierung von den Verbrechen al-Qaidas. 
Die christlichen Kirchen sollten darüber nachdenken, ob sie sich diesem Angebot anschließen, um damit ebenfalls Solidarität gegenüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <em><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article11969657/Muslime-wollen-koptische-Kirchen-bewachen.html">Welt</a></em> berichtet, haben die drei größten muslimischen Verbände in den Niederlanden angeboten, die Kopten vor islamistischem Terror zu beschützen, indem sie deren Gotteshäuser bewachen wollen. Das ist weitaus mehr als eine Distanzierung von den Verbrechen al-Qaidas. </p>
<p>Die christlichen Kirchen sollten darüber nachdenken, ob sie sich diesem Angebot anschließen, um damit ebenfalls Solidarität gegenüber den koptischen Christen zu zeigen. Obwohl das Christentum weltweit die am häufigsten verfolgte Religionsgemeinschaft ist (<a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article11942578/Christen-werden-weltweit-verfolgt.html">100 Millionen Christen in etwa 50 Ländern</a>), konnte man in Europa kaum wahrnehmen, dass sich Christen mit ihren bedrohten Glaubensbrüdern solidarisierten. Überhaupt hörte man selten jemanden, der für die Rechte dieser Christen eintrat, auch wenn in den letzten Wochen diese Stimmen mehr wurden. Aber nicht nur deshalb sollten sich auch nichtchristliche Gruppen gemeinsam mit den niederländischen Muslimen vor die koptischen Christen und gegen al-Qaida stellen. Man könnte so Islamisten signalisieren, Terror wird den Westen nicht spalten, sondern zusammen schweißen. </p>
<p>Das Angebot der islamischen Verbände werde ernsthaft überprüft, so die <em>Welt</em>. Ob es umsetzbar ist und zwar ohne dass sich Muslime in Gefahr begeben, werden die niederländischen Behörden entscheiden. Unabhängig von dem Ergebnis zeigt dieser Vorschlag, wie weit die niederländischen Muslime zu gehen bereit sind, um sich gegen islamistischen Terror zu positionieren. Ein deutlicheres Zeichen, dass Muslime diesen Terror ablehnen, ist kaum zu senden &#8211; sowohl an die europäische Gesellschaft als auch an Islamisten weltweit. </p>
<p>Update: <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article11976607/Ja-wir-haben-Angst-Alle-leben-in-grosser-Angst.html">Hier</a> finden Sie ein Interview mit Bischof Anba Damian, der die Kopten in Deutschland vertritt. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10805/muslime-wollen-koptische-kirchen-bewachen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Apologetik II</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10740/apologetik-2/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10740/apologetik-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 09:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Studies]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=10740</guid>
		<description><![CDATA[Seit Said und Foucault ist die Produktion von Wissen als Instrument von Herrschaft ist ein Steckenpferd vieler westlicher Intellektueller. Dieser theoretische Ansatz, der weniger von Erkenntnis als von Paternalismus getrieben ist, findet eine zunehmende Institutionalisierung auch an deutschen Universitäten.
Eine deutsche Genderforscherin zeigt im Interview am eigenen Beispiel, wohin das führt. Auf die Frage, ob es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Said und Foucault ist die Produktion von Wissen als Instrument von Herrschaft ist ein Steckenpferd vieler westlicher Intellektueller. Dieser theoretische Ansatz, der weniger von Erkenntnis als von Paternalismus getrieben ist, findet eine zunehmende Institutionalisierung auch an deutschen Universitäten.</p>
<p>Eine deutsche Genderforscherin zeigt im <a href="http://starke-meinungen.de/blog/2010/12/01/geschlecht-als-wissenskategorie/" target="_blank">Interview</a> am eigenen Beispiel, wohin das führt. Auf die Frage, ob es &#8220;nicht einen fundamentalen Gegensatz [gibt] zwischen einer aufgeklärten  Gesellschaft, in der die Unterdrückung der Frau als anstößig gilt, und  einer religiös bestimmten Gesellschaft, in der ihre Emanzipation als  anstößig gilt?&#8221; entgegnet sie:</p>
<blockquote><p>Natürlich sind diese Gesellschaften sehr unterschiedlich. Aber vieles  von dem, was mit „dem Islam“ in Verbindung gebracht wird, ist eher  archaisch als islamisch. Die Klitoris-Beschneidung zum Beispiel, die ja  auch bei christlichen Kopten durchgeführt wird, ist nichts Islamisches.  Oder der Ehrenmord. Den gab es in Griechenland, auf Kreta bis in die  1950er, 1960er Jahre hinein.</p></blockquote>
<p>Wenn andere Gesellschaften als die islamisch geprägten ähnliche Probleme haben, warum ist dann der Islam aus dem Spiel? Im übrigen mag es ja sein, dass Genitelverstümmelung und Ehrenmorde nichts mit dem Islam zu tun haben, aber diese Argumentation ist nicht geeignet, die These zu widerlegen: Zum einen kann auch Südosteuropa ein Modernisierungsproblem haben, zum anderen gibt es die Blutrache (das ist wohl gemeint) auf Kreta eben nicht mehr.</p>
<blockquote><p>Und dann: im islamischen Raum gab es eine Blüte der Wissenschaft, die  erst im 12. und 13. Jahrhundert zu uns kam und zum großen Wissensschub  und Säkularisierungsschub der christlichen Welt beitrug…</p></blockquote>
<p>Die grosse Blüte der Wissenschaft im islamischen Raum lässt sich allerdings nicht so ohne weiteres dem <a href="http://diepresse.com/home/kultur/news/378506/Rmi-Brague_Das-islamische-Volk-ist-das-belogenste" target="_blank">Islam zuschreiben</a>. Und weiter:</p>
<blockquote><p>Im Übrigen halte ich es auch nicht für einen Zufall, dass der  Säkularisierungsprozess in der christlichen Welt eingesetzt hat: Die  Aufklärung verdankt sich, viel mehr als sie sich selbst hat träumen  lassen, christlichen Paradigmen.</p></blockquote>
<p>Und weil das so ist, legt das im Umkehrschluss zumindest die Vermutung nahe, dass die andere Entwicklung, die die Islamische Welt genommen hat, vielleicht auch etwas mit dem Islam zu tun haben könnte. Ich gebe Frau von Braun recht, dass es zu einfach ist, &#8220;den Islam generell mit Rückständigkeit zu identifizieren.&#8221; Aber ist das Gegenteil, nämlich den Islam als kulturellen Faktor immer dann auszuschliessen, wenn die Rede von Problemen in der Islamischen Welt ist, nicht ebenso wohlfeil?</p>
<p>Damit kommen wir zum Schlagwort vom &#8220;Pinkwashing&#8221;, der angeblichen Neigung, die relative Toleranz westlicher Länder, darunter Israel, gegenüber Homosexuellen, zum Ausdruck kultureller Überlegenheit gegenüber repressiveren Gesellschaften zu deuten. Denn:</p>
<blockquote><p>Wenn Berlin zum Beispiel das eigene Image einer schwulenfreundlichen  Stadt verwenden würde, um das nahegelegene Polen abzuwerten, wäre das  problematisch. Tut Berlin zum Glück nicht.</p></blockquote>
<p>Und wenn es das tun würde, könnte Polen das nicht sportlich nehmen und mit Deutschland um die offenere Gesellschaft konkurrieren? Anders gesagt: Warum muss der Mangel an Liberalität in islamischen (und anderen) Gesellschaften von westlichen Intellektuellen überhaupt in Schutz genommen werden?</p>
<p>Vielleicht wäre ein Appell an die entsprechenden Länder, den Fortschritt der anderen als Herausforderung zu begreifen, doch die bessere Wahl.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10740/apologetik-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Apologetik I</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10732/apologetik-1/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10732/apologetik-1/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 10:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=10732</guid>
		<description><![CDATA[Vielleicht schreibe ich doch noch einmal ein Buch unter dem Titel &#8220;Die 100 grössten Irrtümer über den Islam und die Islamische Welt.&#8221; So bald jedoch werden die typischen, reflexartig vorgebrachten Argumente der Islamapologeten nicht verschwinden.
Um es gleich vorwegzunehmen: Ich sehe nicht, warum Islam und Moderne sich nicht miteinander versöhnen liessen. Aber ich sehe auch, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht schreibe ich doch noch einmal ein Buch unter dem Titel &#8220;Die 100 grössten Irrtümer über den Islam und die Islamische Welt.&#8221; So bald jedoch werden die typischen, reflexartig vorgebrachten Argumente der Islamapologeten nicht verschwinden.</p>
<p>Um es gleich vorwegzunehmen: Ich sehe nicht, warum Islam und Moderne sich nicht miteinander versöhnen liessen. Aber ich sehe auch, dass der Islam einen durchaus ungünstigeren Kontext für die Entstehung einer Moderne bietet (was auch immer wir im einzelnen darunter verstehen wollen) als andere Religionen.</p>
<p>Die <a href="http://www.migazin.de/2010/12/10/warum-die-muslime-so-ruckstandig-sind/" target="_blank">Einwände einer </a><a href="http://lamya-kaddor.de/blog/?p=83" target="_blank">deutschen Islampädagogin</a> gegen die These vom Zusammenhang zwischen Islam und einem Mangel an Fortschritt in der Islamischen Welt sind eben auch deshalb unhaltbar, weil sie zum Teil der eigenen Intention widersprechen. Die Islamische Revolution in Iran 1979 lediglich als Folge westlicher Einmischung verstehen zu wollen, ist dagegen eher Ausdruck mangelnder Geschichtskenntnisse:</p>
<blockquote><p>Und wenn wir schon dabei sind, fragen wir uns doch auch gleich, wie  viele fremdländische Kulturen im Gegenzug eigentlich in Deutschland,  Frankreich und Großbritannien die Geschicke manipuliert haben? Richtig,  keine!</p></blockquote>
<p>Immerhin haben die Westmächte nach dem Ende des 2. Weltkriegs ganz erheblich die Geschicke Deutschlands bestimmt, das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist sogar eine Gründung der Briten (das darf auch einer Religionspädagogin bekannt sein). Die Strukturprobleme im Ruhrgebiet erklärt es nicht. Übrigens: Die Deutschen waren einmal in Frankreich, dessen Geschicke sie dort ganz erheblich manipuliert haben. Die Liberalität Frankreichs dauerhaft abzuschaffen ist ihnen jedoch nicht gelungen.</p>
<p>Was das Thema Bildung anbetrifft, so ist der Islam sicherlich nicht bildungsfeindlich und &#8220;Suchet das Wissen und sei es in China&#8221; gehört zu den populärsten Hadithen. Aber wer mit dem Begriff Iʿǧāz etwas anfangen kann, also der Unvergleichlichkeit des Koran, der weiss, dass dies nicht nur auf dessen poetische Qualitäten bezogen wird, sondern auch darauf, dass das heilige Buch des Islam vermeintlich Aufschluss über alle möglichen naturwissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse zu geben in der Lage sein soll. Diese Haltung schliesst wissenschaftliches Denken nicht aus, begünstigt es aber auch nicht.</p>
<blockquote><p>Man sollte besser fragen, warum die USA so einen Riesenvorsprung in  allen Nobelpreis-Kategorien haben? Vielleicht sind US-Amerikaner ja  tatsächlich so viel intelligenter als Europäer, Asiaten und andere. Ich  glaub jedoch, es liegt weniger daran, dass eine Geburt in den  nicht-muslimischen USA mit der Weitergabe einer besonderen Intelligenz  verbunden ist. Ich glaube, es liegt eher daran, dass die  Wissenschaftslandschaft in den USA um einiges besser ist als anderswo.</p></blockquote>
<p>Woran das wohl liegen mag. Dass die Intelligenz ziemlich gleichmässig über den Erdball verteilt ist, sollte kein Gegenstand von Diskussion sein. Wenn das Problem aber nicht in einer Ungleichverteilung von Intelligenz begründet ist, müssen seine Ursachen in Staat oder Gesellschaft verortet werden. Die Möglichkeit, dass der Islam hierin wenigstens einen gewissen Faktor darstellt, wird durch diesen Einwand also nicht widerlegt.</p>
<blockquote><p>(&#8230;) wie konnte dann die islamische Welt  einst einen so großen Wissensvorsprung in allen Bereichen erzielen, während Europa im finsteren Mittelalter darben musste? Wer hätte wohl  vor einigen hundert Jahren die meisten Nobelpreise bekommen?</p></blockquote>
<p>Wäre unser Thema, welche Religion oder welche Kultur im Laufe ihrer Geschichte die meisten Punkte in Sachen Fortschritt sammelt, könnte man auf diese Weise argumentieren. Aber die Frage ist doch vielmehr: Wieso hat die Islamische Welt, vielleicht von Ausnahmen abgesehen, einen solchen Niedergang erlebt, während das westliche Europa eine gegenläufige Entwicklung durchgemacht hat?</p>
<p>Sicherlich lässt sich nicht alles mit der Religion begründen, zumal das Christentum auch seine problematischen Seiten hat. Aber warum soll die Religion andererseits als Faktor ausgeschlossen werden? Es fällt doch auf, dass die Länder mit einer protestantischen Prägung (man denke an die These von Max Weber) meist technisch fortschrittlicher und gesellschaftlich offener sind als Länder mit einer katholischen oder orthodoxen Prägung. Sollte das wirklich Zufall sein? Dass andere Faktoren auch eine Rolle spielen mögen, sei dabei unbenommen.</p>
<p>Das Problematische am Islam scheint mir überhaupt zum einen die starke Inanspruchnahme des einzelnen Gläubigen und mehr noch die deutliche Jenseitsbezogenheit zu sein. Beides müsste allerdings kein unüberwindliches Hindernis für einen Modernisierungsprozess darstellen, wenn es in der Islamischen Welt eine Aufklärung gegeben hätte, bzw. nicht gescheitert wäre.</p>
<p>Ein solcher Vorgang freilich wird nicht über die Religion ablaufen, weswegen eine Reform des Islam kaum weiterhilft und eher nur die Vorherrschaft des Religiösen besiegelt. Doch ich glaube an die Kraft der Veränderung. Wer möchte dagegenhalten?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10732/apologetik-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufklärung ohne Ende</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10119/aufklaerung-ohne-ende/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10119/aufklaerung-ohne-ende/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Safranski]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=10119</guid>
		<description><![CDATA[Und so kommt am Ende des 18. Jahrhunderts, 16 Jahre nach Kants Was ist Aufklärung?, Friedrich Schleiermacher und hält die Religion hoch – ist dabei aber ganz Aufklärer. Keine Offenbarung, keine Orthodoxie, keine Fremdbestimmung: Schleiermacher ruft zur Autonomie im Glauben auf. Geht in euch, da werdet ihr das Religiöse erfahren. Die Bibel, sagt er, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Und so kommt am Ende des 18. Jahrhunderts, 16 Jahre nach Kants <em>Was ist Aufklärung?</em>, Friedrich Schleiermacher und hält die Religion hoch – ist dabei aber ganz Aufklärer. Keine Offenbarung, keine Orthodoxie, keine Fremdbestimmung: Schleiermacher ruft zur Autonomie im Glauben auf. Geht in euch, da werdet ihr das Religiöse erfahren. Die Bibel, sagt er, kann ein jeder selbst schreiben.</p></blockquote>
<p>meint der Publizist Rüdiger Safranski im <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2010/07/22/4050_4050" target="_blank">Gespräch</a> <a href="http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2010/02/Streitgespraech-Safranski-Greffrath?page=all" target="_blank">mit der „Zeit‟</a>. Diese Äusserung verdient eine Anmerkung. Und stellt eine gute Gelegenheit dar, an Johann Salomo Semler zu erinnern.</p>
<p>Angefangen hatte alles mit dem von Friedrich Heinrich Jacobi ausgelösten Pantheismusstreit. Jacobi hatte dem bekannten Aufklärer Lessing bei dessen Besuch in Wolfenbüttel 1780 das ungedruckte Gedicht „Prometheus‟ von Goethe gezeigt, worauf Lessing bekannte, dass er „die orthodoxen Begriffe der Gottheit‟ für sich nicht mehr annehmen könne: „<em>Hen kai Pan</em> (Eins und alles)! Ich weiß nicht anders. Dahin geht auch dies Gedicht; und ich muß bekennen, es gefällt mir sehr.‟</p>
<p>Auf Jacobis Bemerkung, dass er damit nahe bei Spinoza sei, dessen Philosophie gemeinhin mit Atheismus in Verbindung gebracht wurde, gestand Lessing: „Wenn ich mich nach jemand nennen soll, so weiß ich keinen andern‟, was Jacobi 1785 in öffentlichen Briefen an Moses Mendelssohn publik machte. Der Skandal war perfekt. Goethe erinnert sich später in „Dichtung und Wahrheit‟, dass sein  Gedicht „zum Zündkraut einer Explosion [diente], welche die geheimsten  Verhältnisse würdiger Männer aufdeckte und zur Sprache brachte:  Verhältnisse, die, ihnen selbst unbewußt, in einer sonst höchst  aufgeklärten Gesellschaft schlummerten.‟[<a href="#footnote-1-10119" id="footnote-link-1-10119" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p>Mit seiner Enthüllung hatte Jacobi nicht nur auf Lessing, sondern auf die gesamte deutsche Aufklärung abgezielt, doch ging der Schuss nach hinten los. Eine wahre Spinoza-Euphorie war die Folge und in Weimar betrachtete man ihn als Stifter einer Art aufgeklärter Religion.[<a href="#footnote-2-10119" id="footnote-link-2-10119" title="See the footnote.">2</a>] Davon anstecken liessen sich neben Herder, Hölderlin u.a. auch der genannte Schleiermacher. Schleiermachers Projekt einer aufgeklärten Religion griff dabei auch auf den von Johann Salomo Semler vertretenen Perfektibilitätsgedanken zurück, wenngleich dieser von Schleiermacher modifizierte wurde.</p>
<p>Die Vorstellung von einer Vervollkommnung des Christentums im geschichtlichen Prozess eines allgemeinen, von Gott gelenkten Erkenntnisfortschritts[<a href="#footnote-3-10119" id="footnote-link-3-10119" title="See the footnote.">3</a>], brach mit dem älteren Konzept einer bevorstehenden Vernichtung des Kosmos und einem Ende der Menschheitsgeschichte. Schleiermacher „Gemeingeist‟, der die Entwicklung der Gläubigen befördert, knüpft daran an.[<a href="#footnote-4-10119" id="footnote-link-4-10119" title="See the footnote.">4</a>] Auf diesen Zusammenhang hatte vor allem Kants Nachfolger auf seinem Königsberger Lehrstuhl, Wilhelm Traugott Krug (1770-1842), hingewiesen. Für den Theologen Emanuel Hirsch war Friedrich Schleiermacher sogar „der eigentliche vollmächtige Erbe Semlers.‟</p>
<p>Diese Episode zeigt, wie einzelne Ideen eine ungeahnte Wirkmächtigkeit entfalten und schliesslich sogar zu einer Umprägung der gesamten Gesellschaft führen können. Ob Fortschrittsdenken und Individualismus auch in der Islamischen Welt zum Durchbruch finden, mag die Zukunft zeigen.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10119">Cassirer, 2007: 255; Blumenberg, 1981, Bd. 2: 442 ff.  <a href="#footnote-link-1-10119">⇧</a></li><li id="footnote-2-10119">Krochmalnik 2006: 149-50.  <a href="#footnote-link-2-10119">⇧</a></li><li id="footnote-3-10119">Eine Haltung, die einem <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8212/romantische-raserei/" target="_blank">Kulturpessimisten</a> wie Safranski fremd sein muss.  <a href="#footnote-link-3-10119">⇧</a></li><li id="footnote-4-10119">Hornig 1996: 205.  <a href="#footnote-link-4-10119">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10119/aufklaerung-ohne-ende/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Graben zwischen der AKP und ihren Wählern?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9016/graben-zwischen-der-akp-und-ihren-wahlern/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9016/graben-zwischen-der-akp-und-ihren-wahlern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[AKP]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[CHP]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftsstruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurden]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Säkularismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=9016</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Milliyet&#8221; hat am 17.01. die Ergebnisse einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden:

Urbane Traditionalisten
Vertreter des ländlichen Staus Quo
Urban-Moderne
Ungebundene Landbevölkerung
Nicht eindeutig Zuzuordnende

Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten politischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Milliyet&#8221; hat am 17.01. die <a href="http://www.milliyet.com.tr/-kentli-modern-kurtceye-ve-turbana-uzak/ekonomi/haberdetayarsiv/26.01.2010/1186992/default.htm?ver=98">Ergebnisse</a> einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden:</p>
<ol>
<li>Urbane Traditionalisten</li>
<li>Vertreter des ländlichen Staus Quo</li>
<li>Urban-Moderne</li>
<li>Ungebundene Landbevölkerung</li>
<li>Nicht eindeutig Zuzuordnende</li>
</ol>
<p>Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten politischen Parteien betreiben oder propagieren. Die &#8220;urbanen Traditionalisten&#8221;, die als Hauptanhänger der AKP gelten, halten zu 80% die Armee für die vertrauenswürdigste Institution der Türkei (Durchschnitt: 73%). Dass Erdoğan Unterstützung für seinen Konfrontationskurs findne könnte, erscheint also fraglich. Ebenso stößt bei ihnen die Öffnung gegenüber den Kurden auf wenig Gegenliebe. Nur 15% (Durchschnitt: 21 %) befürworten Kurdischunterricht. In dieser Hinsicht werden sie nur von den &#8220;Urban-Modernen&#8221;, dem Hauptwählerreservoir der kemalistischen CHP (10%). Die Zuneigung zur Armee ist dort etwa gleich groß (79%). Ebenso bewegt sich der Anteil derer, die meinen man dürfe einer Frau auch mal eine runterhauen, etwa gleich niedrig (7% &#8220;Urban-Moderne&#8221;, 5% &#8220;urbane Traditionalisten&#8221;). Bei den ebenfalls als AKP nah bewerteten &#8220;Vertretern des ländlichen Status Quo&#8221; sind hingegen 24% dieser Auffassung. Unter ihnen halten sogar 85% die Armee für am vertrauenswürdigsten. Deutlich mehr (28%) befürworten hingegen Kurdischuntericht. Diese Schicht ist am wenigsten &#8220;politkverdrossen&#8221; immerhin 52% vertrauen Staat und Politikern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9016/graben-zwischen-der-akp-und-ihren-wahlern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Romantische Raserei</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8212/romantische-raserei/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8212/romantische-raserei/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 21:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Neoirrationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Humanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Safranski]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=8212</guid>
		<description><![CDATA[Von Rüdiger Safranski kannte ich zwar nur sein Buch über die Romantik, aber das hatte mich hinreichend beeindruckt, um im Essener Aalto-Theater seinen Vortrag über &#8220;Mensch und Zeit&#8221; hören zu wollen. Denn ich gehe selten zu Vorträgen.
Was ich dann allerdings vorgesetzt bekam, hat mich doch überrascht. Der sich über drei Tage erstreckende Vortrag, zu dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Rüdiger Safranski kannte ich zwar nur sein Buch über die Romantik, aber das hatte mich hinreichend beeindruckt, um im Essener <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aalto-Theater" target="_blank">Aalto-Theater</a> seinen Vortrag über <a href="http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-233.html" target="_blank">&#8220;Mensch und Zeit&#8221;</a> hören zu wollen. Denn ich gehe selten zu Vorträgen.</p>
<p>Was ich dann allerdings vorgesetzt bekam, hat mich doch überrascht. Der sich über drei Tage erstreckende Vortrag, zu dem das Essener KWI im Rahmen seines Humanismus-Projekts geladen hatte, fing mit einem Rekurs auf Augustinus und das frühe Christentum vielversprechend an, mündete aber schon im zweiten Teil in eine intellektuell eher glanzlose Kritik an der Moderne. Der dritte Teil verfing sich schliesslich in einem hemmungslosen Kulturpessimismus, in dem alles durcheinandergeworfen wurde: Die Beschleunigung, die die moderne, kapitalistische Welt auf allen Ebenen der Gesellschaft einleite, die zunehmende Verknappung der Zeit für den einzelnen, sowie der Wohlstandsmüll als Folge zunehmender Beschleunigung von Geld-, Waren-, Informations- und Verkehrsströmen.</p>
<p>Und so kam, was kommen musste: Ein Appell, die moderne Welt zu &#8220;entschleunigen&#8221;. Wer soll was entschleunigen? Wie soll das gehen und auf wessen Kosten? Viel haben die Zuhörer darüber nicht erfahren, aber da Safranski mmer wieder die Politik ins Spiel brachte und das Primat der Politik vor der Ökonomie betonte, dämmert es einem schon ziemlich bald, dass hier der Grundriss für eine Erziehungsdiktatur gelegt wurde – bewusst oder unbewusst.</p>
<p>Sicher, viele denken so. Der Wunsch, eine Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit sehen zu wollen, ist eine allzu verführerische Kraft, der vor allem Intellektuelle gerne erliegen. Dennoch: In solcher Reinkultur habe ich antimodernistisches Gedankengut schon lange nicht mehr zu hören bekommen. Für Safranski gibt es keinen Fortschritt, nur &#8220;Fortschritte&#8221;, die Beschleunigung dreht sich im Kreis. Alles ist ein Nullsummenspiel, ja, eigentlich noch nicht einmal das. Es wird irgendwie alles immer schlimmer.</p>
<p>Nur einmal geriet Safranski aus dem Takt. Als der Moderator der Veranstaltung höflich darauf hinwies, dass die Zeit doch nicht einfach immer knapper werde, sondern dank einer von Generation zu Generation verlängerten Lebenszeit für den einzelnen auch zunehme, da blieb dem Redner nichts anderes übrig, als sich in die Feststellung zu flüchten, dass das eben irgendwie &#8220;das Paradoxe&#8221; an unserer modernen Welt sei.</p>
<p>Man hat schon tiefsinnigere Vorträge gehört.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>Buchempfehlung zum Thema:</em></p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=levantiorgstu-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3518291149" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8212/romantische-raserei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Can science and religion coexist in harmony?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8058/can-science-and-religion-coexist-in-harmony/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8058/can-science-and-religion-coexist-in-harmony/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 21:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Südasien]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Abdus Salam]]></category>
		<category><![CDATA[Ahmadiyya]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=8058</guid>
		<description><![CDATA[Hier im Blog kam ich bereits mehrfach auf den pakistanischen Physiker Abdus Salam zu sprechen, der als erster Muslim einen wissenschaftlichen Nobelpreis erhielt. Wenn man ihn denn als Muslim betrachten will, denn als Ahmadi gilt er vielen Muslimen als Apostat.
Vor einigen Wochen ist das Buch Eminent Lives in Twentieth-Century Science and Religion. In diesem von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier im Blog kam ich bereits mehrfach auf den pakistanischen Physiker <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/tag/abdus-salam/">Abdus Salam</a> zu sprechen, der als erster Muslim einen wissenschaftlichen Nobelpreis erhielt. Wenn man ihn denn als Muslim betrachten will, denn als Ahmadi gilt er vielen Muslimen als Apostat.</p>
<p>Vor einigen Wochen ist das Buch <a href="http://www.peterlang.com/Index.cfm?vID=58120&#038;vLang=D"><em>Eminent Lives in Twentieth-Century Science and Religion</em></a>. In diesem von <a href="http://wwwuser.gwdg.de/~uhwg/Rupke.html">Nicolaas Rupke</a> herausgegebenen Band findet sich ein Artikel von mir, in dem ich Abdus Salams Auffassungen zum Verhältnis von Religion und Wissenschaft analysiere, sowie Reaktionen auf die Nobelpreisverleihung beschreibe.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8058/can-science-and-religion-coexist-in-harmony/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Why the West Consistently Underplays the Power of Bad Ideas</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7216/the-totalitarian-present/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7216/the-totalitarian-present/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 11:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus/Antizionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Drittes Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Franklin D. Roosevelt]]></category>
		<category><![CDATA[Früchte des Appeasement]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jeffrey Herf]]></category>
		<category><![CDATA[Khomeini]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Dahrendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Saddam Hussein]]></category>
		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Westen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=7216</guid>
		<description><![CDATA[Ein lesenswerter Essay über Islamismus, Nationalsozialismus und Appeasement von Jeffrey Herf. Schlussfolgerung des Experten für deutsche Geschichte: Obama sollte zur Kenntnis nehmen, dass man von Roosevelt auch außenpolitisch etwas lernen kann.
Herf knüpft bei seinen Arbeiten im Übrigen an Autoren wie Bracher und Dahrendorf an, die das intellektuelle Klima der frühen Bundesrepublik geprägt haben, 1968ff. aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.tnr.com/blog/the-spine/beware-do-not-read-if-all-you-want-intellectual-fix-one-your-political-prejudices-ser">lesenswerter Essay</a> über Islamismus, Nationalsozialismus und Appeasement von Jeffrey Herf. Schlussfolgerung des Experten für deutsche Geschichte: Obama sollte zur Kenntnis nehmen, dass man von Roosevelt auch außenpolitisch etwas lernen kann.</p>
<p>Herf knüpft bei seinen Arbeiten im Übrigen an Autoren wie Bracher und Dahrendorf an, die das intellektuelle Klima der frühen Bundesrepublik geprägt haben, 1968ff. aber an den Rand gedrängt wurden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7216/the-totalitarian-present/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zehn Jahre Mohammed VI.</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6961/zehn-jahre-mohammed-vi/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6961/zehn-jahre-mohammed-vi/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 18:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Mohammed VI.]]></category>
		<category><![CDATA[Monarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[Sufismus]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=6961</guid>
		<description><![CDATA[Kürzlich hat sich der Regierungsantritt von König Mohammed VI. von Marokko zum zehntenmal gejährt. Einen interessatnten Überlick über die gravierenden Veränderungen in diesem Zeitraum bietet eine Serie des Nachrichtenmagazins &#8220;Telquel&#8221;.
Im ersten Teil wird dargestellt, wie Mohammed die Selbstdarstellung der Monarchie veränderte. Der auffälligste Unterschied zu seinen Vorgängern ist, dass seine Frau in der Öffentlichkeit auftritt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich hat sich der Regierungsantritt von König Mohammed VI. von Marokko zum zehntenmal gejährt. Einen interessatnten Überlick über die gravierenden Veränderungen in diesem Zeitraum bietet eine Serie des Nachrichtenmagazins &#8220;Telquel&#8221;.</p>
<p>Im <a href="http://www.telquel-online.com/380/couverture_380.shtml">ersten Teil</a> wird dargestellt, wie Mohammed die Selbstdarstellung der Monarchie veränderte. Der auffälligste Unterschied zu seinen Vorgängern ist, dass seine Frau in der Öffentlichkeit auftritt. behandelt wird auch die Alltagskultur wie das Vordringen des Dialekts (<em>darīja</em>) in den Medien, die erfolgreichsten Filme und der Niedergang des Sports.</p>
<p>Im <a href="http://www.telquel-online.com/381/couverture_381.shtml">zweiten Teil</a> wird die Selbstdarstellung von Mohammed als Demokrat in Frage gestellt. Zwar werde nicht mehr systematisch gefoltert wie unter seinem Vater. Aber letztlich hält der König politisch alle Zügel in der Hand. Treten bestimmte Parteien oder Medien dann doch zu keck, werden sie eingeschüchtert.</p>
<p>Das größte Problem kommt im <a href="http://www.telquel-online.com/382/couverture_382.shtml">dritten Teil</a> zur Sprache: der enorme wirtschaftliche Einfluss des Königs. Angeblich erwirtschaften die Firmen in seinem besitz 6% des marokkanischen BSP, während die Konzerne des viel gescholtenen Berlusconi nur 0,4% des italienischen erwirtschaften. Gleichwohl kommt &#8220;Telquel&#8221; nicht umhin zu konzedieren, dass Marokko in den letzten Jahren erheblich weiter entwickelt hat: Das jährliche Wirtschaftswachstum hängt nicht mehr davon ab, wie die Ernte ausfällt.</p>
<p>Im <a href="http://www.telquel-online.com/383/couverture_383.shtml">vierten Teil</a> wird thematisiert, dass Mohammed VI. auch das religiöse Oberhaupt der marokkanischen Muslime ist. In dieser Funktion hat er sich dem Ziel verschrieben, den islamismus zu bekämpfen. Dies drückte sich in der Ernennung eines Sufis statt eines Gelehrten zum Minister für religiöse Angelegenheiten aus. Nach dem 11. September und den Anschlägen in Casablanca 2003 wurde gegen extremistische Literatur, die bis dahin ungehindert aus Saudi-Arabien nach Marokko importiert worden war, vorgegangen. Momentan richtet sich der Kampf vor allem gegen den Versuch Irans auf Marokko Einfluss zu nehmen. Der marokkanische Fernsehsender, der zur Bekämpfung von extremistischem Gedankengut gegründet wurde, stieß jedoch auf Deinteresse. Die wichtigste Reform war aber sich die &#8220;Moudaouana&#8221;, das neue Familienrecht von 2003, in dem die Rechte der Frau erheblich gestärkt werden, etwa indem sie nun eine Scheidung beantragen können.<br />
_________________________<br />
Nachtrag</p>
<p>Als ich diesen Text tippte, wunderte ich mich, warum, heute nicht wie samstags üblich die aktuelle Ausgabe von &#8220;Telquel&#8221; ins Netz gestellt wurde. Gerade habe ich gelesen, dass die aktuelle Nummer und auch die neuste Nummer des arabischen Schwestermagazines &#8220;Nichane&#8221; <a href="http://www.lemonde.fr/web/depeches/0,14-0,39-40005643@7-37,0.html">beschlagnahmt worden sind</a>. Grund: eine Umfrage über Mohammed VI.</p>
<p>Für seine <a href="http://www.elpais.com/articulo/internacional/Rabat/secuestra/semanarios/publicar/primer/sondeo/Mohamed/VI/elpepuint/20090801elpepuint_8/Tes">Umfragewerte</a> bräuchte der Monarch sich nicht einmal schämen: 91 % ziehen eine positive Bilanz, 53 % meinen er habe das Land erheblich reformiert. Aber allein die Frage nach der Bewertung des Königs zu stellen, bleibt eben ein kleines Sakrileg.</p>
<p>Am Montag will &#8220;Le Monde&#8221; die Ergebnisse en détail veröffentlichen.<br />
__________________________<br />
Nachtrag 03.08.2009</p>
<p><a href="http://www.telquel-online.com/383/images/communique_censure.pdf">Hier</a> die offizielle Stelllungnahme von &#8220;TelQuel&#8221;. Le Monde <a href="http://www.lemonde.fr/web/depeches/0,14-0,39-40010207@7-37,0.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Bien que ce sondage soit favorable au roi Mohammed VI qui a fêté le 30 juillet ses dix premières années de règne, le ministre de la Communication Khalid Naciri a déclaré samedi à l&#8217;AFP que &#8220;la monarchie au Maroc n&#8217;est pas en équation et ne peut faire l&#8217;objet d&#8217;un débat même par voie de sondage&#8221;.</p>
<p>&#8220;Si Le Monde publie ce sondage (dans édition datée de mardi, ndrl) il ne pourra être mis en vente au Maroc, c&#8217;est une question de cohérence&#8221;, a affirmé M. Naciri.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6961/zehn-jahre-mohammed-vi/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bürgermeisterin in Marrakesch</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6660/burgermeisterin-in-marrakesch/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6660/burgermeisterin-in-marrakesch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 08:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Marrakesch]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=6660</guid>
		<description><![CDATA[Der Rat der marokkanischen Großstadt wählte die 33-jährige Rechtsanwältin Fatima Zahra Mansouri von der königstreuen Partei für Moderne und Authentizität zum Stadtoberhaupt. In diesem Land ist dies allerdings keine Premiere. Die Hafenstadt Essaouira wird seit 2003 von von der Sozialistin Asma Chaâbi regiert.
Zur ersten Bürgermeisterin in Ägypten: hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rat der marokkanischen Großstadt wählte die 33-jährige Rechtsanwältin Fatima Zahra Mansouri von der königstreuen Partei für Moderne und Authentizität <a href="http://riadzany.blogspot.com/2009/06/morocco-elects-woman-mayor-for.html">zum Stadtoberhaupt</a>. In diesem Land ist dies allerdings keine Premiere. Die Hafenstadt Essaouira wird seit 2003 von von der Sozialistin <a href="http://aujourdhui.ma/regions-details53768.html">Asma Chaâbi</a> regiert.</p>
<p>Zur ersten Bürgermeisterin in Ägypten: <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/3548/erste-burgermeisterin-agypten/">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/6660/burgermeisterin-in-marrakesch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Darwin-Jubiläum in der Türkei II</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5278/darwin-jubilaeum-tuerkei-nachtrag/</link>
		<comments>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5278/darwin-jubilaeum-tuerkei-nachtrag/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 09:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Darwin]]></category>
		<category><![CDATA[Evolutionstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo Galilei]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligent Design]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Baptiste de Lamarck]]></category>
		<category><![CDATA[kalām]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Büchner]]></category>
		<category><![CDATA[Materialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Mustafa Akyol]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Dawkins]]></category>
		<category><![CDATA[Säkularismus]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Conway Morris]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.transatlantic-forum.org/?p=5278</guid>
		<description><![CDATA[Durch Hinweise von Serdar wurde ich auf drei weitere Beiträge aus der Türkei aufmerksam. Mine G. Kırıkkanat schreibt in &#8220;Vatan&#8221; unter dem wuchtigen Titel &#8220;Genie, dein Name ist Darwin&#8221;, dass er wohl kaum vorausgesehen habe, dass er mit dem von seinem Hauptwerk The Origin of Species ausstrahlenden Licht dem universellen Progressivismus den Weg ausgeleuchtet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Hinweise von Serdar wurde ich auf drei weitere Beiträge aus der Türkei aufmerksam. Mine G. Kırıkkanat <a href="http://haber.gazetevatan.com/haberdetay.asp?Newsid=223846&#038;Categoryid=4&#038;wid=122">schreibt</a> in &#8220;Vatan&#8221; unter dem wuchtigen Titel &#8220;Genie, dein Name ist Darwin&#8221;, dass er wohl kaum vorausgesehen habe, dass er mit dem von seinem Hauptwerk <em>The Origin of Species</em> ausstrahlenden Licht dem universellen Progressivismus den Weg ausgeleuchtet und in jedem Land und jeder Religion die Reaktion niedergebrannt habe (<em>başyapıt “Türlerin Kökeni”nden yayılan ışığın hâlâ evrensel ilericiliği aydınlatırken, her ülkeden ve dinden gericiliği yaktığını öngörmüş müydü, bilinmez</em>). Obwohl gerade die genetische Forschung seine Theorie bestätige und die daraus resultierenden Erfindungen in der Medizin Anwendung finden, werde sein Name in der Türkei unter dem Einfluss der protestantischen Lobby von den religiösen Eiferern in der Türkei aus den Lehrplänen gelöscht. Allerdings leistet sie sich einen schweren wissenschaftsgeschichtlichen Lapsus, indem sie behauptet, Galilei habe beweisen, dass die Erde eine Kugel sei. Sie schließt damit, dass auch Darwins Vorgänger Lamarck, die gebührende Beachtung gezollt werden sollte, und referiert dabei, ohne sie zu kritisieren, dessen widerlegte These von der Vererbung erworbener Eigenschaften</p>
<p>Ihr <a href="http://www.stargazete.com/gazete/yazar/mustafa-akyol/turk-laikcileri-darwin-den-ne-anlar-171016.htm">antwortet</a> <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/325/moderate-muslime/">Mustafa Akyol</a>, ein Propagandist des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/788/niederlage-fur-theocons/">Intelligent Design</a> in &#8220;Star&#8221;. Er nimmt Kırıkkanats Lob für Lamarck als Aufhänger, und behauptet, dass jeder der das  ABC der Evolutiontheorie beherrsche, wisse, dass Lamarck falsch liege, weswegen sich der &#8220;Darwinismus&#8221; durchgesetzt habe. Mittlerweile stelle jedoch eine Gruppe Wissenschaftler auf der Grundlage wissenschaftlicher Entdeckungen infrage, dass übernatürliche Eingriffe in die Entstehung der Lebewesen auzuschließen seien. Damit wäre Leben nicht mehr durch Sekundärursachen zu erklären, wie die Entstehung des Regens. Dies ist allerdings für einen Muslim etwas überraschen, da nach der Auffassung der meisten Theologen, alle Erscheinungen auf das direkte Wirken Gottes zurückgehen. Außerdem vereinnahmt Akyol den Paläontologen Simon Conway Morris, der zwar gegen die Interpretation der Evolutiuonstheorie und den antireligiösen Eifer des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2667/vulgaermaterialismus-tuerkei/">Neobüchnerianers</a> Richard Dawkins kritisiert, zugleich jedoch Intelligent Design ablehnt (<a href="http://www.stmarylebow.co.uk/?download=BoyleLecture05.pdf">hier</a> S. 5f.). Das tut er übrigens nicht nur aus biologischen Gründen:</p>
<blockquote><p>Rather it seems to me that Intelligent Design has a more interesting failing, a theological failing. Consider a possible analogy, that of Gnosticism. Where did this claptrap come from? Who knows, but could it be an attempt to reconcile orphic and mithraic mysteries with a new, and to many in the Ancient World a very dangerous, Christianity? So too in our culture, those given over to being worshippers of the machine and the computer model, those admirers of organized efficiency, such would not expect the Creator – that is the one identified as the engineer of the bacterial flagellar motor or whatever your favourite case-study of ID might be – to be encumbered with a customary cliché of bearing a large white beard, but to be the very model of scientific efficiency and so don a very large white coat. ID is surely the deist’s option, and one that turns its back not only on the richness and beauty of creation, but as importantly its limitless possibilities. It is a theology for control freaks.</p></blockquote>
<p>Akyol wirft den türkischen Laizisten vor, sie propagierten den Darwinismus aus ideologischen Motiven, so wie Dawkins mit ihm hausieren gehe, um den Atheismus zu propagieren.</p>
<p>Der ür die AKP nahe &#8220;Yeni Şafak&#8221; schreibende säkulare Autor Kürşat Bumin <a href="http://yenisafak.com.tr/Yazarlar/?t=24.02.2009&#038;y=KursatBumin">sieht</a> die Theorie der Sekundärursachen als die Lösung des Problems. Er weist des Weiteren darauf hin, dass der hier <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5173/darwin-jubilaeum-turkei-arabische-welt-pakistan/">bereits vorgestellte</a> Dücane Cündioğlu nicht der erste muslimische Theologe war, der damit konfrontiert wurde, dass die Verteidigung des des wörtlichchen Sinns der auf die Schöpfung des bezogenen Koranverse gegen die Evolutionstheorie die Verteidigung eines Inzests impliziert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5278/darwin-jubilaeum-tuerkei-nachtrag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

