Trumps doppelter Coup

Trump bleibt unberechenbar. Obwohl wir hier nicht unbedingt pro Trump sind, muss man sagen: Hut ab vor seinem jüngsten Doppel-Coup.

Mehrmals schon hatte ich den Eindruck, Trump oder seine Berater könnten Bacevich gelesen haben. Jedenfalls scheint der Mann militärischen Operationen abhold, die nur irgendwie darauf abzielen, amerikanisches Engagement im Nahen Osten zu zeigen, das dann wie von selbst, ohne dass präzise Kriterien für eine “Mission Accomplished” formuliert würden, Frieden und Stabilität herrvorriefe. “Magical thinking” nennt Bacevich das.

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Das lange Scheitern des Westens im Nahen Osten

Dass das westliche Eingreifen in islamischen Ländern ein generelles Debakel ist, lässt sich kaum noch bestreiten. Weder der Sturz von Diktatoren noch der Krieg gegen den Terror haben rechtsstaatliche Strukturen begünstigt oder Feindseligkeiten gegenüber dem Westen gedämpft. Viele sagen, dass das ernsthaft auch nicht zu erwarten gewesen sei, aber zumindest im Falle des Irak hat 2003 die Chance bestanden, zumindest so etwas wie „good governance‟ auf den Weg zu bringen, denn gerade die ethnische wie konfessionelle Spaltung des Irak hatte Anlass zur Hoffnung gegeben, dass es keiner der ethnischen oder konfessionellen Gruppen gelingen würde, die Vorherrschaft zu übernehmen, sodass man sich am Ende auf zivile Regeln des Zusammenlebens zu einigen gezwungen sehen würde.

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