Eine “apologetische Nichtauseinandersetzung” macht Jörg Lau von der “Zeit” unter den Islamverbänden aus, wenn es um die Frage geht, inwieweit Gewalttaten im Namen der eigenen Religion tatsächlich etwas mit ebendieser Religion zu tun haben. Dann werden allzu eilfertig all jene, die dem Namen des Islam Schaden zufügen könnten, zu Nichtgläubigen erklärt und schon liegen die Ursachen religiöser Gewalt ausserhalb der Umma.
Kategorie: Radikalismus und Gewalt
Hatte es anfangs noch geheissen, die Hamas werde sich im Falle eine Kriegs zwischen Israel und dem Iran heraushalten, so folgt nun das Dementi (via Times of Israel). Kommt einem das bekannt vor?
Wir erinnern uns: Westliche Meldungen, denen zufolge islamistische Terroristen moderat geworden seien, sind in der Vergangenheit von den entsprechenden Gruppen regelmässig dementiert worden.
—
Siehe auch:
- Ahmadinejad für Friedensinitiative? (5.3.07)
- Das Gute im Menschen (8.3.10)
- Hamas bleibt sich treu (1.1.12)
Die Annäherung von Hamas-Führer Mashaal an Präsident Abbas auf Grundlage einer gewaltfreien Politik ist Wasser auf die Mühlen mancher Versöhnungsschwärmer. Die Rolle des Störenfrieds wird daher wieder einmal der israelischen Regierung zugewiesen:
Die braune Pest
Zehn Jahre lang zogen sie quer durch Deutschland und massten sich an, Gott zu spielen. Die Kaltblütigkeit, mit der eine Nazi-Gruppierung Menschen aus nächster Nähe und bei Tageslicht erschoss – allein ihrer Herkunft wegen –, bevor sie ihre Opfer fotografierte, um sie zu verhöhnen, ist in der deutschen Nachkriegsgeschichte ohne Beispiel.
Der Doppelselbstmord ist wahrscheinlich das einzig gescheite, das die mutmasslichen Haupttäter jemals in ihrem elenden, verkorksten und vergeudeten Leben, wie es nach aussen hin spiessbürgerlicher nicht hätte sein können, zustandegebracht haben.
Ein Trost ist das nicht. Die ganze Affäre, die offenbar auch ein Geheimdienstskandal ist, zeigt, dass der Rechtsextremismus vom militanten Islamismus als grösste Gefahr für die innere Sicherheit noch längst nicht abgelöst worden ist.
Neues aus der Serie “Unerträglicher als Sarrazin sind nur seine Gegner“. Am Wochenende las man in der «Taz»: «Zu dieser “kulturell bedingten” Mentalität gehöre, dass muslimische Jungen am liebsten unter sich blieben, Frauen jeden Respekt verweigerten und ihre Lehrer gern als “Hurensöhne” titulierten.»
Sind Hamas und Hisbollah antisemitisch? Die Gender-Expertin Judith Butler weiss es nicht so genau. Dafür ist sie sich sicher: Bei beiden handelt es sich um progressive Bewegungen. Zumindest aus einer sehr verqueeren Perspektive.
Mission impossible
[Aus dem Archiv.]
Eine besondere Mission hat der Volker Perthes vom Berliner SWP. Der Westen solle endlich den Mut finden, einen Dialog mit den Islamisten zu führen, fordert er. Mit gemässigten Islamisten, natürlich. Und man scheint ihn erhört zu haben.
