Trumps Politik sei erratisch, eine Strategie im Nahen Osten nicht erkennbar, er sei ein Präsident zum Fürchten. Egal welche Zeitung man aufblättert oder welchen Sender man einschaltet, alle Kommentatoren scheinen sich einig: Russland habe gesiegt, der Westen eine Niederlage erlitten. Was war geschehen?
Schlagwort: Iran
Vom Islam zum Islamismus
Gibt es einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus? Die Antwort, die man erhält, fällt je nach dem aus, wo der Befragte politisch steht. Ich halte das für irreführend. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus – aber eben auch eine Schnittmenge zwischen beiden. Allerdings möchte ich behaupten, dass die Schnittmenge ziemlich gross ist. Diese These gefällt natürlich nicht jedem.
Die Menschen vs. das Regime
Man muss sich schämen. Schämen über die schlappe Reaktion des Auswärtigen Amtes auf die Proteste, die schon seit Tagen den ganzen Iran im Griff haben. Was also sagt Aussenminister Gabriel? Man möge doch bitte „allseits von gewaltsamen Handlungen Abstand‟ nehmen, als ob die Demonstranten gleichermassen Gewalt anwenden würden wie es seit Jahrzehnten die Staatsmacht eines der repressivsten Länder auf diesem Planeten tut, die ihnen gegenübersteht.
Trump in Riad
Das war eine erstsaunliche Rede, die der amerikanische Präsident da gehalten hat: auf dem arabisch-islamisch-armerikanischen Gipfel in der saudischen Hauptstadt. Trump, und das ist die gute Nachricht, hat gezeigt, dass er lernfähig ist. Befürchtungen, er würde sich wie der sprichwörtliche Elefant im Prozellanladen aufführen, erwiesen sich als grundlos. Vielmehr hat Trump gezeigt, dass er auch Diplomatie kann.
Neues aus dem Iran? Eigentlich ist es nichts neues, wenn ein Ajatollah wie Mohammad Ali Movahedi-Kermani in seiner Freitagspredigt öffentlich die Vernichtung Israels herbeisehnt. Bemerkenswert ist das ganze aber insofern, als hierzulande noch immer viele glauben, das Regime sei seit dem Amtsantritt Rouhanis moderater geworden.
Herr Lüders und der Sündenfall
Derzeit gross angesagt ist das im vergangenen Jahr erschienene Buch des Nahostexperten Michael Lüders, der aus den Medien weithin bekannt ist. Tatsächlich handelt es sich um ein Machwerk, wie gleich schon zu Beginn deutlich wird. Den Sturz des iranischen Ministerpräsidenten Mossadegh 1953 erklärt er darin um «Sündenfall» des Westens im Nahen Osten schlechthin.
Mit Sindbad gegen den Westen
Wer kennt nicht die Abenteuer von Tim und Struppi, die wir als Kinder gelesen haben und vielleicht noch als Erwachsene mit Nostalgie betrachten. Die iranische Führung sieht in den beiden Figuren des belgischen Zeichners Hergé jedoch etwas ganz anderes.
Extremismus als Normalzustand
Wer ist schuld, wenn die Flüsse austrocknen? – Die Frauen, sagt der Freitagsprediger von Isfahan, Sayyed Yusuf Tabatabai-Nezhad. Und zwar solche, die sich in der Öffentlichkeit fotografieren. Hintergrund dieser Hetze ist wieder einmal der sog. «bad-hedschab», der schlechte Hedschab.
Lügen zu Pflugscharen
Es ist schon bemerkenswert, wie gering das deutsche Echo auf die PR-Strategie der Regierung Obama ist, die amerikanische und die Weltöffentlichkeit für das Atomabkommen mit den USA zu begeistern – bemerkenswert auch deshalb, weil eine ähnliche Vorgehensweise durch konservative Vorgängerregierungen hierzulande für massive Entrüstung gesorgt hat. Aber da ging es noch um Bush.
Der Wille zur Vernichtung
Wie war das noch mit dem damaligen iranischen Präsidenten Ahmadinejad: Hat er davon gesprochen, dass Israel vernichtet werden müsse oder nicht? Natürlich hat er, wir haben es auf diesem Blog wiederholt analysiert.
