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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Totalitarismus</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Gemeinsame Interessen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 18:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Affinität der Architektur Le Corbusiers zum Totalitarismus ist nicht zu übersehen. Dass er für Stalin um die Gunst Stalins bemüht war, ist bekannt. Völlig verdrängt wurde hingegen, wie aktiv er während des Zweiten Weltkriegs um die Gunst der Vichy-Regierung. Erst letztes Jahr hat dies der Kunsthistoriker Nicholas Fox Weber ausführlich dargestellt. Die Weltwoche hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Affinität der Architektur Le Corbusiers zum Totalitarismus ist nicht zu übersehen. Dass er für Stalin um die Gunst Stalins bemüht war, ist bekannt. Völlig verdrängt wurde hingegen, wie aktiv er während des Zweiten Weltkriegs um die Gunst der Vichy-Regierung. Erst letztes Jahr hat dies der Kunsthistoriker Nicholas Fox Weber ausführlich <a href="http://www.amazon.de/Corbusier-Life-Nicholas-Fox-Weber/dp/0375410430/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books-intl-de&#038;qid=1255283079&#038;sr=8-1">dargestellt</a>. Die Weltwoche hat dem Thema in ihren letzten beiden Ausgaben Artikel gewidmet (<a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-40/artikel-2009-40-grossbaumeister-des-faschismus.html">1</a>, <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-41/artikel-2009-41-schweiz-kunst-der-verdraengung.html">2</a>).</p>
<p>Ein interessanter Nebenaspekt: Bei den Planungen für die Neugestaltung von Paris arbeitete Le Corbusier mit dem Arzt <a href="http://www.zeit.de/2003/32/A-Carrel">Alexis Carrel</a> zusammen, der in seinem Bestseller &#8220;L&#8217;homme cet inconnu&#8221; (der Mensch das unbekannte Wesen), die westliche Zivilisation für völlig deformiert erklärt hatte. Im Vichy-Regime hoffte auch er mit staatlicher Hilfe seine Visionen verwirklichen zu können:</p>
<blockquote><p>Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kehrte er erneut in die Heimat zurück; im Vichy-Frankreich machte ihn Marschall Pétain 1941 zum Chef der (mit 40 Millionen Franc und 150 Mitarbeitern ausgestatteten) Stiftung für das Studium der Probleme des Menschen. In der Vision des streng asketisch lebenden Mediziners bildete das Forschungsinstitut ein „wissenschaftliches Kloster“, in dem „die wissenschaftliche Basis des mystischen Lebens“ studiert und der „Gegensatz von Wissenschaft und Religion“ überwunden werden sollten.</p></blockquote>
<p>Im Westen geriet Carrel nach dem Zwiten Weltkrieg erst in Verruf, dann in Vergessenheit. Die größte Wirkung sollte sein Gedankengut daher in Ägypten entfalten. Für Sayyid Qutb, den Muslimbruder und Vordenker des Islamismus wurde er zum wichtigsten westlichen Kronzeugen dafür, dass die westliche Zivilisation am Rande des Abgrundes stehe.</p>
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		<title>Why the West Consistently Underplays the Power of Bad Ideas</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 11:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein lesenswerter Essay über Islamismus, Nationalsozialismus und Appeasement von Jeffrey Herf. Schlussfolgerung des Experten für deutsche Geschichte: Obama sollte zur Kenntnis nehmen, dass man von Roosevelt auch außenpolitisch etwas lernen kann.
Herf knüpft bei seinen Arbeiten im Übrigen an Autoren wie Bracher und Dahrendorf an, die das intellektuelle Klima der frühen Bundesrepublik geprägt haben, 1968ff. aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.tnr.com/blog/the-spine/beware-do-not-read-if-all-you-want-intellectual-fix-one-your-political-prejudices-ser">lesenswerter Essay</a> über Islamismus, Nationalsozialismus und Appeasement von Jeffrey Herf. Schlussfolgerung des Experten für deutsche Geschichte: Obama sollte zur Kenntnis nehmen, dass man von Roosevelt auch außenpolitisch etwas lernen kann.</p>
<p>Herf knüpft bei seinen Arbeiten im Übrigen an Autoren wie Bracher und Dahrendorf an, die das intellektuelle Klima der frühen Bundesrepublik geprägt haben, 1968ff. aber an den Rand gedrängt wurden.</p>
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		<title>Die Totalitarismusformel</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 16:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer als Deutscher mit Iranern zu tun hat, konnte nicht überrascht sein über das, was heute auf den Strassen Irans passiert. Wissen wollten das die wenigsten. Stattdessen wurden die politischen Debatten in den Feuilletons und Talkshows von einer leeren Hoffnung namens Reform dominiert.
Einer der besten Kommentare dieser Tage zu den Ereignissen im Iran stammt daher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer als Deutscher mit Iranern zu tun hat, konnte nicht überrascht sein über das, was heute auf den Strassen Irans passiert. Wissen wollten das die wenigsten. Stattdessen wurden die politischen Debatten in den Feuilletons und Talkshows von einer leeren Hoffnung namens Reform dominiert.</p>
<p>Einer der besten Kommentare dieser Tage zu den Ereignissen im Iran stammt daher aus der Feder des ehemaligen Sowjet-Dissidenten [wikipop language="de"]Natan Sharansky[/wikipop], der in der Los Angeles Times <a href="http://www.latimes.com/news/opinion/la-oe-sharansky26-2009jun26,0,4086358.story" target="_blank">erklärt</a>, wie totalitäre Gesellschaften funktionieren – und welche Lehren der Westen daraus für den Iran schon sehr viel früher hätte ziehen müssen:</p>
<blockquote><p>Every totalitarian society consists of three groups: true believers, double-thinkers and dissidents. In every totalitarian regime, no matter its cultural or geographical circumstances, the majority undergo a conversion over time from true belief in the revolutionary message into double-thinking. They no longer believe in the regime but are too scared to say so. Then there are the dissidents – pioneers who dare to cross the line between double-thinking and everything that lies on the other side. In doing so, they first internalize, then articulate and finally act on the innermost feelings of the nation.</p></blockquote>
<p>Klarer Fall: Ein <a href="http://www.latimes.com/news/opinion/la-oe-sharansky26-2009jun26,0,4086358.story" target="_blank">Lese-Muss</a>! Und eine gute Gelegenheit, sich Sharanskys bekanntestes Buch noch einmal zur Lektüre vorzunehmen.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=levantiorgstu-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0892216441&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr&#038;npa=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Die Samtene Revolution wirft ihre Schatten voraus</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 09:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zunehmenden Demonstrationen in ihrem Land machen den Mullahs zu schaffen: Ali Kordan, Innenminister und Fälscher akademischer Titel, glaubt, dass die Feinde Irans eine militärische Konfrontation nicht wagen und deshalb eine Fünfte Kolonne im Land unterstützen. Menschenrechtler, Internetaktivisten und Gewerkschaftler sind für Kordan allesamt ein Sicherheitsrisiko, vor denen es zu warnen gilt.
Die westliche Dialogfreudigkeit findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zunehmenden Demonstrationen in ihrem Land machen den Mullahs zu schaffen: Ali Kordan, Innenminister und <a href="http://memrieconomicblog.org/bin/content.cgi?news=2946" target="_blank">Fälscher akademischer Titel</a>, glaubt, dass die Feinde Irans eine militärische Konfrontation nicht wagen und deshalb eine Fünfte Kolonne im Land unterstützen. Menschenrechtler, Internetaktivisten und Gewerkschaftler sind für Kordan allesamt ein Sicherheitsrisiko, vor denen es <a href="http://www.radiofarda.com/Article/2008/10/16/f6_Iran_Kordan_Security_Challenges.html" target="_blank">zu warnen gilt</a>.</p>
<p>Die westliche Dialogfreudigkeit findet irgendwie kein Echo unter den Vertretern des iranischen Regimes. Ist ja auch kein Wunder, haben doch die Machthaber in Teheran genug damit zu tun, ihr politisches Überleben zu sichern. Der ärgste Feind ist immer noch die eigene Bevölkerung.</p>
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		<title>&#8220;Ministerium zur Erwartung des Mahdi&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 21:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit der Erfindung des &#8220;Ministry of Silly Walks&#8221; durch die Monty Pythons hat es eine solche Idee nicht mehr gegeben: Ein Kleriker aus dem iranischen Ghom plädiert für die Errichtung eines &#8220;Ministeriums zur Erwartung des Mahdi&#8221;, was wohl die logische Konsequenz aus dem Geniestreich einer anderen Geistesgrösse ist, die die Gründung eines Koranministeriums vorgeschlagen hatte. 
Wenn alle Vertreter des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Erfindung des <a href="http://www.youtube.com/watch?v=IqhlQfXUk7w" target="_blank">&#8220;Ministry of Silly Walks&#8221;</a> durch die Monty Pythons hat es eine solche Idee nicht mehr gegeben: Ein Kleriker aus dem iranischen Ghom plädiert für die Errichtung eines <a href="http://www.rasanews.com/Negaresh_site/FullStory/?Id=35223" target="_blank">&#8220;Ministeriums zur Erwartung des Mahdi&#8221;</a>, was wohl die logische Konsequenz aus dem Geniestreich einer anderen Geistesgrösse ist, die die Gründung eines <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1968/koranministerium/" target="_blank">Koranministeriums</a> vorgeschlagen hatte. </p>
<p>Wenn alle Vertreter des Staates sich zusammenschliessen und von der guten Sache überzeugt sind, so Hodjatoleslam Samsamoddin Qavami, dann wird es nicht bei einer rhetorischen Floskel bleiben. Haben denn die Menschen zuvor nicht auch eine islamische Revolution für unmöglich gehalten, die dann dennoch eingetreten ist? Na also.</p>
<p>Um die &#8220;Kultur des Mahditums&#8221; voranzutreiben, soll die Sprache der Kunst in Kinos und Theatern, in der Bildhauerei und in der Poesie zum Ausdruck kommen, fordert Qavami (s. auch <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2178/der-sokrates-unserer-tage/" target="_self">hier</a>). Mahdi-Visionen statt Panavision? Warten auf den Mahdi statt Warten auf Godot? In Ghom ist nichts unmöglich!</p>
<p>Da die für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jamkaran-Moschee" target="_blank">Jamkaran-Moschee</a> Verantwortlichen den Enthusiasmus der Massen nicht zu kontrollieren in der Lage seien, müsse der Staat seine Aufmerksamkeit auf dieses Problem richten und das ganze Land mobilisieren, findet der Kleriker. </p>
<p>(Dank an Nasrin)</p>
<p>http://www.youtube.com/v/i5Jyu6eioZ4&amp;hl=en&amp;fs=1</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was Mugabe vom Iran lernen kann</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2008/2310/iran-pasdaran/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 20:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ahmadinejad]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Mugabe lebenslang Präsident Zimbabwes bleiben und zugleich den Anschein demokratischer Verhältnisse bewahren will, dann, so der politische Analyst Hasan Daioleslam, sollte er sich einmal im Iran umsehen (Quelle: American Chronicle):
The recipe is easy and simple. Instead of becoming a presidential candidate, Mugabe could seat himself as the life term Supreme Leader. He then has [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Mugabe lebenslang Präsident Zimbabwes bleiben und zugleich den Anschein demokratischer Verhältnisse bewahren will, dann, so der politische Analyst Hasan Daioleslam, sollte er sich einmal im Iran umsehen (Quelle: <a href="http://www.americanchronicle.com/articles/68390" target="_blank">American Chronicle</a>):</p>
<blockquote><p>The recipe is easy and simple. Instead of becoming a presidential candidate, Mugabe could seat himself as the life term Supreme Leader. He then has to install a Council of Guardians to choose a few suitable presidential candidates with a solid record of obedience. By doing so, there would be no risk that one of the candidates would take refuge in a foreign embassy. As &#8220;democratic&#8221; elections take place every few years, the lucky winners of these presidential games could take turn in morphing into a moderate, reformist, pragmatist, radical, or realist. The democracy kit is not complete yet. Mugabe should fill the parliaments with the same kind of friends (moderates, reformists …). At the end, the Supreme Leader should make it clear to everyone that even such friendly president and parliament would have no authority and if by accident or excess of confidence they overextend their responsibilities, the Council of Guardian will intervene and guarantee the safety of the Republic. This form of democracy is called Velayat-e-Faghih. </p></blockquote>
<p>Treffender könnte das herrschende Mullahsystem gar nicht beschrieben werden! Dabei ist es in der Tat unglaublich, wieviele Intellektuelle im Westen bereit sind, in der iranischen Theokratie zumindest annähernd demokratische Verhältnisse zu erblicken. Ähnliche Zitate, wie Daioleslam sie für den amerikanischen Raum gesammelt hat, liessen sich auch ohne weiteres für Europa finden.</p>
<p>Im Interview mit dem <a href="http://frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=10622C9E-1364-4C87-9F27-5C5638B7E176" target="_blank">FrontpageMagazine</a> erläutert Daioleslam, warum das Regime nun gerade Ahmadi-Nejad in das Amt des Präsidenten gehievt hat (Links von mir eingefügt – MK):</p>
<blockquote>
<p dir="ltr">Why in 2005, did the Iranian leadership replace Mohammad Khatami, a smiling and internationally greeted president with a radical and repelling personality as Ahmadinejad? Note that in Iran, despite the masquerade of elections, presidents are selected rather than elected. It is naïve to believe that Ahmadinejad&#8217;s triumph was the result of a popular democratic process. The 2005 elections were particularly rigged. For the first time in the three decade history of the Clerical rule, all the candidates (except the lucky winner) publicly talked about massive intervention of the Guards and organized cheating.</p>
<p dir="ltr">(…) Why was there a need to <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/88/greater-iranian-middle-east/" target="_blank">unify the power under the Guards&#8217; control</a>? (…) In 2002- 2003, the Iranian clandestine nuclear program was uncovered and the regime was under immense pressure. At the same time, Iraq was invaded by the coalition forces and Tehran was faced with US massive presence. These two new elements were on top of the most important threat that regime was facing: the internal unrests and a growing social and political dissent movement.</p>
<p dir="ltr">To face these three challenges, regime had two choices: First choice was to come clean in nuclear dossier, get along with new regional geopolitics and finally liberalize the political atmosphere inside the country. We know that Tehran did not follow this path. The Ayatollahs opted for the second choice: (…) Mullahs&#8217; armed forces- The Pasdaran Army (Revolutionary Gaurds); Hence Ahmedinejad’s presidency. The current <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/193/irans-innenpolitischer-kurs/" target="_blank">catastrophic economic, political and social conditions</a>, international isolation and placing the whole region at the verge of a dangerous war, are all consequences of this strategic choice by Tehran.</p>
</blockquote>
<p>Bleibt nur die Frage, warum die Welt den Iran meist noch als Irgendwie-Demokratie zu betrachten bereit ist, Mugabes Zimbabwe dagegen nicht.</p>
<p>Viele, so Daioleslam, glauben, <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/623/ol-ist-die-antwort/" target="_blank">die Antwort heisse Öl</a>. </p>
<p><em>(Dank an Nasrin)</em></p>
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		<title>Todenhöfer und wie er den Irak sieht</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 19:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiamerikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Zeit vor dem Irakkrieg hatte ich mich als Übersetzer für arabische Texte verdingt, die Aufträge bekam ich von einem befreundeten Iraker, der seit Jahren im Übersetzungsgeschäft tätig war. Als Anfang 2003 der Krieg immer näher kam, hatten wir uns natürlich auch darüber unterhalten. Wie die Stimmen anderer irakischer Exilanten, die ich bis dahin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Zeit vor dem Irakkrieg hatte ich mich als Übersetzer für arabische Texte verdingt, die Aufträge bekam ich von einem befreundeten Iraker, der seit Jahren im Übersetzungsgeschäft tätig war. Als Anfang 2003 der Krieg immer näher kam, hatten wir uns natürlich auch darüber unterhalten. Wie die Stimmen anderer irakischer Exilanten, die ich bis dahin gehört hatte, so befürwortete auch er vehement ein Eingreifen der USA in seinem Heimatland, sah er darin doch die einzige Möglichkeit, die verhasste Diktatur Saddam Husseins loszuwerden.</p>
<p>Als die amerikanischen Truppen Bagdad bombardierten, war er völlig euphorisch und konnte es kaum fassen, dass Saddams Tage gezählt sein sollten. Ich fragte ihn natürlich, ob das allein seine Ansicht war und was seine Landsleute in Bochum (wo sich diese Geschichte zugetragen hat) dächten. Er antwortete mir, dass er alle Iraker, die er in Bochum kenne, zum Krieg befragt habe und von einem Dutzend Personen nur eine einzige dagegen gewesen sei. Befragt, was er und seine Lebensgefährtin über die die PACE-Flaggen-schwenkenden Peaceniks meinten, antworteten mir beide, dass das doch junge Leute seien, die keine Vorstellung davon haben, wie es unter einer totalitären Diktatur wie der im Irak zugehe.</p>
<p>Als die Amerikaner in Bagdad einmarschierten und Menschen auf der ganzen Welt <a href="http://www.welovetheiraqiinformationminister.com/" target="_blank">sich über den irakischen Informationsminister amüsierten</a>, da feierten mein Freund und seine Landsleute ausgelassen den Sieg. Ich rief ihn über Handy an und gratulierte ihm. Kurze Zeit nachdem der Krieg vorbei war, fuhr mein irakischer Freund mit seiner Lebensgefährtin nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder in seine Heimat. Beide hatten das ganze Land bereist und berichteten mir nach ihrer Rückkehr, dass überall, wo sie hingekommen seien, die Menschen eine tiefe Erleichterung darüber verspürt haben, dass der Alptraum einer 40jährigen Terrorherrschaft nun endlich vorbei sei!</p>
<p>Unterdessen waren im deutschen Fernsehen lauter Fachleute zu sehen, die ausser der Tatsache, allesamt keine Iraker zu sein, vor allem das Weltbild teilten, genauestens über die Befindlichkeiten der Iraker bescheid zu wissen und dem deutschen Fernsehpublikum eifrig klarzumachen bemüht waren, dass das Leiden der irakischen Bevölkerung erst mit dem Einmarsch der Amerikaner in Bagdad begonnen habe. Ich hatte also meinen irakischen Freund gedrängt, sich mit verschiedenen Fernsehsendern in Verbindung zu setzen und ihnen vorzuschlagen, einmal einen Iraker zu Wort kommen zu lassen, zumal mein Freund ein promovierter Orientalist war, der über Saddams Minderheitenpolitik gearbeitet hatte.</p>
<p>Tatsächlich kam ein Fernsehteam von n-tv in seine Wohnung, um ihn zu interviewen. Die Journalisten hatten mit dem, was sie zu hören bekamen, wohl nicht gerechnet. Jedenfalls wurde das Interview um vier Uhr nachmittags ausgestrahlt. Abends, zur Hauptsendezeit, waren dann wieder die altbekannten Pappnasen und Schwarzmaler auf dem Äther.</p>
<p>Jürgen Todenhöfer, ein deutscher Medienmanager, war ganze zwei Wochen im Irak. Das macht aus ihm natürlich gleich einen Experten, zumal er den Vorteil hat, selber kein Iraker zu sein. Diese zwei Wochen hätte er in Bagdad, Basra, Sulaimaniya oder sonstwo verbringen können, aber nein, er hat sich für Ramadi entschieden, ausgerechnet Ramadi, das im sogenannten &#8220;<a href="http://images.zeit.de/text/2003/50/Essay_Wali" target="_blank">Dreieck des Terrors</a>&#8221; liegt, über das Najem Wali, ein anderer Exiliraker, schon vor fünf Jahren die Deutschen vergeblich aufzuklären versucht hat:</p>
<blockquote><p>Neuerdings wird der anwachsende Terror im Irak in manchen Medien als Ausdruck eines zunehmenden „irakischen Widerstands“ bezeichnet. Dies ist ein unerträglicher Euphemismus, der die Wirklichkeit grob verfälscht. Betrachtet man die terroristischen Aktivitäten genauer, stellt man rasch fest, dass sich alle diese Operationen auf den Westen des Landes konzentrieren. In dieser Region haben sich jene Sippen formiert, die über die Jahre der Diktatur hinweg von dem System Saddam Husseins profitierten.</p></blockquote>
<p>Todenhöfer also kommt nach zwei Wochen aus der Hochburg der Saddam-Anhänger nach Deutschland zurück – und was er uns mitbringt, sind tiefe Einblicke ins Land wie <a href="http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/336/185750/print.html" target="_blank">dieser</a>:</p>
<blockquote><p>Das Erziehungssystem in Anbar zerfällt. Zahlreiche Schulen in Ramadi wurden zerstört, keine einzige wurde neu erbaut. Trotz Schulpflicht geht nur noch die Hälfte der Kinder zur Schule. Studenten brechen aus Geldnot und mangels Perspektiven ihr Studium ab und gehen zur Polizei. Die Lebensmittelversorgung in Anbar verschlechtert sich weiter. Nahrungsmittelrationen werden nur noch unregelmäßig verteilt. Sie sind kleiner und qualitativ noch miserabler als früher.</p></blockquote>
<p>Und wo war Todenhöfer, als Saddam Hussein Krieg <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/141/die-entbaathifizierung-des-irak/" target="_blank">gegen seine eigene Bevölkerung</a> führte? <em>Vertreibung, Vernichtung, systematische Zerstörung der Dörfer, Vergiftung und Verminung des Bodens, systematische Folter, Amputation der Gliedmaßen, Vergewaltigung von Frauen, auf den Vorwurf der Prostitution steht Köpfung.</em></p>
<p>Wo, Todenhöfer, warst Du?</p>
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		<title>Was treibt Ahmadinejad an?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 16:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Jonathan Halevi und Ashley Perry
Der schiitische Iran strebt danach, die Position einer regionalen Supermacht zu erlangen, indem er eine wichtige Atommacht auf der internationalen Bühne wird. Der Iran fordert den Westen offen heraus, wenn er versucht, die Amerikaner und Briten aus dem Irak zu vertreiben und Hegemonie in der Golfregion zu erreichen, u. a. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Jonathan Halevi und Ashley Perry</em></p>
<p>Der schiitische Iran strebt danach, die Position einer regionalen Supermacht zu erlangen, indem er eine wichtige Atommacht auf der internationalen Bühne wird. Der Iran fordert den Westen offen heraus, wenn er versucht, die Amerikaner und Briten aus dem Irak zu vertreiben und Hegemonie in der Golfregion zu erreichen, u. a. mittels seines in den letzten Jahren massiv vorangetriebenen Militärprogramms. Die iranische Führung spricht von einem „neuen Nahen Osten“ als Antwort auf den Westen und meint damit einen islamischen Nahen Osten, der von der Islamischen Revolution des Iran geprägt ist.</p>
<p>Die politischen Aspirationen des Iran werden von einem religiösen Eifer angetrieben. Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat wiederholt die „bevorstehende und offenkundige Liquidierung Israels“ beschworen, als Codewort für die messianische Inbrunst, die er mit seinem spirituellen Mentor, Ayatollah Mohammad Taghi Mesbah Yazdi, teilt, einem der radikaleren Ayatollahs, der  diplomatischen und militärischen Aktivismus vertritt, um die globale islamische Revolution voranzutreiben.</p>
<p>Der frühere Präsident Khatami, ein iranischer Reformer, hat Yazdi einmal als den „Theoretiker der Gewalt“ bezeichnet. 2006 erließ Yazdis führender Schüler, Mohsen Gharavian, eine Fatwa, die den Einsatz von Atomwaffen gegen andere Länder genehmigte. Dies steht im Widerspruch zu iranischen Diplomaten im Westen, die immer wieder sagen, dass Atomwaffen dem Islam zuwiderlaufen und daher nicht angestrebt werden sollen.</p>
<p>In einer Sprache, die an Ayatollah Khomeinis Fatwa gegen Salman Rushdie erinnert, bestimmte Ahmadinejads Mentor auch: „Wenn irgendjemand die Heiligkeit des Islam beleidigt, erlaubt der Islam, dass sein Blut vergossen wird, ohne dass rechtliche Verfahren notwendig wären.“</p>
<p>Gegenüber führenden Religionsgelehrten versuchte Ahmadinejad im November 2005 nicht seine wahren Motive und Absichten zurückzuhalten. Das grundlegende Ziel sei es, dem Mahdi, dem schiitischen Messias oder „entschwundenen Messias“ den Weg zu bereiten. Dabei betonte er, um dies zu erreichen, müsse der Iran ein islamisches Beispiel geben, eine starke Gesellschaft aufbauen und eine Regierungspolitik auf vielen Bereichen entwickeln, die sich um die Zielvision des Endes der Zeit mit der Ankunft des Mahdi bemüht.</p>
<p>Als Bürgermeister Teherans hat Ahmadinejad im Jahr 2004 offensichtlich heimlich die Stadtverwaltung angewiesen, eine große Allee für den Mahdi vorzubereiten. Ein Jahr darauf stellte er als Präsident 17 Millionen Dollar für eine blau-gekachelte Moschee in Jamkaran in Qum zur Verfügung, die eng mit dem Mahdi-Glauben (mahdaviat) verbunden ist. Er drängte auch zum Bau einer direkten Zuglinie zwischen Teheran und Jamkaran.</p>
<p>Der religiöse Eifer, der mit der Moschee verbunden ist, zeigt sich jeden Dienstag, wenn sich am für die Ankunft des Mahdi angesetzten Abend Tausende von Iranern am Schrein von Jamkaran tummeln. Sie schreiben Wünsche auf Zettel und werfen sie in einen Brunnen, in dem der Imam erschienen sein soll. Ahmadinejad hat einmal eine Liste der von ihm vorgeschlagenen Kabinettsmitglieder in einen nahe der Moschee gelegenen Brunnen geworfen, um – so wird erzählt – von der ihm zugeschriebenen göttlichen Verbindung zu profitieren.</p>
<p>Am meisten beunruhigt, dass Ahmadinejad offen den Glauben vertritt, seine Herrschaft sei der Vorbote des Mahdi. Seine Rede vor der UNO im Jahr 2006 in Anwesenheit vieler führender Politiker aus der ganzen Welt schloss er mit einem Gebet: „Oh mächtiger Gott, ich bete zu dir, das Erscheinen deines letzten Treuhänders zu beschleunigen, des Versprochenen, des perfekten und reinen menschlichen Wesens, desjenigen, der diese Welt mit Gerechtigkeit und Frieden erfüllen wird.“</p>
<p>Ein voriges Jahr im Libanon veröffentlichtes Buch mit dem Titel „Ahmadinejad und die nächste globale Revolution“ konzentriert sich auf Ahmadinejads schiitische Vision des Mahdi. Der Autor, Shadi Fakiya, stellt eine direkte Verbindung zwischen Ahmadinejad und dem Mahdi her. Fakiya behauptet, dass der gegenwärtige iranische Präsident der Beschreibung des Kommandanten der Mahdi-Truppen entspricht, die gemäß dem schiitschen Glauben Jerusalem befreiten.</p>
<p>Ahmadinejad wird als entschlossen und direkt von Allah geführt dargestellt und im Glauben daran, dass die „Armee der Befreiung Jerusalems“ durch den Irak ziehen wird, ähnlich wie Ayatollah Khomeini, der behauptete, dass die Straße nach Jerusalem durch Karbala (eine heilige schiitische Stadt im Irak) führe würde.</p>
<p>Ahmadinejads Entschlossenheit, Atomwaffen zu gelangen, wird auch als Zeichen messianischer Erlösung ausgelegt, wenn er und sein Umkreis die Auseinandersetzung mit der internationalen Gemeinschaft über die Verhinderung der Entwicklung von Nukleartechnologie als einen der Wege, dem Erscheinen des Mahdi den Weg zu bereiten, betrachten.</p>
<p>Wie im Christentum wird auch dem schiitischen Messias ein ‚Anti-Christ’ bzw. im schiitischen Glauben der ‚Dajjal’ vorangehen. Die muslimische Tradition sagt voraus, dass am „Ende der Zeiten“ der Dajjal und seine Armee damit drohen werden, den gesamten Globus zu übernehmen, wobei der größte Teil mittels militärischer Macht erobert und andere mit materiellem Wohlstand verführt werden sollen. Dann wird der Mahdi erscheinen, um den Dajjal zu zerstören und sodann nach dem Gesetz der Sharia die Welt zu regieren.</p>
<p>Wenn auch historisch wenig über die Identität des Dajjal bekannt ist, behaupten mehr und mehr schiitische Imame, dass die Juden der Dajjal und seine Anhänger sind. Diese extremistischen Imame und ihre Gefolgsleute verweisen auf die antisemitischen ‚Protokolle der Weisen von Zion’ als Beweis dafür, dass die Juden die Welt regieren und den Islam korrumpieren.</p>
<p>Bereits in den 70er Jahren schrieb Ayatollah Khomeini in seinem Vilayat-i Faqih, dass die Juden den Islam pervertieren und daher göttliche Rache verdienen würden.</p>
<p>Ahmadinejads Obsession mit Israel führt viele dazu, davon auszugehen, dass er glaubt, Israel sei das absolut Böse und passe in die Rolle des vermeintlichen Dajjal. Des iranischen Präsidenten andere Obsession, die Leugnung des Holocaust, fügt sich ebenso in den Glauben ein, dass der Dajjal die Welt mit seinen Lügen irrezuführen vermöge.</p>
<p>Gemäß der Fakiya ist das gegenwärtige Zeitalter das „Zeitalter der Offenbarung“, in dem verschiedene Anzeichen das Erscheinen des Mahdi verkünden: Zuerst wird es eine Zusammenkunft der Juden in Palästina geben; danach wird der schiitsche Mahdi erscheinen und die entscheidende Schlacht zur Vernichtung der Juden führen. Dem wird die Errichtung eines islamischen Staates als erste Phase des weltweiten Imam-Staats folgen. Ein wichtiges Element stellt dabei ein dem Iran gegenüber loyales Regime im Irak dar.</p>
<p>Die Schilderung des Khorasani in der schiitschen Vision des Zeitenendes ist kompatibel mit Irans spirituellem Führer, Ayatollah Ali Khamenai, dem Staatsoberhaupt des Iran.  Der Khoransani wird die Fackel dem Mahdi übergeben und dann zum obersten Muslim werden.</p>
<p>Die Beschreibung des Shuyeb bin Salah passt auf Ahmadinejad. Shuyeb, auch bekannt als al-Shabi al-Salah, ist die Figur, die nach der schiitischen Tradition die Armee des Mahdis führen wird, also der Kommandant der muslimischen Truppen. Shuyeb wird als sonnengebräunt und dünn beschrieben, mit einem kurzen Bart, aus Teheran stammend, entschlossen und kriegerisch. Man geht davon aus, dass Ahmadinejad sich selbst in dieser Rolle sieht, da er der historischen Beschreibung zu entsprechen scheint.<br />
<em><br />
Oberstleutnant d. Res. Jonathan D. Halevi ist Senior Researcher of the Middle East and radical Islam am Jerusalem Center for Public Affairs.</p>
<p>Ashley Perry ist politischer Analytiker und hat u. a. für das Büro des Ministerpräsidenten gearbeitet.</em></p>
<p>(<em>Yedioth Ahronot</em>, 17.06.08. Mit freundlicher Genehmigung der Botschaft des Staates Israel, Berlin.)</p>
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		<title>Proteste in Zandjan</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 18:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mahmoud Rambod</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meinem Heimtatland Iran gibt es derzeit einen Aufstand gegen einen Vizepräsidenten der Universität Zandjan. Dieser wollte eine Studentin in seinem Büro sexuell belästigen und wurde dabei von Studenten in flagranti erwischt. Es gab mehrere Tage lang massive Proteste, bis der Mann gestern in Untersuchungshaft genommen wurde.
Das ist deshalb so bedeutsam, weil sich der Jahrestag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Heimtatland Iran gibt es derzeit einen Aufstand gegen einen Vizepräsidenten der Universität Zandjan. Dieser wollte eine Studentin in seinem Büro sexuell belästigen und wurde dabei von Studenten in flagranti erwischt. Es gab mehrere Tage lang massive Proteste, bis der Mann gestern in Untersuchungshaft genommen wurde.</p>
<p>Das ist deshalb so bedeutsam, weil sich der Jahrestag des <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/691/der-18-tir/" target="_blank">18. Tir</a> nähert, der Tag der studentischen Bewegung, weswegen die Atmosphäre in iranischen Universitäten <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1559/samtene-revolution-angst/" target="_blank">sehr gespannt</a> ist. Ich selbst bin einer der Begründer der Universität von Zandjan. Deutsche Medien scheinen sich für die Ereignisse nicht weiter zu interessieren.</p>
<p>Hier zwei Aufnahmen von den Protesten:</p>
<p>http://www.youtube.com/v/ynaTm_HlIOg&amp;hl=en</p>
<p>http://www.youtube.com/v/5NFNuaTO0VU&amp;hl=en</p>
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		<title>Nachdenken mit Tschingis Aitmatow</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 19:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Tschingis Torekulowitsch Aitmatow (kirgis. Чыңгыз Айтматов – Tschynggys Aitmatow, russisch Чингиз Торекулович Айтматов; * 12. Dezember 1928 in Scheker im Talas-Tal, Kirgistan; † 10. Juni 2008 in Nürnberg) war ein kirgisischer Schriftsteller, der hauptsächlich in russischer Sprache schrieb.
1992  hielt Tschingis Aitmatow im Dresdner Schauspielhaus eine Rede „Nachdenken über Deutschland.“ Ich war gebeten worden die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Tschingis Torekulowitsch Aitmatow (kirgis. Чыңгыз Айтматов – Tschynggys Aitmatow, russisch Чингиз Торекулович Айтматов; * 12. Dezember 1928 in Scheker im Talas-Tal, Kirgistan; † 10. Juni 2008 in Nürnberg) war ein kirgisischer Schriftsteller, der hauptsächlich in russischer Sprache schrieb.</em></strong></p>
<p><em><strong>1992  hielt Tschingis Aitmatow im Dresdner Schauspielhaus eine Rede „Nachdenken über Deutschland.“ Ich war gebeten worden die Begrüßungsrede zu halten. Da er vor  wenigen Tagen  in Nürnberg gestorben ist, veröffentliche ich sie jetzt zu seinem Gedenken!</strong> </em></p>
<p><strong><em>Heinz Eggert</em></strong></p>
<p><a href="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/06/aitmatow.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2270" title="aitmatow" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2008/06/aitmatow.jpg" alt="" width="180" height="240" /></a></p>
<p>Sehr geehrter, lieber Tschingis Aitmatow, meine Damen und Herren, liebe Freunde!</p>
<p>Ich lasse den Botschafter einmal weg, weil sie diese staatliche  Amtsbezeichnung eigentlich nicht brauchen. Denn Botschafter waren Sie schon immer. Das trifft im ursprünglichen Sinne auf sie zu, weil sie wirklich eine Botschaft zu verkünden haben.</p>
<p>Es muss 1970 gewesen sein. Im dahindümpelten Zug von Berlin nach Zittau, durch dessen schmutzige Fenster die Landschaft noch grauer aussah &#8211; meine erste Begegnung mit Aitmatow. Ein <em>bb </em>Buch Dshamilja. Gekauft, um die Zeit zu vertreiben. Nicht gerade kauffreudig gemacht hatte mich der Hinweis des Klappentextes auf den Verfasser. Leninpreisträger Tschingis Aitmatow. Die ebenfalls gedruckte Einschätzung Aragons, es sei die schönste Liebesgeschichte der Welt, hatte mich dann doch 1,85 M ausgeben lassen. Notfalls konnte ich das Buch ausgelesen immer noch im Zug liegen lassen. Es war kein Buch, um die Zeit zu vertreiben. Es war ein Buch, das mit seinen Metaphern die gewöhnliche Gewohnheit des Denkens durchbrach, so wie seine Titelheldin die Enge und Beschränktheit ihrer Umgebung zu durchbrechen versuchte.</p>
<p>Ich habe dieses Buch damals Freunden und Kommilitonen weiterempfohlen. Schon wieder ein Russe, haben sie gefragt, und dann doch gelesen. Sie haben es nicht bereut. Mit wie viel Ignoranz und Nichtwissen, gepaart mit bedenkenloser Überheblichkeit, urteilen wir oftmals übereinander. Damals und heute. Nachdenken über Deutschland! Auch das gehört dazu.</p>
<p>Heute weiß ich mehr über Tschingis Aitmatow. Ein wenig durch seine Biographie, mehr durch seine Bücher. Ja, seine Biographie. Fremde Namen leuchten von der Ferne. Sie beflügeln unsere Phantasie genauso wie seine Bücher. Sie schlagen scheinbar die Brücke zu den Mythen und Märchen seines Volkes mit ihren unauslotbaren ewigen einfachen menschlichen Wahrheiten. Aus der Scheker Sippe stammt er. Wie sein Vater Torekul, dessen Vater Aitmatow, dessen Vater Kimbildi und dessen Vater Kontschudshok. Kontschudshok &#8211; der Schaftlose, ohne Stiefel. Kein Grund zum Prahlen meint Tschingis Aitmatow.</p>
<p>Aber Tschingis Aitmatow &#8211; lieber ein Kontschudshok, ein Schaftloser, als ein Phantasieloser, ein Toleranzloser, ein Herzloser. Wir sind doch nicht mehr, wenn wir mehr haben. Ihr Vater war einer der führenden kirgisischen Kommunisten. Ihre Mutter und vor allem die Großmutter brachten ihnen einen Schatz an alten Lieder, Märchen und Sagen, in denen Wirklichkeit und Dichtung verwoben wurde, bei. Beeindruckt haben mich die Worte Ihrer Tante Karagys-Apa. Als Ihr Vater den Repressionen des stalinistischen Terrors ausgesetzt war, öffnete sie ihrer Umwelt die Augen dafür, dass, was für ein Missgeschick den Menschen auch trifft, er nicht verloren ist, wenn er inmitten seines Volkes lebt. Können wir, die wir atomisiert aus dem Vollen leben und nicht aus der Fülle der Gemeinschaft heraus, da nicht nur sehnsuchtsvoll werden?</p>
<p>Nachdenken über Deutschland.<br />
Wo ist unsere gemeinsame Zielsetzung?</p>
<p>Mit 14 Jahren waren Sie Sekretär des Dorfsowjets.<br />
Sie studierten Literatur. Erstaunlich, dass man dann immer noch so schreiben kann.</p>
<p>Später Chefredakteur einer kirgisischen Literaturzeitschrift, Prawda-Korrespondent. Später Leninpreis. Neuere politische Ämter.<br />
Ich verstehe Ihre Frage von 1971 in Frunse: Wird es mir gelingen, Interessantes zu schreiben?</p>
<p>Sie mussten, Tschingis Aitmatow. Für sich und für uns.</p>
<p>Ich musste Sie oft als unverdächtigen sowjetischen kommunistischen Schriftsteller, als Kronzeugen in meinen Predigten und Vorträgen bemühen. Denn Ihre Fragestellungen waren auch meine. Wie entgehen wir dem Hochmut einer sich wissenschaftlich gebenden Selbsttäuschung? Wie leben wir menschlich in diesem Spannungsbogen der uns gegebenen Zeit zwischen Erwartung und Erfüllung, ohne selbst zu zerbrechen, wenn unsere Erwartungen zerbrochen werden? Was hält uns, wenn der Boden unserer Überzeugungen, wenn unsere Gewissheiten abbröckeln?</p>
<p>Aber wir blieben beide nicht unverdächtig.<br />
Man glaubte, ich würde eigene Texte einem sowjetischen kommunistischen Schriftsteller unterschieben, um wissentlich zu verwirren.</p>
<p>Leider waren es nicht meine Texte. Wie hätten Sie sonst auch die PERESTROIKA vorbereiten sollen und damit die DEUTSCHE EINHEIT ermöglichen?<br />
Da stelle ich meine Eitelkeit freiwillig zurück.</p>
<p>1982 DER TAG ZIEHT DEN JAHRHUNDERTWEG<br />
Wer ist Schneesturm-Edige?</p>
<p>Ich habe ihn Ostern letzten Jahres im Fragebogen der FAZ als meinen liebsten Romanhelden angegeben. Er ist von seiner stillen Menschlichkeit überzeugend. Das Sein bestimmt ihn, nicht das Haben. Sein Nachdenken speist seine einfachen, in allen Lebensläufen vollzogenen Handlungen. Ein Mensch, der seinem Freund über den Tod hinaus &#8211; um sein Versprechen einzulösen &#8211; seine eigene Lebenszeit und Lebenskraft opfert. Dringt denn nicht durch die Geschwätzigkeit unserer Tage die Botschaft, dass Worte, wenn sie durch das Teilen eigener Lebenskraft, Lebenszeit und Lebensmöglichkeiten fundiert sind, eine ursprüngliche Hoffnung erweckende Kraft besitzen?</p>
<p>Wie bleibe ich Mensch auch unter dramatischen und deprimierenden, fast alle Lebenskraft beanspruchende Situationen?<br />
Wer Antwort auf diese Frage sucht, sollte dieses Buch lesen. Immer wieder.<br />
Weil oftmals von diesen gefundenen Antworten unser Weiterleben abhängt.</p>
<p>Und dann die Legende von den Mancurt-Sklaven. Mit schrecklichen Torturen, die nur wenige überlebten, beraubte man sie ihrer Erinnerungen. Sie wussten nicht, woher sie kamen, kannten weder ihre Familie noch ihre Wurzeln, kannten ihre Kindheit nicht mehr, auch nicht ihre Mutter. Sie konnten sich nicht als Menschen begreifen, sie waren geschichtslos. Geschichtslos, aber unschätzbar im Wert für die Herrschenden. Verfügbare Masse. Wer diese Legende liest, wer liest, wie ein Mancurt seine Mutter tötet, die versucht, ihn mit Liedern und Erinnerungen der Kindheit wieder menschlich zu machen, der wird schlecht schlafen.</p>
<p>Wir wissen, wohin es führt, wenn Geschichtsbetrachtung selektiv und ideologisiert als Mittel zum eigenen Machterhalt betrieben wird. Ein Volk sollte verbogen werden. Es gab keine Brüder mehr, nur Klassenfeinde. Wer Zweifel hat, lese &#8220;Wissen und Kämpfen&#8221;, dieses unsägliche Blatt der ehemaligen NVA.</p>
<p>Die Richtstatt. Ich las sie 1987.<br />
Jeder Mensch, sagen Sie, wird im Laufe seines Lebens mit einer Richtstatt konfrontiert.</p>
<p>1989: Wem sagen Sie das?<br />
Ich habe Sie 1988 in einer Predigt zitiert:</p>
<p>Sie fragen:<br />
“Wozu überhaupt ist in unserem Jahrhundert die auf diesem Weg längst abgenutzte Religion erforderlich? Wirklich wozu? Allen ist doch längst alles klar, sogar den Kindern. Hat nicht die materialistische Wissenschaft den letzten vernichtenden Pfahl ins Grab der christlichen Glaubenslehre geschlagen, und nicht nur der christlichen &#8211; hat sie nicht entschlossen und gebieterisch alle Religionen vom einzig richtigen Weg des Fortschritts und der Kultur hinweggefegt?<br />
Der Mensch von heute, so scheint es, bedarf keines Glaubensbekenntnisses, ihm genügt es völlig, im Rahmen der allgemeinen historischen Bildung über diese abgestorbenen Lehren informiert zu werden. Denn all das hat sich überlebt, wurde erprobt und verworfen.<br />
Aber, was haben wir an Stelle dieser barmherzigen, selbstlosen, längst in den Straßengraben gestoßenen, von den realistischen Weltanschauungen schadenfroh verlachten Idee gewonnen? Was haben wir ihr an Gleichwertigem, richtiger an Besserem, entgegenzusetzen? Neues muss doch zweifellos besser sein als das Alte.”</p>
<p>Neues muss doch zweifellos besser sein als das Alte. So ist es &#8211; Gespräch über Deutschland.</p>
<p>Tschingis Aitmatow, wir werden Sie jetzt hören mit der Stimme, die &#8220;die Musik des liedreichen Ostens und zugleich die feinfühlige Seelenspannung eines Zeitgenossen wiedergibt, der alle Freuden und Bitternisse des 20. Jahrhundert durchlebt.&#8221; (Wladimir Lakschin)</p>
<p>Schon damit wir begreifen, das Nachdenken über Deutschland auch Nachdenken über die Welt sein muss!</p>
<p><em><span style="color: #000000;">Bildnachweis: Wikimedia Commons under GNU Licence</span></em></p>
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		<title>Evin: Acht Menschen an einem Tag gehenkt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 20:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier ist was für die Freunde des Dialogs, denen die Dämonisierung des Mullahregimes die Sorgenfalten auf die Stirn treibt: In diesem Jahr allein wurden 108 Menschen hingerichtet. Derweil kämpft die iranische Frauenbewegung um ihr Recht: Zehntausende Frauen gingen heute im ganzen Land auf die Strasse, um gegen die Praxis der &#8220;Erhöhung der öffentlichen Sicherheit&#8221; ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.iranpressnews.com/source/041489.htm" target="_blank">Hier ist was</a> für die Freunde des Dialogs, denen die Dämonisierung des Mullahregimes die Sorgenfalten auf die Stirn treibt: In diesem Jahr allein wurden 108 Menschen hingerichtet. Derweil kämpft die iranische Frauenbewegung <a href="http://www.iranpressnews.com/source/041497.htm" target="_blank">um ihr Recht</a>: Zehntausende Frauen gingen heute im ganzen Land auf die Strasse, um gegen die Praxis der &#8220;Erhöhung der öffentlichen Sicherheit&#8221; ihren Zorn zum Ausdruck zu bringen, da dieser nichts anderes als eine neue Stufe des jakobinischen Tugendterrors der Mullahs darstellt.</p>
<p>Und das Regime antwortet mit verschärften Repressalien. Zuvor schon sollen innerhalb von nur zwei Wochen 1098 Frauen wegen &#8220;schlechter Verschleierung&#8221; (bad-hejab) festgenommen worden sein. Aus demselben Grunde wurden acht Frauen von der Universität Schiraz relegiert.</p>
<p>Wie sagte doch Ahmadi-Nejad: &#8220;<a href="http://www.antiwar.com/justin/?articleid=8968" target="_blank">Der Liberalismus ist gescheitert.</a>&#8220;</p>
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		<title>Khomeinis Erben</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 22:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Israel hat alle notwenigen Anzeichen für einen Zusammenbruch&#8221;, denn der Kampf der Hisbollah im &#8220;33-Tage-Krieg&#8221; (2006) habe mit der &#8220;Entwurzelung und Erschöpfung des zionistischen Regimes geendet&#8221;[1]. Dies und noch viel mehr war auf einer Konferenz zum 19. Todestag Khomeinis zu hören, dessen Ungeist wiederzubeleben sich das herrschende Regime nach Kräften bemüht. Der iranische Aussenmininister Mottaki [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Israel hat alle notwenigen Anzeichen für einen Zusammenbruch&#8221;, denn der Kampf der Hisbollah im &#8220;33-Tage-Krieg&#8221; (2006) habe mit der &#8220;Entwurzelung und Erschöpfung des zionistischen Regimes geendet&#8221;[<a href="#footnote-1-2213" id="footnote-link-1-2213" title="See the footnote.">1</a>]. Dies und noch viel mehr war auf einer <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://irna.ir/View/FullStory/?NewsId=64490" target="_blank">Konferenz zum 19. Todestag Khomeinis</a> zu hören, dessen Ungeist wiederzubeleben sich das herrschende Regime nach Kräften bemüht. Der iranische Aussenmininister Mottaki befand: &#8220;60 Jahre lang hat das Regime es nicht vermocht, sich eine Legitimation zu verschaffen.&#8221;[<a href="#footnote-2-2213" id="footnote-link-2-2213" title="See the footnote.">2</a>]</p>
<p>Zustimmend zitiert er Khomeini, &#8220;der das zionistische Regime als Feind der Menschheit betrachtete&#8221; und weist darauf hin, dass Khomeini seine Opposition gegenüber Israel und &#8220;seine Parteinahme für die Rechte des palästinensischen Volkes&#8221; nicht auf eine bestimmte Zeit begrenzt sah.  Schon Khomeini habe die Gefahr des Zionismus als eine &#8220;Gefahr für alle Völker und alle arabischen und islamischen Länder erkannt.&#8221; Denn &#8220;während der 30 Jahre seit dem Sieg der Islamischen Revolution haben es Libanesen und Palästinenser geschafft, durch die Übernahme der Ansichten Imam Khomeineis bezüglich der Freiheit Palästinanas und der Gegnerschaft gegenüber dem zionistischen Regime, viele der eigenen besetzten Gebiete zu befreien.[<a href="#footnote-3-2213" id="footnote-link-3-2213" title="See the footnote.">3</a>]</p>
<p>Ein libanesischer (aber völlig unbekannter) Intellektueller namens Walid Mohammad Ali, freut sich: &#8220;Signale des Zusammenbruchs[<a href="#footnote-4-2213" id="footnote-link-4-2213" title="See the footnote.">4</a>], des Verschwindens[<a href="#footnote-5-2213" id="footnote-link-5-2213" title="See the footnote.">5</a>], des Einsturzes[<a href="#footnote-6-2213" id="footnote-link-6-2213" title="See the footnote.">6</a>] und des Ruins[<a href="#footnote-7-2213" id="footnote-link-7-2213" title="See the footnote.">7</a>] sind klar zutage getreten.&#8221; Ein senegalesischer Intellektueller erinnert daran, worin Khomeinis Erbe liegt: &#8220;Wir sind auf der Suche nach einer muslimischen Identität, weshalb Palästina kein arabisches Anliegen ist, sondern das aller Muslime.&#8221;[<a href="#footnote-8-2213" id="footnote-link-8-2213" title="See the footnote.">8</a>]</p>
<p>Ganz recht: Die Ideologisierung des Palästinakonflikts dient der Begründung einer panislamischen Identität.</p>
<p>Ein weiterer Referent pflichtet dem bei: Jeder, der die Frage nach dem zionistischen Regime allein für eine politische Frage der angrenzenden Länder hält, irrt.&#8221;[<a href="#footnote-9-2213" id="footnote-link-9-2213" title="See the footnote.">9</a>] Auch die üblichen antiimperialistischen Töne dürfen dabei nicht fehlen. Ein libanesischer Referent verkündet: &#8220;Der Zionismus ist das Antlitz Amerikas und des Westens.&#8221;[<a href="#footnote-10-2213" id="footnote-link-10-2213" title="See the footnote.">10</a>] Und wieder: &#8220;Imam Khomeini war nicht nur den Iranern und der Schia verbunden, sondern allen Muslimen und der ganzen Menschheit.&#8221;[<a href="#footnote-11-2213" id="footnote-link-11-2213" title="See the footnote.">11</a>] Wobei der Westen folglich nicht Teil der Menschheit sein kann.</p>
<p>Wie dem auch sei, man nehme freundlichst zur Kenntnis: Letzten Endes ist Zionismus auch nur eine Chiffre für DEN Westen, gegen den der Hass sich insgesamt richtet. Israel steht lediglich an vorerster Front in den Vernichtungsphantasien der Khomeinisten.</p>
<p>Was gibt es sonst noch von der Konferenz zu berichten? Nur das übliche: Palästinensische Selbstmordattentate sind kein Terrorismus und – natürlich – sind die westlichen Medien zionistisch unterwandert. Interessant vielleicht noch dies: Auf der Konferenz war auch ein spanischer Redner namens <strong>Yusuf Fernández</strong> zugegen, der als Gründer der &#8220;ersten islamischen Webseite in spanischer Sprache&#8221; vorgestellt wird, über den man einiges <a href="http://www.eussner.net/artikel_2005-02-14_00-47-38.html" target="_blank">im Internet finden kann</a>. Er glaubt, dass die Medien in den islamischen Ländern dem Zugriff des Kapitalismus (und damit der Juden) entzogen seien.</p>
<p>Zum Abschied kommen noch einmal der Aussenminister und sein Referent zu Wort: &#8220;Die Freiheit des Iran vom Joch der Unterdrückung, Ausbeutung und ausländischer Hegemonie, die Freiheit des erhabenen Jerusalem aus den Krallen der Zionisten und das Verschwinden der Machthaber von der internationalen Bühne&#8221; seien die drei Schritte, die Khomeini als das Programm zur Rettung der Menschheit verkündet habe.[<a href="#footnote-12-2213" id="footnote-link-12-2213" title="See the footnote.">12</a>]</p>
<p>Lauter Frustrierte, gewiss. Aber manchmal laufen sie Amok.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-2213">به استيصال و درماندگي رژيم صهيونيستي انجاميده است  <a href="#footnote-link-1-2213">⇧</a></li><li id="footnote-2-2213">سال است که اين رژيم جعلي نتوانسته است براي خود مشروعيت ايجاد کند  <a href="#footnote-link-2-2213">⇧</a></li><li id="footnote-3-2213">طي 30 سال پس از پيروزي انقلاب اسلامي لبناني ها و فلسطيني ها با پيروي از ديدگاه هاي امام خميني در مورد آزادي فلسطين و مقابله با رژيم صهيونيستي توانستند بسياري از سرزمين هاي اشغالي خود را آزاد کنند  <a href="#footnote-link-3-2213">⇧</a></li><li id="footnote-4-2213">شكست  <a href="#footnote-link-4-2213">⇧</a></li><li id="footnote-5-2213">اضمحلال  <a href="#footnote-link-5-2213">⇧</a></li><li id="footnote-6-2213">فروپاشى  <a href="#footnote-link-6-2213">⇧</a></li><li id="footnote-7-2213">نابودى  <a href="#footnote-link-7-2213">⇧</a></li><li id="footnote-8-2213"> ما به دنبال هويت اسلامي هستيم، بنابراين فلسطين مساله عربي نيست، بلکه مساله تمامي مسلمانان است  <a href="#footnote-link-8-2213">⇧</a></li><li id="footnote-9-2213"> کساني که مساله رژيم صهيونيستي را تنها مساله سياسي با کشورهاي هم مرز با آن مي دانند، اشتباه مي کنند  <a href="#footnote-link-9-2213">⇧</a></li><li id="footnote-10-2213"> صهيو نيسم، چهره آمريکا و غرب است  <a href="#footnote-link-10-2213">⇧</a></li><li id="footnote-11-2213"> امام خميني تنها متعلق به ايرانيان و مذهب تشيع نيست بلکه از آن تمامي مسلمانان و بلکه بشريت است  <a href="#footnote-link-11-2213">⇧</a></li><li id="footnote-12-2213">آزادي ملت ايران از يوغ استبداد و استعمار و سلطه بيگانه، آزادي قدس شريف از چنگال صهيونيست ها و نابودي سطله گران در صحنه بين المللي را سه گام برنامه ريزي شده از سوي امام خميني براي نجات بشريت بيان کرد  <a href="#footnote-link-12-2213">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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