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Sozialismus führt zu mehr Sozialismus

Das Desaster mit den Impfdosen hat einmal mehr gezeigt, dass zentralplanerische Lösungen meist verheerende Folgen zeitigen. Darauf hat der Ökonom Hans-Werner Sinn hingewiesen. Hätte man die Impfstoff-Beschaffung nicht an die EU delegiert, sondern selbst in die Hand genommen, wären zwar zunächst die Preise kräftig gestiegen, damit aber den Herstellern der Impfstoffe das nötige Kleingeld an die Hand gegeben, die Kapazitäten für die Impfstoff-Produktion auszubauen.

Dann wären die Preise wieder gefallen und ärmere Länder hätten schnell und günstig mit Impfstoff versorgt werden können. Indem man die Beschaffung des Impfstoffs in die Hände der EU legte, wurden vor allem solche Länder zuerst beliefert, die nicht zur EU gehören und bereit waren, höhere Preise zu zahlen. Dabei haben die EU-Länder wie Deutschland noch nicht einmal etwas gespart: Denn die günstigeren Einkaufspreise gehen einher mit einem längeren Lockdown und einem Verlust an Wohlstand, der bei einer rechtzeitigen Versorgung mit Impfstoff geringer ausgefallen wäre.

Anstatt nun diesen Fehler einzusehen, verlangen Verfechter sozialplanerischer Massnahmen, sprich: Anhänger des Sozialismus, noch mehr Eingriffe in den Markt. Wenn der Staat versagt, braucht es nach ihrer Logik noch mehr Staat und so werden Forderungen laut, die Impfstoff-Hersteller zu enteignen und überhaupt den Kapitalismus zu überwinden, denn Sozialismus führt zu mehr Sozialismus und nur selten zur Einsicht, dass er noch nie irgendwo auf der Welt imstande war, etwas anderes als Repression und Wohlstandsverlust hervorzubringen.

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