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Kritik des Paternalismus

Experten und Mythen

Es nützt ja alles nichts, manche Mythen lassen sich einfach nicht ausrotten. Einmal mehr darf ein zum «Experten» geadelter Religionswissenschaftler ungehemmt seine Ahnungslosigkeit zur Schau stellen und Desinformation verbreiten (vgl. hier). Und wieder einmal sind alle Ideologeme des Dialogunwesens vorhanden.

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Kritik des Paternalismus

Wer die Schuld trägt

Ich kann mich noch gut an die Debatte erinnern, wie sie in den Neunzigern heftig im Gange war. Damals schon ging es um Fragen der Demokratie in der Islamischen Welt und warum es dort so wenig sozialen Fortschritt gibt (oder war das gar nur ein westliches Vorurteil?) und damals schon war sich der intellektuelle Mainstream sicher, dass die ganze Mailaise allein am Westen liegt.

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Kritik des Paternalismus Naher und Mittler Osten

Ausgefuchste Experten

Nun schlägt sie wieder, die Stunde sogenannter Nahostexperten, die mit einem «offenen Brief» an die Bundesregierung in die Öffentlichkeit drängen. Anlass sind natürlich nicht die Gemetzel in Syrien und dem Irak – Anlass ist Gaza. Der auf Äquidistanz geeichte Duktus des «offenen Briefes» lässt tief blicken.

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Kritik des Paternalismus

Die Legende vom tumben Westen

Ach, unsere Intellektuellen. Wieder so ein launischer Text, an dem nichts stimmt. Auch dieses Mal geht es um den Nahen Osten und die altbekannten Versatzstücke zeigen, warum westliche Intellektuelle die Region so gerne falsch verstehen. Das Narrativ, dem sein anhängt, geht so:

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Kritik des Paternalismus Politische Schwärmereien Wissenschaft und Forschung

Was man alles nicht braucht

In den Medien tummeln sich vermehrt Zeitgenossen, die uns erklären wollen, warum die Konsungesellschaft, wie wir sie kennen, abgeschafft gehört. Denn vieles brauchen wir doch gar nicht, obwohl uns die Werbung etwas anderes einreden will. Diese manipuliert uns und das wollen wir nicht.

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Kritik des Paternalismus Menschen und Mächte Naher und Mittler Osten Politik und Geschichte Religion und Gesellschaft

Syrien nach Assad (2)

Häufig macht sich eine gewisse Hilflosigkeit breit, wenn es um die Ursachen von Gewalt geht, wie derzeit in Syrien zu beobachten. Viele Kommentatoren wissen sich dann keinen anderen Rat, als die Misere auf ein verunglücktes nation building, verschuldet durch koloniale Willkür, zurückzuführen. Eine ethnisch wie konfessionell heterogene Menschenmasse, so das gängige Narrativ (hier eines von vielen Beispielen), sei in einem von fremden Mächten und aus eigennütizgen Gründen zusammengezimmerten Staatsgebilde zusammengepfercht worden, dessen Fliehkräfte nur durch die eiserne Faust eines Diktators in Schach gehalten werden.

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Kritik des Paternalismus Markt und Politik Politische Schwärmereien

Gesellschaftsformung

Wenn man bei der Links-Partei genau zu wissen glaubt, ab welcher Einkommensgrenze der Lebensgenuss aufhört, um jenseits dieser Grenze das Recht auf Eigentum gerechtfertigterweise suspendieren zu können, so ist das weiter keine Überraschung. Dass zuweilen allerdings auch im bürgerlichen Lager eine Sehnsucht nach der Tugenddiktatur anzutreffen ist, hat schon eine andere Qualität.

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Kritik des Paternalismus

Im Garten der Bescheidenheit

Viele Menschen in Europa wollen sich dem neoliberalen Wirtschaftsdiktat nicht beugen, hat der Gärtner und Kolumnist Jakob Augstein herausgefunden, der auf “Spiegel Online” ein kleines Biotop dürrer Gedanken-Gewächse kultiviert. Seine Spezialität: Extra kleine Möhrchen.

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Kritik des Paternalismus

Eitelkeit und Starrsinn

Günter Grass möchte nicht länger schweigen, was er früher freilich auch schon nicht getan hat. Mit letzter Tinte, denn Grass ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen, schreibt er nieder, was ihm zur Irankrise einfällt. Weil er davon überzeugt ist, dass die ganze Welt es lesen will, lässt er seine Gedanken in drei Ländern gleichzeitig unter das Volk bringen.

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Kritik des Paternalismus Radikalismus und Gewalt Religion und Gesellschaft

“… wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat”

Eine “apologetische Nichtauseinandersetzung” macht Jörg Lau von der “Zeit” unter den Islamverbänden aus, wenn es um die Frage geht, inwieweit Gewalttaten im Namen der eigenen Religion tatsächlich etwas mit ebendieser Religion zu tun haben. Dann werden allzu eilfertig all jene, die dem Namen des Islam Schaden zufügen könnten, zu Nichtgläubigen erklärt und  schon liegen die Ursachen religiöser Gewalt ausserhalb der Umma.

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