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Chinas Macht, Europas Ohnmacht

Chinas Macht gründet auf seiner Wirtschaft, die sich schon seit Jahrzehnten dem Markt verschrieben hat, sodass vom Kommunismus einzig das System aus Überwachen und Strafen geblieben ist. Dass diese süss-bittere Melange aus Freiheit und Autoritarismus vielleicht gar nicht so gut funktioniert wie die einen hoffen und die anderen befürchten, legt jedenfalls die Tatsache nahe, dass das chinesische BIP zum Teil wenig solide ist und die Wirtschaft stärker erscheinen lässt, als sie ist. Auch das Vorhaben der staatlichen Punktevergabe für regierungskonformes Verhalten ist ins Stocken geraten, weil auch in China sich Widerstand regt, der freilich nicht gar so eruptiv ausfällt, wie dies im Westen der Fall wäre, käme man dort auf Idee, ein vergleichbares System einzuführen. Bleibt auch die grosse Systemkonkurrenz aus und wird China die USA als neue Weltmacht so bald nicht ablösen, so gerät Europa doch zunehmend ins Hintertreffen, ist doch der Aufstieg Chinas, trotz allem, unaufhaltsam und hält das Land mittlerweile den Rekord im Einwerben direkter ausländischer Investitionen. Chinas wachsende Macht geht vor allem zulasten Europas, das sich der Umverteilung und einem Phantom namens soziale Gerechtigkeit verschrieben hat.

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