Menschen und Mächte, Naher Osten

Die “Red Team”-Strategie

Hätte das Ruder im Irak herumgerissen werden können? Im Jahre 2005 kam eine Kommission von Fachleuten, das “Red Team”, zu dem Schluss, dass eine neue Strategie vonnöten sei, um das Vertrauen der Iraker zurückzugewinnen – und den Krieg zu verkürzen. “Foreign Policy” berichtet:

The Red Team assumed that the only U.S. forces available were the ones that were already on hand, which meant that there was no way to blanket the country. So it proposed the concentration of forces in specific areas to effect a mini-surge. The command, for example, could use the beefed-up security for the upcoming December elections to establish an initial ink spot, perhaps in Baquba or in the Fallujah-Ramadi corridor. As more ink spots were created in 2006, they would be linked in a “Two Rivers campaign” to control the population centers along the Tigris and the Euphrates.

Die Ergebnisse des Berichtes waren seinerzeit von der Bush-Regierung ignoriert worden, vielleicht aus gutem Grund. Bushs Strategie war jedenfalls nicht ohne Erfolg. Aber, so “Foreign Policy”, wäre der “surge”, das Aufgebot gegen den Terrorismus, nicht so spät gekommen, hätte er die irakische Regierung stärken und ihr mehr Ansehen verschaffen können – ein Versäumnis, das heute noch nachwirkt.

(Den Download des “Red Team”-Berichts gibt es ebenfalls bei “Foreign Policy”.)

Nachtrag 29. September:

Nun erfahren wir, dass die Bedeutung des Berichtes geringer sein könnte als angenommen.

[Aus dem Archiv.]

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