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	<title>TRANSATLANTIC FORUM &#187; Viktimologie</title>
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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Ivory Towers on Sands</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 07:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[(&#8230;) Middle Eastern studies came under a take-no-prisoners assault, which rejected the idea of objective standards, disguised the vice of politicization as the virtue of commitment, and replaced proficiency with ideology. The text that inspired the movement was entitled Orientalism, and the revolution it unleashed has crippled Middle Eastern studies to this day.
schreibt der emeritierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>(&#8230;) Middle Eastern studies came under a take-no-prisoners assault, which rejected the idea of objective standards, disguised the vice of politicization as the virtue of commitment, and replaced proficiency with ideology. The text that inspired the movement was entitled Orientalism, and the revolution it unleashed has crippled Middle Eastern studies to this day.</p></blockquote>
<p>schreibt der emeritierte Nahostfachmann Martin Kramer in seiner Studie &#8220;Ivory Towers on Sands: The Failure of Middle Eastern Studies in America&#8221;, verfasst kurz nach den Anschlägen vom 11. September. Die amerikanische Entwicklung akademischer Beschäftigung mit dem Nahen Osten und dem Islam ist mit der in Deutschland durchaus vergleichbar. Mit Edward Saids &#8220;Orientalism&#8221; gewinnen Anti-Empirismus und Philologieskepsis an  Boden und die Attitüde ersetzt allzuhäufig das Erkenntnisinteresse.</p>
<p>Nirgends ist diese Entwicklung so gut beschrieben worden wie in Kramers &#8220;Ivory Towers&#8221;, das es jetzt <a href="http://sandbox.blog-city.com/ivory_towers_on_sand_download.htm" target="_blank">zum freien Download</a> gibt.</p>
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		<title>Die intellektuelle Nakba der Israel-Kritiker</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 20:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Postzionismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob das, was unter dem Etikett Israel-Kritik firmiert, antisemitisch ist, sei einmal dahingestellt. Auffällig ist aber, wie wenig sich die Generalkritiker Israels von Fakten beirren lassen oder auch nur bereit sind, in irgendeiner Weise auf sie einzugehen.
Denn 2005 ist etwas eingetreten, was viele schon nicht mehr für möglich gehalten haben: Israel hat sich aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob das, was unter dem Etikett Israel-Kritik firmiert, antisemitisch ist, sei einmal dahingestellt. Auffällig ist aber, wie wenig sich die Generalkritiker Israels von Fakten beirren lassen oder auch nur bereit sind, in irgendeiner Weise auf sie einzugehen.</p>
<p>Denn 2005 ist etwas eingetreten, was viele schon nicht mehr für möglich gehalten haben: Israel hat sich aus dem Gazastreifen zurückgezogen, und zwar nicht nur seine Truppen, sondern auch sämtliche seiner jüdischen Bewohner. Damit hätten die Palästinenser die Möglichkeit gehabt zu zeigen, dass sie ein prosperierendes Staatswesen, dass friedlich an Israels Seite existiert, aufzubauen in der Lage sind. Und Israel hätte keinen Grund mehr gehabt, sich nicht zumindest soweit aus dem Westjordanland zurückzuziehen, dass auch dort ein palästinensischer Staat hätte entstehen können.</p>
<p>Mit diesem Vorhaben kam Olmert an die Macht. Während Israel also eine Regierung wählt, die gewillt ist, das Erbe Sharons fortzuführen, entsteht im Gazastreifen ein Hamastan, weil offensichtlich nicht wenige Palästinenser jedes Zugeständnis Israels als Schwäche interpretieren. Wäre hier nicht ein wenig <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/91/nach-gaza-4/" target="_self">Kritik</a> an der palästinensischen Seite angebracht?</p>
<p>Die Israel-Kritiker jedoch <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dokumentation/?em_cnt=1320709&amp;em_cnt_page=1" target="_blank">ignorieren das</a>, oder aber sie wissen über Gaza nicht mehr zu sagen, als dass es ein israelisches Freiluftgefängnis sei. So schreibt Alfred Grosser in seiner <a href="http://www.faz.net/p/Rub013457531D514A289550C982F21BCDBF/Dx1~EFCEA557413B390502071B1FB534F9E9A~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Replik</a> auf Henryk Broder in der FAZ, dass der Antisemitismusvorwurf gegen ihn und seinesgleichen verhindern solle, dass über die israelische Besatzungspolitik gesprochen werde. Dass diese Besatzungspolitik aber schon längst der Vergangenheit angehören könnte, hält Grosser aber noch nicht einmal einer Erörterung für würdig.</p>
<p>Auch andere Israel-Kritiker reden heute immer noch so wie vor drei oder zehn oder zwanzig Jahren. Zwar zeigt sich in Umfragen eine Mehrheit der Israelis regelmässig überzeugt, dass zum Frieden kein Weg an einem palästinensischen Staat vorbeiführt. Und auch strebt Regierungschef Olmert nicht nur aus moralischen Gründen, sondern auch aus eigennützigen ein entsprechendes Abkommen an: So kann die Bevölkerung des Westjordanlandes im Falle eines zu errichtenden Palästinenserstaates dazu beitragen, die jüdische Bevölkerungsmehrheit im Kernland zu verstärken.</p>
<p>Aber dies hat wenig Zukunft, wenn ein Rückzug von der Gegenseite als Schwäche interpretiert und das einstmals besetzte Gebiet als Operationsbasis für Angriffe auf Israel zweckentfremdet wird. Wenn dies die Antwort auf israelisches Entgegenkommen ist, dann geht die Besatzung eben weiter.</p>
<p>Die Israel-Kritiker kann das freilich nicht erschüttern. Kein Wort verlieren sie darüber, dass Israel durchaus ein Interesse an einer Beendigung der Besatzung hat und Gaza lediglich der erste Schritt hätte sein können. Im Gegenteil, sie reden, als ob die Besatzung zunehme und von Tag zu Tag schlimmer werde. Und nur sie, die Israel-Kritiker wagen es, ihre Stimme zu erheben und gegen das Unrecht der Besatzung aufzutreten. Wofür sie von einer angeblichen Israel-Lobby mundtot gemacht werden sollen.</p>
<p>Nein, antisemitisch ist das nicht. Aber reichlich selbstgefällig und ignorant.</p>
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		<title>Opferpose</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 15:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[Der amerikanische Rassismus-Forscher Shelby Steele erklärt in der FAS, warum in den USA schwarze Schulkinder ihren weissen Mitschülern im Schnitt um zwei Jahre hinterherhinken, schwarze Studenten die schlechtesten Durchschnittswerte und die höchsten Abbrecherquoten haben und die schwarze Familie &#8220;so gut wie zerstört&#8221; ist (alle Hervorhebungen von mir):
Statt die Ärmel aufzukrempeln, um aufzuholen, haben wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der amerikanische Rassismus-Forscher Shelby Steele <a href="http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&amp;dx2={DE6952FC-515A-12FA-4CDA-60DA640FAFC0}&amp;rub={0648F7DD-FE11-4B62-A2F6-0E01C0937822}">erklärt</a> in der FAS, warum in den USA schwarze Schulkinder ihren weissen Mitschülern im Schnitt um zwei Jahre hinterherhinken, schwarze Studenten die schlechtesten Durchschnittswerte und die höchsten Abbrecherquoten haben und die schwarze Familie &#8220;so gut wie zerstört&#8221; ist (alle Hervorhebungen von mir):</p>
<blockquote><p>Statt die Ärmel aufzukrempeln, um aufzuholen, haben wir uns als <strong>Opfer</strong> des Rassismus stilisiert. So konnten wir die Schuldgefühle der Weißen manipulieren. &#8230; So haben wir vierzig Jahre lang unsere Rückständigkeit ignoriert, und das ist ein hundert Mal größeres Problem für uns als der Rassismus. &#8230;</p>
<p>Wir glauben an die Macht unserer <strong>Opferrolle</strong>. Weiße Schuldgefühle und schwarze <strong>Opferrolle</strong> sind zwei Seiten derselben Medaille. &#8230;</p>
<p>Wer Bildung als Fahrkarte aus der Armut preist, erwartet von den <strong>Opfern</strong> Verantwortung. Das schwarze Establishment will aber die Weißen auf ihre Schuld fixieren und wird wütend, wenn man solches fordert. Dann ließe man ja die Weißen vom Haken. Dabei kann jeder Idiot sehen, dass Bildung der Schlüssel ist. &#8230; denn alle sind glücklich, die Schwarzen als <strong>Opfer</strong> zu sehen. Jeder Schwarze, der Eigenverantwortung predigt, ist ein Onkel Tom, ein Verräter. &#8230;</p>
<p>Affirmative Action ist das größte Übel nach der Sklaverei. &#8230; Der Ku-Klux-Klan hätte sich keine bessere Waffe ausdenken können, um Schwarze in ihrer Rückständigkeit zu halten. &#8230;</p>
<p>Wir [die Schwarzen, MK] unterdrücken uns selber mehr, als es die Weißen jemals konnten.</p></blockquote>
<p>Kommt einem das nicht bekannt vor? Hören wir ähnliches nicht auch aus Ostdeutschland (Opfer des Kommunismus und der westdeutschen Arroganz), der Arabischen Welt (Opfer des Kolonialismus), oder aus Griechenland und dem übrigen Balkan (Opfer der osmanischen Herrschaft)? Und hat die Opferpose, die kultivierte Opfer-Identität, jemals etwas produktives bewirkt? Nein, natürlich nicht!</p>
<p>Bei qantara.de gibt es ein <a href="http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-812/_p-1/i.html">lesenswertes Interview</a> (<a href="http://watchblogislamophobie.wordpress.com/2007/09/23/religion-und-gewalt/">hier</a> gefunden) mit dem Theologen Richard Schröder über den Islamismus. Während <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Europa-Nahost;art15842,2383492">andere</a> noch darüber nachsinnen, warum Europa &#8220;in politisch-militärischer und ökonomischer Hinsicht&#8221; so &#8220;aggressiv-destruktiv&#8221; geworden sei, trifft Schröder die Sache auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>Während im Westen die Bereitschaft sehr groß ist, Schuld bei sich zu suchen, ist, wie Bassam Tibi einmal bemerkt hat, unter Muslimen die Tendenz sehr stark, Schuld bei anderen zu suchen. Für Islamisten ist an allem der Westen schuld, und sie sind bloß <strong>Opfer</strong>. Das wollen sie durch Gewalt ändern.</p></blockquote>
<p>Mariam Lau hatte übrigens vor dem Hintergrund der Karikaturenaffäre schon vor mehr als einem Jahr in der &#8220;Welt&#8221; <a href="http://www.welt.de/print-welt/article198439/Kultur_der_Einschuechterung.html">geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p>SPD-Politikerin Lale Akgün mit, die Vorstellung, Einwanderer aus muslimischen Ländern müßten sich der deutschen Gesellschaft anpassen, sei überholt. Akgün empfahl, ein neues gesellschaftliches Leitbild zu entwickeln. Damit könnten viele Zuwanderer von ihrem &#8220;Minderwertigkeitskomplex&#8221; befreit werden. Diese &#8220;<strong>Viktimologie</strong>&#8220;, in der Muslime nur als leicht entflammbare <strong>Opfer</strong> auftauchen, war wohl das giftigste Geschenk, das der Anti-Imperialismus dem Nahen Osten je machen konnte.</p></blockquote>
<p>&#8212;<br />
Siehe auch:<br />
• <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/1305/antiamerikanismus-japan/">Antiamerikanismus in Japan</a>, 28. Dezember 2006,<br />
• <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/367/interview-makiya-2/">Kanan Makiya im Interview, Teil 2</a>, 16. März 2006,<br />
• <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006/276/islamophobie-islamophobie/">Islamophobie? Islamophobie!</a>, 16. Februar 2006,<br />
• <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/181/verteilungsstaat-und-immigration/">Verteilungsstaat und Immigration</a>, 12. November 2005,<br />
• <a href="http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/83/kollektivismus-und-antikapitalismus/">Kollektivismus und Antikapitalismus</a>, 18. August 2005.</p>
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