Israel begrenzt keine Lebensmittelspenden, aber die Hamas stiehlt diese, um sie der eigenen leidenden Bevölkerung zu verkaufen. Das hat die israelische Seite immer behauptet, doch gab es dafür angeblich keine Beweise. Manche, wie der ehemalige Sondergesandte für die UN, David Satterfiel, haben dies sogar bestritten.
Kategorie: Journalismus
Mehr Pluralismus wagen!
Neulich widmete sich ein Fernsehbeitrag der «geheimen Welt der Superreichen» und «super» und «geheim» in einem Zusammenhang machen natürlich neugierig. Was dann kam, war die gewohnte Einseitigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, wenn es um ökonomiscche Themen geht.
«Palästinenser müssen warten!»
Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen wieder mehr Geld, um ihre weitverzweigten Sendekanäle zu unterhalten und womöglich noch weiter auszubauen. Als ob ein reparaturbedürftiges System dadurch besser würde, dass man es einfach mit mehr Geld versorgt.
Framing für Biden
Joe Biden ist frisch gewählter Präsident der USA und schon lassen manche Journalisten jede professionelle Distanz vermissen.
Die Erfindung eines Versprechens
In der der Redaktion der «Zeit» interessiert man sich derzeit für die Kolonialgeschichte des Irak und hat sich ein bisschen in die ältere Literatur zum Thema eingelesen. Herausgekommen ist ein Artikel, der seiner Leserschaft vermittelt, dass «die Araber», die von einem unabhängigen Grossreich träumten, von den Briten schmählich hintergangen wurden.
Desinformation bei der «Zeit»
Ein Online-Kommentar der «Zeit» regt sich über die aktuelle Titelgeschichte des «Focus» auf, die sich der «dunklen Seite des Islam» widmet. Kann schon sein, dass der «Focus» sich damit auf das Niveau eines Revolverblattes begibt und sich manches darin findet, was kritikwürdig ist. Aber die Kritik, wie sie im «Zeit»-Kommentar geübt wird, kommt einer Desinformation gleich.
Nur keinen Flächenbrand, bitte!
Keine noch so drastischen militärischen Maßnahmen werden die Sicherheit von Hunderttausenden Siedlern in der Westbank gewährleistet können, solange keine politische Lösung zur Beendigung der Besatzung gefunden wird», schreibt da einer auf Qantara.de vor dem Hintergrund der jüngsten Entführung (und wie wir jetzt wissen: Ermordung) dreier israelischer Jugendlicher durch die Hamas. War es wirklich die Hamas? Wer soll es sonst gewesen sein?
Nicht die Terrortruppe ISIS, sondern eine Miliz namens «Nationaler, Panarabischer und Islamischer Widerstand» soll massgeblich die Eroberung Mossuls zu verantworten haben, sagt Weltenbummler Jürgen Todenhöfer. Diese Miliz sei von den USA jahrelang totgeschwiegen worden, weil – nun ja. Todenhöfer sieht in der militanten Gruppe unter der Führung von Izzat ad-Duri «keine Nachfolge-Organisation» von Saddam Husseins Baath-Partei, vielmehr wolle sie eine säkulare Demokratie.
Im Schaumbad des Dialogs
Paternalismus kann einem das Verständnis für Geschichte und Gesellschaft schon gründlich verhageln. Da widmet sich das «Interkulturelle Magazin» des BR der Überschreitung von Religionsgrenzen, fragt, warum die Menschen im christlich geprägten Westen sich eher für ostasiatische Religionen öffnen als für den Islam, und bittet sodann einen Religionswissenschaftler um Deutung.
Everybody’s a critic
Generation War» heisst die englischsprachige Fassung des deutschen Fernseh-Dreiteilers «Unsere Mütter, unsere Väter»– und die Kritiker im Vereinigten Königreich waren not amused. Das wiederum gefällt der London-Korrespondentin der FAZ gar nicht, wie sie in einem etwas launisch geschriebenen Artikel zum Besten gibt.
