Kritik des Paternalismus

Gebt den Muslimen einen Ball!

Ihr wollt Frieden im Nahen Osten, Frieden in Syrien, Frieden im Irak? Dann gebt den Muslimen einen Ball!

So einfach kann Frieden sein – wenn wir das nur geahnt hätten. Aber einer, der ist uns immer voraus. Nahostexperte Jürgen Todenhöfer erzählt auf Facebook eine tolle Geschichte über

“Rebellen, die mitten im Krieg mit Soldaten Fußball spielen. In Teilen Syriens schweigen seit Wochen die Waffen. … Irgendwann erinnerten sich lokale ‘Babeela-Rebellen’ und Soldaten der ‘National Defense’ daran, dass sie einst Freunde waren. Zwar schoben sie an ihren Checkpoints noch immer Wache. Doch geschossen wurde kaum noch. Also beschlossen sie, wieder mal Fußball zu spielen. Wie früher.”

Wir im Westen haben das natürlich nie kapiert, haben immer nur Waffen in die Region geschickt und wundern uns nun stirnrunzelnd, was wir falsch gemacht haben. Danke, Jürgen Todenhöfer, für diese Erleuchtung!

Statt Panzerabwehrraketen gibt es demnächst nur noch Bälle. Man weiss ja, wie leicht die Menschen im Nahen Osten auf simple Reize von aussen reagieren. Was man ihnen in die Hand gibt, damit beschäftigen sie sich.

Todenhöfer, der verstanden hat, wie die Menschen im Nahen Osten ticken (nämlich wie Kinder, bei denen man am besten gar nicht erst fragt, wer angefangen hat), hat erkannt: “Selbst der schlechteste Waffenstillstand ist besser als der perfekteste Krieg.” Dass wir da nicht eher drauf gekommen sind!

Also, gebt den Muslimen einen Ball – einen schönen, runden Ball. Dann wird alles gut.

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