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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; USA</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Tod der Säkularisierungsthese?</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 05:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe Hans Joas,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.
Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-11970" title="rosette" src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/uploads/2011/10/rosette-300x222.jpg" alt="rosette" width="300" height="222" /></p>
<p>Dass Modernisierung notwendigerweise zu einer Säkularisierung führen  müsse, ist eine Annahme, die in jüngerer Zeit infrage gestellt worden  ist. Zu den vehementesten Kritikern dieser These gehört der Freiburger  Soziologe <a href="http://oe1.orf.at/programm/285134" target="_blank">Hans Joas</a>,  der allerdings nicht sagt, auf welche empirischen Befunde er sich  stützt.</p>
<p>Zunächst einmal muss man sich darüber klarwerden, dass man unter  Säkularismus/ Säkularisierung/ Saäkularität verschiedene Dinge verstehen  kann. Der Philosoph Charles Taylor hat folgende Typologie erstellt:  Säkularität 1 = der Rückgang der Religion im öffentlichen Leben;  Säkularität 2 = der Niedergang des Glaubens und der religiösen Praxis;  Säkularität 3 = die Veränderungen der Bedingungen des Glaubens, i.e.  Urbanisierung, Industrialisierung, Migration etc. Für Taylor liegt es  auf der Hand, dass sich die ersten beiden Formen mit der dritten  überschneiden, vor allem gilt das für Sakularität 2. Man tut also gut  daran, sich zuerst einmal darüber zu verständigen, von welcher  Säkularität man spricht, wenn man sich zur Säkularisierungsthese  äussert.</p>
<p>Hinzu kommt, dass der Säkularisierungsprozess in Europa  möglicherweise einen Sonderweg gegangen ist. So ist die Vermutung  aufgestellt worden, dass Ergebnisse wie z.B. die Pluralisierung der  Glaubensformen und andere Erscheinungen möglicherweise nur die Rückkehr  zu einem sehr viel älteren Nebeneinander von Monotheismen sein könnten. Das würde bedeuten, dass sich der Säkularisierungsprozess  seit der Zeit der Reformation eben nicht einfach in die Zukunft  extrapolieren lasse. Aber noch  einmal: Ist die Säkularisierungsthese deshalb wirklich <a href="http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/index.php?id=1229" target="_blank">tot</a>?</p>
<p><a href="http://www.michaelkreutz.net/2011/10/04/882/" target="_blank">Weiter &#8230;</a></p>
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		<title>Ein ungewöhnlicher Pressetermin</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 11:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Normalerweise sind die Stellungnahmen der Politiker nach bilateralen Gesprächen vor der Presse eher knapp und beschränken sich auf eine Zusammenfassung der Kernpunkte, um die es ging. Gestern jedoch nach dem Gespräch zwischen dem US-Präsidenten Barack Obama und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu war diies anders. Nicht nur deshalb ist die Aufzeichnung des Pressetermins sehr anschauenswert. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise sind die Stellungnahmen der Politiker nach bilateralen Gesprächen vor der Presse eher knapp und beschränken sich auf eine Zusammenfassung der Kernpunkte, um die es ging. Gestern jedoch nach dem Gespräch zwischen dem US-Präsidenten Barack Obama und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu war diies anders. Nicht nur deshalb ist die Aufzeichnung des Pressetermins sehr anschauenswert. Das Video ist <a href="http://www.whitehouse.gov/photos-and-video/video/2011/05/20/president-obama-meets-prime-minister-netanyahu">zu finden auf der Internetpräsenz</a> des Weißen Hauses. Auch ein Transkript der beiden Ansprachen kann dort heruntergeladen werden. Netanjahu erklärte Obama in dem Gespräch mit der Presse, warum Israel die Grenzen von 1967 nicht akzeptieren könne.</p>
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		<title>Mitverantwortung</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 08:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung sei bereit, für die Sicherheit Israels Mitverantwortung zu übernehmen, erklärte am Freitag Regierungssprecher Steffen Seibert. Wie diese Mitverantwortung der Regierung aussehen soll, war auch zu erfahren:  „Sie ist bereit, das zu tun, was sie im Libanon bereits getan hat.“ 
Israel sollte sich also besser nicht auf Deutschland verlassen. Denn die UNIFIL-Mission im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung sei bereit, für die Sicherheit Israels Mitverantwortung zu übernehmen, erklärte am Freitag Regierungssprecher Steffen Seibert. Wie diese Mitverantwortung der Regierung <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merkel-begruesst-obamas-friedensplaene/4199670.html">aussehen soll</a>, war auch zu erfahren:  „Sie ist bereit, das zu tun, was sie im Libanon bereits getan hat.“ </p>
<p>Israel sollte sich also besser nicht auf Deutschland verlassen. Denn die UNIFIL-Mission im Libanon, an der Deutschland mit der Überwachung der Küste durch die deutsche Marine beteiligt ist, kann man für gescheitert erklären. Auftrag der UN-Soldaten ist u.a. die Entwaffnung der Hisbollah zum Schutze Israels vor weiteren Angriffen. Jedoch hat unter den Augen der Blauhelme eine massive <a href="http://flatworld.welt.de/2011/05/20/europas-nahost-parallelwelt/">Aufrüstung</a> der Hisbollah stattgefunden. </p>
<p>Israel sieht sich aktuell mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Der Palästinenserpräsident Machmud Abbas will im September einseitig den Staat Palästina in den Grenzen von 1967 ausrufen und dessen Anerkennung in der UN-Generalversammlung beantragen.  Immer mehr Staaten zeigen Unterstützung für dieses Vorhaben – auch in Europa.</p>
<p>Sollte die UN-Vollversammlung im September diesem Anliegen der Palästinenser zustimmen, ist programmiert, dass Israel den Staat Palästina nicht anerkennen wird. Ohne ein verbindliches Abkommen über die Überwachung der Außengrenzen zu den arabischen Staaten und anderer für die Sicherheit Israels unabdingbarer Bedingungen, kann Israel die Souveränität Palästinas nicht akzeptieren. Gebe Israel die Überwachung der Außengrenzen auf, könnte es sich nicht mehr vor Terroranschlägen und Waffenschmuggel schützen. Hamas, die nach wie vor zum Ziel hat, den Staat Israel zu vernichten, könnte sich ungehindert bewaffnen. Fraglich ist bereits, inwieweit sich Israel auf Fatah nach deren Zusammenschluss mit Hamas noch stützen kann; wurde doch jüngst aus deren Parteiführung geäußert, dass Fatah und Hamas die <a href="http://www.israelnationalnews.com/News/Flash.aspx/210387">gleichen Ziele verfolgen</a>.</p>
<p>US-Präsident Barack Obama hat deshalb den Plänen Abbas zur einseitigen Ausrufung eines palästinensischen Staates am Donnerstag eine <a href="http://af.reuters.com/article/tunisiaNews/idAFN1918956020110519?pageNumber=2&#038;virtualBrandChannel=0">deutliche Absage </a>erteilt. Ferner erklärte er, dass Bedingung für einen souveränen Staat Palästina dessen <a href="http://af.reuters.com/article/tunisiaNews/idAFN1918956020110519?pageNumber=2&#038;virtualBrandChannel=0">Entmilitarisierung</a> sei. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Abbas während seines Berlin Besuchs Anfang Mai, dass eine Zwei-Staaten-Lösung nur <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/union-will-uebergangsregierung-der-palaestinenser-chance-geben/4139888.html">über Verhandlungen </a>erreicht werden könne und stellte auch am Freitag noch einmal fest, dass „eine<a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2011/05/2011-05-20-rede-obama.html"> einseitige Anerkennung </a>eines palästinensischen Staates“ den  Nahost-Friedensprozess nicht wirklich voran brächte.</p>
<p>Die Bereitschaft zur Übernahme von Mitverantwortung für die Sicherheit Israels kann die Bundesregierung schon jetzt zeigen, indem sie eindringlich bei ihren europäischen Partnern und darüber hinaus dafür wirbt, dass einer einseitigen Staatsausrufung die Zustimmung zu verweigern ist.  Dass sich die deutsche Regierung hier nicht nur deutlich positioniert,  sondern ihren Einfluss geltend macht, um zu verhindern, dass einer Aufnahme Palästinas in die Vereinten Nationen ohne Friedensvertrag zugestimmt wird. </p>
<p>Es geht hier nicht um Parteinahme für Israel zulasten der Palästinenser, sondern  darum, ein Unterfangen zu verhindern, dass die Sicherheit des Staates Israel gefährdet, ohne einem dauerhaften Frieden hierbei auch nur einen Schritt näher zu kommen. Man würde Israel in die Situation treiben, dass es die Rechte eines souveränen Staates verletzen muss, um die eigene Sicherheit gewährleisten zu können.  Das löst keine Konflikte, sondern schafft nur weitere. </p>
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		<title>Das moralische Dilemma mit Libyen</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11151/das-moralische-dilemma-mit-libyen/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 22:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Gaddafi ist ein skrupelloser Diktator. Es ist deshalb richtig, dass die Allianz in Libyen militärisch einschreitet. Oder doch nicht?
Eine internationale Allianz greift Gaddafi und seine Truppen aufgrund der UN-Resolution 1973 aus der Luft an, um die Zivilbevölkerung Libyens zu schützen. Dies auf Bitten derjenigen, die sich gegen Gaddafi erhoben haben.  Das Völkerrecht verbietet das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gaddafi ist ein skrupelloser Diktator. Es ist deshalb richtig, dass die Allianz in Libyen militärisch einschreitet. Oder doch nicht?</p>
<p>Eine internationale Allianz greift Gaddafi und seine Truppen aufgrund der UN-Resolution 1973 aus der Luft an, um die Zivilbevölkerung Libyens zu schützen. Dies auf Bitten derjenigen, die sich gegen Gaddafi erhoben haben.  <a href=" http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~ED1054B1A2C78441F8F32CC4486887553~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Das Völkerrecht </a>verbietet das militärische Eingreifen in Bürgerkriege auf fremdem Staatsgebiet.  Es fand auch kein Völkermord statt ebenso wenig wie systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sinne des Völkerrechts, was eine militärische Intervention gerechtfertigt hätte.  </p>
<p>Vielleicht wäre eine Resolution, die ein militärisches Einschreiten für den Fall erlaubt, dass Gaddafi seine <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/libyen-gaddafi-droht-mit-sturm-auf-bengasi_aid_609013.html">Drohung </a>in Bengasi einzumarschieren wahr macht, auf völkerrechtlich sichereren Füßen gewesen. Hier hätte man dann <a href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~EA77B42E906554EFA85768A0737C3A9F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html">argumentieren</a> können, es stehen möglicherweise unmittelbar systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sinne des Völkerrechts bevor. Ob es militärisch umzusetzen gewesen wäre, dann sofort angriffsbereit zu sein, um die Bevölkerung zu schützen, ist wieder eine andere Frage. </p>
<p>Man kann doch mangels rechtlicher Grundlage nicht zusehen, wie Gaddafi gegen sein eigenes Volk vorgeht, mag jetzt manch einer einwenden. Dem ist schwer etwas zu erwidern; möchte man doch, dass den Menschen in Libyen geholfen wird. Es ändert aber nichts daran, dass der militärische Eingriff völkerrechtlich auf wackeligen Beinen steht. </p>
<p>Im Vorfeld der Verabschiedung der Resolution zogen der Westen und die Arabische Liga erstmals an einem Strang. Hierfür war man gerne bereit zu verdrängen, dass unter den neuen Verbündeten Regime sind, die Gaddafi das Wasser reichen können. Dies hat sich zwischenzeitlich weitgehend erledigt.  Den aktuellen Stand hinsichtlich der Arabischen Liga kann man, wohlwollend formuliert, als „raushalten“ bezeichnen.</p>
<p>Es lohnt sich dennoch darüber nachzudenken, dass Ägypten Bedenken hatte wegen der eigenen Landsleute in Libyen. Dass diese eine militärische Intervention verübeln könnten. Man hört bereits Stimmen aus Libyen, die erbost über die Luftangriffe sind und sich deshalb mit Gaddafi solidarisieren. Man mag das als Propaganda Gaddafis abtun, aber es ist nicht wegzuwischen, dass Gaddafi auch Unterstützer hat. Wie viele das sind, ob die Sympathisanten der Aufständischen in der Mehrheit sind oder Gaddafis Anhänger, das weiß keiner. Auch kann niemand beurteilen, was die <a href="http://www.stratfor.com/analysis/20110307-libyas-opposition-leadership-comes-focus?utm_source=SpecialReport&#038;utm_medium=email&#038;utm_campaign=110320&#038;utm_content=readmore&#038;elq=00114722a7cf4601936fb2c594784971">Rebellen </a>wirklich wollen. Deren Hochburgen liegen ausgerechnet dort, wo <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/libyen-gut-gemeint/3976722.html">Islamisten </a>seit langem schon gegen Gaddafi agieren.  </p>
<p>Man mag nun einwenden, dass hiervon doch nicht die Hilfe für die Aufständischen abhängig sein darf und erst recht nicht der Schutz für die Zivilbevölkerung. Dass man die Menschen doch dabei unterstützen müsse, Gaddafi loszuwerden –letzteres ist nicht der offizielle UN-Auftrag. Auch hier fällt es einem schwer, etwas zu entgegnen.  Dennoch bleibt der Punkt bestehen, solange man nicht sicher weiß, um wen es sich bei den Rebellen handelt, kann man nur hoffen, dass es den Libyern unter ihnen besser gehen würde als unter Gaddafi.  </p>
<p>Erfreulich ist, dass zumindest die Luftwaffe Gaddafis ausgeschaltet sein soll und er somit nicht mehr von der Luft aus sein Volk angreifen kann. Auch ist wohl die militärische Infrastruktur Gaddafis insgesamt geschwächt worden. Ob dies reichen wird, Gaddafi zu vertreiben und was nach ihm kommen könnte, ist  weiter ungewiss. Sicher wissen wir nur, dass die Rebellen keine Hilfe der Allianz auf dem Boden möchten und weder die UN noch die Nato einen strategischen Plan haben, wie es nach den Luftangriffen weiter gehen könnte.  </p>
<p>Wir werden sehen, wie sich die Dinge in Libyen entwickeln werden. Auch wird sich zeigen, wie die Herrscher in anderen Ländern der Region auf die militärische Intervention in Libyen reagieren werden.  Es wäre ein Erfolg, wenn für diese Diktatoren Libyen ein abschreckendes Beispiel wäre und sie nicht weiter mit Gewalt gegen ein Aufbegehren des eigenen Volkes vorgehen würden. Wir werden aber künftig erklären müssen, warum bei vergleichbaren Situationen nicht eingegriffen wird. Hierbei dann auf das Völkerrecht zu verweisen, wird nicht mehr so ohne weiteres möglich sein. </p>
<p>Auch wenn der Ausgang der militärischen Intervention ungewiss ist, man muss doch wenigstens versuchen den Menschen zu helfen. Dieses Argument ist auf der moralischen Ebene zutreffend. Natürlich sollte man nicht einfach nur zuzuschauen, wenn ein Diktator gegen sein eigenes Volk vorgeht.  Ob aber deshalb ein militärischer Eingriff richtig ist. Ich habe hierbei meine Zweifel, insbesondere weil die Allianz einen Einsatz von Bodentruppen, um die Zivilbevölkerung zu schützen, ausschließt. Bleibt also zu hoffen, dass die Luftangriffe nicht nur dem eigenen Gewissen, sondern auch den Menschen nützen. </p>
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		</item>
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		<title>Dinge gibt&#8217;s</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/10925/dinge-gibts/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 20:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Dennoch: Wer sich heute über die Unterstützung des Westens für einen Mubarak oder einen Ben Ali &#8211; die neben Saddam Hussein trotz allem wie Klosterschüler anmuten &#8211; empört, sei daran erinnert, dass es die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice war, die die schärfste Kritik formulierte, die sich Mubarak jemals in aller Öffentlichkeit anhören musste. 
&#8220;Wo Bush [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dennoch: Wer sich heute über die Unterstützung des Westens für einen Mubarak oder einen Ben Ali &#8211; die neben Saddam Hussein trotz allem wie Klosterschüler anmuten &#8211; empört, sei daran erinnert, dass es die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice war, die die schärfste Kritik formulierte, die sich Mubarak jemals in aller Öffentlichkeit anhören musste. </p></blockquote>
<p>&#8220;Wo Bush recht hatte&#8221;</p>
<p>KOMMENTAR VON DENIZ YÜCEL</p>
<p><a href="http://taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wo-bush-recht-hatte/">in der TAZ</a>.</p>
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		<title>Unvorstellbar</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 20:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen & Maghreb]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Schwärmereien]]></category>
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		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
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		<category><![CDATA[Mark LeVine]]></category>
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		<description><![CDATA[Can we imagine that President Reagan, for whom Obama has declared his admiration, refusing to take sides as young people began dismantling the Iron Curtain? Indeed, even when freedom seemed a distant dream, Reagan went to Berlin and challenged Gorbachev to &#8220;tear down this wall!&#8221;
Dass sich ein böser Neocon so äu&#223;ert könnte man sich ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Can we imagine that President Reagan, for whom Obama has declared his admiration, refusing to take sides as young people began dismantling the Iron Curtain? Indeed, even when freedom seemed a distant dream, Reagan went to Berlin and challenged Gorbachev to &#8220;tear down this wall!&#8221;</p></blockquote>
<p>Dass sich ein böser Neocon so äu&szlig;ert könnte man sich ja vorstellen, aber dass ein Vertreter des linksakademischen Mainstream wie Mark LeVine[<a href="#footnote-1-10900" id="footnote-link-1-10900" title="See the footnote.">1</a>]  mit <a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/01/20111167156465567.html">solchen Worten</a> seiner Enttäuschung über die Politik des Heilands in Sachen Tunesien Ausdruck verleiht, überrascht positiv.</p>
<p>Liest man den Artikel zuende, muss man allerdings feststellen, dass LeVine sich von anderen Klischees nicht trennen will.</p>
<blockquote><p>
Indeed, the problem with most post-colonial nationalisms &#8211; whether that of the first generation of independence leaders or of the leaders who replaced (often by overthrowing) them &#8211; is precisely that they have always remained infected with the virus of greed, corruption and violence so entrenched by decades of European colonial rule. Tunisia&#8217;s nascent revolution will only succeed if it can finally repair the damage caused by French rule and the post-independence regime that in so many ways continued to serve European and American &#8211; rather than Tunisian &#8211; interests.</p></blockquote>
<p>Vom Altruismus im heilen, vormodernen Tunesien zeugt, wie dort im frühen 19. Jahrhundert in Tunesien Steuern eingetrieben wurden[<a href="#footnote-2-10900" id="footnote-link-2-10900" title="See the footnote.">2</a>]:</p>
<blockquote><p>Die Hauptfunktion der Truppen bestand darin, zweimal im Jahr Steuerexpeditionen in den Süden zu unternehmen. Ihr Befehlshaber war im allgemeinen der Kronprinz, und die Truppen bewegten sich mit mehr Pomp als Effizienz durch die Stammesterritorien, deren Qāʾids die Steuern präsentieren mu&szlig;ten. Vornweg marschierten die Marabuts, und die türkische Musikkapelle, gefolgt von der Infanterie, der Kavallerie und den verbündeten Stammestruppen. Im Tro&szlig; waren neben unzähligen Hofbeamten auch Jagdhunde und -falken, Handwerker sowie Lasttiere mit Koranen, Sänften, Ehrengewändern, Geschenken, Zelten und Vergügungsgütern. Wo immer die mehreren tausend Teilnehmer der Kavalkade (<em>maḥalla</em>) ihre Zelte aufschlugen, mu&szlig;ten die steuerzahlenden Gastgeber ein Festgelage geben &#8211; eine von den Stämmen gefürchtete Zusatzsteuer. Von der persönlichen Bereicherung der Teilnehmer abgesehen kam bei diesen Kampagnen nicht viel heraus. Ein guter Teil der Steuern wurde auf der Tournee verbraucht, und am Ende langten nur etwa ein Drittel der Einnahmen in Tunis an.</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10900">Seine Projekt über Hevy Metal in der islamischen Welt ist hochinteressant: http://www.meaning.org/hmi_book.html  <a href="#footnote-link-1-10900">⇧</a></li><li id="footnote-2-10900">Peter von Sivers: &#8220;Nordafrika in der Neuzeit&#8221; in: Ulrich Haarmann (Hg.): <em>Geschichte der arabischen Welt</em>, München 1991, S. 502-590, dort S. 542f.  <a href="#footnote-link-2-10900">⇧</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Hilflos im Flammenmeer</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10710/hilflos-im-flammenmeer/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 16:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Galla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 3. Dezember 2010
„Wir standen vor 50 Meter hohen Flammenmauern, und das Feuer lachte uns aus. Das ist kein Brand, sondern Krieg gegen einen Feind.“ So beschrieb Feuerwehroffizier Chezi Levi eine der größten Katastrophen in der Geschichte Israels. Das Carmelgebirge bei Haifa brennt lichterloh. Bis in die Morgenstunden wurden 42 Leichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 3. Dezember 2010</p>
<p>„Wir standen vor 50 Meter hohen Flammenmauern, und das Feuer lachte uns aus. Das ist kein Brand, sondern Krieg gegen einen Feind.“ So beschrieb Feuerwehroffizier Chezi Levi eine der größten Katastrophen in der Geschichte Israels. Das Carmelgebirge bei Haifa brennt lichterloh. Bis in die Morgenstunden wurden 42 Leichen zum pathologischen Institut in Abu Kabir gebracht, die meisten bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. In Krankenhäusern kämpfen Schwerverletzte um ihr Leben, darunter auch die mythologische Kommandeurin der Polizei von Haifa, Ahuva Tomer. Sie war ins Feuer gefahren, um die Insassen eines lodernden Busses zu retten. Im Bus saßen Auszubildende eines Kurses für Gefängniswächter. Die 40 jungen Menschen, Frauen wie Männer, Juden und Drusen, wurden von Ramle zum Damun-Gefängnis geschickt, um dort einsitzende 250 jüdische wie arabische Kleinverbrecher zu evakuieren. Angeblich konnten sie den brennenden Bus verlassen. In einer Lichtung verbrannten sie fest umklammert lebendigen Leibes. </p>
<p>Auch am zweiten Tag des Großfeuers ist noch nicht die Zeit gekommen, Bilanz zu ziehen. Das Feuer greift bei wechselnden Windrichtungen um sich, in Sprüngen von 50 Metern. „Wenn ein einziger Baum Feuer fängt, explodieren die Tannenzapfen und verstreuen das Flammenmeer innerhalb von Sekunden weiter“, erzählt ein Augenzeuge. </p>
<p>In der Nacht zum Freitag wurden 17.000 Menschen evakuiert, aus Vororten von Haifa, aus drusischen Dörfern im Carmelgebirge, aus mehreren Gefängnissen, einer Anstalt für Geisteskranke, Hotels und Kibbuzim. Kibbuz Beth Oren gibt es angeblich nicht mehr. Das weltberühmte Künstlerdorf Ein Hod ist akut gefährdet. Eine der schönsten Landschaften in ganz Israel, die „Kleine Schweiz“ ist angeblich schwarz verrußt. Naturschutzgebiete werden 50 Jahre benötigen, um sich zu regenerieren. Niemand weiß, wie viele Tiere im Flammenmeer umgekommen sind. „Vögel und Säugetiere können sich vielleicht retten, nicht aber die Kriechtiere. Ein komplettes Ökosystem wurde zerstört“, erklärte eine Mitarbeiterin des Chai-Bar, wo verletzte Tiere gesund gepflegt wurden. Die Vögel konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Säugetiere wurden zu einer Waldlichtung geführt, wo sie von Flammen umgeben sind. Am Freitag sprang das Feuer über eine Autobahn, sodass Haifa von Tel Aviv abgeschnitten ist. </p>
<p>Am Donnerstag Abend rief Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Weltgemeinschaft auf, dem hilflosen und ohnmächtigen Israel zu helfen. Im ganzen Land gibt es nur 1700 professionelle Feuerwehrmänner und keine großen Löschflugzeuge. Zypern schickte seinen einzigen Löschhubschrauber. Griechenland, Italien, Bulgarien, Spanien, Kroatien schickten Verstärkung. Sogar die neuerdings mit Israel verfeindete Türkei versprach infolge einer deutschen Aufforderung Hilfe. Aus Bulgarien flogen 92 Feuerwehrmänner ein. Netanjahu telefonierte in der Nacht mit den russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin. Der schickte drei Flugzeuge, darunter eine Illjuschin 76, das größte und effektivste Löschflugzeug der Welt. Es kann mehrere Tonnen Wasser aus dem nahegelegenen Mittelmeer im Fluge tanken und Minuten später großflächig über die Feuerherde verspritzen. Jordanien schickte zwei Löschzüge und auch Ägypten bot Hilfe an. Ausdrücklich bedankte sich Netanjahu beim türkischen Ministerpräsidenten Tayip Erdogan für die Entsendung von zwei Hubschraubern.</p>
<p>Die Meteorologen schütten weiteres Öl in das Gefühl der Hilflosigkeit. Seit dem Frühjahr hat es nicht mehr geregnet. Das Gestrüpp und die Bäume sind durch den langen Sommer ausgetrocknet. Für das Wochenende ist weiterer Föhn mit wechselnden Windrichtungen und Sturmböen angesagt. Frühestens am Montag könnte es abkühlen und vielleicht sogar regnen.<br />
Das Feuer brach am Donnerstag um 11:25 Uhr in einem Tal beim drusischen Dorf Usfijeh aus, konnte nicht gelöscht werden und breitete sich dann unkontrolliert in Windeseile aus. Noch ist unbekannt, was das Feuer auslöste: Brandstiftung oder Unachtsamkeit. Der Bürgermeister von Usfije, Wadschi Kajuf, dementierte, dass von einer „illegalen Müllkippe“ am Rande von Usfije das Feuer ausgegangen sei: „Die Müllkippe gibt es noch, völlig unverbrannt.“</p>
<p>Bisher schweigt der eigentliche Verantwortliche: Innenminister Eli Ischai von der frommen Schasspartei. Ihm untersteht die Feuerwehr. Trotz Raketenbeschuss und Waldbränden während des Libanonkrieges im Sommer 2006 habe er nicht für den Ankauf von Löschflugzeugen gesorgt und die Feuerwehr mit modernen Geräten ausgestattet. Am Donnerstag gingen in Israel sogar die Reserven feuerhemmender Chemikalien aus. Ein EL AL Flugzeug brachte in der Nacht Nachschub aus Toulouse in Südfrankreich. </p>
<p> (C) Ulrich W. Sahm</p>
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		<title>Neuabdruck der Muhammadkarikaturen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 19:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Flemming Rose, der Feuilletonchef von &#8220;Jyllands Posten&#8221; wird Ende nächsten Monats sein Buch Tavshedens Tyranni (&#8221;Die Tyrannei des Schweigens&#8221;) publizieren. In ihm sollen die Muhammadkarikaturen erneut abgedruckt werden. Er legt in einem Interview mit &#8220;Politiken&#8221;, der vom gleichen Verlag herausgegebenen Hauspostille der Linksliberalen, dar, dass es ihm keineswegs darum gehe zu provozieren. Ihn habe aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Flemming Rose, der Feuilletonchef von &#8220;Jyllands Posten&#8221; wird Ende nächsten Monats sein Buch <em>Tavshedens Tyranni</em> (&#8221;Die Tyrannei des Schweigens&#8221;) publizieren. In ihm sollen die Muhammadkarikaturen <a href="http://politiken.dk/newsinenglish/article1044821.ece">erneut abgedruckt</a> werden. Er legt in einem <a href="http://">Interview</a> mit &#8220;Politiken&#8221;, der vom gleichen Verlag herausgegebenen Hauspostille der Linksliberalen, dar, dass es ihm keineswegs darum gehe zu provozieren. Ihn habe aber motiviert, dass er nachdem er ursprünglich von drei gro&szlig;en amerikanischen Verlagen ein Angebot erhalten hatte, ein Buch über die Karikaturenkrise zu schreiben, alle drei schlie&szlig;lich einen Rückzieher machten. Au&szlig;erdem meint er, dass die Karikaturen einmal in ein Museum Eingang finden würden. Er zieht einen Vergleich zu im 19. Jh anstö&szlig;en Nacktdarstellungen die heute völlig akzeptiert seien. &#8220;Die Beleidigung geht nicht von der Sache selbst aus, sondern vom Betrachter&#8221;. Zudem lehre die historische Erfahrung, dass Nachgeben gegenüber Drohungen nur neue Drohungen nach sich ziehe.</p>
<p>Was die daraus resultierenden möglichen Gefahren angeht, <a href="http://politiken.dk/kultur/boger/1044830/terrorekspert-om-muhammedbog-det-kan-alligevel-ikke-blive-vaerre/">meinte</a> der ehemalige Chef des Staatsschutzes, Hans Jørgen Bonnichsen, dass es ohnehin nicht schlimmer werden könne, während die befragten Politiker <a href="http://politiken.dk/politik/article1044752.ece">sich gelassen geben</a>.</p>
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		<title>Doppelnull als Agent</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 21:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Shahram Amiri]]></category>

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		<description><![CDATA[So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige Ungereimtheiten gibt. Als Forscher an der Malek-e Ashtar-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.
Nun behauptet nämlich Amir Farshad Ebrahimi, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige <a href="http://www.csmonitor.com/USA/2010/0718/Shahram-Amiri-Iran-defector-story-just-keeps-getting-stranger" target="_blank">Ungereimtheiten</a> gibt. Als Forscher an der <em>Malek-e Ashtar</em>-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.</p>
<p>Nun <a href="http://www.rferl.org/content/Interview_Amiri_Was_Not_Who_He_Pretended_He_Was/2104180.html" target="_blank">behauptet</a> nämlich Amir Farshad Ebrahimi, ein iranischer Journalist, ehemaliges Mitglied der  Basij und Gründungsmitglied der radikalislamischen Ansar-e  Hizbullah, dass Amiri ihn, kurz nachdem dieser nach eigenen Angaben Opfer einer amerikanisch-saudischen Entführungsaktion geworden war, kontaktiert habe, um in den Westen überzulaufen.</p>
<p>In seinem Laptop habe Amiri geheimdienstlich relevante Informationen in einem Umfang von mehr als 500 GB bei sich gehabt. Das ominöse, angeblich dem US-State Department unterstehende Nejat-Komitee, das iranischen Überläufern in den Westen verhilft und dessen einziges iranischen Mitglied Ebrahimi sein will, kam dagegen angeblich zu dem Schluss, dass Amiris Informationen wertlos waren, so Ebrahimi:</p>
<blockquote><p>It is possible that he betrayed our confidence and pretended he was a  dissident to make it to the U.S. But at the same time, if he really was  an Iranian agent he could have stayed in the U.S. longer and provided  the U.S. with false information.</p>
<p>But from what I know the  information he had was not wrong, it was just very basic. It was the  kind of information anyone can access. The intelligence official I met  in Bangkok said that they used lie detectors on him and he made  contradictory statements and lied. If he had been an Iranian agent he  would have been better [prepared].</p>
<p>(&#8230;) The Islamic republic knows very well that Amiri was neither an  intelligence agent nor a nuclear scientist, and that there was no  kidnapping (as claimed by Iran and Amiri).</p></blockquote>
<p>Das Teheraner Regime feiert ihn als Helden.</p>
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		<title>Eine Frage der Mentalität</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 10:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Zitat des Tages]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wir kleinen Leute&#8221; – diese in Deutschland so häufige Selbstverortung der Menschen in der Gesellschaft ist in Amerika unbekannt. Hier will jeder hoch hinaus:
Americans don&#8217;t plan to work in whatever meaningless job they currently occupy forever. Anyone who admitted doing so will be the target of brutal mockery. No, all Americans, even the most insignificant, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir kleinen Leute&#8221; – diese in Deutschland so häufige Selbstverortung der Menschen in der Gesellschaft ist in Amerika unbekannt. Hier will jeder <a href="http://andrewhammel.typepad.com/german_joys/2010/06/the-associated-press-bp-small-people-comment-causes-anger-along-gulf.html" target="_blank">hoch hinaus</a>:</p>
<blockquote><p>Americans don&#8217;t plan to work in whatever meaningless job they currently occupy forever. Anyone who admitted doing so will be the target of brutal mockery. No, all Americans, even the most insignificant, have big plans. They&#8217;re going to start their own martial-arts academy, or invent a new kind of exercise dance, or kill Bin Laden with their bare hands. And if all that  fails, they can still open up their own church. They&#8217;re gonna make it big, or die trying.</p></blockquote>
<p>Idealismus? Selbstüberschätzung? Ideologie? Egal, ich finde das grossartig.</p>
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		<title>Transatlantische Türkei?</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9958/transatlantische-tuerkei/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 09:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In ihrem aktuellen Jahresbericht, die gemeinsam von Wissenschaftlern aus den USA, aus Deutschland, der  Türkei und Italien erarbeitet wurde, plädiert die &#8220;Transatlantic Academy&#8221; für einen raschen Beitritt der Türkei zur EU. Unter dem Titel &#8220;Getting to Zero. Turkey, its Neighbors and the West&#8221; findet sich allerdings wenig neues.
Viel ist die Rede von der strategischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrem aktuellen Jahresbericht, die gemeinsam von Wissenschaftlern aus den USA, aus Deutschland, der  Türkei und Italien erarbeitet wurde, plädiert die &#8220;Transatlantic Academy&#8221; für einen raschen Beitritt der Türkei zur EU. Unter dem Titel &#8220;Getting to Zero. Turkey, its Neighbors and the West&#8221; findet sich allerdings wenig neues.</p>
<p>Viel ist die Rede von der strategischen Bedeutung der Türkei, ihrer Rolle im Nahen Osten und dem Reformprozess. Weitgehend ausgespart bleiben dagegen die <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/132/tuerkei-gen-westen/" target="_blank">Werteaffinität</a> in der türkischen Bevölkerung und (damit zusammenhängend) die <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/4905/einzelfaelle-antisemitismus-tuerkei/" target="_blank">politische Kultur</a>. Immerhin finden sich in Kapitel 5 (&#8221;Turkey from a Transatlantic Perspective&#8221;) zwei Punkte, die Beachtung verdienen. So heisst es zur Rolle der Medien:</p>
<blockquote><p>The role of Turkish television in the Arab world is also noteworthy. Arab commentators have observed that Turkish TV unintentionally constitutes a bridge between the Arab world and a Western way of life, as it is depicted in Turkey’s Muslim but democratic, liberal, and secular society. There is also growing interest in Turkey’s political experience as a model to extract lessons for political and economic reform in the Arab world. A prominent observer of Arab politics noted how Arabs of all political inclinations “have come around to a new and different look at present-day Turkey.” This point is supported by the results of a recent public opinion survey, which revealed that 61 and 71 percent of respondents from seven Arab countries believe that Turkey represents a potential model for reform, and enjoys growing influence in the Arab world, respectively. (S. 30)</p></blockquote>
<p>Und warum der Weg möglicherweise wichtiger als das Ziel ist:</p>
<blockquote><p>Some may believe that Turkey, having embarked upon an unprecedented path of domestic change, no longer needs the EU. Turkey’s reform momentum has certainly acquired a life of its own. The 2009 Kurdish and Alevi “openings” are the best example of this; both are clearly aimed at Turkey’s democratization, but were not spurred by the accession process. That alone underscores the importance of the EU process for Turkey, rather than the destination itself. Having pursued EU accession and the domestic change it has brought about, Ankara and Brussels may well mutually concur that membership is not the desirable end point. (S. 32)</p></blockquote>
<p>Die ganze Studie gibt es <a href="http://www.transatlanticacademy.org/view/resources/uploaded/GettingtoZeroFINAL.pdf" target="_blank">hier zum Download</a>.</p>
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		<title>Ein bisschen Frieden</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9431/ein-bisschen-frieden/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 10:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein langgedienter amerikanischer Diplomat erklärt auf &#8220;Foreign Policy&#8221;, warum er seiner politischen Religion abgeschworen hat: dem falschen Glauben an einen umfassenden Frieden im Nahen Osten. Hier seine Thesen:
First, Arab-Israeli peacemaking is politically risky and life-threatening. Consider the murders of Egyptian President Anwar Sadat  and Israeli Prime Minister Yitzhak Rabin. At Camp David, I heard [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein langgedienter amerikanischer Diplomat <a href="http://www.foreignpolicy.com/articles/2010/04/19/the_false_religion_of_mideast_peace?page=full" target="_blank">erklärt</a> auf &#8220;Foreign Policy&#8221;, warum er seiner politischen Religion abgeschworen hat: dem falschen Glauben an einen umfassenden Frieden im Nahen Osten. Hier seine Thesen:</p>
<blockquote><p>First, Arab-Israeli peacemaking is politically risky and life-threatening. Consider the murders of Egyptian President Anwar Sadat  and Israeli Prime Minister Yitzhak Rabin. At Camp David, I heard Palestinian  leader Yasir Arafat say at least three times, &#8220;You Americans will not walk  behind my coffin.&#8221; Leaders take risks only when prospects of pain and gain compel  them to do so. (&#8230;)</p>
<p>Second, big decisions require strong leaders (&#8230;) because the issues  on the table cut to the core of their political and religious identity and  physical survival. This requires leaders with the legitimacy, authority, and  command of their politics to make a deal stick. But the current crop are more  prisoners of their constituencies than masters of them (&#8230;)</p>
<p>Third, even with strong leaders, you still need a project that doesn&#8217;t exceed the carrying capacity of either side. (&#8230;) Today, issues such as Jerusalem (as a  capital of two states), borders (based on June 1967 lines), and refugees (rights,  return, and compensation) present gigantic political and security challenges for  Arabs and Israelis. One accord will be hard enough. The prospect of  negotiating a comprehensive peace (&#8230;) seems even more fantastical.</p>
<p>Bottom line: Negotiations can work, but both Arabs and Israelis (and American leaders) need to be willing and able to pay the  price. And they are not.</p></blockquote>
<p>Kann man so sehen. Man kann natürlich auch die Frage stellen, ob der Relativismus des Verfassers nicht selbst ein Problem ist.</p>
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