Zu den Glanzstücken von Hannah Arendts Werk gehört, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen nationalsozialistischer und bolschewistischer Herrschaft herausgearbeitet haben, die sie beide als Manifestationen eines einzigen Totalitarismus begreift, auch wenn der Holocaust ohne Parallele in der Geschichte bleibt.
Autor: Michael Kreutz
Orientalist (Dr. phil.), Politologe & Kulturjournalist. Website: www.michaelkreutz.net
Israels neue Allianzen
Einerseits scheint Israel nach dem Krieg im Gazastreifen international isolierter denn je zuvor – obwohl die Hamas die Schuld an der dortigen Zerstörung trägt –, was ebenso unfair ist, wie es vorhersehbar war. Doch aussenpolitisch hat Israel auch Gewinne zu verzeichen, die nicht nur im Nahen Osten die Kräfteverhältnisse verändern könnten.
Frohe Weihnachten!
Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir unbeschwerte und besinnliche Weihnachten und einen vergnügten und hoffnungsfrohen Übergang ins neue Jahr!
Hannah Arendt lesen (1/4)
War die bekannte politische Theoretiken, deren Todestag sich in diesem Monat zum fünfzigsten Mal jährt, eigentlich eine Linke? Jedenfalls wurde sie lange als eine solche in Beschlag genommen und als Ikone des Antikapitalismus und der Kritik an Israel gehandelt. Doch Arendt war keine Linke. Freilich, eine Liberale war sie auch nicht.
Kalter Krieg 2.0
Was, wenn Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine gewinnen sollte? Dann wird die Ukraine zerstückelt, eine Flüchtlingswelle ausgelöst, wird Russland die Bodenschätze im Donbass rücksichtslos ausbeuten und Europa gezwungen sein, die Ukraine auf lange Sicht finanziell zu unterstützen – und noch stärker als zuvor militärisch.
Das russische Regime fürchtet ein Referendum im Donbass.
Australiens Premierminister Albanese will den Antisemitismus in seinem Land bekämpfen.
Verrat an bürgerlichen Werten
Es ist richtig, dass wir Migration steuern müssen. Wir wollen darüber entscheiden, wer zu uns kommt und wir wollen verhindern, dass Menschen einwandern, gegen die ein konkreter Verdacht vorliegt, dass sie der Gesellschaft Schaden zufügen könnten. Sicherheit geht vor Toleranz. Aber wir dürfen bei alldem nicht unsere Werte verraten, wie es gerade die Bundesregierung tut.
Europa solle zwar nicht von einer fremden Macht dominiert werden, so steht es im neuen Strategiepapier des Weissen Hause, doch paradoxerweise habe der Krieg in der Ukraine dazu geführt, dass es mehr als zuvor vom Ausland abhängig geworden sei, wie es auch unrealistische Erwartungen an den Kriegsverlauf ebendort hege. Das ganze Papier lässt keinen Zweifel daran, dass man in Washington die Ukraine dem Kreml opfern will.
Forschende sehen einen Gegensatz, wo keiner ist.
