Allenthalben melden sich Experten zu Wort, die sich zu erklären beeilen, dass die Tötung des obersten iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei praktisch nichts zu bedeuten habe, da er für sein Ableben vorgesorgt habe und leicht zu ersetzen sei. Diese Behauptung ist vollendeter Unsinn.
Die Tötung des Diktators inmitten seiner Zitadelle gleich am ersten Kriegstag durch einen israelischen Luftschlag mit dreissig 500kg-Bomben beweist nicht nur Israels haushohe militärische Überlegenheit, sondern ist dazu geeignet, den Gegner zu demütigen und vor allem: zu demoralisieren.
Weder sein Versteck im Untergrund, noch seine Luftabwehr, seine Geheimdienste oder seine Leibwachen vermochten Khamenei auch nur einen Tag länger am Leben zu halten, seitdem Israel seine Eliminierung beschloss. Alle Sicherheitsmassnahmen stellten sich als vergebens heraus und niemand in den Führungsrängen des Regimes kann noch seines Lebens sicher sein.
Khamenei hatte sein ganzes Leben auf einer politisch durchwirkten Eschatologie aufgebaut, die mit der Eroberung von Jerusalem und der Vernichtung Israels ihren vorläufigen Höhepunkt hätte erreichen sollen, um dann siegreich an der Spitze der muslimischen Nationen den Islam auf der ganzen Welt zur Herrschaft zu führen.
Jetzt kann das vorläufig amtierende Dreiergremium nur noch im Bunker oder einem Schulgebäude sitzen und zusehen, wie das eigene Regime zerbröckelt und zerbröselt. Sämtliche Kommunikationskanäle wurden von Israel gekapert, einschliesslich der Verkehrskameras auf den Strassen. Auch der staatliche Propagandasender IRIB wurde bombardiert und zerstört.
Das ganze elende Unterjochungssystem, mit dem die Mullahs ihrer Bevölkerung seit Jahrzehnten jede Aussicht auf ein Leben in Würde genommen haben, zerfällt und zerbröselt und es gibt nichts, was irgendein Nachfolger oder Stellvertreter oder neu gewählter Ajatollah (wahrscheinlich Mohseni-Ejei) oder ein Dreiergremium dagegen unternehmen könnten.
Khameneis Tod bedeutet den Anfang vom Ende des Regimes. Nichts weniger.
