Eine gängige Annahme besagt, dass die Gefahr, die von Islamisten ausgeht, am besten dadurch gebannt werden könne, dass man diese in politische Strukturen einbindet (s.a. hier); dann nämlich müssten sie sich in der Tagespolitik bewähren und würden von ihrem Radikalismus ablassen. Genau das bestreitet der amerikanische Nahostfachmann Shadi Hamid, der selbst jahrelang dieser Auffassung anhing.
Autor: Michael Kreutz, Dr. phil.
Orientalist (Dr. phil.), Politologe & Kulturjournalist. Website: www.michaelkreutz.net
Der Sprecher der israelischen Armee, Arye Shalicar, erklärt im Interview mit dem «Krautreporter», woher die massiven Zerstörungen in Gaza rühren, nämlich nicht einfach nur von Raketen der israelischen Armee. Die Wahrheit ist eine andere und was Shalicar hier sagt, ist plausibel, weil wir die Situation auch aus anderen Zusammenhängen kennen (z. B. Syrien):
Absolution
Warum laden Abgeordnete der Linkspartei zwei Möchtegern-Journalisten aus Übersee ein, um über die «Krise in Israel-Palästina» zu informieren? Dass die beiden Eingeladenen dafür bekannt sind, Israel über alle Massen zu schmähen, kann nicht der Grund sein, denn Typen wie Blumenthal und Sheen gibt es in Deutschland massenhaft.
Khamenei legt nach
Irans Revolutionsführer Khamenei spricht offen von der Zerstörung Israels. Das ist eigentlich ein alter Hut und war auf diesem Blog schon vor bald vier Monaten berichtet worden. Drei Jahre zuvor stand auf Khamenei.ir zu lesen: «Israel wird vernichtet werden» und die Basidsch warten nach eigenen Angaben nur noch auf den Befehl des Revolutionsführers, endlich gegen Israel losschlagen zu dürfen.
Stillos
Natürlich kann man eine Menge gegen die Linkspartei sagen. Dieses Blog gehört ganz bestimmt nicht zu ihren Sympathisanten und dass Innenminister de Maizière die Beobachtung von Linke-Abgeordneten durch den Verfassungsschutz hat einstellen lassen, ist ein Unding, solange es in der Partei noch ganz offiziell eine «Kommunistische Plattform» gibt.
Es geht einmal mehr um den Islam. Den milden Spott, den der Kabarettist Dieter Nuhr über die Religion ausgegossen hat, kritisiert ein Text im «Cicero» wie folgt: «Sein Fehler liegt darin, allen Ernstes eine Kausalität zu suggerieren, die nach folgendem Schema läuft: „Die Nazi-Denke, das liegt am Deutschsein, nicht an der NS-Ideologie.“
Desinformation bei der «Zeit»
Ein Online-Kommentar der «Zeit» regt sich über die aktuelle Titelgeschichte des «Focus» auf, die sich der «dunklen Seite des Islam» widmet. Kann schon sein, dass der «Focus» sich damit auf das Niveau eines Revolverblattes begibt und sich manches darin findet, was kritikwürdig ist. Aber die Kritik, wie sie im «Zeit»-Kommentar geübt wird, kommt einer Desinformation gleich.
Wer hinter den Säureattacken steckt
Die Säureattacken auf mindestens vierzehn Frauen in der iranischen Stadt Isfahan hat weltweit Empörung ausgelöst, auch im Iran selbst. Nicht so recht klar geworden ist, wer eigentlich dahinter steckt.
Recht besehen ist die Sache einfach: Israel ist von Ländern umgeben, in denen eine Mehrheit der Bevölkerung gar keinen Frieden mit Israel will, weil sie schlicht keinen jüdischen Staat im Nahen Osten akzeptiert. Nicht, dass man etwas gegen Juden hätte, im Gegenteil, Juden sind doch «unsere Brüder», nur der Zionismus, sagen Leute, die keinen Schimmer vom Judentum haben, sei eben eine Ideologie, die nichts mit dem Judentum zu tun habe.
Unser Wunschislam
Wenn es um die akademische Beschäftigung mit dem Islam geht, wird es häufig romantisch. Ein aktuelles Beispiel da für gibt ein Vertreter der «komparativen Theologie», der im Interview mit dem «Tagesspiegel» einige recht erstaunliche Dinge verkündet. Grundtenor ist wieder einmal die Behauptung, dass der Islam nicht den Terroristen überlassen werden dürfe.
