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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Terrorismus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Doppeltes Spiel</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 17:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Annäherung von Hamas-Führer Mashaal an Präsident Abbas auf Grundlage einer gewaltfreien Politik ist Wasser auf die Mühlen mancher Versöhnungsschwärmer. Die Rolle des Störenfrieds wird daher wieder einmal der israelischen Regierung zugewiesen:
Die Regierung in Jerusalem sieht die Hamas weiterhin als  Terrororganisation und verstärkte in den vergangenen Tagen die  Luftangriffe auf militante Palästinenser im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Annäherung von Hamas-Führer Mashaal an Präsident Abbas auf Grundlage einer gewaltfreien Politik ist Wasser auf die Mühlen mancher Versöhnungsschwärmer. Die Rolle des Störenfrieds wird daher wieder einmal der israelischen Regierung <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/hamas154.html" target="_blank">zugewiesen</a>:</p>
<blockquote><p>Die Regierung in Jerusalem sieht die Hamas weiterhin als  Terrororganisation und verstärkte in den vergangenen Tagen die  Luftangriffe auf militante Palästinenser im Gazasstreifen. Mehrere  Vertreter der israelischen Armee kündigten in dieser Woche eine groß  angelegte Militäroperation gegen den Gazastreifen an.</p></blockquote>
<p>Bei der Tagesschau mag das der eine oder andere töricht und verblüffend finden, aber die Einschätzung der israelischen Streitkräfte, dass die Hamas an einem grösseren Konflikt derzeit wohl nicht interessiert ist, gibt noch längst nicht Anlass zur Hoffnung, dass hier eine islamistische Regierung &#8220;<a href="http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/israel-needs-to-listen-to-hamas-and-take-notice-1.404256#.Tvw6Ss0ElzE.facebook" target="_blank">eine legitime politische Partei</a>&#8221; werden könnte. Vielmehr droht der Gazastreifen zu einem Aufmarschgebiet für Terroristen zu werden, die über den Sinai kommen, so eine <a href="http://www.jpost.com/LandedPages/PrintArticle.aspx?id=251346" target="_blank">Analyse</a> der Jerusalem Post (JPost):</p>
<blockquote><p><span id="lblBody">Hamas’s main concern is the stability of its rule in Gaza,  challenged today by Islamic Jihad, which receives more Iranian support and  funding than Hamas, as well as from the direction of Mahmoud Abbas whose  unilateral moves at the UN caused Hamas to feel left behind. That is why it is  moving forward with the efforts to reach a reconciliation agreement with Fatah,  even though it will likely not last for long.</span></p>
<p>Where Hamas does operate or  turn a blind eye to others is in Egypt, which is turning into one the IDF’s  greatest concerns for 2012. A visit to the Israeli-Egyptian border on Wednesday  clarified just how concerned Israel is. Bulldozers work there 24 hours a day,  seven days a week, clearing mounds of sand to be able to lay cement and erect a  six-meter fence.</p></blockquote>
<p><span>Die israelischen Streitkräfte schätzen, dass der Waffenschmuggel in den Gazastreifen allein in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent zugenommen hat. Kaum vorstellbar, dass dies ohne Billigung der Hamas vonstatten geht. Naheliegend ist, dass die Hamas ein doppeltes Spiel treibt: Sie duldet Aggressionen gegen Israel, bekennt sich aber nicht zu deren Urheberschaft, um keine grössere Militäraktion von israelischer Seite zu provozieren. </span></p>
<p><span>Die Analyse zur Situation in Gaza wurde von der JPost entsprechend übertitelt: &#8220;</span><span id="lblTitle">A boiling pot waiting to explode.&#8221;</span></p>
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		<title>&#8220;Mutter-Theresa-Gehabe&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 11:46:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Deutschen, behauptet Jürgen Todenhöfer, betrieben in Afghanistan ein &#8220;Terrorzuchtprogramm&#8220;, während die Taliban immerhin &#8220;für Sicherheit gesorgt&#8221; hätten. Mit solchen Sätzen kommt der ehemalige Medienmanager und Buchautor in den Medien gross heraus. Wie die Ordnung der Taliban aussah, muss das Publikum des Menschenfreundes ja nicht wissen (s. hier, hier oder hier). Doch bleibt die Popularität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutschen, behauptet Jürgen Todenhöfer, betrieben in Afghanistan ein &#8220;<a href="http://www.taz.de/!47314/" target="_blank">Terrorzuchtprogramm</a>&#8220;, während die Taliban immerhin &#8220;<a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/der-afghanistankrieg-ist-ein-terrorzuchtprogramm/41591" target="_blank">für Sicherheit gesorgt</a>&#8221; hätten. Mit solchen Sätzen kommt der ehemalige Medienmanager und Buchautor in den Medien gross heraus. Wie die Ordnung der Taliban aussah, muss das Publikum des Menschenfreundes ja nicht wissen (s. <a href="http://www.rp-online.de/panorama/afghanische-taliban-haengen-drei-maenner-wegen-raubmordes-1.2061290" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/taliban-richten-schwangere-afghanin-hin-article944163.html" target="_blank">hier</a> oder <a href="http://www.salon.com/2001/10/02/fatima/" target="_blank">hier</a>). Doch bleibt die Popularität Todenhöfers, der gerne mit dem <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/juergen-todenhoefer-wir-haben-in-afghanistan-nichts-zu-suchen-1.686305-3" target="_blank">Bau eines Waisenhauses</a> in Afghanistan renommiert, ungebrochen.</p>
<p>Zu denen, die das längst nicht mehr hören können, gehört Reinhard Erös, ehemaliger Oberstabsarzt der Bundeswehr und Gründer der &#8220;Kinderhilfe Afghanistan&#8221;, über den die Badische Zeitung von einer Veranstaltung in Offenburg <a href="http://www.badische-zeitung.de/offenburg/finale-mit-einem-antipoden-todenhoefers--52588001.html" target="_blank">berichtet</a>, wie sehr ihm Todenhöfer mittlerweile ein rotes Tuch sein muss. Dann zieht Erös vom Leder</p>
<blockquote><p>(&#8230;) gegen Scheinheiligkeit, Selbstdarstellung,  &#8220;Mutter-Theresa-Gehabe&#8221; oder die für &#8220;die Möglichkeiten eines  Multimillionärs&#8221; eher bescheidene Einrichtung eines Waisenhauses in  Kundus. &#8220;Wir haben ausschließlich mit privaten Spenden allein drei  Waisenhäuser in den besonders gefährdeten Ostprovinzen Afghanistans  gebaut. 600 Schulen in Deutschland unterstützen uns.&#8221; Dazu kommt die  Einrichtung von Schulen, Mutter-Kind-Kliniken oder Solaranlagen.  Reinhard Erös versteht nicht, warum die Medien Jürgen Todenhöfer auf den  Leim gehen und ihn immer zu Talkshows einladen würden. Da sei doch der  alte Peter Scholl-Latour noch seriöser. In Afghanistan kenne er, Erös,  niemanden, der die Tätigkeit Todenhöfers als hilfreich empfinden würde.</p></blockquote>
<p>Lediglich ein einer Hinsicht scheint Erös mit seinem Antipoden einer Meinung zu sein: Die Ansicht, westliche Truppen sorgten für Stabilität in Afghanistan, hält auch er für einen <a href="http://www.badische-zeitung.de/offenburg/das-mantra-zu-afghanistan-ist-schlicht-unwahr--52659370.html" target="_blank">Irrtum</a>.</p>
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		<title>Theater</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 15:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, empörte sich in einem offenen Brief an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, dass Ackermann  eine „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ sei, die er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen hätte und auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“. 
Hintergrund von Steckels Äußerungen ist eine von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, <a href="http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Ackermann-sagt-seine-Teilnahme-am-Treff-im-Schauspielhaus-ab-id4916868.html">empörte sich in einem offenen Brief</a> an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, dass Ackermann  eine „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ sei, die er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen hätte und auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“. </p>
<p>Hintergrund von Steckels Äußerungen ist eine von „<a href="http://www.herausforderungzukunft.de/">Herausforderung Zukunft</a>“ geplante Veranstaltung, auf der Dr. Josef Ackermann und Dr. Edmund Stoiber miteinander über die internationalen Finanzmärkte <a href="http://www.herausforderungzukunft.de/Aktuelles/aktuelles.html">diskutieren wollten</a>.  </p>
<p>Steckel hatte zudem das Bochumer Schauspielensemble aufgefordert, „mit einem klaren Votum gegen diesen Auftritt zu protestieren“ und stieß damit auf Resonanz. Aufgrund der <a href="http://www.dielinke-bochum.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell-c93979bf27/artikel/josef-ackermann-in-bochum-offener-brief-an-otillie-scholz-und-townsend/">Reaktionen</a> sagte Ackermann seinen <a href="http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/deutsche-bank-chef-sagt-vortrag-in-bochum-ab-1.1345556">Auftritt ab</a>.  </p>
<p>Wurde Ackermann auch in Anders B. Breivik Manifest zitiert? Nein, er ist schuldig, weil er der scheidende Vorstandsvorsitzende der erfolgreichsten deutschen Bank ist. Es ist sein Vergehen, dass er höchst erfolgreich einen Job ausübte, der für Kapitalismus steht. Dies reicht bestimmten Gruppen, um ihm sein Menschen- und Bürgerrecht auf freie und öffentliche Meinungsäußerung und  den Gästen der Veranstaltung das Recht auf freie Informationsbeschaffung abzusprechen. </p>
<p>Es scheint so durchsichtig, dass es diesen Protestlern darum geht, unliebsame Auffassungen zu unterbinden. Man sollte annehmen, diese stehen am Rande der Gesellschaft ob ihres totalitären Verhaltens. Ein Blick in die Zeitungen ergibt leider, dem ist nicht so. Das Untersagen von Meinungen ist anscheinend ein legitimes politisches Mittel geworden. </p>
<p>Henryk M. Broder und Co sollen sich nämlich auch nicht mehr äußern dürfen bzw. nur noch eingeschränkt. Deren Vergehen ist es, für eine freiheitliche Gesellschaft zu stehen, in der jeder sagen darf, was er denkt, ohne danach um sein Leben oder auch nur seine Gesundheit fürchten zu müssen; für eine Gesellschaft, in der Frauen nicht aus pseudoreligiösen Gründen ihre Menschenrechte verwehrt werden und man sie nicht daran hindert, ein Leben zu führen, wie sie es sich wünschen, in der Männer offen andere Männer lieben dürfen, ohne damit rechnen zu müssen, deshalb an einem Baukran erhängt zu werden, in der Kinder sich frei entwickeln können und nicht durch pseudoreligiöse Zwänge an ihrer Entfaltung gehindert werden, in der die Menschen unterschiedlichster Kulturen und Religionen friedlich miteinander leben und von einander lernen und Moslems so viele Moscheen bauen können, wie sie wollen, mit so hohen Minaretten, wie sie wünschen. </p>
<p>All das hasst Breivik so sehr, dass er 76 Menschen kaltblütig ermordete. Dennoch wird allen voran Broder nun vorgeworfen, er sei als geistiger Brandstifter für diese Tat mitverantwortlich. Das ist ebenso durchsichtig wie die Sache mit Ackermann. Es geht nicht um die Freiheit der Menschen, es geht darum, dem politischen Gegner die Meinung zu verbieten. Es geht auch nicht um Muslime, denn diese wollen mehrheitlich auch eine freiheitliche Demokratie hier und nicht ein totalitäres islamistisches Regime. Und eben der Islamismus ist es, den Broder angreift; die totalitäre politische Ideologie. Das sollen Broder und Co nun unterlassen und ihre Texte unter Rücksicht auf Rechtspopulisten verfassen. Breivik wird sich ob dieser Reaktionen ins Fäustchen lachen. </p>
<p>Ich hoffe, Broder und Co machen jetzt nicht den Ackermann, der sich ein solches „<a href="http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/deutsche-bank-chef-sagt-vortrag-in-bochum-ab-1.1345556">Theater</a>“ nicht antuen will, sondern bleiben weiter engagiert und streitbar.  </p>
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		<title>Sahm: Goldstones Reue</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 11:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<description><![CDATA[von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 4. April 2011
Noch nie hat ein Zeitungsartikel derartigen Wirbel in Israel ausgelöst. In der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ hat der ehemalige südafrikanische Richter Richard Goldstone Reue kundgetan und Irrtümer eingestanden. Hätte er beim Verfassen des „Goldstone-Reports“ über vermeintliche Kriegsverbrechen Israels während des Gazakriegs 2008/2009 gewusst, was ihm heute bekannt sei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 4. April 2011</p>
<p>Noch nie hat ein Zeitungsartikel derartigen Wirbel in Israel ausgelöst. In der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ hat der ehemalige südafrikanische Richter Richard Goldstone Reue kundgetan und Irrtümer eingestanden. Hätte er beim Verfassen des „Goldstone-Reports“ über vermeintliche Kriegsverbrechen Israels während des Gazakriegs 2008/2009 gewusst, was ihm heute bekannt sei, hätte er den Report anders formuliert.</p>
<p>Im Auftrag der Menschenrechtskommission der UNO, „mit Muammar Ghadafi als Ehrenvorsitzenden“, wie israelische Politiker heute zynisch kommentieren, hatte sich der jüdische Richter bereit erklärt, mögliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der dreiwöchigen „Operation gegossenes Blei“ zu untersuchen. Das Mandat der UNO-Kommission war so angelegt, dass eine Verurteilung Israels feststand. Deshalb verweigerte die israelische Regierung dem Richter und seinen Mitarbeitern die Einreise nach Israel und jegliche Kooperation, obgleich Goldstones Tochter in Tel Aviv lebt und der Richter sich selber als „Zionist“ und Freund Israels bezeichnet.</p>
<p>Das Ergebnis war eine verheerende Rufschädigung Israels und die Behauptung, dass Israel an der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen absichtlich „Massaker“ verübt habe. Vor allem diese Beschuldigung hat Goldstone jetzt in seinem Zeitungsartikel zurückgenommen. Im Report selber wurden lediglich „bewaffnete Gruppen“ im Gazastreifen des „kriminellen“ und „terroristischen“ Raketenbeschusses auf Israel bezichtigt, nicht aber die dort de facto herrschende Hamas-Organisation, wie Goldstone jetzt in seinem Artikel behauptet.</p>
<p>Er lobte Israel für die Hunderten Untersuchungen möglicher Kriegsverbrechen, sei aber überzeugt, dass israelische Soldaten nicht absichtlich Zivilisten getötet hätten. „Die Hamas hat nichts getan“, gesteht der Richter. Es sei ein „Fehler“ gewesen, derartiges von der Hamas zu erwarten. Beiläufig erwähnt er, dass sich die israelischen Zahlen zu den palästinensischen Opfern (etwa zwei Drittel Hamas-Kämpfer und weniger als ein Drittel Zivilisten) als korrekt herausgestellt hätten.</p>
<p>Der unausgewogene Report hatte eine schwere Rufschädigung Israels zur Folge. Palästinensische Aktivisten in Großbritannien glaubten, israelische Politiker wie Zipi Livni und hohe Offiziere bei ihrer Landung in Heathrow verhaften und als Kriegsverbrecher aburteilen zu lassen. Namhafte Israelis wagten monatelang keine Besuche in London mehr.</p>
<p>Die New York Times hatte sich geweigert, Goldstones Artikel zu veröffentlichen, deshalb sei er in der Washington Post erschienen. Amerikanische und israelische Presseberichte widerlegen Goldstones Behauptung, während seiner Untersuchungen im Gazastreifen vieles nicht gewusst zu haben. Er habe „etwas naiv“ der Hamas-Propaganda, parteiischen „Menschenrechtsorganisation“ und sorgfältig ausgewählten Zivilisten im Gazastreifen geglaubt, obgleich schon damals die UNO, internationale Hilfsorganisationen, die israelische Regierung und Journalisten viele in den Report eingefügte Details als Falschinformationen nachweisen konnten. „Goldstone irrte, wenn er den Kontext von Kampfhandlungen ignorierte, und Israel eines Massakers bezichtigte, nur weil ihm ein Zivilist erzählt, beschossen worden zu sein“, erklärte ein israelischer Militär.</p>
<p>Staatspräsident Schimon Peres forderte, den Goldstone Report in den „Papierkorb der Geschichte“ zu werfen. Im Kabinett verkündete der israelische Ministerpräsident am Sonntag, dass Israel die UNO auffordern wolle, den Report zurückzuziehen. Bisher hat die UNO nur eine einzige Resolution für ungültig erklärt: die Gleichsetzung von Zionismus mit Rassismus.</p>
<p>Sprecher der Hamas und der Autonomiebehörde in Ramallah behaupteten, dass Goldstones Rückzieher einem Blankoscheck für Israel gleiche, „weitere Massaker an Palästinensern zu verüben“. „Zionisten“ hätten Goldstone eingeschüchtert und ihm Todesdrohungen zugesandt. Deshalb sei er eingeknickt.</p>
<p>Alon Liel, ein ehemaliger Türkeibotschafter Israels und alter Bekannter Goldstones, bestätigte, dass der Richter erschreckt gewesen sei über Kritik und Hass vieler jüdischer und israelischer Freunde.</p>
<p>Der Politologe Schlomo Avineri meint hingegen, dass Goldstone ein „aufrichtiger Mann“ sei. Er sei seinem Gewissen gefolgt und habe deshalb seine Irrtümer eingestanden. Zudem sollten Goldstone keine persönliche Vorhaltungen gemacht werden. Er sei an das Mandat der UNO-Menschenrechtskommission gebunden gewesen. Zudem hätten einige seiner Mitarbeiter aus ihrer anti-israelischen Haltung keinen Hehl gemacht. Goldstones größter Fehler sei es gewesen, sich als Jude hingegeben zu haben, und von der Menschenrechtskommission „ausgenutzt“ worden zu sein, diesen Report zu verfassen.</p>
<p>In unzähligen Talkshows und Zeitungsartikeln wurde inzwischen Goldstones „Bekehrung“ diskutiert. Menschenrechtsorganisationen wie Betzelem und „Schweigen brechen“ wurden kritisiert, Goldstone mit falschen Informationen gefüttert hätten. Denen habe er blindlings geglaubt, irrtümlich.</p>
<p>Kritisiert wurde auch die israelische Regierung, wegen ihrer Weigerung, mit Goldstone zu kooperieren. „Vielleicht wäre der Report anders ausgefallen“, spekuliert Alon Liel. Jedoch eine Frau aus Sderot, deren Haus von einer Hamasrakete getroffen worden war und die dabei ihren Mann verloren hatte, war gegen den Willen der Regierung auf eigene Faust nach Genf gereist, um Goldstone als Zeugin „die israelische Seite“ vorzustellen. Im Rundfunk erzählte sie am Sonntag, dass Goldstone während ihrer Anhörung „eingeschlafen“ sei, und dass nichts von ihren Aussagen in den Report Eingang gefunden hätte. Im Report selber wurden offizielle israelische Erklärungen als „unglaubwürdig“ abgetan, sodass sich die israelische Regierung durch eine Kooperation mit der UNO-Kommission nur kompromittiert hätte.</p>
<p>(C) Ulrich W. Sahm</p>
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		<title>Recht und Gerechtigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 13:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem trefflichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die kürzlich von Israel aufgebrachten iranischen Waffenlieferungen die Hamas in die Lage versetzt hätten, Israel in nie dagewesener Weise zu bedrohen, lässt die Kontrolle über den Gazastreifen als unumgänglich erscheinen. Dennoch verfallen die westlichen Medien gelegentlich in eine gewisse Einseitigkeit, wenn es um die Art der Bedrohung geht, kritisiert Melody Sucharewicz in einem trefflichen Kommentar im &#8220;Tagesspiegel&#8221;: Immer noch wird viel häufiger der Fokus auf die  &#8220;umstrittenen, doch reversiblen Siedlungsbau gerichtet&#8221; als &#8220;auf  die systematische und irreversible Feindbilderziehung in  palästinensischen Medien und Schulen.&#8221; Die bittere Pointe:</p>
<blockquote><p>Wären all die anderen iranischen Waffenlieferungen an die Hamas unter  Watte oder Babywindeln entdeckt worden, hätte der 21-jährige arabische  Arbeiter Iyad Bashir heute vielleicht noch beide Arme. Einer wurde ihm  letzte Woche abgerissen, als er bei Jerusalem einen Müllsack griff, in  dem eine Rohrbombe versteckt war. Dass zwei Tage danach ein Terrorist  bei einer Checkpoint-Durchsuchung in der Westbank mit fünf Rohrbomben  gefasst wurde, ist den Medien genauso entgangen wie der verlorene Arm.  Und zwar nicht, weil in Japan ein Tsunami Atomkraftwerke zerstört hat –  das Attentat geschah Tage zuvor –, sondern weil solche Nachrichten  grundsätzlich übergangen werden. In Deutschland hat, soweit ich weiß,  einzig und allein Greenpeace Online darüber berichtet – wohl wegen der  zentralen Rolle des Müllsacks.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/israel-wird-beschossen-in-deutschland-heisst-es-selber-schuld/3986582.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
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		<title>Solidarität mit den Kopten</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 11:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
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		<category><![CDATA[Islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer Solidarität von anderen fordert, sollte selbst auch aktiv werden. Ich fragte am Mittwoch bei der koptischen Gemeinde in Düsseldorf an, ob man sich über einen Besuch zum Weihnachtsgottesdienst freuen würde oder ob das eher beeinträchtigend für die Feierlichkeiten wäre.  Man würde sich über Besucher sehr freuen und so fuhr ich gestern nach Düsseldorf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10805/muslime-wollen-koptische-kirchen-bewachen/">Wer Solidarität von anderen fordert</a>, sollte selbst auch aktiv werden. Ich fragte am Mittwoch bei der koptischen Gemeinde in Düsseldorf an, ob man sich über einen Besuch zum Weihnachtsgottesdienst freuen würde oder ob das eher beeinträchtigend für die Feierlichkeiten wäre.  Man würde sich über Besucher sehr freuen und so fuhr ich gestern nach Düsseldorf zu der St. Maria Kirche. Zunächst fiel mir auf, dass ich weit und breit keine Polizei sah. Nicht einmal ein Polizeiwagen stand vor der Kirche und dies obwohl doch in den Medien zu lesen war, dass die Behörden die koptischen Kirchen wegen Terrordrohungen bewachen würden. Ich wurde sehr freundlich begrüßt und zu einem Sitzplatz geführt. Überhaupt war es auffallend, wie herzlich die Menschen dort miteinander umgingen.  </p>
<p>Nachdem die eigentliche Weihnachts-Zeremonie beendet war, kam der Priester auf den Anschlag in Alexandria in der Neujahrsnacht zu sprechen. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sprach später aus, was ich auch gedacht hatte, die Botschaft von Frieden und Liebe hätte nicht eindrucksvoller von Pater Boules N. Shehata  vermittelt werden können. Die lange leidvolle Geschichte der Kopten in Ägypten klang in seinen Worten durch ohne jede Bitterkeit. Er sprach von Religionsfreiheit und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau als fundamentale Menschenrechte. Dass er erst wenige Stunden vor dem Gottesdienst erfahren habe, dass erneut eine Bombe vor einer koptischen Kirche in Ägypten gefunden worden sei. Diese aber entschärft werden konnte und so weiteres Unglück verhindert wurde. Dass die Kopten Leid gewohnt sein, aber ertragen können und daran erstarken würden.</p>
<p>Shehata ging sehr ausführlich darauf ein, dass er dankbar für die Solidarität sei, die seiner Kirche in den letzten Tagen zuteilwurde. Ob darin auch ein, leider erst in den letzten Tagen, müssen wir doch schon so lange leiden, enthalten war und ob er Vorwürfe an die ägyptischen Behörden und die muslimische Gesellschaft vermieden hat, um die Kopten in Ägypten nicht zu gefährden, würde nichts an dem Tenor, dass man für seine Feinde beten und kein Schwert benutzen solle, ändern. </p>
<p>Einer Frau, die als muslimische Schwester vorgestellt wurde, und die unter unterdrücktem Schluchzen erklärte, dass sie nicht sehe, dass sich in Ägypten etwas zum Besseren für die Kopten wandeln könne, erwiderte Shehata, dass man die Hoffnung nicht aufgeben dürfe. Überhaupt wurde viel von muslimischen Schwestern und Brüdern gesprochen, die auch in Ägypten an der Seite der Kopten stünden und auch das Schluchzen war keine Ausnahme. Hinter mir saß eine junge Frau, deren Tränen in Strömen flossen. Dennoch war die Stimmung des Abends nicht bedrückend.  Auch eine Botschaft des koptischen Papstes aus Ägypten wollte Zuversicht verbreiten, sorgt Euch nicht um uns, es geht uns gut. </p>
<p>Aiman A.Mazyek, der Vorsitzende des ZDM, sprach ebenfalls sein Mitgefühl aus. Er fand deutliche Worte zu dem jüngsten Anschlag und erklärte den Kopten seine Solidarität. Auch er sprach von Schwestern und Brüdern im Zusammenhang mit den Kopten.  Und dann erzählte er, dass Muslime zu den koptischen Christen eine besondere Beziehung hätten. Seien diese es doch gewesen, welche der ersten muslimischen Gemeinde Asyl gewährt hätten. Das sei im kollektiven Gedächtnis der Muslime gespeichert. </p>
<p>Wie bekannt wurde, wollte Mazyek mit einer großen Delegation an dem Gottesdienst teilnehmen. Dies war nicht möglich wegen der beschränkten Räumlichkeiten. Seine Erklärung zu dem Anschlag in der Neujahrsnacht hätte nicht deutlicher ausfallen können. Es wäre damit unfair ihn zu fragen, wie es zu der kollektiven Dankbarkeit der Muslime passe, dass <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11985107/Alexandria-hat-sich-in-der-Diktatur-verloren.html">sie Kopten in Ägypten verfolgen, diskriminieren und sogar ermorden</a>. Diese Frage drängt sich dennoch auf und zeigt, es ist nicht möglich, hierbei zur Abgrenzung eine klare Linie zwischen Muslimen und Islamisten zu ziehen. In zu weiten Teilen der Bevölkerung Ägyptens bestehen Ressentiments gegenüber den Kopten, nicht nur bei radikalisierten Moslems. Auch findet von behördlicher Seite Diskriminierung der Kopten statt. Die Religionsfreiheit ist nicht gewährleistet. Es gibt auch in Ägypten Moslems, die sich an die Seite der Kopten stellen und für deren Rechte eintreten. Alle anderen aber als Islamisten abzutun, wird der Sache nicht gerecht. Ebenso wenig kann man allerdings Muslime in Deutschland für das verantwortlich machen, was ihre Glaubensbrüder in Ägypten anrichten.  </p>
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		<title>Profiling und Godwins Gesetz</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10774/profiling-und-godwins-gesetz/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Dec 2010 13:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie schon einmal etwas von Godwins Gesetz gehört? 
Weil Godwin den im Usenet weitverbreiteten Diskussionsstil, seine Diskussionsgegner mit Nazivergleichen zu diskreditieren, unlogisch und anstößig fand, richtete er das Gesetz als ein Gegen-Mem ein. Sein Ziel war es nicht, Diskussionen zu beenden, sondern Diskussionsteilnehmer dafür zu sensibilisieren, ob ein Vergleich mit den Nazis oder Hitler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie schon einmal etwas von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law">Godwins Gesetz</a> gehört? </p>
<blockquote><p>Weil Godwin den im Usenet weitverbreiteten Diskussionsstil, seine Diskussionsgegner mit Nazivergleichen zu diskreditieren, unlogisch und anstößig fand, richtete er das Gesetz als ein Gegen-Mem ein. Sein Ziel war es nicht, Diskussionen zu beenden, sondern Diskussionsteilnehmer dafür zu sensibilisieren, ob ein Vergleich mit den Nazis oder Hitler angemessen oder bloß eine rhetorische Übertreibung ist.</p></blockquote>
<p>Das von Godwin beschriebene und nach ihm benannte Phänomen beschränkt sich allerdings nicht auf Internetforen. Jüngst bediente sich Dieter Wiefelspütz von der SPD eines <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,736850,00.html">Nazi-Vergleichs</a>:</p>
<blockquote><p>Schreiben Sie bitte ruhig: Das ist Selektion am Flughafen &#8211; gerade in Deutschland wird es das nicht geben&#8221;, sagt er mit Hinweis auf die jüngere deutsche Geschichte. </p></blockquote>
<p>Die von Wiefelspütz vergleichsweise herangezogene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Auschwitz-Birkenau">Selektion </a>in unserer jüngeren Geschichte entschied darüber, ob jemand direkt zu seiner Ermordung in eine Gaskammer geschickt  oder ob er zunächst in den Lagern bestialisch gequält wurde. Beim Profiling geht es darum, Menschenleben zu retten und nicht darum, Menschen u.a. bestimmter ethnischer Herkunft auszurotten. Profiling hat nicht zum Ziel, Menschen anders oder gar schlechter zu behandeln, sondern Terroristen aufzuspüren. Dies um auch die Menschen zu schützen, welche zu den Gruppen gehören, in denen man eher Terroristen vermutet als in anderen.  </p>
<p>Zu den Risikogruppen gehören in Israel im Übrigen insbesondere auch Frauen nicht arabischer Herkunft, die allein reisen. Diese Frauen könnten einen Terroristen zum Freund haben, der ihnen eine Bombe im Gepäck untergeschoben hat, ohne dass sie es bemerkten. Das geschah auch bereits. Ein Palästinenser hatte seiner schwangeren Freundin ein Geschenk mitgegeben, das sich als Bombe entpuppe und glücklicherweise rechtzeitig am Flughafen von Tel Aviv entdeckt wurde. </p>
<p>Dass wegen des islamistischen Terrors junge muslimische Männer beim Profiling eher ins Visier geraten als 90jährige Großmütter, ist für die betroffene Risikogruppe unangenehm, dient aber letztlich auch ihrer Sicherheit. So gab es z.B. ein Projekt für den Flughafen Tel Aviv, in dem sich die Sicherheitsbehörden mit arabischen Israelis zusammen setzten, um gemeinsam zu überlegen, wie man die Sicherheitschecks für die betroffenen Risikogruppen angenehmer gestalten könne. Seitdem sind die Beschwerden von arabischen Israelis wegen ihrer Behandlung am Flughafen  massiv zurück gegangen. </p>
<p>Allein die Zielrichtung des Profilings verbietet jeden Nazi-Vergleich. Da der Staat Israel das Profiling praktiziert und deshalb in der aktuellen Diskussion als Vorbild für diese Methode genannt wird, hat der Vergleich von Wiefelspütz noch etwas mehr Geschmäckle; wird sich doch gerne Nazi-Vergleichen bedient zur Delegitimation Israels wie z.B., dass in Gaza Verhältnisse wie im Warschauer Ghetto herrschen würden. </p>
<p>Ob ein solches Profiling an deutschen Flughäfen geeignet ist, die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen zurück zu fahren und den Passagieren ein weniger aufwendiges Einchecken zu ermöglichen, ist zu diskutieren. Diesem Vorschlag aber mit einem Nazi-Vergleich entgegen zu treten ist, um auf Goldwin zurück zu kommen, zumindest unangemessen.   </p>
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		<title>Ende der politischen Korrektheit?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10760/ende-der-politischen-korrektheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 21:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Anschlag von Stockholm hat offenbart, dass es Schweden an einer nationalen Strategie gegen islamistischen Extremismus mangelt, meint Tore Bjørgo, Professor an der Polizieuniversität Oslo, gegenüber &#8220;Dagens Nyheter&#8221;. Er führt dies darauf zurück, dass man entsprechende Probleme anders als in Dänemark und Norwegen lange verleugnet habe. Das ist nicht ganz richtig insofern, es diverse Studien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Anschlag von Stockholm hat offenbart, dass es Schweden an einer nationalen Strategie gegen islamistischen Extremismus mangelt, <a href="http://www.dn.se/nyheter/sverige/svensk-plan-saknas-mot-extremister-1.1226620">meint</a> Tore Bjørgo, Professor an der Polizieuniversität Oslo, gegenüber &#8220;Dagens Nyheter&#8221;. Er führt dies darauf zurück, dass man entsprechende Probleme anders als in Dänemark und Norwegen lange verleugnet habe. Das ist nicht ganz richtig insofern, es diverse Studien gibt die das Problem benennen. Doch während in Dänemark viele Ressourcen zur Entradikalisierung durch lokale Intitativen eingesetzt werden, fehlen derartige Programme in Schweden, wo der Fokus einseitig auf Neonazis liege.</p>
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		<title>Wieder Anschlag auf Sufi-Schrein in Pakistan</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 15:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem im Juli dieses Jahres das berühmte Grabmal von Ali Huwiri (Data Ganj Bakhsh) in Lahore angegriffen wurde (37), haben Selbstmordattentäter nun das bekannteste Sufi-Heiligtum in Pakistans grö&#223;ter Stadt Karachi, den Schrein von Abdullah Shah Ghazi, angegriffen. &#8220;Dawn&#8221; meldet zum gegenwärtigen Zeitpunkt acht Tote. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem im Juli dieses Jahres das berühmte Grabmal von Ali Huwiri (Data Ganj Bakhsh) in Lahore <a href="http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/the-newspaper/editorial/21-data-darbar-attack-370-sk-08">angegriffen wurde</a> (37), haben Selbstmordattentäter nun das bekannteste Sufi-Heiligtum in Pakistans grö&szlig;ter Stadt Karachi, den Schrein von Abdullah Shah Ghazi, angegriffen. &#8220;Dawn&#8221; <a href="http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/pakistan/44-two-explosions-abdullah-shah-ghazi-karachi-fa-01">meldet</a> zum gegenwärtigen Zeitpunkt acht Tote. </p>
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		<title>Neuabdruck der Muhammadkarikaturen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 19:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik u. Ästhetik]]></category>
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		<description><![CDATA[Flemming Rose, der Feuilletonchef von &#8220;Jyllands Posten&#8221; wird Ende nächsten Monats sein Buch Tavshedens Tyranni (&#8221;Die Tyrannei des Schweigens&#8221;) publizieren. In ihm sollen die Muhammadkarikaturen erneut abgedruckt werden. Er legt in einem Interview mit &#8220;Politiken&#8221;, der vom gleichen Verlag herausgegebenen Hauspostille der Linksliberalen, dar, dass es ihm keineswegs darum gehe zu provozieren. Ihn habe aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Flemming Rose, der Feuilletonchef von &#8220;Jyllands Posten&#8221; wird Ende nächsten Monats sein Buch <em>Tavshedens Tyranni</em> (&#8221;Die Tyrannei des Schweigens&#8221;) publizieren. In ihm sollen die Muhammadkarikaturen <a href="http://politiken.dk/newsinenglish/article1044821.ece">erneut abgedruckt</a> werden. Er legt in einem <a href="http://">Interview</a> mit &#8220;Politiken&#8221;, der vom gleichen Verlag herausgegebenen Hauspostille der Linksliberalen, dar, dass es ihm keineswegs darum gehe zu provozieren. Ihn habe aber motiviert, dass er nachdem er ursprünglich von drei gro&szlig;en amerikanischen Verlagen ein Angebot erhalten hatte, ein Buch über die Karikaturenkrise zu schreiben, alle drei schlie&szlig;lich einen Rückzieher machten. Au&szlig;erdem meint er, dass die Karikaturen einmal in ein Museum Eingang finden würden. Er zieht einen Vergleich zu im 19. Jh anstö&szlig;en Nacktdarstellungen die heute völlig akzeptiert seien. &#8220;Die Beleidigung geht nicht von der Sache selbst aus, sondern vom Betrachter&#8221;. Zudem lehre die historische Erfahrung, dass Nachgeben gegenüber Drohungen nur neue Drohungen nach sich ziehe.</p>
<p>Was die daraus resultierenden möglichen Gefahren angeht, <a href="http://politiken.dk/kultur/boger/1044830/terrorekspert-om-muhammedbog-det-kan-alligevel-ikke-blive-vaerre/">meinte</a> der ehemalige Chef des Staatsschutzes, Hans Jørgen Bonnichsen, dass es ohnehin nicht schlimmer werden könne, während die befragten Politiker <a href="http://politiken.dk/politik/article1044752.ece">sich gelassen geben</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gitmo statt Algerien</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 07:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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		<category><![CDATA[Guantanamo]]></category>
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		<description><![CDATA[Guantanamo halte ich zwar für einen Fehler, insofern als ein Gefängnis, das weitgehend intransparent operiert[1], einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – mag die Errichtung spezieller Gefängnisse zur Bekämpfung des Terrorismus auch sonst gerechtfertigt sein.
Dass aber sechs Insassen aus Algerien lieber in Gitmo bleiben als in ihr Heimatland zurückkehren wollen, sagt einiges darüber, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guantanamo halte ich zwar für einen Fehler, insofern als ein Gefängnis, das weitgehend intransparent operiert[<a href="#footnote-1-10085" id="footnote-link-1-10085" title="See the footnote.">1</a>], einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – mag die Errichtung spezieller Gefängnisse zur Bekämpfung des Terrorismus auch sonst gerechtfertigt sein.</p>
<p>Dass aber sechs Insassen aus Algerien lieber <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/07/09/AR2010070904926_pf.html" target="_blank">in Gitmo bleiben</a> als in ihr Heimatland zurückkehren wollen, sagt einiges darüber, wie es um die Menschenrechtssituation in manchen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas bestellt ist – und lässt Obama nicht eben gut aussehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;These men would rather stay in Guantanamo for the rest of their lives  than go to Algeria. That speaks volumes,&#8221; said David Remes, an attorney  for detainee Ahmed Belbacha, who was sentenced in absentia to 20 years  in prison by an Algerian court last year for alleged association with an  illegal armed group. &#8220;They are terrified to go, but this administration  is willing to march them off a cliff.&#8221;</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10085">Nur das Internationale Rote Kreuz hat Zugang zum Lager, es darf jedoch eventuelle Vorwürfe gegen die  US-Behörden weder bestätigen noch dementieren.  <a href="#footnote-link-1-10085">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Informationsfreie Zone</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9837/informationsfreie-zone/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 20:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange bevor die Flotte mit Hilfsgütern für Gaza in See stach, waren die Planungen darüber bekannt. Auf Pressekonferenzen und in Presseerklärungen wurde von den Organisatoren über das Vorhaben berichtet. Seitdem gaben verschiedene internationale Organisationen Informationen über einzelne Teilnehmer und deren Verbindungen zur Hamas bekannt. Seit Wochen schon weiß der informierte Bürger, dass es sich bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange bevor die Flotte mit Hilfsgütern für Gaza in See stach, waren die Planungen darüber bekannt. Auf Pressekonferenzen und in Presseerklärungen wurde von den Organisatoren über das Vorhaben berichtet. Seitdem gaben verschiedene internationale Organisationen Informationen über einzelne Teilnehmer und deren Verbindungen zur Hamas bekannt. Seit Wochen schon weiß der informierte Bürger, dass es sich bei der „Hilfsflotte“ auch um eine Flotte zu Propagandazwecken handelt. Es war alles andere als ein Geheimnis, dass das Ziel der Flotte auch das Durchbrechen der Seeblockade vor Gaza war. </p>
<p>Vor diesem Hintergrund saß ich diesen Montag recht sprachlos vor meinem Rechner. Hatte ich doch anhand der Medienberichte das Gefühl, dass die Mehrheit der deutschen Journalisten völlig überrascht wurde von den Vorfällen im Meer vor Gaza. Überrascht deshalb, weil nur wenigen Berichten zu entnehmen war, wer sich da mit an Bord befand und dass man den Begriff „Hilfsflotte“ nicht uneingeschränkt im Raume stehen lassen kann. Stattdessen vermittelten diese Artikel, die IDF seien ohne dass es auch nur im Entferntesten einen Anlass dazu hätte geben können, über ausschließlich Tee trinkende und Friedenslieder singende Menschen hergefallen.  </p>
<p>Mit zeitlichem Abstand konnte man dann auch in weiteren Teilen der deutschen Medien lesen, dass es sich nicht ausschließlich um Friedensaktivisten auf der Flotte handle und dass auf einem der Schiffe statt Friedenslieder Kampflieder gesungen wurden. Auch erfuhr man dann später aus den deutschen Medien, dass nicht alle Personen auf dem Schiff, auf dem es zu den blutigen Vorfällen kam, nur Teetassen in den Händen hielten, sondern auch Knüppel und Messer zum Empfang der israelischen Soldaten bereit gehalten wurden. </p>
<p>Es lässt den Leser schon erstaunt zurück, dass mit bestimmten Informationen, die doch allgemein bekannt waren, in den deutschen Medien erst so spät heraus gerückt wurde. Unterstellen wir, die deutschen Medien sind bemüht ausgewogen zu berichten, frage ich mich, wieso  den Medien allgemein im Web zugängliche Informationen unbekannt gewesen zu sein schien. Auch wundere ich mich darüber, dass selbst wenn die Journalisten von all diesen Dingen keine Ahnung hatten, sich nicht gefragt wurde, wer finanziert das eigentlich alles. Spätestens hierbei hätte man dann doch anfangen müssen, die Suchmaschinen des Webs zu nutzen und wäre so schnell auf die nötigen Hintergrundinformationen gestoßen. </p>
<p>Deshalb bin ich der Meinung, der überwiegende Teil der deutschen Medien hat <a href="http://www.carolineglick.com/e/2010/06/youtube-silences-latma-removes.php">dieses Video</a> verdient, dass man sie so vorführt. <img src='http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Update:</p>
<p>You Tube hat leider das Video gelöscht. Nähere Informationen dazu finden Sie<a href="http://www.carolineglick.com/e/2010/06/youtube-silences-latma-removes.php"> hier</a>. </p>
<p>Update 2:</p>
<p><a href="http://www.carolineglick.com/e/">Hier</a> auf der Seite von Caroline Glick können Sie das Video mit der gelungenen Parodie &#8220;We Con the World&#8221; nun finden.</p>
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