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	<description>Liberty and Democracy in East and West.</description>
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		<title>Geplantes Burkaverbot wirkt schon</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 21:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[Welt des Islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch nicht in Kraft, zeigt es bereits jetzt erste Wirkung: Frankreichs geplantes Burka-Verbot hat saudische Kleriker zu einer Stellungnahme veranlasst. Zwei von ihnen, Mohamed al-Nujaimi und Ayed al-Garni, so Reuters, kommen in ihrem Gutachten zu dem Schluss: Saudische Frauen, die Frankreich besuchen, sind von der Pflicht befreit, die Burka zu tragen.
Der genannte al-Nujaimi hält es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch nicht in Kraft, zeigt es bereits jetzt erste Wirkung: Frankreichs geplantes Burka-Verbot hat saudische Kleriker zu einer Stellungnahme veranlasst. Zwei von ihnen, Mohamed al-Nujaimi und Ayed al-Garni, <a href="http://blogs.reuters.com/faithworld/2010/07/27/saudis-say-muslim-women-exempted-from-wearing-face-veils-in-france/" target="_blank">so Reuters</a>, kommen in ihrem Gutachten zu dem Schluss: Saudische Frauen, die Frankreich besuchen, sind von der Pflicht befreit, die Burka zu tragen.</p>
<p>Der genannte al-Nujaimi <a href="http://www.alarabiya.net/articles/2010/07/24/114694.html" target="_blank">hält</a> es allerdings überhaupt für unzulässig, dass muslimische Frauen ohne Notwendigkeit in nicht-muslimische Länder reisen, während al-Garni einen pragmatischen Umgang mit der Burka befürwortet. Wo einer muslimischen Frau Nachteile wegen ihrer Kleidung drohen, sei es für sie religiös statthaft, das Gesicht zu entblössen. Seiner Meinung nach teilten auch viele Vertreter der hanafitischen, schafiitischen und malikitischen Rechtsschule diese Meinung.</p>
<p>Man muss zugeben: Diese Reaktionen sprechen für ein <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EA041CEEF683D4EA38C4F79429F60DFD6~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Burkaverbot</a>.</p>
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		<title>Die Ausländer sterben aus!</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 17:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Riexinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Muslime im Westen]]></category>

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		<description><![CDATA[Können Brawer, Heinsohn, Laqueur &#038; Co. ihre Bücher über die Islamisierung Europas zum Altpapier geben? Das sollten sie zumindest dann, wenn das, was das Dänische Statistikamt herausgefunden hat, Vorbote eines breiteren Trends ist. In Dänemark bekommen heute Einwanderinnen weniger Kinder als ethnische Däninnen, nämlich 1,6 im Vergleich zu 1,9.
Garbi Schmidt von Nationalen Wohlfahrtsforschungzentrum macht hierfür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Können Brawer, Heinsohn, Laqueur &#038; Co. ihre Bücher über die Islamisierung Europas zum Altpapier geben? Das sollten sie zumindest dann, wenn das, was das Dänische Statistikamt herausgefunden hat, Vorbote eines breiteren Trends ist. In Dänemark <a href="http://translate.google.com/translate?js=y&#038;prev=_t&#038;hl=de&#038;ie=UTF-8&#038;layout=1&#038;eotf=1&#038;u=http%3A%2F%2Fwww.kristeligt-dagblad.dk%2Fartikel%2F374898%3ADanmark--Indvandrerkvinder-foeder-nu-faerre-boern-end-danske-kvinder%3Fpage%3D1&#038;sl=da&#038;tl=de">bekommen heute Einwanderinnen weniger Kinder</a> als ethnische Däninnen, nämlich 1,6 im Vergleich zu 1,9.</p>
<p>Garbi Schmidt von Nationalen Wohlfahrtsforschungzentrum macht hierfür verschiedene Gründe verantwortlich. Zunächst sei die Ausbildungsneigung von Einwanderinnen stark angestiegen. Es sei aber außerdem zu beoobachten, dass sie Einwandererfamilien zunehmend der &#8220;dänischen Lebensweise&#8221; annähern und Werte und Normen mit Bezug zu Ehe, Familie und Ausbildung übernehmen. Schon deshalb warten die Frauen länger, bis sie eine Familie gründen. Die Untersuchung unterscheidet offensichtlich nicht zwischen muslimischen und anderen Zuwanderern, doch ist sie unverkennbar vor dem Hintergrund der dänischen Islamdebatte zu betrachten. Dass die Muslime in Dänemark sich an westliche Wertvorstellungen auffllig stark angenähert haben, wurde aber auch schon in anderen Zusammenhängen festgestellt (TF <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/5532/es-ist-nichts-faul-im-staate-danemark/">hat berichtet</a>).</p>
<p>Schmidt weist aber auch der umstrittenen strengen Ausländerpolitik eine Rolle zu, besonders, der Regel, dass der Partner bei der Familienzusammenführung <a href="http://www.nyidanmark.dk/en-us/coming_to_dk/familyreunification/spouses/spouses.htm">mindestens 24 Jahre alt</a> sein muss (die rechtspopulistische/ nationalsozialdemokratische Dänische Volkspartei <a href="http://www.information.dk/telegram/239958">fordert</a> die Erhöhung auf 28 Jahre).</p>
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		<title>Hüzün</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10149/huzun/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik des Paternalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohl kaum jemand weiss besser als Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, wie schwierig Integration sein kann. Im Gespräch mit den &#8220;Kölner Stadtanzeiger&#8221; nimmt der &#8220;Dorfschulze&#8221; (Buschkowsky) kein Blatt vor den Mund:
Von den 100 Auszubildenden hier im Rathaus sind nur ganz wenige Jungs. Bürojob? Ich bin doch nicht schwul. Bücherlesen, Lernen alles Weiberkram. Das sind junge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl kaum jemand weiss besser als Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, wie schwierig Integration sein kann. Im <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1278663542563.shtml" target="_blank">Gespräch</a> mit den &#8220;Kölner Stadtanzeiger&#8221; nimmt der &#8220;Dorfschulze&#8221; (Buschkowsky) kein Blatt vor den Mund:</p>
<blockquote><p>Von den 100 Auszubildenden hier im Rathaus sind nur ganz wenige Jungs. Bürojob? Ich bin doch nicht schwul. Bücherlesen, Lernen alles Weiberkram. Das sind junge Männer, die haben zu Hause gelernt, dass der Mann ein Kämpfer ist, er muss tapfer und mutig sein. Mädchen sind rein, züchtig und gehorsam.</p></blockquote>
<blockquote><p>Für die Menschen, die vor 200 Jahren auswanderten, war die Heimat an schließend weit weg. Es blieben die Geschichten aus Opas Erinnerungen. Heute fliegen sie zwei mal im Jahr für 39 Euro zurück und laden den Traditionsakku auf. Deshalb bleiben die Erziehungsbilder lebendig.</p></blockquote>
<p>Ob das auch mit dem Islam zu tun hat, sei dahingestellt. Mit der Herkunftskultur vieler Einwanderer hat es sicherlich zu tun. So charakterisiert Orhan Pamuk in seinem Buch &#8220;Istanbul&#8221; eine verbreitete Lebenseinstellung unter seinen Landsleuten, die Melancholie (<em>hüzün</em>):</p>
<blockquote><p>Der Istanbuler “hüzün” läßt jede Art von Eigeninitiative, die sich den Werten und Lebensformen der Gemeinschaft entgegenstellt, unweigerlich verkümmern und propagiert eine Moral des Sichbegnügens, des Konformismus und der Bescheidenheit. (…) dadurch, daß Scheitern und Armut nicht als Konsequenz dargestellt werden, sondern als ehrenvolle Grundvoraussetzung für das Leben an sich, ist “hüzün” zwar angesehen, verleitet aber zur Passivität.</p></blockquote>
<p>Allerdings glaube ich an die Kraft der Veränderung. Buschkowsky, der sich klar von einem wie Sarrazin abgrenzt, sieht das offenbar genauso: &#8220;Wir müssen die jungen Menschen in den Schulen durch Wissen so  emanzipieren, dass sie keinen Bock mehr auf tradierte  Parallelgesellschaft haben.&#8221;</p>
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		<title>Aufklärung ohne Ende</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Moderne]]></category>
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		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Safranski]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Und so kommt am Ende des 18. Jahrhunderts, 16 Jahre nach Kants Was ist Aufklärung?, Friedrich Schleiermacher und hält die Religion hoch – ist dabei aber ganz Aufklärer. Keine Offenbarung, keine Orthodoxie, keine Fremdbestimmung: Schleiermacher ruft zur Autonomie im Glauben auf. Geht in euch, da werdet ihr das Religiöse erfahren. Die Bibel, sagt er, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Und so kommt am Ende des 18. Jahrhunderts, 16 Jahre nach Kants <em>Was ist Aufklärung?</em>, Friedrich Schleiermacher und hält die Religion hoch – ist dabei aber ganz Aufklärer. Keine Offenbarung, keine Orthodoxie, keine Fremdbestimmung: Schleiermacher ruft zur Autonomie im Glauben auf. Geht in euch, da werdet ihr das Religiöse erfahren. Die Bibel, sagt er, kann ein jeder selbst schreiben.</p></blockquote>
<p>meint der Publizist Rüdiger Safranski im <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2010/07/22/4050_4050" target="_blank">Gespräch</a> <a href="http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2010/02/Streitgespraech-Safranski-Greffrath?page=all" target="_blank">mit der „Zeit‟</a>. Diese Äusserung verdient eine Anmerkung. Und stellt eine gute Gelegenheit dar, an Johann Salomo Semler zu erinnern.</p>
<p>Angefangen hatte alles mit dem von Friedrich Heinrich Jacobi ausgelösten Pantheismusstreit. Jacobi hatte dem bekannten Aufklärer Lessing bei dessen Besuch in Wolfenbüttel 1780 das ungedruckte Gedicht „Prometheus‟ von Goethe gezeigt, worauf Lessing bekannte, dass er „die orthodoxen Begriffe der Gottheit‟ für sich nicht mehr annehmen könne: „<em>Hen kai Pan</em> (Eins und alles)! Ich weiß nicht anders. Dahin geht auch dies Gedicht; und ich muß bekennen, es gefällt mir sehr.‟</p>
<p>Auf Jacobis Bemerkung, dass er damit nahe bei Spinoza sei, dessen Philosophie gemeinhin mit Atheismus in Verbindung gebracht wurde, gestand Lessing: „Wenn ich mich nach jemand nennen soll, so weiß ich keinen andern‟, was Jacobi 1785 in öffentlichen Briefen an Moses Mendelssohn publik machte. Der Skandal war perfekt. Goethe erinnert sich später in „Dichtung und Wahrheit‟, dass sein  Gedicht „zum Zündkraut einer Explosion [diente], welche die geheimsten  Verhältnisse würdiger Männer aufdeckte und zur Sprache brachte:  Verhältnisse, die, ihnen selbst unbewußt, in einer sonst höchst  aufgeklärten Gesellschaft schlummerten.‟[<a href="#footnote-1-10119" id="footnote-link-1-10119" title="See the footnote.">1</a>]</p>
<p>Mit seiner Enthüllung hatte Jacobi nicht nur auf Lessing, sondern auf die gesamte deutsche Aufklärung abgezielt, doch ging der Schuss nach hinten los. Eine wahre Spinoza-Euphorie war die Folge und in Weimar betrachtete man ihn als Stifter einer Art aufgeklärter Religion.[<a href="#footnote-2-10119" id="footnote-link-2-10119" title="See the footnote.">2</a>] Davon anstecken liessen sich neben Herder, Hölderlin u.a. auch der genannte Schleiermacher. Schleiermachers Projekt einer aufgeklärten Religion griff dabei auch auf den von Johann Salomo Semler vertretenen Perfektibilitätsgedanken zurück, wenngleich dieser von Schleiermacher modifizierte wurde.</p>
<p>Die Vorstellung von einer Vervollkommnung des Christentums im geschichtlichen Prozess eines allgemeinen, von Gott gelenkten Erkenntnisfortschritts[<a href="#footnote-3-10119" id="footnote-link-3-10119" title="See the footnote.">3</a>], brach mit dem älteren Konzept einer bevorstehenden Vernichtung des Kosmos und einem Ende der Menschheitsgeschichte. Schleiermacher „Gemeingeist‟, der die Entwicklung der Gläubigen befördert, knüpft daran an.[<a href="#footnote-4-10119" id="footnote-link-4-10119" title="See the footnote.">4</a>] Auf diesen Zusammenhang hatte vor allem Kants Nachfolger auf seinem Königsberger Lehrstuhl, Wilhelm Traugott Krug (1770-1842), hingewiesen. Für den Theologen Emanuel Hirsch war Friedrich Schleiermacher sogar „der eigentliche vollmächtige Erbe Semlers.‟</p>
<p>Diese Episode zeigt, wie einzelne Ideen eine ungeahnte Wirkmächtigkeit entfalten und schliesslich sogar zu einer Umprägung der gesamten Gesellschaft führen können. Ob Fortschrittsdenken und Individualismus auch in der Islamischen Welt zum Durchbruch finden, mag die Zukunft zeigen.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10119">Cassirer, 2007: 255; Blumenberg, 1981, Bd. 2: 442 ff.  <a href="#footnote-link-1-10119">⇧</a></li><li id="footnote-2-10119">Krochmalnik 2006: 149-50.  <a href="#footnote-link-2-10119">⇧</a></li><li id="footnote-3-10119">Eine Haltung, die einem <a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8212/romantische-raserei/" target="_blank">Kulturpessimisten</a> wie Safranski fremd sein muss.  <a href="#footnote-link-3-10119">⇧</a></li><li id="footnote-4-10119">Hornig 1996: 205.  <a href="#footnote-link-4-10119">⇧</a></li></ol><p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Das grösste Aufrüstungsprogramm in der modernen Geschichte Griechenlands&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 10:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Trotz Finanzkrise leistet sich Griechenland immer noch exorbitant höhe Rüstungsausgaben, die weit über dem Vergleichwert anderer EU-Länder liegen. unter Waffen hat. Auch sind in
Griechenland 2,9 Prozent aller Erwerbstätigen bei den Streitkräften beschäftigt, während der Durchschnitt in NATO-Europa nur ein Prozent beträgt. Hintergrund ist vor allem das spezielle Verhältnis zum türkischen Nachbarn. Ein Papier des Bonn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz Finanzkrise leistet sich Griechenland immer noch exorbitant höhe Rüstungsausgaben, die weit über dem Vergleichwert anderer EU-Länder liegen. unter Waffen hat. Auch sind in<br />
Griechenland 2,9 Prozent aller Erwerbstätigen bei den Streitkräften beschäftigt, während der Durchschnitt in NATO-Europa nur ein Prozent beträgt. Hintergrund ist vor allem das spezielle Verhältnis zum türkischen Nachbarn. Ein Papier des <em>Bonn International Center vor Conversion</em> fördert durchaus erstaunliches <a href="http://www.bicc.de/uploads/pdf/publications/focus/9-griechenland/BICC_Focus_Griechenland_fin.pdf&amp;embedded=true" target="_blank">zutage</a>:</p>
<blockquote><p>Griechenland ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von „Rüstungslücken“ sowie „strategischen Ungleichgewichten“ und „massiver Unterlegenheit“ ausgegangen, die es durch große Aufrüstungsprogramme auszugleichen versucht hat. Der damalige griechische Ministerpräsident Kostas Simitis (1996 bis 2004) rühmte sich zum Beispiel, „das größte Aufrüstungsprogramm in der modernen Geschichte Griechenlands in Gang gesetzt“ zu haben. Es sah Waffenkäufe von 1996 bis 2006 im Wert von 25 Mrd. Euro vor. Sein Nachfolger Kostas Karamanlis plante für den Zeitraum 2006 bis 2016 Waffenkäufe im Wert von 26,7 Mrd. Euro ein.</p>
<p>Als sich die Schuldenkrise des Landes Ende 2009 zuspitzte, war es für die dann neue Regierung unter Ministerpräsident Papandreou unumgänglich, auch an die Rüstungsausgaben heranzugehen.</p></blockquote>
<p>Zwar, so heisst es weiter, sei &#8220;sich die griechische Regierung bewusst, dass sie angesichts des drohenden Staatsbankrotts an weiteren Kürzungen im Rüstungshaushalt sowie den Beschaffungsplänen nicht vorbeikommt.&#8221; Allerdings halte sie an &#8220;überkommenen Bedrohungswahrnehmungen&#8221; fest, weswegen sie keine Anstrengungen erkennen lässt, die Rüstungsausgaben des Landes auf den Durchschnitt der europäischen NATO-Länder zu senken.</p>
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		<title>Eine Erfolgsgeschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 09:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sagt, dass Deutschland keine Chancen bietet?  Die Zahl der in Deutschland beruflich Selbstständigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit steigt seit Jahren an. Allein 2007 gab es 135.000 ausländische Gewerbeanmeldungen, darunter viele im hochwertigen Dienstleistungsbereich. Der &#8220;Nationalatlas&#8221; konstatiert:
Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung erfüllen die von MigrantInnen  geführten Unternehmen häufig eine Brückenfunktion in die  Herkunftsländer. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sagt, dass Deutschland keine Chancen bietet?  Die Zahl der in Deutschland beruflich Selbstständigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit steigt seit Jahren an. Allein 2007 gab es 135.000 ausländische Gewerbeanmeldungen, darunter viele im hochwertigen Dienstleistungsbereich. Der &#8220;Nationalatlas&#8221; <a href="http://aktuell.nationalatlas.de/" target="_blank">konstatiert</a>:</p>
<blockquote><p>Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung erfüllen die von MigrantInnen  geführten Unternehmen häufig eine Brückenfunktion in die  Herkunftsländer. Sie sind zu einem wichtigen Bestandteil städtischer  Entwicklung geworden und leisten teilweise über ihre soziale Funktion  auch einen Beitrag zur Stabilisierung urbaner Nachbarschaften (&#8230;).</p>
<p>Quantitativ am stärksten waren 2007 GründerInnen aus den neuen EU10-Staaten vertreten. Dies erklärt sich in erster Linie durch die EU-Erweiterung 2004 und die damit verbundenen Erleichterungen für eine Unternehmensgründung. Einen besonders starken Anstieg von 60% verzeichneten die Nicht-EU-OsteuropäerInnen. Die derzeitig starke Gründungsdynamik von Nicht-EU-OsteuropäerInnen könnte darin begründet sein, dass der Großteil dieser Menschen erst nach 1991 in die Bundesrepublik eingewandert ist. Weiterhin geht der gleichzeitige Rückgang der türkischen Gewerbeanmeldungen vermutlich unter anderem auf die erfolgten Einbürgerungen zurück.</p></blockquote>
<p>Auch wenn nicht jede Gewerbeanmeldung automatisch eine Erfolgsgeschichte bedeutet, so zeigt sich doch, dass das Gesamtbild selbständiger Erwerbstätigkeit insgesamt bunter geworden ist. Das ist freilich nicht so spektakulär wie die täglichen Horrormeldungen über gescheiterte Integration.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Doppelnull als Agent</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 21:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Atomprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Shahram Amiri]]></category>

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		<description><![CDATA[So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige Ungereimtheiten gibt. Als Forscher an der Malek-e Ashtar-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.
Nun behauptet nämlich Amir Farshad Ebrahimi, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So keiner weiss wohl recht, was vom Fall des iranischen Atomwissenschaftlers Shahram Amiri zu halten ist, der ein Doppelagent sein könnte und in dessen Geschichte es einige <a href="http://www.csmonitor.com/USA/2010/0718/Shahram-Amiri-Iran-defector-story-just-keeps-getting-stranger" target="_blank">Ungereimtheiten</a> gibt. Als Forscher an der <em>Malek-e Ashtar</em>-Universität war er möglicherweise direkt in das Atomprogramm des Mullah-Staates involviert. So hatte es jedenfalls geheissen.</p>
<p>Nun <a href="http://www.rferl.org/content/Interview_Amiri_Was_Not_Who_He_Pretended_He_Was/2104180.html" target="_blank">behauptet</a> nämlich Amir Farshad Ebrahimi, ein iranischer Journalist, ehemaliges Mitglied der  Basij und Gründungsmitglied der radikalislamischen Ansar-e  Hizbullah, dass Amiri ihn, kurz nachdem dieser nach eigenen Angaben Opfer einer amerikanisch-saudischen Entführungsaktion geworden war, kontaktiert habe, um in den Westen überzulaufen.</p>
<p>In seinem Laptop habe Amiri geheimdienstlich relevante Informationen in einem Umfang von mehr als 500 GB bei sich gehabt. Das ominöse, angeblich dem US-State Department unterstehende Nejat-Komitee, das iranischen Überläufern in den Westen verhilft und dessen einziges iranischen Mitglied Ebrahimi sein will, kam dagegen angeblich zu dem Schluss, dass Amiris Informationen wertlos waren, so Ebrahimi:</p>
<blockquote><p>It is possible that he betrayed our confidence and pretended he was a  dissident to make it to the U.S. But at the same time, if he really was  an Iranian agent he could have stayed in the U.S. longer and provided  the U.S. with false information.</p>
<p>But from what I know the  information he had was not wrong, it was just very basic. It was the  kind of information anyone can access. The intelligence official I met  in Bangkok said that they used lie detectors on him and he made  contradictory statements and lied. If he had been an Iranian agent he  would have been better [prepared].</p>
<p>(&#8230;) The Islamic republic knows very well that Amiri was neither an  intelligence agent nor a nuclear scientist, and that there was no  kidnapping (as claimed by Iran and Amiri).</p></blockquote>
<p>Das Teheraner Regime feiert ihn als Helden.</p>
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		<title>Zu Reich und zu Arm?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 08:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Tollhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgenpost Kolumne, 18. Juli 2010
Berlin, am 9. Juli. 37°. Die Stadt stöhnt unter der Hitze. Ministerpräsident Tillich und ich führen im Schatten und mit Blick auf den Reichstag das schon lange verabredete Interview. Es geht um das, was wir und der Staat nicht genügend haben – ums Geld. Bei einer Umfrage in Leipzig sagte eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Morgenpost Kolumne, 18. Juli 2010</em></p>
<p>Berlin, am 9. Juli. 37°. Die Stadt stöhnt unter der Hitze. Ministerpräsident Tillich und ich führen im Schatten und mit Blick auf den Reichstag das schon lange verabredete Interview. Es geht um das, was wir und der Staat nicht genügend haben – ums Geld. Bei einer Umfrage in Leipzig sagte eine Frau: Die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer ärmer. Ein Satz, der oft zu hören ist. Auch dazu befrage ich Tillich.</p>
<p>Nach der Sendung sitze ich im Schatten eines Restaurants neben dem ARD Hauptstadt-Studio, trinke Wasser und beobachte die Leute. Die freundlichen Kellnerinnen bedienen. Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten, die sich ausgesprochen wichtig nehmen und so laut darüber reden, dass es wahlkampfschädigend für ihre Chefs sein könnte. Sarah Wagenknecht rauscht vorüber ohne nach links und rechts zu sehen. Warum sollte sie die Welt auch wahrnehmen wollen, die sie retten will? Mit einer schönen Frau an seiner Seite, das cremefarbene Jackett – trotz der drückenden Hitze – lässig auf der Schulter tragend, nimmt ein ZDF-Moderator Platz unter den Schirmen an der Spree.</p>
<p>Alles scheint ruhig unter der heißen Mittagssonne, bis ein an Kleidung und Geist vernachlässigter bärtiger, sonnenverbrannter Mann – ungefähr 30 Jahre alt – mit seinem verschmutzten Jogginganzug an den Tisch des Moderators geht, der gerade seinen Essen serviert bekam. Ich vermute, um zu betteln, irre mich aber. Ein gellender Schrei der Empörung durchbricht die dösige Stimmung. Er kommt vom Moderator, dem gerade sein Essen gestohlen wird.</p>
<p>Der Dieb lässt sich nicht stören, legt sich mit dem Teller auf den Fußweg, verzichtet auf Messer und Gabel, und stopft alles mit den Fingern heißhungrig in sich hinein. Brüllend ergiesst sich die Empörung über die freundliche aber hilflose Kellnerin, während der Mann am Boden ungestört weiter isst. Er sei schon in der ganzen Welt gewesen, so der Bestohlene überlaut, aber so etwas „wie in dieser Scheiss-Stadt Berlin“ sei ihm noch nie passiert. Warum eigentlich kein Sicherheitsdienst vor den Tischen stehen würde und sie die Polizei immer noch nicht gerufen habe.</p>
<p>Verwirrt erklärt ihm die freundliche Kellnerin, daß so etwas noch nie passiert sei und daß er natürlich das Essen nicht bezahlen müsse und wie sie es überhaupt wieder gutmachen könne. Wütend ranzt er zurück, daß er auch nicht vorhabe zu zahlen, wirft sich sein cremefarbenes Jackett über die Schulter, das mehr Haltung beweist als sein Träger, steigt über den immer noch „Speisenden“ und verlässt mit der Dame den Platz des Geschehens. Offensichtlich waren ihm, der in seinen Sendungen Mitleid mit jedem Bettler in Kalkutta hat, diese „Aspekte“ des Lebens zu neu. Dann trollt sich auch der gesättigte Dieb, der vorsichtshalber von einem herbeigeeilten Koch mit Bodygard-Statur flankiert wird.</p>
<p>Ich versuche die verwirrte Kellnerin zu trösten, daß sie nun wirklich nichts dafür könne. Sie bedankt sich und meint zum Schluss, dass sie sehr hoffe, dass es bei dieser Ausnahme bleibe. Wenn nicht, würde es sie auch nicht verwundern, da ja die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer würden.</p>
<p>Da war er wieder der Satz. Offensichtlich hat er sich im Volksbewusstsein fest gesetzt. Wenn er nicht stimmt, muss die Politik ihn argumentativ entkräften. Sollte er aber stimmen, muss sie handeln!</p>
<p>Oder?</p>
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		<title>Kantische Überlegungen in Teheran</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10088/kantische-ueberlegungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 00:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Mächte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Teheran bereitet sich auf eine hübsche kleine Groteske vor: Die Ausrichtung des diesjährigen Welttags der Philosophie. Das freilich passt wie die Faust aufs Auge.
Der Philosoph Otfried Höffe, der gerne einige &#8220;kantische Überlegungen zum Verhältnis von Philosophie und Offenbarung&#8221; zum besten gegeben hätte, hat es sich nach reiflicher Überlegung anders überlegt. Für seine Absage hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Teheran bereitet sich auf eine hübsche kleine Groteske vor: Die Ausrichtung des diesjährigen Welttags der Philosophie. Das freilich passt wie die Faust aufs Auge.</p>
<p>Der Philosoph Otfried Höffe, der gerne einige &#8220;kantische Überlegungen zum Verhältnis von Philosophie und Offenbarung&#8221; zum besten gegeben hätte, hat es sich nach reiflicher Überlegung anders überlegt. Für seine Absage hat er <a href="http://www.faz.net/p/Rub013457531D514A289550C982F21BCDBF/Dx1~E940E1D87EE287C72F67E3C1733907B7D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">gute Gründe</a>:</p>
<blockquote><p>Ihr Kern besteht in der enttäuschenden Nachricht, nicht Gholamreza Aavani, sondern Haddad Adel sei der Leiter (&#8221;chief&#8221;) der Veranstaltung geworden, direkt von Präsident Ahmadineschad ernannt. (&#8230;) Adel ist aber nicht bloß akademischer Philosoph, sondern in die Machenschaften der politischen Führung so intim verstrickt, dass man die seit Ahmadineschads Präsidentschaft veränderte Lage nicht in den Hintergrund schieben darf. Noch vor wenigen Wochen hat Adel Dissidenten eine Wiederholung von &#8220;<a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/8479/hochdosierter-luegencocktail/" target="_blank">Kahrisah</a>&#8221; angedroht, also Einsperrungen Dutzender Personen in einen Container, systematisches Vergewaltigen von Jugendlichen und erwachsenen Männern und das Verbrennen der Leichen von Folter-Opfern.</p></blockquote>
<p>Dass der &#8220;Weltphilosophietag als Propagandaveranstaltung des Staatspräsidenten missbraucht&#8221; werde, hätte dem Philosophen ohnehin klar sein müssen. Dass er abgesagt hat, zeugt dennoch von philosophischer Klugheit. Dem kantischen Projekt einer &#8220;fortschreitenden Vertiefung des Freiheitsgedankens&#8221; (Cassirer) ist so sicherlich am besten gedient.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Paradigmenwechsel</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10095/paradigmenwechsel/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 19:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick auf den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne/Antimoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsfragen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der neuesten Ausgabe seiner immer wieder lesenswerten &#8220;Jerusalem Letters&#8221; entwickelt Joram Hazony vom Jerusalemer Shalem-Center eine interessante Perspektive: Wenn die EU die Überwindung des Nationalstaates zum Ziel hat, lässt sich daraus eine Maxime ableiten, die letzten Endes das Existenzrecht Israels in Frage stellt?
Auch ohne Kuhns Theorie von der “Struktur wissenschaftlicher Revolutionen”[1] kann man die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der neuesten Ausgabe seiner immer wieder lesenswerten &#8220;Jerusalem Letters&#8221; entwickelt Joram Hazony vom Jerusalemer Shalem-Center eine interessante Perspektive: Wenn die EU die Überwindung des Nationalstaates zum Ziel hat, lässt sich daraus eine Maxime ableiten, die letzten Endes das Existenzrecht Israels in Frage stellt?</p>
<p>Auch ohne Kuhns Theorie von der “Struktur wissenschaftlicher Revolutionen”[<a href="#footnote-1-10095" id="footnote-link-1-10095" title="See the footnote.">1</a>] kann man die Frage stellen, ob es einen grundlegenden Wandel (Paradigmenwchsel) in der Beurteilung des Nationalstaates und damit auch Israels gibt:</p>
<blockquote><p>Let’s begin with the old  paradigm, which is the one that granted Israel its legitimacy in the  first place. The modern state of Israel was founded, both  constitutionally and in terms of the understanding of the international  community, as a nation-state, the state of the Jewish people. This is to  say that it is the offspring of an early modern movement that  understood the freedom of peoples as depending on a right to  self-protection against the predations of international empires speaking  in the name of a presumed higher authority. (&#8230;)</p>
<p>But the idea of the nation-state has not flourished in the period since  the establishment of Israel. On the contrary, it has pretty much  collapsed. With the drive toward European Union, the nations of Europe  have established a new paradigm in which the sovereign nation-state is  no longer seen as holding the key to the well-being of humanity.</p></blockquote>
<p>Den Paradigmenwechsel, so Hazony, hatte zuvor schon Kants philosophischer Entwurf &#8220;Zum ewigen Frieden&#8221; eingeleitet, der seine eigentliche Wirkung aber erst im 20. Jahrhundert entfalten sollte – fortan galt der Nationalsozialismus als die verdorbene Frucht der deutschen Nationalstaates. Genau diese Argumentation aber hält Hazony für grundverkehrt, denn:</p>
<blockquote><p>The Nazi state (&#8230;) was precisely the opposite of this:  Hitler opposed the idea of the nation-state as an expression of Western  effeteness. On his view, the political fate of all nations should be  determined by the new German empire that was to arise: Indeed, Hitler  saw his Third Reich as an improved incarnation of what he referred to as  the <em>First</em> Reich—which was none other than the Holy Roman  Empire of the Hapsburgs! The Nazis’ aim was thus diametrically opposed  to that of the Western nation-states. Hitler’s dream was precisely to  build his empire on their ruin.</p></blockquote>
<p>Den Autor ängstigt die Vorstellung, dass so traditionsreiche Nationalstaaten wie Frankreich oder Grossbritannien vollständig in der EU aufgehen könnten, weil die dahinter stehende Vorstellung dazu führen könnte, dass auch Israel infrage gestellt wird. Diesen Passimismus teile ich allerdings nicht, weil den europäischen Superstaat nur die wenigsten wollen. Der tschechische Präsident Vaclav Klaus <a href="http://www.klaus.cz/clanky/2577" target="_blank">hält</a> die europäische Identität gar nur für eine künstlich in Brüssel geförderte.</p>
<p>Hazony liegt jedoch ohne Zweifel richtig, wenn er feststellt: &#8220;Many Europeans, too, see Auschwitz as being at the heart of the lesson  of World War II. But the conclusions they draw are precisely the <em>opposite</em> of those drawn by Jews.&#8221; Was dann kommt, geht allerdings haarscharf an der Sache vorbei:</p>
<blockquote><p>Following Kant, they see Auschwitz as the ultimate expression of that  barbarism, that brutal debasement of humanity, which is national  particularism. (&#8230;) If such evil is to be prevented from happening  again and again, the answer must be in the dismantling of Germany and  the other national states of Europe, and the yoking together of all the  European peoples under a single international government.</p></blockquote>
<p>Für viele in Europa dürfte die Lehre aus Auschwitz wohl vor allem im Pazifismus liegen, was freilich genauso abwegig ist, denn bekanntlich wurde das Vernichtungslager nicht von klampfespielenden Paceflaggenträgern befreit, sondern von den Soldaten der Roten Armee.</p>
<p>Auf jeden Fall sind Hozanys <a href="http://via.readerimpact.com/v/1/792bc4b1ec4cad1eec3e4163177b1dec6b7210346658c26c" target="_blank">Ausführungen</a> unbedingt der Lektüre wert.</p>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10095">Darauf, dass der Schlüsselbegriff des &#8220;Paradigmas&#8221; in derselben Bedeutung bereits bei Lichtenberg auftaucht, hat Hans Blumenberg in seinem Buch &#8220;Höhlenausgänge&#8221; (1996: 589) hingewiesen.  <a href="#footnote-link-1-10095">⇧</a></li></ol><p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Gitmo statt Algerien</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10085/gitmo-statt-algerien/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 07:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Guantanamo]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Guantanamo halte ich zwar für einen Fehler, insofern als ein Gefängnis, das weitgehend intransparent operiert[1], einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – mag die Errichtung spezieller Gefängnisse zur Bekämpfung des Terrorismus auch sonst gerechtfertigt sein.
Dass aber sechs Insassen aus Algerien lieber in Gitmo bleiben als in ihr Heimatland zurückkehren wollen, sagt einiges darüber, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guantanamo halte ich zwar für einen Fehler, insofern als ein Gefängnis, das weitgehend intransparent operiert[<a href="#footnote-1-10085" id="footnote-link-1-10085" title="See the footnote.">1</a>], einer Demokratie nicht gut zu Gesicht steht – mag die Errichtung spezieller Gefängnisse zur Bekämpfung des Terrorismus auch sonst gerechtfertigt sein.</p>
<p>Dass aber sechs Insassen aus Algerien lieber <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/07/09/AR2010070904926_pf.html" target="_blank">in Gitmo bleiben</a> als in ihr Heimatland zurückkehren wollen, sagt einiges darüber, wie es um die Menschenrechtssituation in manchen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas bestellt ist – und lässt Obama nicht eben gut aussehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;These men would rather stay in Guantanamo for the rest of their lives  than go to Algeria. That speaks volumes,&#8221; said David Remes, an attorney  for detainee Ahmed Belbacha, who was sentenced in absentia to 20 years  in prison by an Algerian court last year for alleged association with an  illegal armed group. &#8220;They are terrified to go, but this administration  is willing to march them off a cliff.&#8221;</p></blockquote>
<br /><ol class="footnotes"><li id="footnote-1-10085">Nur das Internationale Rote Kreuz hat Zugang zum Lager, es darf jedoch eventuelle Vorwürfe gegen die  US-Behörden weder bestätigen noch dementieren.  <a href="#footnote-link-1-10085">⇧</a></li></ol><p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Haram!</title>
		<link>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/10082/haram/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 07:22:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kreutz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Golfstaaten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Vuvuzelas mit einer Lautstärke von mehr als hundert Dezibel haram, also islamisch verboten, sein könnten, darauf muss man erst einmal kommen. Jedenfalls sieht das die Behörde für Islamische Angelegenheiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten so, die medizinisch argumentiert.
Umso erstaunlicher allerdings, dass es offenbar noch keine Fatwa gegen die in Dubai so beliebten Hemden der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Vuvuzelas mit einer Lautstärke von mehr als hundert Dezibel haram, also islamisch verboten, sein könnten, darauf muss man erst einmal kommen. Jedenfalls sieht das die Behörde für Islamische Angelegenheiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten so, die medizinisch <a href="http://blogs.taz.de/arabesken/2010/07/11/endlich_islamische_fatwa_gegen_vuvuzelas_erlassen/" target="_blank">argumentiert</a>.</p>
<p>Umso erstaunlicher allerdings, dass es offenbar noch keine Fatwa gegen die in Dubai so beliebten Hemden der deutschen Nationalelf gibt, die bevorzugt mit dem Aufdruck &#8220;Schweinsteiger&#8221; gekauft werden. Weiss denn keiner dort, was Schwein auf Arabisch bedeutet?</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save"><img src="http://www.transatlantic-forum.org/blog/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a> </p>]]></content:encoded>
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