Wo sich Libanons Chavisten treffen

Dass im Libanon Mein Kampf und Die Protokolle der Weisen von Zion in fast jedem kleineren Buchladen zu kaufen sind, dass in vielen Stadt- und Landesteilen Porträts von Khomeini und Khamenei oder Slogans wie „Die Waffe ist der Schmuck des Mannes“, „Die Waffen sind unser aller Entscheidung“ und „Israel ist ein Krebsgeschwür“ auf zahlreichen grossen Plakaten hängen und dass selbst in der als prowestlich verschrieenen Presse antiwestliche und antiisraelische Klischees Legion sind, ist bekannt. Dennoch trifft man hier immer wieder sehr klarsichtige Menschen. Es dauert nur oft lange, bis man so weit miteinander warm geworden ist, dass man über bestimmte Themen sprechen kann.

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Mitteilungen aus Kilis (10)

Die irakischen Stämme verkünden die Schaffung einer Stammesarmee und verbrennen den Steuerbescheid. Natürlich gibt es keinen Zweifel, dass al-Maliki auf einer Linie mit Bashar al-Assad liegt. Die Situation im Irak steht kurz vor einem Konfessionskrieg zwischen Schiiten und Sunniten. Denn die irakische Regierung ist nichts als eine sektiererische Regierung, die einen Hass auf die Sunniten … Mitteilungen aus Kilis (10) weiterlesen

Syrien nach Assad (3)

Dass diese Zustände kein Alleinstellungsmerkmal der arabischsprachigen Welt sind, zeigen die Memoiren des iranischen Klerikers Scheich Ebrahim Zanjani, der von ganz ähnlichen Missständen im Iran zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtet. In jedem Falle gilt: Angesichts einer Staatsmacht, die für nichts als Repression und Korruption steht, während der einzelne Bürger eine Gegenleistung bekäme, wird niemals … Syrien nach Assad (3) weiterlesen

Wir, wir, wir!

ICH will weniger Egoismus, ICH will mehr Gemeinwohl – so denkt es im hippen Neokollektivisten von heute. Heraus kommen dabei Schrullen wie die geplante Frauen-Zwangsquote, die Roland Tichy (“WirtschaftsWoche) kurz und bündig wie folgt abbürstet: Mit rund 102 Aufsichtsrätinnen in Dax-Konzernen ist jede fünfte Position schon heute mit Damen besetzt; die Quote fast schon erfüllt. … Wir, wir, wir! weiterlesen

Mitteilungen aus Kilis (9)

Ich setzte mich, während die Stimme des grossen Künstlers Abdelhalim Hafez erscholl, der ein Gedicht von Nizar Qabbani intonierte, und las. Das Gedicht sagte sinngemäss: „Mein Sohn, gestorben ist als Märtyrer wer sich für den Geliebten geopfert hat.“ Ich frage mich: Jeden Tag werden mehr als einhundert Syrer getötet und alle sind sie Märtyrer, alle … Mitteilungen aus Kilis (9) weiterlesen

Mitteilungen aus Kilis (8)

Neulich sass ich nahe der syrischen Grenze und trank Tee, während ich über die schmerzliche syrische Lage nachdachte. Dauernd wird aus Syrien berichtet, dass die Heftigkeit des Tötens zugenommen habe. Dieses Mal sind es die bewaffneten Milizen, die sich gegenseitig ausradieren. Ich besann mich, wie einmal ein bedauerlicher junger Muslim aus Deutschland kam, um in … Mitteilungen aus Kilis (8) weiterlesen

Querelen vor dem NSU-Mordprozess

Die rassistisch motivierten Morde des sog. NSU gehören ohne Zweifel zu den erschütterndsten Serienverbrechen der deutschen Nachkriegszeit, der ab dem 17. April stattfindende Strafprozess zieht schon jetzt zu Recht eine hohe mediale Aufmerksamkeit auf sich. Auch die unrühmliche Rolle deutscher Ermittlungsbehörden muss dabei zur Sprache kommen, ebenso wie die näheren Motive zweier Mörder, von denen … Querelen vor dem NSU-Mordprozess weiterlesen

Mitteilungen aus Kilis (7)

Die Tage vergehen ohne eine Lösung am Horizont. Zu Beginn des letzten Berichts über die Rückführung einiger syrischer Flüchtlinge war von Aljazeera eine Zahl von 600 genannt worden und so gab es immer wieder Nachrichten von der Deportation der Syrer aus dem Lager Mar’ash, doch ist die Zahl wohl nicht korrekt und dürfte geringer sein. … Mitteilungen aus Kilis (7) weiterlesen