Ein Islamwissenschaftler kennt die Hintergründe.
Monat: September 2012
Im Jahre 2050, so erträumt es sich der Sozialpsychologe Harald Welzer, werde es keinen Kapitalismus mehr geben, denn der habe sich mit seinen umfänglichen Privatisierungen als historisch “grösster Fehler” herausgestellt, “den man überhaupt begangen hat in der Moderne.” In Welzers Utopie werden weite Bereiche lokalwirtschaftlich mit lokalen Währungen organisiert sein. Wettbewerb und Wachstum gehören der Vergangenheit an.
Überraschung
Wo kommen die hohen Verbraucherpreise her?
Ab nach Mallorca!
Manch einer hat ein origninelles Verständnis von Integration.
Gefangen im Labyrinth
Fremde Mächte, die mittels versteckter Maschinen kontrolliert Waldbrände auslösen – wer solchen Gerüchten Glauben schenkt, lässt sich auch sonst jeden Bären aufbinden. Schlimm nur, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung solchen Wahnvorstellungen anhängt.
Die «Red Team»-Strategie
Hätte das Ruder im Irak herumgerissen werden können? Im Jahre 2005 kam eine Kommission von Fachleuten, das «Red Team», zu dem Schluss, dass eine neue Strategie vonnöten sei, um das Vertrauen der Iraker zurückzugewinnen – und den Krieg zu verkürzen. «Foreign Policy» berichtet:
Tendenz
Einer politischen Partei nahezustehen, macht einen Journalisten allein noch nicht unglaubwürdig.
Zahar: Gaza freies Land
Thomas Friedman hat gewiss recht, wenn er in der Empörung über den islamkritischen Mohammed-Film eines in den USA lebenden ägyptischen Kopten eine Doppelmoral am Werk sieht (s. auch hier). Dass er seine These durch Quellen unterlegt, die vom Übersetzungsdienst MEMRI stammen, hat allerdings wieder ein paar alte Reflexe zum Vorschein gebracht: MEMRI sei unseriös, inakkurat, manipulativ und verfolge eine politische Agenda, lauten die Vorwürfe, die seit Jahren immer einmal wieder zu hören sind.
Cui bono
Spötter sagen ja, Jakob Augstein sei das beste Argument für eine Erbschaftssteuer von einhundert Prozent. Das da etwas dran ist, zeigt jener aktuell in seiner Kolumne: “Die zornigen jungen Männer, die amerikanische – und neuerdings auch deutsche – Flaggen verbrennen”, so Augstein anlässlich der islamischen Empörungswellen im Gefolge des Mohammed-Films, seien “ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi und Sanaa.” Und für ihr Tun offenbar ganz und gar unverantwortlich.
