Warum macht die Hamas das? Warum schlachtet eine Terrororganisation mehr als tausend Menschen ab und überzieht Israel mit Hunderten von Raketen, wenn sie doch weiss, dass sie militärisch nichts zu gewinnen hat? Weil sie weiss, dass sie den Informationskrieg gewinnen kann, zumindest in den mehrheitlich islamischen Ländern!
Autor: Michael Kreutz, Dr. phil.
Orientalist (Dr. phil.), Politologe & Kulturjournalist. Website: www.michaelkreutz.net
Die schwarze Flut
Absurd erscheint uns die Vorstellung, wir könnten eines Tages aufwachen und Deutschland wäre verschwunden. Wer sollte Deutschland angreifen, wer sollte es auslöschen? Hingegen ist die Angst, das eigene Land für immer zu verlieren, in Israel allgegenwärtig. Der israelische Journalist Ari Shavit beschreibt es seinem 2013 erschienenen Buch «My Promised Land»:
Die Hamas darf nicht gewinnen
Raketenangriffe auf Israel sind nicht Neues. Die Hamas, mit Rückendeckung aus Teheran, feuert seit Jahren schon immer wieder Raketen auf das Land ab. Sie weiss, dass sie Israel militärisch nicht besiegen kann, wohl aber den Propagandakrieg für sich entscheiden. Das darf nicht länger sein, vor allem nicht nach dem Krieg, den die Hamas heute begonnen hat.
Unblutig verlaufen, ist sie ein Geschenk, die deutsche Einheit, die nicht hätte stattfinden können, wenn der Ostblock als ganzer nicht in sich zusammengestürzt wäre. Die Einheit verbindet Deutschland in besonderer Weise mit Osteuropa, zugleich stärkte sie die Westbindung. Deutschland in Europa und im Verein mit den transatlantischen Verbündeten ist ein politisches und wirtschaftliches Erfolgsmodell, das die AfD aufkündigen will.
Was heisst «europäisch»?
An welche Länder denkt man zuerst, wenn von «Europa» die Rede ist? Den meisten dürften wohl eher Frankreich, Deutschland oder die Schweiz in den Sinn kommen als Rumänien, Griechenland oder Ungarn. Wer den Gründen nachforscht, merkt schnell, wie flüchtig und folglich kritikwürdig der Europa-Begriff ist. Man kann mit seiner Kritik freilich auch über das Ziel hinausschiessen.
Marxismus, alter und neuer
Früher war auch nicht alles besser. Der Kommunismus jedenfalls mit Millionen von Toten war nicht gerade ein Erfolgsmodell. Selbst ein Kapitalismusverächter wie Bestsellerautor Yuval Noah Harari muss einräumen, dass der Kommunismus in fast jeder Hinsicht so viel schlechter als der Kapitalismus war, «dass kaum jemand ein Interesse daran hat, ihm eine zweite Chance zu geben.»
Zum hundertjährigen Jubiläum des Vertrags von Lausanne
Zwischen 1920 und 1922 kam es an der östlichen Grenze des europäischen Kontinents zu Gewaltausbrüchen, die das Gesicht der Region für immer verändern sollten: Bis zu 1.500.000 griechische Christen, die in der Türkei lebten, und bis zu 600.000 türkische Muslime, die in Griechenland lebten, wurden vertrieben. Die Jahrtausende alte griechische und christliche Präsenz in Kleinasien fand ihr Ende. Der Traum von der „Grossen Idee“ einem Griechenland der zwei Kontinente, war ausgeträumt.
Zwar wird die Energiewende der Umwelt keinen Vorteil verschaffen, was ökonomische Gründe hat und woran weder Deutschland im besonderen noch Europa im allgemeinen etwas ändern können. Dennoch gibt es keinen Grund zum Pessimismus und bleibt der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern der richtige Schritt.
China und die transatlantische Allianz
Kürzlich hat Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua eine neue Ausrichtung der Politik vorgestellt, die sie nach einem Schlag von Präsident Xi Jinping «Zweite Integration» nennt. Gemeint ist ein Sozialismus chinesischer Prägung, der Chinas Rolle in der Welt stärken soll. Dabei steht dem Land ein enormes hausgemachtes Problem im Weg.
Lauscht man den Stimmen mancher Kämpfer gegen den Rassismus in den Medien, muss man den Eindruck gewinnen, dass Deutschland ein durch und durch rassistisches, chauvinistisches, patriarchalisches, intolerantes und beinahe präfaschistisches Land ist, in dem man als Muslim nicht leben kann. Höchste Zeit also, dass sich ein Expertenkreis dieses Themas annimmt.
