Mitteilungen aus Kilis (1)

In Syrien wurden heute Todesfälle durch chemische Waffen registriert. Assad ist bankrott gegangen und hat begonnen, seine jüngsten Schläge gegen die Zivilbevölkerung mit chemischen Waffen auszuführen. Natürlich wird er sagen: Es war die Opposition, die getötet hat.

„Meine Herren, ich will Ihnen gestehen: Ich bin mit chemischen Waffen gegen die Menschen vorgegangen.“ Und das Geständnis ist der Herr der Beweise: „Ich habe viele Chemikalien und Chemiefabriken und werde auch vom Iran unterstützt.“

In der Diaspora gibt es einen neuen Regierungschef und das ist gut – aber der zweite Schritt. Denn wie der Premierminister sagte, ist es an der internationalen Gemeinschaft, die Anerkennung der Regierung zu beschleunigen, um ihr eine echte Legitimation zu geben, nicht nur eine Regierung.

Für das reale Leiden gibt es einen Ausweg, nämlich die Ausgabe von Reisepässen. Die Syrer fliehen vor dem Tod in die Länder der Welt und das schreckliche ist, dass viele Länder sich weigern, die Syrer aufzunehmen. Vielleicht gibt es ja das Gerücht, dass die Syrer böse ausserirdische Wesen seien.

Hier in der türkischen Diaspora leiden wir unter vielen Problemen. So haben sich die Mieten für Syrer verdoppelt und viele Türken wollen ihr Haus nicht an Syrer vermieten. Hinzu kommt, dass alle Syrer illegalen Arbeiten nachgehen und der Staat das Recht hat, jeden zu bestrafen, der ihnen Arbeit gibt. Am schlimmsten jedoch ist, dass ein Syrer die Hälfte oder weniger von dem verdient, was ein türkischer Staatsbürger erhält.

Wir respektieren jeden Staat, der uns aufnimmt, insbesondere die Türkei. Aber helfen Sie uns, in unsere Häuser zurückzukehren, das wäre für uns besser!

An die Welt gerichtet sage ich: Sie müssen jetzt der neuen Regierung die helfende Hand geben und sie darin unterstützen, eine nationale Armee aufzubauen, die frei ist von extremistischen Ideologien und Gruppendenken – ansonsten wird die gesamte Region zur echten Gefahr.

Leider sind aufgrund international verbotener Waffen, die Assad schon bald grossflächig einsetzen wird, noch mehr Opfer zu erwarten. Die internationale Gemeinschaft schaut erwartungsvoll auf das tragische Ende.

Assad ist bankrott gegangen und mit ihm seine Herrschaft. Es scheint, dass das Ende der Hisbollah nach dem baldigen Ende von Khamenei und Ahmadinejad ein tragisches sein wird.

Türkei, 19.03.2013

(Aus dem Arabischen von Michael Kreutz)