Was US-Präsident Trump in Iran vorhat, mag unklar sein, dafür ist die israelische Position umso klarer: Würde sich in Iran eine säkulare Demokratie etablieren, wären Israels Sorgen um seine Sicherheit über Nacht verschwunden. Doch manche Reporter, Kommentatoren, Nahost- und Politikexperten wollen die USA und Israel offenbar unbedingt scheitern sehen.
Hashtag: Sicherheit
Operation Nouruz
Was planen die USA und Israel in Iran und wie könnte es gelingen, die Macht an die iranische Bevölkerung zu übergeben oder sie in die Lage zu versetzen, sie zu übernehmen? Von dieser Frage hängt nicht zuletzt ab, wie lange noch gekämpft werden muss.
Das Problem mit dem Völkerrecht
Dem Historiker Friedrich Meinecke verdanken wir die Erkenntnis, dass das Völkerrecht der frühen Neuzeit Weltbürgertum und Nationalstaat als Einheit begriff und damit an die antike Vorstellung anknüpfte, nach der die Menschheit als ganze eine Interessen- oder Vernunftgemeinschaft bildet. Davon scheint das Völkerrecht heute weit entfernt.
Was Khameneis Tötung wirklich bedeutet
Allenthalben melden sich Experten zu Wort, die sich zu erklären beeilen, dass die Tötung des obersten iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei praktisch nichts zu bedeuten habe, da er für sein Ableben vorgesorgt habe und leicht zu ersetzen sei. Diese Behauptung ist vollendeter Unsinn.
Man kann von US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten, was man will – aber der Angriff auf das iranische Mullah-Regime ist ein Akt von historischer Grösse und moralisch gerechtfertigt. Mit der Ausschaltung von Ajatollah Khamenei könnte der iranische Traum von einer säkularen Demokratie Realität werden.
Es sieht schlecht aus für das Regime Wladimir Putins wie dasjenige Ali Khameneis. Beide Diktatoren haben abgewirtschaftet, ihre Machtbasis bröckelt, die wirtschaftlichen Aussichten ihrer Länder, Russlands wie Irans, sind düster. Dennoch darf der Westen ihre Aggression nicht unterschätzen.
Warum Iran anders ist
Immer wieder liest man in den Medien, dass ein Regimewechsel in Iran eine heikle Sache sei, deren Folgen man nicht abschätzen könne. Irak, Libyen und Afghanistan werden regelmässig als Beispiele für Regimewechsel genannt, die am Ende alles nur schlimmer gemacht haben. Doch das Wesentliche wird dabei übersehen.
Zuweilen lohnt es sich, von den Älteren zu lernen, deren treffende Analysen und Kommentare zu Unrecht in Vergessenbeit geraten sind. Einer dieser Älteren ist der längst verstorbene spanische Literaturwissenschaftler und Diplomat Salvador de Madariaga, ein bekennender Europäer. der die Freiheit gegen das Hegemonialstreben der damals noch existierenden Sowjetunion verteidigte.
Die Achse Teheran-Moskau
Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation und notorischer Kriegsverbrecher, ist der wichtigste verbliebene Verbündete von Khamenei, dem Schlächter von Teheran. Bei all unserer Solidarität für die Menschen in Iran dürfen wir daher die Ukraine nicht vergessen, zumal beider Schicksal miteinander verwoben ist.
Eine Journalistin weiss, was das Problem im Nahen Osten ist.
