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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Moderne</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Aufklärung ohne Ende</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Und so kommt am Ende des 18. Jahrhunderts, 16 Jahre nach Kants Was ist Aufklärung?, Friedrich Schleiermacher und hält die Religion hoch – ist dabei aber ganz Aufklärer. Keine Offenbarung, keine Orthodoxie, keine Fremdbestimmung: Schleiermacher ruft zur Autonomie im Glauben auf. Geht in euch, da werdet ihr das Religiöse erfahren. Die Bibel, sagt er, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Und so kommt am Ende des 18. Jahrhunderts, 16 Jahre nach Kants <em>Was ist Aufklärung?</em>, Friedrich Schleiermacher und hält die Religion hoch – ist dabei aber ganz Aufklärer. Keine Offenbarung, keine Orthodoxie, keine Fremdbestimmung: Schleiermacher ruft zur Autonomie im Glauben auf. Geht in euch, da werdet ihr das Religiöse erfahren. Die Bibel, sagt er, kann ein jeder selbst schreiben.</p></blockquote>
<p>meint der Publizist Rüdiger Safranski im <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2010/07/22/4050_4050" target="_blank">Gespräch</a> <a href="http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2010/02/Streitgespraech-Safranski-Greffrath?page=all" target="_blank">mit der „Zeit‟</a>. Diese Äusserung verdient eine Anmerkung. Und stellt eine gute Gelegenheit dar, an Johann Salomo Semler zu erinnern.</p>
<p>Angefangen hatte alles mit dem von Friedrich Heinrich Jacobi ausgelösten Pantheismusstreit. Jacobi hatte dem bekannten Aufklärer Lessing bei dessen Besuch in Wolfenbüttel 1780 das ungedruckte Gedicht „Prometheus‟ von Goethe gezeigt, worauf Lessing bekannte, dass er „die orthodoxen Begriffe der Gottheit‟ für sich nicht mehr annehmen könne: „<em>Hen kai Pan</em> (Eins und alles)! Ich weiß nicht anders. Dahin geht auch dies Gedicht; und ich muß bekennen, es gefällt mir sehr.‟</p>
<p>Auf Jacobis Bemerkung, dass er damit nahe bei Spinoza sei, dessen Philosophie gemeinhin mit Atheismus in Verbindung gebracht wurde, gestand Lessing: „Wenn ich mich nach jemand nennen soll, so weiß ich keinen andern‟, was Jacobi 1785 in öffentlichen Briefen an Moses Mendelssohn publik machte. Der Skandal war perfekt. Goethe erinnert sich später in „Dichtung und Wahrheit‟, dass sein  Gedicht „zum Zündkraut einer Explosion [diente], welche die geheimsten  Verhältnisse würdiger Männer aufdeckte und zur Sprache brachte:  Verhältnisse, die, ihnen selbst unbewußt, in einer sonst höchst  aufgeklärten Gesellschaft schlummerten.‟[<a href="#footnote-1-10119" id="footnote-link-1-10119" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p>Mit seiner Enthüllung hatte Jacobi nicht nur auf Lessing, sondern auf die gesamte deutsche Aufklärung abgezielt, doch ging der Schuss nach hinten los. Eine wahre Spinoza-Euphorie war die Folge und in Weimar betrachtete man ihn als Stifter einer Art aufgeklärter Religion.[<a href="#footnote-2-10119" id="footnote-link-2-10119" title="See the footnote.">2</a>] Davon anstecken liessen sich neben Herder, Hölderlin u.a. auch der genannte Schleiermacher. Schleiermachers Projekt einer aufgeklärten Religion griff dabei auch auf den von Johann Salomo Semler vertretenen Perfektibilitätsgedanken zurück, wenngleich dieser von Schleiermacher modifizierte wurde.</p>
<p>Die Vorstellung von einer Vervollkommnung des Christentums im geschichtlichen Prozess eines allgemeinen, von Gott gelenkten Erkenntnisfortschritts[<a href="#footnote-3-10119" id="footnote-link-3-10119" title="See the footnote.">3</a>], brach mit dem älteren Konzept einer bevorstehenden Vernichtung des Kosmos und einem Ende der Menschheitsgeschichte. Schleiermacher „Gemeingeist‟, der die Entwicklung der Gläubigen befördert, knüpft daran an.[<a href="#footnote-4-10119" id="footnote-link-4-10119" title="See the footnote.">4</a>] Auf diesen Zusammenhang hatte vor allem Kants Nachfolger auf seinem Königsberger Lehrstuhl, Wilhelm Traugott Krug (1770-1842), hingewiesen. Für den Theologen Emanuel Hirsch war Friedrich Schleiermacher sogar „der eigentliche vollmächtige Erbe Semlers.‟</p>
<p>Diese Episode zeigt, wie einzelne Ideen eine ungeahnte Wirkmächtigkeit entfalten und schliesslich sogar zu einer Umprägung der gesamten Gesellschaft führen können. Ob Fortschrittsdenken und Individualismus auch in der Islamischen Welt zum Durchbruch finden, mag die Zukunft zeigen.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10119">Cassirer, 2007: 255; Blumenberg, 1981, Bd. 2: 442 ff.  <a href="#footnote-link-1-10119">⇧</a></li><li id="footnote-2-10119">Krochmalnik 2006: 149-50.  <a href="#footnote-link-2-10119">⇧</a></li><li id="footnote-3-10119">Eine Haltung, die einem <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8212/romantische-raserei/" target="_blank">Kulturpessimisten</a> wie Safranski fremd sein muss.  <a href="#footnote-link-3-10119">⇧</a></li><li id="footnote-4-10119">Hornig 1996: 205.  <a href="#footnote-link-4-10119">⇧</a></li></ol><p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Graben zwischen der AKP und ihren Wählern?</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Milliyet&#8221; hat am 17.01. die Ergebnisse einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden:

Urbane Traditionalisten
Vertreter des ländlichen Staus Quo
Urban-Moderne
Ungebundene Landbevölkerung
Nicht eindeutig Zuzuordnende

Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten politischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Milliyet&#8221; hat am 17.01. die <a href="http://www.milliyet.com.tr/-kentli-modern-kurtceye-ve-turbana-uzak/ekonomi/haberdetayarsiv/26.01.2010/1186992/default.htm?ver=98">Ergebnisse</a> einer Umfrage des Institut IPSOS publiziert. Untersucht wurde, wie sich Werte und politische Orientierung in fünf Hauptgruppen der türkischen Gesellschaft unterscheiden:</p>
<ol>
<li>Urbane Traditionalisten</li>
<li>Vertreter des ländlichen Staus Quo</li>
<li>Urban-Moderne</li>
<li>Ungebundene Landbevölkerung</li>
<li>Nicht eindeutig Zuzuordnende</li>
</ol>
<p>Interesanterweise gaben die Angehörigen der jeweiligen Schichten Antworten, die nur bedingt mit dem übereinstimmen, was die von ihnen jeweils bevorzugten politischen Parteien betreiben oder propagieren. Die &#8220;urbanen Traditionalisten&#8221;, die als Hauptanhänger der AKP gelten, halten zu 80% die Armee für die vertrauenswürdigste Institution der Türkei (Durchschnitt: 73%). Dass Erdoğan Unterstützung für seinen Konfrontationskurs findne könnte, erscheint also fraglich. Ebenso stößt bei ihnen die Öffnung gegenüber den Kurden auf wenig Gegenliebe. Nur 15% (Durchschnitt: 21 %) befürworten Kurdischunterricht. In dieser Hinsicht werden sie nur von den &#8220;Urban-Modernen&#8221;, dem Hauptwählerreservoir der kemalistischen CHP (10%). Die Zuneigung zur Armee ist dort etwa gleich groß (79%). Ebenso bewegt sich der Anteil derer, die meinen man dürfe einer Frau auch mal eine runterhauen, etwa gleich niedrig (7% &#8220;Urban-Moderne&#8221;, 5% &#8220;urbane Traditionalisten&#8221;). Bei den ebenfalls als AKP nah bewerteten &#8220;Vertretern des ländlichen Status Quo&#8221; sind hingegen 24% dieser Auffassung. Unter ihnen halten sogar 85% die Armee für am vertrauenswürdigsten. Deutlich mehr (28%) befürworten hingegen Kurdischuntericht. Diese Schicht ist am wenigsten &#8220;politkverdrossen&#8221; immerhin 52% vertrauen Staat und Politikern.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Romantische Raserei</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 21:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Rüdiger Safranski kannte ich zwar nur sein Buch über die Romantik, aber das hatte mich hinreichend beeindruckt, um im Essener Aalto-Theater seinen Vortrag über &#8220;Mensch und Zeit&#8221; hören zu wollen. Denn ich gehe selten zu Vorträgen.
Was ich dann allerdings vorgesetzt bekam, hat mich doch überrascht. Der sich über drei Tage erstreckende Vortrag, zu dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Rüdiger Safranski kannte ich zwar nur sein Buch über die Romantik, aber das hatte mich hinreichend beeindruckt, um im Essener <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aalto-Theater" target="_blank">Aalto-Theater</a> seinen Vortrag über <a href="http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-233.html" target="_blank">&#8220;Mensch und Zeit&#8221;</a> hören zu wollen. Denn ich gehe selten zu Vorträgen.</p>
<p>Was ich dann allerdings vorgesetzt bekam, hat mich doch überrascht. Der sich über drei Tage erstreckende Vortrag, zu dem das Essener KWI im Rahmen seines Humanismus-Projekts geladen hatte, fing mit einem Rekurs auf Augustinus und das frühe Christentum vielversprechend an, mündete aber schon im zweiten Teil in eine intellektuell eher glanzlose Kritik an der Moderne. Der dritte Teil verfing sich schliesslich in einem hemmungslosen Kulturpessimismus, in dem alles durcheinandergeworfen wurde: Die Beschleunigung, die die moderne, kapitalistische Welt auf allen Ebenen der Gesellschaft einleite, die zunehmende Verknappung der Zeit für den einzelnen, sowie der Wohlstandsmüll als Folge zunehmender Beschleunigung von Geld-, Waren-, Informations- und Verkehrsströmen.</p>
<p>Und so kam, was kommen musste: Ein Appell, die moderne Welt zu &#8220;entschleunigen&#8221;. Wer soll was entschleunigen? Wie soll das gehen und auf wessen Kosten? Viel haben die Zuhörer darüber nicht erfahren, aber da Safranski mmer wieder die Politik ins Spiel brachte und das Primat der Politik vor der Ökonomie betonte, dämmert es einem schon ziemlich bald, dass hier der Grundriss für eine Erziehungsdiktatur gelegt wurde – bewusst oder unbewusst.</p>
<p>Sicher, viele denken so. Der Wunsch, eine Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit sehen zu wollen, ist eine allzu verführerische Kraft, der vor allem Intellektuelle gerne erliegen. Dennoch: In solcher Reinkultur habe ich antimodernistisches Gedankengut schon lange nicht mehr zu hören bekommen. Für Safranski gibt es keinen Fortschritt, nur &#8220;Fortschritte&#8221;, die Beschleunigung dreht sich im Kreis. Alles ist ein Nullsummenspiel, ja, eigentlich noch nicht einmal das. Es wird irgendwie alles immer schlimmer.</p>
<p>Nur einmal geriet Safranski aus dem Takt. Als der Moderator der Veranstaltung höflich darauf hinwies, dass die Zeit doch nicht einfach immer knapper werde, sondern dank einer von Generation zu Generation verlängerten Lebenszeit für den einzelnen auch zunehme, da blieb dem Redner nichts anderes übrig, als sich in die Feststellung zu flüchten, dass das eben irgendwie &#8220;das Paradoxe&#8221; an unserer modernen Welt sei.</p>
<p>Man hat schon tiefsinnigere Vorträge gehört.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>Buchempfehlung zum Thema:</em></p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=levantiorgstu-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3518291149" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Can science and religion coexist in harmony?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 21:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier im Blog kam ich bereits mehrfach auf den pakistanischen Physiker Abdus Salam zu sprechen, der als erster Muslim einen wissenschaftlichen Nobelpreis erhielt. Wenn man ihn denn als Muslim betrachten will, denn als Ahmadi gilt er vielen Muslimen als Apostat.
Vor einigen Wochen ist das Buch Eminent Lives in Twentieth-Century Science and Religion. In diesem von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier im Blog kam ich bereits mehrfach auf den pakistanischen Physiker <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/tag/abdus-salam/">Abdus Salam</a> zu sprechen, der als erster Muslim einen wissenschaftlichen Nobelpreis erhielt. Wenn man ihn denn als Muslim betrachten will, denn als Ahmadi gilt er vielen Muslimen als Apostat.</p>
<p>Vor einigen Wochen ist das Buch <a href="http://www.peterlang.com/Index.cfm?vID=58120&#038;vLang=D"><em>Eminent Lives in Twentieth-Century Science and Religion</em></a>. In diesem von <a href="http://wwwuser.gwdg.de/~uhwg/Rupke.html">Nicolaas Rupke</a> herausgegebenen Band findet sich ein Artikel von mir, in dem ich Abdus Salams Auffassungen zum Verhältnis von Religion und Wissenschaft analysiere, sowie Reaktionen auf die Nobelpreisverleihung beschreibe.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Why the West Consistently Underplays the Power of Bad Ideas</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 11:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein lesenswerter Essay über Islamismus, Nationalsozialismus und Appeasement von Jeffrey Herf. Schlussfolgerung des Experten für deutsche Geschichte: Obama sollte zur Kenntnis nehmen, dass man von Roosevelt auch außenpolitisch etwas lernen kann.
Herf knüpft bei seinen Arbeiten im Übrigen an Autoren wie Bracher und Dahrendorf an, die das intellektuelle Klima der frühen Bundesrepublik geprägt haben, 1968ff. aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.tnr.com/blog/the-spine/beware-do-not-read-if-all-you-want-intellectual-fix-one-your-political-prejudices-ser">lesenswerter Essay</a> über Islamismus, Nationalsozialismus und Appeasement von Jeffrey Herf. Schlussfolgerung des Experten für deutsche Geschichte: Obama sollte zur Kenntnis nehmen, dass man von Roosevelt auch außenpolitisch etwas lernen kann.</p>
<p>Herf knüpft bei seinen Arbeiten im Übrigen an Autoren wie Bracher und Dahrendorf an, die das intellektuelle Klima der frühen Bundesrepublik geprägt haben, 1968ff. aber an den Rand gedrängt wurden.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Zehn Jahre Mohammed VI.</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 18:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzlich hat sich der Regierungsantritt von König Mohammed VI. von Marokko zum zehntenmal gejährt. Einen interessatnten Überlick über die gravierenden Veränderungen in diesem Zeitraum bietet eine Serie des Nachrichtenmagazins &#8220;Telquel&#8221;.
Im ersten Teil wird dargestellt, wie Mohammed die Selbstdarstellung der Monarchie veränderte. Der auffälligste Unterschied zu seinen Vorgängern ist, dass seine Frau in der Öffentlichkeit auftritt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich hat sich der Regierungsantritt von König Mohammed VI. von Marokko zum zehntenmal gejährt. Einen interessatnten Überlick über die gravierenden Veränderungen in diesem Zeitraum bietet eine Serie des Nachrichtenmagazins &#8220;Telquel&#8221;.</p>
<p>Im <a href="http://www.telquel-online.com/380/couverture_380.shtml">ersten Teil</a> wird dargestellt, wie Mohammed die Selbstdarstellung der Monarchie veränderte. Der auffälligste Unterschied zu seinen Vorgängern ist, dass seine Frau in der Öffentlichkeit auftritt. behandelt wird auch die Alltagskultur wie das Vordringen des Dialekts (<em>darīja</em>) in den Medien, die erfolgreichsten Filme und der Niedergang des Sports.</p>
<p>Im <a href="http://www.telquel-online.com/381/couverture_381.shtml">zweiten Teil</a> wird die Selbstdarstellung von Mohammed als Demokrat in Frage gestellt. Zwar werde nicht mehr systematisch gefoltert wie unter seinem Vater. Aber letztlich hält der König politisch alle Zügel in der Hand. Treten bestimmte Parteien oder Medien dann doch zu keck, werden sie eingeschüchtert.</p>
<p>Das größte Problem kommt im <a href="http://www.telquel-online.com/382/couverture_382.shtml">dritten Teil</a> zur Sprache: der enorme wirtschaftliche Einfluss des Königs. Angeblich erwirtschaften die Firmen in seinem besitz 6% des marokkanischen BSP, während die Konzerne des viel gescholtenen Berlusconi nur 0,4% des italienischen erwirtschaften. Gleichwohl kommt &#8220;Telquel&#8221; nicht umhin zu konzedieren, dass Marokko in den letzten Jahren erheblich weiter entwickelt hat: Das jährliche Wirtschaftswachstum hängt nicht mehr davon ab, wie die Ernte ausfällt.</p>
<p>Im <a href="http://www.telquel-online.com/383/couverture_383.shtml">vierten Teil</a> wird thematisiert, dass Mohammed VI. auch das religiöse Oberhaupt der marokkanischen Muslime ist. In dieser Funktion hat er sich dem Ziel verschrieben, den islamismus zu bekämpfen. Dies drückte sich in der Ernennung eines Sufis statt eines Gelehrten zum Minister für religiöse Angelegenheiten aus. Nach dem 11. September und den Anschlägen in Casablanca 2003 wurde gegen extremistische Literatur, die bis dahin ungehindert aus Saudi-Arabien nach Marokko importiert worden war, vorgegangen. Momentan richtet sich der Kampf vor allem gegen den Versuch Irans auf Marokko Einfluss zu nehmen. Der marokkanische Fernsehsender, der zur Bekämpfung von extremistischem Gedankengut gegründet wurde, stieß jedoch auf Deinteresse. Die wichtigste Reform war aber sich die &#8220;Moudaouana&#8221;, das neue Familienrecht von 2003, in dem die Rechte der Frau erheblich gestärkt werden, etwa indem sie nun eine Scheidung beantragen können.<br />
_________________________<br />
Nachtrag</p>
<p>Als ich diesen Text tippte, wunderte ich mich, warum, heute nicht wie samstags üblich die aktuelle Ausgabe von &#8220;Telquel&#8221; ins Netz gestellt wurde. Gerade habe ich gelesen, dass die aktuelle Nummer und auch die neuste Nummer des arabischen Schwestermagazines &#8220;Nichane&#8221; <a href="http://www.lemonde.fr/web/depeches/0,14-0,39-40005643@7-37,0.html">beschlagnahmt worden sind</a>. Grund: eine Umfrage über Mohammed VI.</p>
<p>Für seine <a href="http://www.elpais.com/articulo/internacional/Rabat/secuestra/semanarios/publicar/primer/sondeo/Mohamed/VI/elpepuint/20090801elpepuint_8/Tes">Umfragewerte</a> bräuchte der Monarch sich nicht einmal schämen: 91 % ziehen eine positive Bilanz, 53 % meinen er habe das Land erheblich reformiert. Aber allein die Frage nach der Bewertung des Königs zu stellen, bleibt eben ein kleines Sakrileg.</p>
<p>Am Montag will &#8220;Le Monde&#8221; die Ergebnisse en détail veröffentlichen.<br />
__________________________<br />
Nachtrag 03.08.2009</p>
<p><a href="http://www.telquel-online.com/383/images/communique_censure.pdf">Hier</a> die offizielle Stelllungnahme von &#8220;TelQuel&#8221;. Le Monde <a href="http://www.lemonde.fr/web/depeches/0,14-0,39-40010207@7-37,0.html">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Bien que ce sondage soit favorable au roi Mohammed VI qui a fêté le 30 juillet ses dix premières années de règne, le ministre de la Communication Khalid Naciri a déclaré samedi à l&#8217;AFP que &#8220;la monarchie au Maroc n&#8217;est pas en équation et ne peut faire l&#8217;objet d&#8217;un débat même par voie de sondage&#8221;.</p>
<p>&#8220;Si Le Monde publie ce sondage (dans édition datée de mardi, ndrl) il ne pourra être mis en vente au Maroc, c&#8217;est une question de cohérence&#8221;, a affirmé M. Naciri.</p></blockquote>
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		<title>Bürgermeisterin in Marrakesch</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 08:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Rat der marokkanischen Großstadt wählte die 33-jährige Rechtsanwältin Fatima Zahra Mansouri von der königstreuen Partei für Moderne und Authentizität zum Stadtoberhaupt. In diesem Land ist dies allerdings keine Premiere. Die Hafenstadt Essaouira wird seit 2003 von von der Sozialistin Asma Chaâbi regiert.
Zur ersten Bürgermeisterin in Ägypten: hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rat der marokkanischen Großstadt wählte die 33-jährige Rechtsanwältin Fatima Zahra Mansouri von der königstreuen Partei für Moderne und Authentizität <a href="http://riadzany.blogspot.com/2009/06/morocco-elects-woman-mayor-for.html">zum Stadtoberhaupt</a>. In diesem Land ist dies allerdings keine Premiere. Die Hafenstadt Essaouira wird seit 2003 von von der Sozialistin <a href="http://aujourdhui.ma/regions-details53768.html">Asma Chaâbi</a> regiert.</p>
<p>Zur ersten Bürgermeisterin in Ägypten: <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/3548/erste-burgermeisterin-agypten/">hier</a>.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Darwin-Jubiläum in der Türkei II</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5278/darwin-jubilaeum-tuerkei-nachtrag/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 09:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch Hinweise von Serdar wurde ich auf drei weitere Beiträge aus der Türkei aufmerksam. Mine G. Kırıkkanat schreibt in &#8220;Vatan&#8221; unter dem wuchtigen Titel &#8220;Genie, dein Name ist Darwin&#8221;, dass er wohl kaum vorausgesehen habe, dass er mit dem von seinem Hauptwerk The Origin of Species ausstrahlenden Licht dem universellen Progressivismus den Weg ausgeleuchtet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Hinweise von Serdar wurde ich auf drei weitere Beiträge aus der Türkei aufmerksam. Mine G. Kırıkkanat <a href="http://haber.gazetevatan.com/haberdetay.asp?Newsid=223846&#038;Categoryid=4&#038;wid=122">schreibt</a> in &#8220;Vatan&#8221; unter dem wuchtigen Titel &#8220;Genie, dein Name ist Darwin&#8221;, dass er wohl kaum vorausgesehen habe, dass er mit dem von seinem Hauptwerk <em>The Origin of Species</em> ausstrahlenden Licht dem universellen Progressivismus den Weg ausgeleuchtet und in jedem Land und jeder Religion die Reaktion niedergebrannt habe (<em>başyapıt “Türlerin Kökeni”nden yayılan ışığın hâlâ evrensel ilericiliği aydınlatırken, her ülkeden ve dinden gericiliği yaktığını öngörmüş müydü, bilinmez</em>). Obwohl gerade die genetische Forschung seine Theorie bestätige und die daraus resultierenden Erfindungen in der Medizin Anwendung finden, werde sein Name in der Türkei unter dem Einfluss der protestantischen Lobby von den religiösen Eiferern in der Türkei aus den Lehrplänen gelöscht. Allerdings leistet sie sich einen schweren wissenschaftsgeschichtlichen Lapsus, indem sie behauptet, Galilei habe beweisen, dass die Erde eine Kugel sei. Sie schließt damit, dass auch Darwins Vorgänger Lamarck, die gebührende Beachtung gezollt werden sollte, und referiert dabei, ohne sie zu kritisieren, dessen widerlegte These von der Vererbung erworbener Eigenschaften</p>
<p>Ihr <a href="http://www.stargazete.com/gazete/yazar/mustafa-akyol/turk-laikcileri-darwin-den-ne-anlar-171016.htm">antwortet</a> <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/325/moderate-muslime/">Mustafa Akyol</a>, ein Propagandist des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/788/niederlage-fur-theocons/">Intelligent Design</a> in &#8220;Star&#8221;. Er nimmt Kırıkkanats Lob für Lamarck als Aufhänger, und behauptet, dass jeder der das  ABC der Evolutiontheorie beherrsche, wisse, dass Lamarck falsch liege, weswegen sich der &#8220;Darwinismus&#8221; durchgesetzt habe. Mittlerweile stelle jedoch eine Gruppe Wissenschaftler auf der Grundlage wissenschaftlicher Entdeckungen infrage, dass übernatürliche Eingriffe in die Entstehung der Lebewesen auzuschließen seien. Damit wäre Leben nicht mehr durch Sekundärursachen zu erklären, wie die Entstehung des Regens. Dies ist allerdings für einen Muslim etwas überraschen, da nach der Auffassung der meisten Theologen, alle Erscheinungen auf das direkte Wirken Gottes zurückgehen. Außerdem vereinnahmt Akyol den Paläontologen Simon Conway Morris, der zwar gegen die Interpretation der Evolutiuonstheorie und den antireligiösen Eifer des <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2667/vulgaermaterialismus-tuerkei/">Neobüchnerianers</a> Richard Dawkins kritisiert, zugleich jedoch Intelligent Design ablehnt (<a href="http://www.stmarylebow.co.uk/?download=BoyleLecture05.pdf">hier</a> S. 5f.). Das tut er übrigens nicht nur aus biologischen Gründen:</p>
<blockquote><p>Rather it seems to me that Intelligent Design has a more interesting failing, a theological failing. Consider a possible analogy, that of Gnosticism. Where did this claptrap come from? Who knows, but could it be an attempt to reconcile orphic and mithraic mysteries with a new, and to many in the Ancient World a very dangerous, Christianity? So too in our culture, those given over to being worshippers of the machine and the computer model, those admirers of organized efficiency, such would not expect the Creator – that is the one identified as the engineer of the bacterial flagellar motor or whatever your favourite case-study of ID might be – to be encumbered with a customary cliché of bearing a large white beard, but to be the very model of scientific efficiency and so don a very large white coat. ID is surely the deist’s option, and one that turns its back not only on the richness and beauty of creation, but as importantly its limitless possibilities. It is a theology for control freaks.</p></blockquote>
<p>Akyol wirft den türkischen Laizisten vor, sie propagierten den Darwinismus aus ideologischen Motiven, so wie Dawkins mit ihm hausieren gehe, um den Atheismus zu propagieren.</p>
<p>Der ür die AKP nahe &#8220;Yeni Şafak&#8221; schreibende säkulare Autor Kürşat Bumin <a href="http://yenisafak.com.tr/Yazarlar/?t=24.02.2009&#038;y=KursatBumin">sieht</a> die Theorie der Sekundärursachen als die Lösung des Problems. Er weist des Weiteren darauf hin, dass der hier <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5173/darwin-jubilaeum-turkei-arabische-welt-pakistan/">bereits vorgestellte</a> Dücane Cündioğlu nicht der erste muslimische Theologe war, der damit konfrontiert wurde, dass die Verteidigung des des wörtlichchen Sinns der auf die Schöpfung des bezogenen Koranverse gegen die Evolutionstheorie die Verteidigung eines Inzests impliziert.</p>
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		<title>Musik, Schach und Kricket</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 09:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Denis MacEoin fasst im &#8220;Telegraph&#8221; die Ergebnisse seiner Studie über islamische Schulen in Großbritannien zusammen:
Music, chess and cricket are just three things banned in some Muslim schools in the UK. Others are drama, dance, sport, Shakespeare, and, in some cases, any aspect of Western culture whatever. According to the management committee of London&#8217;s Madani Secondary [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denis MacEoin <a href="http://www.telegraph.co.uk/comment/personal-view/4700709/We-must-stop-Muslim-schools-teaching-that-integration-is-a-sin.html">fasst</a> im &#8220;Telegraph&#8221; die Ergebnisse seiner Studie über islamische Schulen in Großbritannien zusammen:</p>
<blockquote><p>Music, chess and cricket are just three things banned in some Muslim schools in the UK. Others are drama, dance, sport, Shakespeare, and, in some cases, any aspect of Western culture whatever. According to the management committee of London&#8217;s Madani Secondary Girls&#8217; School, this is because &#8220;our children are exposed to a culture that is in opposition with almost everything Islam stands for&#8221;. The response to this sense of danger is often to forbid outright any kind of relationship with non-Muslims: &#8220;Allah has warned us in the Koran, do not befriend the kuffaar. The Jews and Christians will never be content with you until you follow their way,&#8221; says Riyadhul Haq, a teacher in Kidderminster.</p></blockquote>
<p>Er vermutet, dass dies nicht ohne Konsequenzen bleibe:</p>
<blockquote><p>Several recent surveys have noted an unusual phenomenon among young Muslims here and in Europe: that 16-to-24-year-olds are more hardline in their opinions than their parents or even their grandparents. The youngest generation is moving away from mainstream society, not towards it. The reasons for this are complex, but there can be little doubt that Islamic schools play a role in encouraging children and teenagers to isolate themselves. More than 50 per cent of the establishments I examined for my report on Muslim schools showed indications of strong fundamentalist influence and control. Some were set up by organisations that have been banned in some countries.</p></blockquote>
<p>Und die Schulaufsicht findet es gut:</p>
<blockquote><p>Not infrequently, Ofsted inspectors give glowing reports to schools that require much closer examination. Al-Mu&#8217;min Primary School in Bradford is linked to the al-Mu&#8217;min journal, which carries material from schoolchildren. Its website teaches that Western culture is &#8220;evil&#8221;, photographs are &#8220;an evil practice of the unbelievers&#8221;, and that &#8220;the person who plays chess is like one who dips his hand in the blood of a swine&#8221;.</p>
<p>But here&#8217;s a sample of the Ofsted report: &#8220;Al-Mumin Primary School provides a good education for its pupils and ensures that they have good attitudes and a very good work ethic&#8230; The provision made for the spiritual, moral, social and cultural development of pupils is outstanding.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Warum gibt es kein cem mehr wie früher?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 20:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Besonderheit der Bewegung von Fethullah Gülen ist, dass sie die Notwendigkeit des Dialogs und des zivilisierten Umgang mit anderen Religionen betont. Dazu gehören auch die Aleviten. Diese Einstellung ist nicht gerade üblich für türkische Sunniten. Zum einen, weil Lehren und Riten der Aleviten vielfach als Ketzerei gelten. Zum anderen, weil die Aleviten säkulare und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Besonderheit der Bewegung von Fethullah Gülen ist, dass sie die Notwendigkeit des Dialogs und des zivilisierten Umgang mit anderen Religionen betont. Dazu gehören auch die Aleviten. Diese Einstellung ist nicht gerade üblich für türkische Sunniten. Zum einen, weil Lehren und Riten der Aleviten vielfach als Ketzerei gelten. Zum anderen, weil die Aleviten säkulare und oft dezidiert linke Kräfte unterstützen. Die Republik halten sie in Ehren, weil sie unter der osmanischen Herrschaft diskriminiert wurden.</p>
<p>Unter diesem Aspekt ist ein <a href="http://www.zaman.com.tr/haber.do?haberno=815291&#038;title=iste-alevilerin-gorgu-sorgu-cemi">Bericht</a> recht interessant, der am Sonntag in &#8220;Zaman&#8221; erschien. Der Reporter besucht eine Gemeinde türkmenischer Aleviten im südostanatolischen Kısas bei Urfa, die noch das &#8220;görgü-sorgu&#8221;[<a href="#footnote-1-5129" id="footnote-link-1-5129" title="See the footnote.">1</a>]-Ritual praktiziert, das bei Aleviten in Großstädten außer Gebrauch gekommen ist. Einmal im Jahr müssen die Mitglieder einer Alevitengemeinde erscheinen, andernfalls dürfen sie nicht an den wöchentlichen Zeremonien (<i>cem</i>) teilnehmen. Teil des Rituals ist, dass alle vor dem <i>dede</i> ihr Verhalten gegenüber der Gemeinschaft rechtfertigen müssen (quasi eine öffentliche Beichte). Daraus folgt natürlich ein hohes Maß sozialer Kontrolle.</p>
<p>Die zitierten Aleviten beklagen jedoch nicht diesen Aspekt sondern, dass das alevitische Gemeindeleben in den <i>cemevleri</i> der Metropolen verflache, weil dieses Ritual nicht praktiziert wird. Ohnehin war in den kleinen Gemeinschaften alles besser:</p>
<blockquote><p>Wenn wird den Worten des Sängers (<em>ozan</em>) &#8220;Früher gab es mehr Glauben als heute&#8221;  Glaueben schenken, hat das cem, das wir jetzt gesehen haben, nur noch eine verblichene Ähnlichkeit mit dem von früher. Der Sänger (<i>ozan</i>), der sagt &#8220;Heute gibt es alles, diese Liebe, diese Wärme aber nicht&#8221; bringt auch ein Beispiel aus der Vergangenheit an: &#8220;Vor der Republik gab es im Dorf einen Sänger (<em>âşık</em>), Âşık Mustafa&#8230; Eines Tages ging seine Saz[<a href="#footnote-2-5129" id="footnote-link-2-5129" title="See the footnote.">2</a>], im Dorf gab es keinen zweiten, der die Rezitationen hätte durchführen konnte, auch in der Stadt gab es niemanden der <em>bağlama</em> hätte spielen können; aber ohne <em>bağlama</em> gibt es kein  . Trotz Schnee und Winter marschierte Mustafa nach Antep&#8217;e, um die <em>bağlama</em> richten zu lassen, und zum <i>cem</i> war er wieder da. Welch eine Liebe!&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Moral von der Geschicht: Auch die Aleviten lebten vor der Republik in einer heilen Welt.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-5129">Anschauen und Befragen  <a href="#footnote-link-1-5129">⇧</a></li><li id="footnote-2-5129">Anatolisches Saiteninstrument, <em>bağlama</em> dgl.  <a href="#footnote-link-2-5129">⇧</a></li></ol><p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Krawallatheisten</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 04:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
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		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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		<description><![CDATA[
Mit der Religion halte ich es wie mit dem Alkohol: Auf die richtige Dosierung kommt es an. In geringen Mengen genossen, macht Alkohol friedfertig und euphorisch, genau wie Religion.
Im Übermass genossen, vernebelt es das Gehirn, bewirkt einen Tunnelblick und befördert die aggressive Seite im Menschen. Genau wie Religion. Die Attentäter des 11. September handelten im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-5038 alignleft" title="kerzen_kreutz" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2009/02/kerzen_kreutz.jpg" alt="Kerzen" width="150" height="113" /></p>
<p>Mit der Religion halte ich es wie mit dem Alkohol: Auf die richtige Dosierung kommt es an. In geringen Mengen genossen, macht Alkohol friedfertig und euphorisch, genau wie Religion.</p>
<p>Im Übermass genossen, vernebelt es das Gehirn, bewirkt einen Tunnelblick und befördert die aggressive Seite im Menschen. Genau wie Religion. Die Attentäter des 11. September handelten im religiösen Vollrausch.</p>
<p>Religion und Alkohol sind beide Rauschmittel[<a href="#footnote-1-4980" id="footnote-link-1-4980" title="See the footnote.">1</a>] und jenes gehört möglicherweise genausowenig in Kinderhände wie letzteres. Religion und Alkohol verlangen beide nach dem mündigen Menschen, der mit ihnen umzugehen weiss. Der mündige Mensch ist derjenige, der die Dinge beherrscht und nicht von den Dingen beherrscht wird.</p>
<p>Dass Alkohol schädlich sein kann, wird nun aber die wenigsten Menschen auf den Gedanken bringen, ihn gänzlich abzuschaffen. Zumindest im Westen traut die Gesellschaft ihren Mitgliedern zu, eigenverantwortlich mit dem Alkohol umgehen zu können. Darum gibt es keinen Grund, warum für Religion etwas anderes gelten sollte.</p>
<p>Die sog. Anti-Theisten stellen jedoch genau das infrage. Sie suchen nicht den mündigen Menschen, der benötigt wird, um verantwortungsvoll mit Religion umzugehen, sondern <a href="http://hpd.de/node/6201" target="_blank">erklären die Religion selbst für von Grund auf nutzlos und schädlich</a> und rufen zu ihrer Abschaffung auf. Religion und religiöser Fundamentalismus wären demnach eins:</p>
<blockquote><p>Der Antitheismus ist mit keiner bestimmten politischen Haltung verbunden und sein Ziel ist bescheiden: Er möchte nur, dass Religionen und Ideologien für immer von diesem Planeten verschwinden, bevor sie uns auslöschen.</p>
<p>Wie beim Atheismus wird die Existenz Gottes verneint. Es gibt jedoch Atheisten, die sich wünschen, die Heilsgeschichten der Religionen wären wahr und die es bedauern, nicht daran glauben zu können. Der Antitheismus dagegen steht in Opposition zur Religion und hält die Erfindung Gottes nicht nur für eine falsche, sondern auch für eine schlechte Idee.</p></blockquote>
<p>Nichts gegen Atheisten. Aber wenn die Religion zur Ursache religiöser Gewalt erklärt wird, wo bleibt da die Eigenverantwortlichkeit des Menschen? Das Eifertum, mit dem hier zu Felde gegen jede Form der Religiosität gezogen wird, gibt vor, ein Appell an die Vernunft zu sein, traut dieser gleichwohl nicht zu, religiöse Gefühle im Zaum halten zu können. In Wahrheit wird – auch wenn dem Autor das nicht bewusst sein mag – dem Tugendterror das Wort geredet.</p>
<p>Was mich betrifft, so ist Religion, in Massen genossen, eine kleine Schwäche von mir. Geschadet hat das weder mir noch anderen. Darauf ein Glas Wein!</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-4980">Vielleicht hatte Marx nicht unrecht, ersteres mit dem Opium zu vergleichen.  <a href="#footnote-link-1-4980">⇧</a></li></ol><p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Buddhisten und Hindus&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 17:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; in Amerika haben von allen religiösen Gruppen die wenigsten Einwände gegen die Evolutionstheorie (81 und 80%), gefolgt von den Juden mit 77%, ergab eine PEW-Studie. Unter den Christen erklärte sie eine Mehrheit von Orthodoxen und Katholiken für akzeptabel, von den &#8220;mainline Protestants&#8221; etwa die Hälfte, ein deutliche Mehrheit aller anderen Protestanten sowie der Mormonen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; in Amerika haben von allen religiösen Gruppen die wenigsten Einwände gegen die Evolutionstheorie (81 und 80%), gefolgt von den Juden mit 77%, ergab eine <a href="http://religions.pewforum.org/pdf/report2-religious-landscape-study-full.pdf#page=99">PEW-Studie</a>. Unter den Christen erklärte sie eine Mehrheit von Orthodoxen und Katholiken für akzeptabel, von den &#8220;mainline Protestants&#8221; etwa die Hälfte, ein deutliche Mehrheit aller anderen Protestanten sowie der Mormonen und Zeugen Jehovas spricht sich gegen die Evolutionstheorie aus. Nur 45% der Muslime in Amerika akzeptieren sie, allerdings ist dieser Wert weit höher als jene <a href="http://helios.hampshire.edu/~sahCS/Hameed-Science-Creationism.pdf">in den meisten islamischen Ländern</a>.</p>
<p>Spiegelt die hohe Akzeptanz der Evolutionstheorie bei Hindus und Muslimen wieder, dass sie für nichttheistiche Religionen weniger Probleme aufwirft? Oder liegt es nur daran, dass die Asian-Americans wie die Juden über einen weit überdurchschnittlichen Bildungsstand verfügen?</p>
<p>Neben der Religionszugehörigkeit spielt aber auch die religiöse Observanz eine bedeutende Roplle (leider wurden zu dieser Frage nur die Ergebnisse bei Juden und Christen angegeben). Durchweg gilt, je höher die Observanz, desto stärker wird die Evolutionstheorie abgelehnt.</p>
<p>(Zum Hintergrund <a href="http://pewforum.org/docs/?DocID=398">hier</a>, gefunden <a href="http://sciencereligionnews.blogspot.com/2009/02/evolution-and-religion-in-us.html">hier</a> und <a href="http://blogs.reuters.com/faithworld/2009/02/05/just-before-darwin-day-pew-reviews-faith-and-evolution-in-us/">dort</a>)</p>
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